FeliNo meinte am 2006/12/13 18:26:
Absurditäten aus der Welt des Handels mit zerlegten Büchern
Hier ein Beispiel, wie absurd der Handel mit zerlegten Büchern sich gestalten kann: "Etwas für alle", ein Bestseller Anfang des 18. Jh.s von Abraham a Santa Clara, der in amüsanter Weise die einzelnen Berüfstände zu löblichem Tun ermahnte. Bei Ebay wird einer der 100 Stiche angeboten und steht zur Zeit bei 10 Euro:http://cgi.ebay.de/Glass-Maker-Blower-Trade-Profession-Weigel-Engra-c-1710_W0QQitemZ130051131851QQihZ003QQcategoryZ2201QQrdZ1QQcmdZViewItem
Der Anbieter zeigt auch den (ebenfalls abgeschnittenen) Titel der Ausgabe, hat also offenbar noch mehr von diesem Werk in der Schublade. Ein Blick in das Angebot der internationalen Antiquariate zeigt indes, dass dieses Buch sehr hoch gehandelt wird, insbesondere wenn es noch vollständig ist:
http://www.abebooks.de/servlet/SearchResults?y=18&tn=Etwas+f%FCr+alle&sortby=1&x=50
Da attraktiv illustrierte Druck aus dem 17. und 18. Jh. nicht selten schon mal - unterwegs bis heute - einen Stich verloren haben, sind manche Exemplare selbst unvollständig von hohem Wert, da sie selten sind. "Etwas für alle" war ein Oktav, die Bilder sind also recht klein (wenn auch ganz entzückend!) - nur die für 10 Euro zu verticken (und aus irgendeiner mal vollständigen Ausgabe müssen ja auch dieses Blatt nebst dem Titel stammen) ist auch noch dummer Vandalismus.