".... Veranstaltung des Arbeitskreises Archivpädagogik und Historische Bildungsarbeit
Leitung: Markus Müller-Henning (Wiesbaden)
Vom Nutzungsrecht zur aktiven Nutzung: Geschichte gespielt
- Spezielle Angebote der Historischen Bildungsarbeit
Sigrid Dauks (Bremen): "Aus den Akten auf die Bühne." Inszenierungen in der archivischen Bildungsarbeit
Dr. Wolfhart Beck (Münster): Archivalien in Szene gesetzt. Große und kleine Praxisbeispiele
Merit Kegel (Leipzig): Das Planspiel als Methode, Geschichte authentisch zu erleben
....."
Link
Henning: Geschichtsspielangebot ist keine Marginalie (vgl Kretzschmar 2006)
Daucks:
1) Definition: "Inszenierung im Archiv ist die szenische Präsentation von Geschichte anhand von Archivgut in interpretatorischer Absicht"
2) Inszenierung ist eine kreative, sinnliche und ästhetische Geschichtsvermittlung
3) Archive setzen Inszenierungen im Rahmen ihrer archivpädagogoschen Arbeit ein oder als Kulturevent
4) Archive fungiern als Initiator, als (Mit-)Veranstalter oder als Dienstleister
5) Herausforderungen bei archivischen Inszenierungsprojekten:
-Archive auf der Bühne sichtbar werden lassen (Requisite, Bühnenbild, mediale Präsentation; Ausstellung im Foyer, Programmheft)
-hohe Kosten
-Kooperation
6) Chancen von Inszenierungen:
-Bildung eines geschichtskulturellen Netzwerkes
-Neue Nutzer (Teilnehmer,....)
-neue Zielgruppen
- Positionierung des Archiv in der Stadtgesellschaft
7) geeigneten Quellen: Gerichtsprotokolle, Fallakten, Archivialien mit dialogischer Struktur (Vernehmungen), Presse, Briefe .....
Beck:
1) "Das Archiv ist doch ein Ponyhof." Wir haben Ritter, Könige, ..... in unseren Quellen
2) Die Rekonstruktion führt einerseits in die wissenschaftliche historische Forschung, andererseits in die Inszenierung. Es ist ein und derselbe kreative Akt.
3) "Aus der Flachware entsthet die Handlung mit Personen, Motiven ....
Kegel:
1) Planspiel (!) "Der 17. Juni 1953 im BKW Espenhain"
2) Methode erfüllt Ansprüche aller Beteiligten:
-Schüler: Spass, kein Unterricht
- Lehrer: Lehrplankonform, Bewertungsoption
- Archiv: Lernort, wiederholbar
3) Planspiel bedeutet multiperspektivische "Simulation einer Praxissituation"
4) Solche Simulationen sind SchülerInnen durch PC- bzw. Internetspiele vertraut ( - Schlagwort "Gamification" fiel leider nicht)
Fazit: Kurzweilige, anregende Sitzung mit hohem Kopfkinofaktor!
Bericht der "flying reporters" über die Sitzung. Wo sind eigentlich die Präsentation der Vortragenden?
Leitung: Markus Müller-Henning (Wiesbaden)
Vom Nutzungsrecht zur aktiven Nutzung: Geschichte gespielt
- Spezielle Angebote der Historischen Bildungsarbeit
Sigrid Dauks (Bremen): "Aus den Akten auf die Bühne." Inszenierungen in der archivischen Bildungsarbeit
Dr. Wolfhart Beck (Münster): Archivalien in Szene gesetzt. Große und kleine Praxisbeispiele
Merit Kegel (Leipzig): Das Planspiel als Methode, Geschichte authentisch zu erleben
....."
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Henning: Geschichtsspielangebot ist keine Marginalie (vgl Kretzschmar 2006)
Daucks:
1) Definition: "Inszenierung im Archiv ist die szenische Präsentation von Geschichte anhand von Archivgut in interpretatorischer Absicht"
2) Inszenierung ist eine kreative, sinnliche und ästhetische Geschichtsvermittlung
3) Archive setzen Inszenierungen im Rahmen ihrer archivpädagogoschen Arbeit ein oder als Kulturevent
4) Archive fungiern als Initiator, als (Mit-)Veranstalter oder als Dienstleister
5) Herausforderungen bei archivischen Inszenierungsprojekten:
-Archive auf der Bühne sichtbar werden lassen (Requisite, Bühnenbild, mediale Präsentation; Ausstellung im Foyer, Programmheft)
-hohe Kosten
-Kooperation
6) Chancen von Inszenierungen:
-Bildung eines geschichtskulturellen Netzwerkes
-Neue Nutzer (Teilnehmer,....)
-neue Zielgruppen
- Positionierung des Archiv in der Stadtgesellschaft
7) geeigneten Quellen: Gerichtsprotokolle, Fallakten, Archivialien mit dialogischer Struktur (Vernehmungen), Presse, Briefe .....
Beck:
1) "Das Archiv ist doch ein Ponyhof." Wir haben Ritter, Könige, ..... in unseren Quellen
2) Die Rekonstruktion führt einerseits in die wissenschaftliche historische Forschung, andererseits in die Inszenierung. Es ist ein und derselbe kreative Akt.
3) "Aus der Flachware entsthet die Handlung mit Personen, Motiven ....
Kegel:
1) Planspiel (!) "Der 17. Juni 1953 im BKW Espenhain"
2) Methode erfüllt Ansprüche aller Beteiligten:
-Schüler: Spass, kein Unterricht
- Lehrer: Lehrplankonform, Bewertungsoption
- Archiv: Lernort, wiederholbar
3) Planspiel bedeutet multiperspektivische "Simulation einer Praxissituation"
4) Solche Simulationen sind SchülerInnen durch PC- bzw. Internetspiele vertraut ( - Schlagwort "Gamification" fiel leider nicht)
Fazit: Kurzweilige, anregende Sitzung mit hohem Kopfkinofaktor!
Bericht der "flying reporters" über die Sitzung. Wo sind eigentlich die Präsentation der Vortragenden?
Wolf Thomas - am Mittwoch, 21. September 2011, 22:00 - Rubrik: Archivpaedagogik