KlausGraf meinte am 2006/10/31 03:23:
Handschriften für Oettinger
Wer den Schaden hat, braucht bekanntlich für den Spott nicht zu sorgen. Insofern machte Ministerpräsident Günther Oettinger gute Miene zum bösen Spiel, als ihm sein Generalsekretär Strobl beim "Baden-Württemberg-Abend" des Parteitags im Pforzheimer Brauhaus als Dank für seinen Einsatz in der Partei ein Buch mit mittelalterlichen Handschriften schenkte. Vor allem im badischen Landesteil, wo Oettinger mit seinem Plan, Kunstschätze zur Rettung des Hauses Salem zu verkaufen, für erheblichen Wirbel gesorgt hat, bleibt man weiter skeptisch - auch wenn die Verkaufspläne derzeit nicht mehr akut scheinen. "Wir sind hier die Bastion. Wenn die fällt, geht es so weiter", sagte Peter Michael Ehrle, Chef der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Er sieht die Gefahr, dass der mögliche Verkauf der Handschriften Schule machen und andere Regierungen reizen könnte. Lesen wir in den Stuttgarter Nachrichten vom 30. Oktober 2006.