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ProfSchmidt1 meinte am 14. Apr, 16:46:
Dr. Schlechters Mona Lisa
Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich selbst angesehene, sonst kritisch analytisch denkende Fachleute rein emotional und offensichtlich ohne jegliches Hintergrundwissen engagieren, wenn es vermeindlich um "Einen der Ihren" geht - und wenn sie - wie der Brief von Frau Wagner zeigt - nur ausreichend einseitig informiert werden. Sicher hat Herr Dr. Schlechter die interessante handschriftliche Notiz entdeckt - aber offenbar ihre Brisanz nicht erkannt. Sonst wäre er sicher innerhalb von 2 Jahren in der Lage gewesen, einen fundierten Aufsatz darüber zu schreiben. Und: ist von den so schrecklich "Empörten" auch mal die wichtige Frage gestellt worden, ob Dr. Schlechter vielleicht seine für ihn offenbar weniger attraktiven Abteilungsleiteraufgaben und -pflichten ausreichend erfüllt hat? Durch solche Fragen käme man sicher der Wahrheit schon wesentlich näher - nur stellt sie leider offenbar niemand. Der ach so schöne "Aufreger" könnte ja von der banalen Realität entzaubert werden!
Prof. M. Schmidt, Heidelberg 
Ladislaus antwortete am 14. Apr, 18:43:
Was angesehene Bibliothekare über einen sogar mir als Laien namentlich bekannten Experten auf dem Gebiet der Handschriften zu sagen haben, interessiert mich ehrlich gesagt mehr als die polemische "Entzauberung" eines "Prof. M. Schmidt" (ausweislich der Website der Uni Heidelberg anscheinend entweder Politikwissenschaftler oder Physiker), die übrigens m. E. den Tatbestand der üblen Nachrede erfüllen dürfte. 
BCK antwortete am 14. Apr, 21:12:
Schlechter Stil ...
... ist es auf jeden Fall, wenn (...) tendenziöse Andeutungen über Interna macht, inbesondere, wenn diese für Außenstehende nicht nachprüfbar sind und der Betroffene sich aus beamtenrechtlichen Gründen nicht dagegen wehren kann.

Fest steht jedenfalls, dass die offizielle Pressemitteilung der Universität Heidelberg ("Mona Lisa – Heidelberger Fund klärt Identität"), die der Publikation von Probsts Beitrag voranging, keine Zweifel hinsichtlich der wissenschaftlichen Priorität lässt - namentlich erwähnt wird darin ausschließlich Dr. Armin Schlechter.

Klar dürfte auch sein, dass unter "normalen Verhältnissen" bei entsprechender Konvergenz der Forschungsinteressen in einem Haus wie der UB Heidelberg eine gemeinschaftliche Veröffentlichung angesagt gewesen wäre; dass dies nicht geschehen ist, spiegelt wohl das tiefgreifende Zerwürfnis wieder, von dem in verschiedenen Berichten die Rede war. Dass der Betroffene darüber nicht glücklich ist, ist verständlich.

Wenn Prof. Schmidt als Fachfremder meint, kompetent beurteilen zu können, welcher Zeitraum von der Entdeckung bis zur Veröffentlichung für wissenschaftlich fundierte Aufsätze zu einem Thema mit derart komplexen Forschungsbezügen angemessen ist, dann ist das seine Sache. Gerade wenn man die Brisanz eines solchen Funds erkennt, wird man aber mit Sorgfalt vorgehen und nichts überstürzen wollen. Die Pressemitteilung jedenfalls stellt aus gutem Grund in Aussicht, dass "verschiedene Aufsätze" zu diesem Fund und seiner Bedeutung für die kunsthistorische Forschung zu erwarten seien. Dass mit Herrn Dr. Probsts Beitrag der Fund und seine Bedeutung längst nicht erschöpfend abgehandelt sind, ist jedem Kundigen klar und der Autor selbst dürfte das auch nicht anders sehen.

Wirklich verblüfft war ich als Beobachter von außen nur, als es hieß, Dr. Schlechter sei "vorwiegend wegen der Umorganisation seiner Abteilung abberufen worden". Dort wolle man künftig mehr Gewicht auf moderne Medien und die Digitalisierung legen. Das könnten andere Kollegen besser. -- Als ob Heidelberg mit seinem seit 2001 von der DFG geförderten, schon weit fortgeschrittenen Projekt der Digitalisierung der Palatina nicht bereits an vorderster Front stünde und als ob Armin Schlechter nicht hier (zusammen mit Dr. Maria Effinger) immer wieder mit großem Engagement und unter Einsatz der modernen Medien diese Schätze der Öffentlichkeit vermittelt hätte (erinnert sei hier nur pars pro toto an seine Präsentation der berühmten Manessischen Liederhandschrift als DVD mit begleitendem Video (auch online abrufbar)).

Bernd-Christoph Kämper, UB Stuttgart 
BCK antwortete am 28. Apr, 14:27:
Richtigstellung
An dieser Stelle wurde behauptet, dass es sich bei dem sich hier zu Wort meldenden Prof. M. Schmidt um ein Senatsmitglied der Universität Heidelberg handelt. Dies ist falsch. Verläßlichen Informationen aus Heidelberg zufolge, die mir Ende letzter Woche zugingen und die vom Verfasser des Leserbriefs bestätigt werden, handelt es sich nicht um ein Mitglied der Universität Heidelberg. Ich bedaure zutiefst, einen Vertreter der Universität Heidelberg durch diese falsche Zuschreibung in Misskredit gebracht zu haben und entschuldige mich hierfür in aller Form. Die journalistische Sorgfaltspflicht hätte es in der Tat erfordert, an der Universität vorher nachzufragen. Weitere Spekulationen zur Identität des Leserbriefschreibers sind überflüssig. 

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