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KlausGraf meinte am 2006/11/06 04:21:
Bezeichnender Rückblick auf die Auktion 1995
http://www.tu-cottbus.de/lookingforwards/pdf/24douglas.pdf (Englisch)

Ein Schlüsseltext!

Einerseits:
"In my job as director of Sotheby’s Germany from 1987 until Dezember 1995, I
have experienced time and again how entire castles, houses and documents – where
the life of generations or the passion for collection of a whole lifetime had been
wonderfully preserved - were broken up in no time and scattered to the winds. I,
personally, found the destruction awful and the breaking up like a murder of history."

Andererseits:

"I was responsible for this sale and maybe I could have stopped it -
what then?
If the state would have bought the complete contents of the castle then all the
objects would have disappeared behind showcases and in tidy warehouses. That,
what made this house so special was the history one felt when walking through it
and it is this, that would have been destroyed by the state.
The private and personal charm would have been gone forever. Isn’t it
reasonable that people have the possibility today to acquire pieces of history - to
admire them and to use them in their daily life. Isn’t it joyful to see the great
interest of local citizens in buying a piece of national heritage and in preserving it
in their own homes. Nothing can be stopped. Time is running and we are running
behind. Everything else is false sentimentality."

Graf Douglas will Geschäfte machen, dass geschlossene Ensembles dabei vernichtet werden ist für ihn bedauerlich, aber nicht zu vermeiden. Es wäre an der Zeit, diesen selbsternannten Kulturgutschützer als den üblen Patron darzustellen, der er ist. 
KlausGraf antwortete am 2006/12/01 05:30:
Douglasiana
"Als Rogasch jetzt im Haus der Kunst mit illustrer Runde das Thema "Bestandsicherung von national wertvollem Kulturgut in Privatbesitz" diskutierte, prallte der vehemente Appell des Kunsthändlers Graf Douglas gegen die "Nationalisierung von Kunst" auf die Meinung des Direktors des deutschen Historischen Museums Hans Ottomeyer, daß viele Objekte - von Auftraggeber und Künstler gewollt als integraler Bestandteil einem Standort verbunden - nach Kräften an ihrem historischen Platz zu halten seien." (FAZ 26.1.2005)

Zur Welfenauktion siehe
http://log.netbib.de/index.php?s=welfen

Zum Engagement bei Kulturgutverlusten in Donaueschingen:
""Die Leute tun immer so, als würden die Tannen nicht Zapfen, sondern Gold
abwerfen." Das sagt nicht Fürst Jocki, sondern Christoph Graf Douglas. Er,
einer der einflussreichsten Kunsthändler Deutschlands, hat schon manch
adeligen Besitz eindrucksvoll verhökert und berät die fürstliche Familie in
Sachen Kunst und Kultur. Ob ein Händler da ganz unvoreingenommen ist, sei
dahingestellt. Gute Fürsten-PR macht der Graf, ganz deutsch-schottisches
Understatement in Samtcordhosen, in jedem Fall. Dann erzählt er, selbst ein
Sprössling aus altem Adel, dass sich die Familie doch immer selbstlos als
eine Art freiwilliges Kultusministerium der Baar verstanden habe, Schlösser
und Parks für jedermann offen und in Ordnung halte, was eine unvorstellbare
Aufgabe sei - "pflegen Sie mal vier Hektar Dach!". "
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/siemes.htm

Am 9.12.2003 brachte die FAZ ein ziemlich unkritisches Kurzporträt des Kunstberaters (*1948), der von 1980 bis Nov. 1995 für Sotheby's tätig war

Am 19.4.2001 berichtete Capital über einen spektakulären Coup von Douglas, der mit einem anderen Ex-Sotheby's-Mitarbeiter eine hochkarätige Expressionisten-Sammlung (von Ahlers) kaufte, um sie im Einzelverkauf zu verticken.

BUNTE 9.12.1999 berichtete von "992 Stuecken aus europaeischen Fuerstenhaeusern, die am 8. und 9. 12. bei Sotheby's in Muenchen versteigert werden. Groesstenteils zusammengetragen von Kunstberater Christoph Graf Douglas, 51. "Ich wusste, dass eine Reihe meiner Kunden noch Dinge im Tresor haben, die sie nie benutzen", sagt der Graf. "Und die habe ich ihnen sozusagen fuer die Auktion abgeschwatzt."" 

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