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http://www.monasterium.net/at/doc/Zajic_Roland.pdf

Ausgangspunkt unseres Artikels ist ein Konvolut illuminierter Urkunden aus dem Augustioner-Chorherrenstift Duernstein in Niederoesterreich. Andreas Zajic stellt die Urkunden und deren Rolle im durchaus komplexen Stiftungsvorgang vor. Durch genaue Analysen aeusserer und innerer Merkmale konnte er ein Stueck als Faelschung 'entlarven'. In einem zweiten Abschnitt wird der Buchschmuck dieser 1410 bzw. wahrscheinlich 1415 (Faelschung) entstandenen Stuecke in die Stilentwicklung eingeordnet.

Ein letzter Teil ist den illuminierte Urkunden gewidmet. Mit diesem Randbereich betrat ich eine interdisziplinaere Grauzone, die zwar keineswegs ganz unbekannt war, die jedoch bisher noch keine umfassende Wuerdigung erhielt.

Ein Text von etwa 22 Seiten kann nicht umfassend sein. Hinter diesem ersten Versuch steht aber eine bis heute auf etwa 180 Stuecke angewachsene Liste von Beispielen. Diese Zahl enthaelt bei grossen Gruppen nur einzelne charakteristische Vertreter, sodass von einem noch wesentlich groesseren Bestand ausgegangen werden muss. Vor allem bei kurialen Urkunden des 15. Jahrhunderts, bei Wappenbriefen und bei Stuecken aus der zweiten Haelfte des 15. Jahrhunderts - und natuerlich bei den allgegenwaertigen Bischofssammelindulgenzen - sind Steigerungen absehbar.

Illuminierte Urkunden kann man nur schwer suchen, man kann sie eigentlich bloss finden. Vielfach wird in diplomatischen Publikationen gar nicht auf den Buchschmuck eingegangen, kunsthistorische Veroeffentlichungen enthalten mitunter nicht einmal die notwendigsten Eckdaten, die eine Beurteilung historischer Fragen ermoeglichen koennte.

Falls Ihnen/Euch also illuminierte Urkunden unterkommen, wuerde ich mich sehr ueber ein mail freuen.


Schreibt in der Handschriftenbearbeiter-Mailingliste diskus Dr. Martin Roland (www.univie.ac.at/paecht-archiv Wien)
martin.roland at univie.ac.at
 

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