Ladislaus meinte am 30. Nov, 22:35:
Letztlich ist die Software vielleicht nur ein genaues Abbild der SBB: Überbürokratisch, verzettelt, nur mit monatelangem Studium der Abläufe verwendbar, wenn überhaupt... Die Lieblingsfragestellung dort scheint zu sein: Warum ein System, wenn man auch zwei haben kann? Das gilt dort für die Häuser, Lesesäle und sogar für den OPAC (vs. das ominöse Ausleihesystem). In diesem Fall für "Standard-WWW" gegenüber "irgendeiner Software, die kein Mensch auf seinem PC will, die aber hoffentlich nichts kaputtmachen wird".Für mich ist das ein exemplarischer Fall von gutem Inhalt, der unter einer unsäglichen (und wahrscheinlich nicht mal billigen) Verpackung so leidet, dass es weh tut. Abgesehen davon, dass man zur Ausführung eines unbekannten Programms genötigt wird (dessen Voraussetzungen allerdings bei mir wohl eher zufällig alle gegeben sind und das mithin nach einiger Wartezeit auch leidlich funkioniert), reicht mir eigentlich schon, dass bei der Benutzung plötzlich eine amerikanische QWERTY-Tastaturbelegung auftritt: das ist mir schon seit Jahren nirgendwo mehr passiert. Wo der Fehler liegt, ist mir egal: es funktioniert eben nicht. Und überall sonst schon.
Die Suche nach Sunthazm ergab also null Treffer, Sunthaym dann aber auch null. Das Sternchen für sunth* (weiß Gott, ob das funktioniert) finde ich auf meiner nun amerikanischen Tastatur nicht auf Anhieb. Erster Gedanke: es ist wohl einfacher, eine Inkunabel auf dem Flohmarkt zu finden als in dieser Datenbank. Also mal das Register aufgeschlagen und sich durchgeklickt. Man muss nach Suntheim suchen (wieso stellen eigentlich die deutschen Bibliotheken für viel Geld die PND zusammen, deren Einbindung solche Probleme doch abfangen dürfte?). Das HAB-Digitalisat der dann gefundenen Inkunabel ist angegeben (Link natürlich nicht anklickbar, wo kämen wir denn da hin, wenn man einfach so das Programm wechseln könnte?). Die Wikisource-Transkription leider nicht, aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Wer entwickelt eigentlich solche Softwareungetüme? Und wer kauft das dann auch noch? Es muss ja nicht gleich Google sein (1 Feld, 1 Klick, brauchbare Resultate). Aber ein bisschen Usability wäre halt schon schön. Ich stelle mir mit Grausen vor, ich müsste mit ähnlich bescheuerter Software Daten in eine Datenbank eingeben - die GW-Mitarbeiter können sich meines Mitleids versichert fühlen.
Xarax antwortete am 30. Nov, 23:10:
Leider wurde Unnutz in Kauf genommen um den Nutzen einzuschränken. Allein der lächerliche Versuch den Nutzer am Kopieren der Inhalte zu hindern indem einige Browserfunktionalitäten eingeschränkt werden und die fehlende Druckfunktionalität zeigt beispielhaft wes Geistes Kind der Anbieter ist. Da es für das Kopieren Shortcuts gibt und mein Drucker auch funktioniert und am Ende herauskommt, was ich haben will, hätte man durchaus eine preiswertere Lösung, die weniger anwenderfeindlich ist, umsetzen können.