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KlausGraf meinte am 2006/12/09 00:45:
Verkäufe aus dem Museum Radolfszell Ende 2003
Der zitierte netbib-Eintrag lautet:

"Reduziert die Stadt Radolfzell ihren lokalhistorisch
bedeutsamen Museumsbestand auf den Wert
einer “Verschiebermasse für Immobiliengeschäfte”? Diesen
Vorwurf erhebt der Museumsverband “Museen und
Schlösser Euregion Bodensee”, dem 96 Häuser - darunter auch
das Radolfzeller Museum - angehören. Anlass für die
Attacke bietet der Verkauf von 180 Exponaten des Stadtmuseums.
Was den Vorstand des Museumsverbands neben der vorgesehenen Versteigerung der Exponate empört, ist die Vorgehensweise. Denn erst kurzfristig und zufällig erfuhren die im Verband organisierten
Häuser von den Verkaufsabsichten. Gunter Schöbel, Vorstandsmitglied des
Museumsverbands und Direktor
des Pfahlbaumuseums Unteruhldingen, jedenfalls hätte es begrüßt,
wenn vorab innerhalb des Verbands nachgefragt worden wäre, ob
eventuell Interesse an der Übernahme einiger der Radolfzeller Museumsstücke
besteht - doch das hätten die Radolfzeller unterlassen.
Mehr im Südkurier. Im Online-Katalog der Auktion 66 vom Auktionshaus Geble finden sich unter Varia Nr. 48 ff. die 180 Objekte aus dem Stadtmuseum Radolfzell, darunter auch ein regionalgeschichtlich bedeutsames Stück: Nr. 91 “Wallbüchse um 1830; Perkussion; sign. “Engen” im Hegau”. Telefonische Nachfrage beim Museumsleiter Fenner ergab: Kontakte zu anderen Museen wurden tatsächlich nicht aufgenommen - das ist in der Tat nicht akzeptabel. Die Heidenheimer Zeitung weiss: Jetzt sollen 71 Flinten, Vorderlader und Jagdgewehre, 95 Säbel, Degen und Jagdmesser sowie zwölf Helme und Tschakos aus Deutschland, der Schweiz, Polen, Frankreich oder Japan versteigert werden. Einen echten Rauf-Degen aus dem 18. Jahrhundert für 80 Euro oder einen japanischen Boxer-Säbel aus dem 19. Jahrhundert für 70 Euro zu bekommen, sei schon eine einmalige Chance, meint Auktionator Udo Geble. Nur wenige Waffen, die ausschließlich mit der Geschichte der Stadt verbunden sind, will das Museum behalten. Die Versteigerung der Militaria-Sammlung der Stadt wurde vom Gemeinderat beschlossen, weil im neuen Museum in der ehemaligen Stadtapotheke kein diebstahlsicheres Depot zur Verfügung steht. Aber auch, weil nur fünf der zwischen 1908 und 1937 angekauften 178 Waffen und Militärutensilien mit der Stadt in direkter Verbindung stehen, erklärt Museumsleiter Achim Fenner. 

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