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Über eine Berner Tagung, deren Beiträge ab 7. März unter
http://www.sagw.ch/dt/index.asp?seite=detailTermine.asp&pag=start&id=814&
zugänglich sein sollen berichtet die Uni Zürich
http://www.unipublic.uzh.ch/campus/uni-news/2007/2467.html.

Zitat
Im «grünen Weg» sind, neben dem Aufbau der geeigneten Infrastruktur für die Speicherung der Daten, so genannten Repositories, derzeit in erster Linie ungeklärte Copyright-Fragen von Bedeutung. Denn meist treten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sämtliche Rechte an einer Publikation an die Verlage ab. Ob die Hinterlegung in einem öffentlich zugänglichen Repository im Rahmen des Vertrags erlaubt ist oder nicht, muss für jede Zeitschrift einzeln abgeklärt werden, erläuterte Ingeborg Zimmermann, Leiterin der Forschungsbibliothek Irchel und Ko-Projektleiterin des Dokumentenservers ZORA (Zurich Open Repository and Archive) der Universität Zürich. In Zürich führte das sogar dazu, dass vereinzelt Dokumente nach Interventionen der Verlage wieder aus dem Repository entfernt werden mussten.

Am 21. Juli 2005 erließ die Universität Zürich ein sogenanntes institutionelles OA-Mandat: "Die Universität Zürich erwartet von ihren Forschenden, dass sie eine vollständige Fassung aller publizierten und peer-reviewed Artikel im Dokumenten- und Publikationsserver der Universität hinterlegen, sofern dem keine rechtlichen Bedenken entgegenstehen - die Green Road to Open Access."
http://www.unipublic.uzh.ch/campus/uni-news/2006/2346.html

Die DFG "expects", die Uni Zürich "erwartet" (requires) das Self-Archiving.
http://www.eprints.org/openaccess/policysignup/

Wie "verpflichtend" sind die Leitlinien von Zürich?

Nicht sehr, denn die Bestückung des am 13. Oktober 2006 eröffneten OA-Repositoriums ZORA lässt doch sehr zu wünschen übrig. 1742 Dokumente scheinen viel, aber schaut man genauer hin, dann sieht man, dass vor allem Naturwissenschaftler der "Erwartung" der Uni-Leitung entsprechen.
http://zora.openrepository.com/zora/community-list

Die grösste Fakultät ist die Philosophische Fakultät mit über 100 ProfessorInnen:
http://www.phil.unizh.ch/fakultaet.html

Aus dieser Fakultät gibt es in ZORA nur einen einzigen Eintrag zum Psychologischen Institut und keinen einzigen Postprint!

Am fleißigsten waren die Zoologen (485 Dokumente).

Meine These lautet: Das Züricher Mandat steht auf einer Ebene wie die DFG-Open-Access-Richtlinie, die aus guten Gründen nicht als "verpflichtend" angesehen wird. Es ist eine etwas nachdrücklichere Empfehlung, nicht mehr.

Dass die Geisteswissenschaften die Erwartung der Universität so eklatant ignorieren, liegt wohl weniger an den rechtlichen Problemen als an der mangelnden Kommunikation der "Erwartung".
lambo meinte am 2007/03/04 18:43:
Defizite liegen "weniger an den rechtlichen Problemen als an der mangelnden Kommunikation der "Erwartung""
Klaus, deinen letzten Satz kann ich nur unterstreichen! Mindestens ebenso relevant wie offiziöse Stellungnahmen pro OA wären Fachreferenten in den Bibliotheken, die

- mit den technischen Möglichkeiten des Publizierens vertraut sind (darunter fallen m.E. neben Repositories idealerweise eben auch Weblogs, Wikis etc.),

- mit den Bedürfnissen "ihrer" fachlichen Community vertraut sind, d.h. wissen, warum es im Eigeninteresse der Autoren liegt, OA zu veröffentlichen, und

- dazu bereits sind, zusammen mit und für diese Community zu agieren, also Autoren mit den Möglichkeiten vertraut zu machen, gemeinsam neue Dinge auszuprobieren etc.

Mein Eindruck ist, daß ein solches Aufgabenbild wissenschaftlicher Fachreferenten hierzulande sowohl seitens des Arbeitsgeber als auch der Arbeitnehmer noch in den Kinderschuhen steckt. 
ZORA Projektteam meinte am 2007/03/05 17:11:
ZORA - Zurich Open Repository and Archive
Die Leitlinien der Universität Zürich schliessen zwei Wege ein:

• Die Universität Zürich erwartet von ihren Forschenden, dass sie eine vollständige Fassung aller publizierten und peer-reviewed Artikel im Dokumenten- und Publikationsserver der Universität hinterlegen, sofern dem keine rechtlichen Bedenken entgegenstehen.
• Die Universität Zürich ermuntert ihre Forschenden, dass sie ihre wissenschaftlichen Arbeiten in einem Open Access Journal publizieren, wo immer ein geeignetes vorhanden ist und stellt die Unterstützung bereit, um dies zu ermöglichen.

Bisher geschah und geschieht das Füllen des Dokumentenserver grösstenteils in zentraler Regie – mit dem Zoologischen Institut als Pilotinstitut. Ab 2008 wird das Repository dezentral alle Institute berücksichtigend gefüllt werden mit Publikationen des laufenden Jahres, in die Tiefe dort, wo das Institut es wünscht und erfassen kann.

Bewusstseinsbildung und Marketing im Hinblick auf dieses Ziel bilden derzeit den Schwerpunkt in der Arbeit des Open Access Teams an der Universität Zürich.

Der Keystroke to Open Access – die Eingabe in ZORA als letzter Schritt im Veröffentlichungsprozess durch die Autorinnen und Autoren – das ist das Ziel. 
 

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