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BCK meinte am 2006/11/08 05:31:
Kulturpolitik kommt nicht gut an
Backnanger Kreiszeitung, bkz-online 07.11.2006 04:09 (Auszug)
http://www.bkz-online.de/modules/news/article.php?storyid=257486

Winnenden (pm). Harsche Kritik an der Kulturpolitik Günther Oettingers übt der Vorsitzende der FDP/DVP im Rems-MurrKreis Jörg Brehmer, der auch Vorsitzender des Landesfachausschusses Kultur der FDP/DVP ist:

"Was man derzeit sieht, ist hektischer Aktionismus", so Brehmer. Der Liberale wirft dem Christdemokraten vor, sich gerne im Abglanz des alten Adels früherer Herrscherhäuser zu sonnen. Es fehle das Verständnis für das Kunst- und Kulturland Baden-Württemberg.

Eine seit Jahrzehnten ungeklärte Frage stellt sich jetzt neu, so Brehmer (...) "Was gehört eigentlich wem? Und warum?" Diese Fragen müssten zunächst restlos geklärt werden. "Bevor nicht eine lupenreine und zweifelsfreie Klarheit in diesem Punkt besteht, können auch der beste Jurist und der fähigste Beamte nur spekulativ urteilen und bereits im Besitz des Landes befindliche Gemälde nochmals kaufen" (...) Anschließend sei eine klare Regelung mit dem Haus Baden empfehlenswert, analog zu den Vereinbarungen mit dem Haus Württemberg nach dem Ersten Weltkrieg. Letztlich solle eine Kommission über das weitere Vorgehen in dieser Sache beraten.
 
FeliNo antwortete am 2006/11/09 00:01:
kleine Anfrage
Die ganzen Wochen, in denen ich hier die Causa verfolge, wollte ich etwas fragen bezüglich dieses "Jahrzehnte währenden Streits" des Adelshauses und des Landes, wovon hier unentwegt die Rede ist: Wann und wo wurde von wem in den "letzten Jahrzehnten" z.B. über den Baldung oder irgendwelche Handschriften "gestritten"? Gibt's da irgendwelche Belege? Wer hat das mit dem "Streit" eigentlich wann als erster behauptet? Wisst ihr's? 
KlausGraf antwortete am 2006/11/09 01:14:
Interne Verhandlungen
Es handelt sich um interne Verhandlungen, die teils in öffentlich zugänglichen Akten dokumentiert sind (für die Zeit bis 1930), teils aus Mitteilungen, die jetzt an die Öffentlichkeit dringen, bzw. Aussagen der mir vorliegenden Gutachten (Reicke, Dolzer, Wax/Würtenberger) erschlossen werden können. Schon allein die Tatsache der Gutachtenerstellung belegt den Streit, der nach 1945 sich vor allem auf die Zähringer Stiftung bezog (privatrechtliche Ansprüche Badens brachte wohl erst Dolzer 2003 ins Spiel).

Siehe auch
http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/0000/14_0382_d.pdf
"Der rechtlichen Meinungsbildung der Landesregierung liegen folgende Gutachten zugrunde:
(1) Gutachter:
Dr. Max Hachenburg
Datum des Gutachtens:
17. Dezember 1918
Auftraggeber: – wahrscheinlich –
Republik Baden und Haus Baden-
gemeinsam
(2) Gutachter:
Camill Wurz
Datum des Gutachtens:
7. Juni 1952
Auftraggeber:
vermutlich Haus Baden
(3) Gutachter:
Prof. Dr. Otto Meyer
Datum des Gutachtens:
31. Juli 1959
Auftraggeber:
vermutlich Haus Baden
(4) Gutachter:
Prof. Dr. Siegfried Reicke
Datum des Gutachtens:
30. Juni 1967
Auftraggeber:
Land Baden-Württemberg
(5) Gutachter:
Heinz Wagner
Datum des Gutachtens:
5. März 1970
Auftraggeber:
Haus Baden
(6) Gutachter:
Prof. Dr. Dr. Rudolf Dolzer
Datum des Gutachtens:
Juli 2003
Auftraggeber:
Haus Baden
(7) Gutachter:
Justizministerium
Baden-Württemberg
Datum des Gutachtens:
6. Mai 2004
Auftraggeber:
Land Baden-Württemberg
Landtag von Baden-Württemberg
Drucksache 14 / 382
(8) Gutachter:
Peter Wax und
Prof. Dr. Thomas Würtenberger
Datum des Gutachtens:
10. April 2006
Auftraggeber:
Land Baden-Württemberg" 

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