KFX (Gast) meinte am 18. Dez, 20:37:
Kartenforum Sachsen
Das von Ihnen kritisierte Portal:http://fotothek.slub-dresden.de/karten
ist ein Gemeinschaftsportal, welches von der Deutschen Fotothek betreut wird, mit Partnern u.a. den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
Der Zugang zur wissenschaftlichen Nutzung ist explizit frei. Im Flyer zum Kartenforum steht wörtlich:
"Die private Nutzung des digitalisierten Kartenmaterials sowie die Nutzung für nicht-kommerzielle Ausbildungszecke ist ausdrücklich erwünscht, sofern eindeutig die Herkunft der Originale aus der SLUB kenntlich gemacht und auf das Copyright der Deutschen Fotothek für die Digitalisate verwiesen wird. Jede andere Form (nämlich die kommerzielle) der Nutzung ist gebührenpflichtig und bedarf der schriftlichen Genehmigung der Bibliothek."
Die CD-ROm mit den Digitalisaten kann für eine Schutzgebühr (und mehr ist es bei dem Preis auch nicht) von 6.50 € zzgl. Porto und Verpackung bei der Deutschen Fotothek bezogen werden.
Der Zugriff ist also frei, auch wenn die Deutsche Fotothek aufs Copyright verweist. Die von Ihnen immer geforderte freie Nutzung für nicht-kommerzielle, d.h. wissenschaftliche Zwecke stellt die SLUB nicht in Abrede und hält sich damit explizit an die Berliner Erklärung, welche in diesem Bereich allgemein (wenn auch nicht bei allen Kritikern) als Standard gilt. Der Offene Zugriff/Zugang ist also gewährt und mehr bedeutet Open Access auch nicht.
Das die Deutsche Fotothek die Digitalisate nicht für kommerzielle Nutzung frei zur Verfügung stellt ist insbesondere aus der von Ihnen immer wieder betonten Steuerfinanziertheit der Deutschen Fotothek begründet. Welcher Rechnungshof würde es durchgehen lassen, dass die öffentliche Einrichtung eigene Leistungen für kommerzielle Nutzung frei herausgibt, wenn dafür nicht unerhebliche Gebühren und damit Einnahmen mögliche wären?
Die Einnahmen, die dann in die weitere Digitalisierung von sächsischen Karten fliessen.
Digitalisierung gibt es nicht völlig kostenlos, besonders nicht für kommerzielle Zwecke und eine Refinanzierung kann hier nur begrüsst anstatt verdammt werden!
Wenn nach Ihrer Meinung wissenschaftliche Informationen und Angebote öffentlicher Einrichtungen grundsätzlich kostenfrei sein sollen, wie sieht dann Ihr Finanzierungsplan aus?
Open Access in Ihrer Intepretation ist nicht finanzierbar und besonders aus Sicht des Steuerzahlers abzulehnen. Warum sollen Unternehmen bitte Digitalisate bei öffentlichen Einrichtungen kostenfrei bekommen? Bei jeder Presseagentur kostet dies z.T. enormen finanziellen Aufwand! Wenn für öffentliche Einrichtungen die Möglichkeit besteht, gegenüber kommerziellen Kunden (und nichts anderes macht die Deutsche Fotothek) Einnahmen zu erzielen, so sind diese zwingend zu nutzen!
Dr. Klaus Graf (Gast) antwortete am 19. Dez, 01:27:
Unsinn!
Die Nutzungsbedingungen der Website stehen definitiv nicht im Einklang mit der Berliner Erklärung. Eine Nutzung auf anderen Forschung-Websites fällt nicht unter "Ausbildungszwecke". Wer sich seine eigene Auslegung von Open Access zurechtbastelt, um miese Kommerzzwecke zu verfolgen und freie Projekte auszuschliessen (wie die Wikipedia), sollte nicht das Recht haben sich auf Open Access zu berufen. Die Rechnungshöfe können nicht an der Grundsatzentscheidung der Forschungseinrichtungen wie DFG für Open Access vorbeigehen. Wie Lizenzen auszusehen haben, die mit OA vereinbar sind zeigthttp://www.dipp.nrw.de/lizenzen/dppl/