Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
null

 
http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/20102014-die-story-im-ersten-das-gepluenderte-erbe-100.html

Klar, dass der Kunsthandel schäumt, wenn man seine Machenschaften aufdeckt.
FeliNo meinte am 2014/11/04 15:58:
Tragisch...
Tragisch ist, dass die deutschen Behörden doch nur deshalb Aufmerksamkeit der Politik, der regierung bekommen, weil mit dem geklauten Zeug die IS-Organisation finanziert wird. Geklaut wird doch schon viel länger, seit 2003 im Irak, seit langem in Ägypten und anderswo. Für schriftliches Kulturgut existieren genauso "gut funktionierende Strukturen", nur wer schaut da mal nach dem Rechten in Deutschland?

Der Handel "schäumt"? Aber nein: der sagt - so wie der Händler im Film -, das stimme alles nicht und wer das behaupte, habe keine Ahnung, wie der Handel gehe. Ja, wenn auch niemand Autorisiertes mal richtig nachfragt...? Wenigstens mal ein ARD-Anfang; ohne Fortsetzung aber verweht das wie fragiler Beschreibstoff und Löcher im Wüstensand. 
KlausGraf antwortete am 2014/11/04 16:05:
Ich sehe folgende Wortmeldung auf der Kommentarseite zum Video durchaus als Schäumen
"Dr. Ursula Kampmann, Kulturgüterschutzbeauftragte der IADAA am 03.11.2014 um 13:09 Uhr
Eine Schande für den Qualitätsjournalismus

Diese Sendung widersprach allen Anforderungen, die an Qualitätsjournalismus zu stellen wären. Die Botschaft der Autoren stand fest, die Fakten wurden danach zusammengeschnitten. Folgende journalistische Todsünden wurden begangen: Alte Bilder und veraltete Fallbeispiele wurden nicht als solche gekennzeichnet, suggerierend diese seien jüngeren Datums. Interviews wurden entstellend gekürzt, über den weggeschnittenen Inhalt Unwahrheiten gesagt. Als zentraler Zeuge dient Dr. Michael Müller-Karpe, dessen Dienstfähigkeit von einem deutschen Gericht bereits in Frage gestellt wurde (Urteil 5K1082/10.F vom 2.7.2010). Die Rechtslage wurde falsch wiedergegeben. Sowohl die International Association of Dealers in Ancient Art als auch der Kunsthändlerverband Deutschlands haben Pressemeldungen erlassen, in denen dem Inhalt der Sendung widersprochen wird." 
FeliNo antwortete am 2014/11/04 16:27:
Ach so, das habe ich nicht gelesen, pardon. Unklug von der Dame. Richtig ist, dass der Handel gar nichts muss, weil er unkontrolliert wirken kann. Dass a) die Beweislage nach wie vor schwierig ist, weil b) den ermittelnden Behörden in D - das kam im Bericht zum Ausdruck - einfach noch zu viele Riegel vorgesetzt und Gesetze für die Katz sind. Deshalb - und das finde ich "tragisch" - behaupte ich, dass die nunmehrigen Aufmerksamkeiten (z. B. einer Regierungsdame) nur deshalb bekundet werden, weil hier (auf einmal???) diese ISIS davon profitiert, profitieren soll. Der westliche Handel profitiert doch bereits seit Jahrzehnten von den wunderbaren Wegen geklauter Artefakte.

Dass die Italiener bereits viel weiter sind (man denke an das Beispiel Getty und der immerhin auch vom SPIEGEL berichteten Gerichtsverhandlung wg. einer von Getty erworbenen in Italien geklauten antiken Statue), wurde auch deutlich im Fall der geplünderten Biblioteca dei Girolamini - sonst wär auch dieses Kulturgut längst in den florierenden Freilagern verbunkert. 
 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma