BCK meinte am 19. Jan, 23:22:
"Kommerzielle Nutzung erhöht die Chance auf Impact"
Genau das ist der Punkt. Es ist wirklich paradox, dass Bibliotheken, die selbst keine Probleme damit haben, der Propagierung von Open Access zum Trotz die eigenen so wohl begründeten Forderungen für ihre einschlägigen eigenen Publikationsorgane regelmäßig zu ignorieren, dass die gleichen Bibliotheken, wenn sie denn schon mal Open access Angebote aufbauen, für diese regelmäßig kommerzielle Nutzung ausschließen wollen. Zu erklären ist dies offenbar nur durch eine unreflektierte gefühlsmäßige Gleichsetzung von Open access = nichtkommerziell = "hilfreich, edel und gut", und kommerziell = "pfui" = mit open access nicht kompatibel. Als ob die Freigabe für kommerzielle Nutzung eines unter creative commons lizenzierten Angebotes den offenen Zugang und die Freiheit des Wissens irgendwie gefährden oder monopolisieren könne. Der Gedanke der Creative Commons scheint noch so neu und so wenig verstanden, dass der Aufbau solcher falschen Gegensätze immer noch die Regel ist. Klaus Graf gebührt Dank dafür, diesen Punkt, der eigentlich klar sein sollte, immer wieder zu betonen und es für äußerst fragwürdig zu erklären, wie oft kommerzielle Nutzung ohne erkennbaren Anlaß ausgeschlossen wird. Ich fürchte nur, die meisten werden überhaupt nicht kapieren, warum er darauf immer herumreitet; sie werden ihn weiter in die Schublade weltfremder Idealisten einordnen und sich bloß gelegentlich wundern, warum er sich immer beklagt, wenn Lizenzen für frei zugängliche Inhalte kommerzielle Nutzung ausschließen.