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http://edocs.fu-berlin.de/docs/receive/FUDOCS_document_000000000100

Das von uns unter http://archiv.twoday.net/stories/3810499/ kurz besprochene Buch von Alexander vom Hofe, eifriger Kommentator des besagten Archivalia-Beitrags, liegt nunmehr online vor, was sehr begrüßenswert ist. Auch wenn man die dort ausgebreiteten Verschwörungstheorien des in Madrid lebenden Rechtsanwalts nicht teilt, wird man dankbar sein für das nun bequem zugängliche Material zur Rechtsgeschichte, insbesondere zum Haus- und Fideikommissrecht. RA vom Hofe verdient Sympathie bei seinem Kampf gegen Informationssperren, bei denen sich staatliche Behörden zum Büttel der Interessen eines adeligen Teilclans machen.

Palais Schaumburg
vom hofe meinte am 4. Mai, 20:05:
Prätorianische Garde im Einsatz oder gibt es doch Zensur ?
Unter Adel in Wikipedia gab ich den link zum open access beim Dokumentenserver der Freien Universitat Berlin an. Ich verwies auf das Buch. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Buchtitel nebst link von einem/er anonymen "Bearbeiter/in" mit der Begründung gelöscht, dass das Buch mit Adel nichts zu tun habe. Die Autopsie des Buches durch die Deutsche Nationalbibliothek ergab etwas anderes. Die deutsche Nationalbibliothek gab als Schlagwort unter anderem "Adel" an. Übrigens: In Wikipedia wurde unter Adel ein link zu Schloss Bückeburg eingefügt, offensichtlich wegen der innewohnenden "Adeligkeit". Könnte es sein dass das Marketing der heilen Welt der Schlösser und Prinzen Aufarbeitung nicht verträgt ? Könnte es sein, dass jemand eine Schmälerung der Besucherzahlen fürchtet ? Welche Person "muss" innerhalb weniger Stunden per Knopfdruck eine Arbeit löschen in die fünf Jahre investiert wurden ? Wer glaubt berechtigt zu sein der Allgemeinheit den "open access" zu entziehen ? Was wird hier gespielt und wer steckt dahinter ? Heute Knopfdruck, damals ....? 
BCK antwortete am 5. Mai, 09:30:
Sehr geehrter Herr vom Hofe,

ihre verdienstvolle Arbeit in allen Ehren, aber das bloße Einfügen eines Zitats ihrer Arbeit als Literaturhinweis in verschiedene Wikipedia-Artikel, ohne diese Artikel selbst zu überarbeiten und darin in knapper Form enzyklopädisch relevante Aussagen unterzubringen, für die ihre Arbeit dann als Beleg dienen kann, ist m.E. wenig hilfreich, da es den eigentlichen Artikel nicht verbessert. Eine unkommentierte Einfügung verbietet sich eigentlich aufgrund des kontroverse, bisher nicht ins Bewußtsein der Öffentlichkeit gedrungene Aspekte bereits anzeigenden Titels ihrer Arbeit schon von selbst. Sie können nicht von den Wikipedianern erwarten, dass diese sozusagen "auf Kommando" Ihre Arbeit lesen und auf der Basis den Artikel ergänzen/überarbeiten, das müssen Sie ggf. schon selbst leisten, falls Sie keinen Dritten findet, der es tut und dem es evtl. auch leichter fällt, in der Formulierung die geforderte Neutralität zu wahren. Es könnte auch nicht schaden, diesbezüglich zunächst einmal den Rat erfahrener Wikipedianer zu suchen, bevor man sich an die Arbeit macht. Den Zensurvorwurf halte ich daher für abwegig. 
vom hofe antwortete am 5. Mai, 12:06:
Open Access und Wikipedia
Sehr geehrter Herr BCK,

es fällt mir schwer, an anonym firmierende Personen zu schreiben. Vielleicht können Sie Ihre Identität aufdecken. Das wäre eigentlich höflich. Desweiteren hoffe ich, dass sich im Laufe der Zeit einige neutrale Kommentatoren finden werden, die die jeweiligen Artikel Entnazifizierung, Adel, Schaumburg Lippe, Palais Schaumburg, Adolf Fürst zu S.L. und Wolrad Prinz zu S.L. mit Hilfe meiner Recherche ein wenig speisen können. Das ist der Sinn des "open access". Es soll ein "Mehr an Wissen" zustande kommen. Vergessen Sie bitte nicht, dass meine Recherche auf den harten Widerstand der Hüter (Prätorianer) von Information stiess. Wenn Sie den Vorwurf der Zensur entkräften wollen, sollten Sie vielleicht nicht so schnell reagieren und abwarten. Interessierte Leser wollen nicht bevormundet werden.

Alexander vom Hofe
Madrid 
Ladislaus antwortete am 6. Mai, 12:43:
Um es mal ganz deutlich zu sagen: BCK hat m. E. völlig recht, aber noch viel zu höflich formuliert. Der Bearbeitungs-Kommentar des entfernenden Nutzers war "Weshalb soll "Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe" hier relevante Literatur darstellen?)". Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Glauben Sie im Ernst, in einem - sagen wir - Brockhaus-Artikel zum Riesenthema "Adel" würde eine derart spezialisierte Monographie als Literaturhinweis erscheinen? Natürlich nicht. Da auch keine Inhalte aus dem Buch im Artikel referiert werden, ist es auch als Quellenangabe nicht nötig. Mithin ist so etwas reine Werbung und m. E. als "Spam" zu bezeichnen.

Zum Buch: Schon das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort zeigen, dass es alles andere als rein wissenschaftlich geschrieben ist und wohl hochgradig auf persönliche Einflüsse, die ich jetzt nicht weiter ausführen will, zurückgeht. Gegenüber Verschwörungstheorien aller Art bin ich sehr skeptisch eingestellt, und die Wikipedia ist es insgesamt - Gott sei dank! - auch. Es ist aber ein täglicher Kampf.

Dass so ein Buch in den Literaturhinweisen in einem derart allgemeinen Artikel nicht erwähnt bzw. entfernt wird, erwarte ich somit geradezu. Bei einem spezielleren Artikel etwa zu einer der im Buch näher beschriebenen Personen liegt der Fall etwas anders, aber auch hier ist das Buch aufgrund seines doch sehr zweifelhaften Stils und der anscheinend persönlich/politisch motivierten Grundausrichtung keinesfalls unkommentiert zu bewerben, sondern zumindest inhaltlich näher einzuordnen. Solange das nicht von neutraler Seite geschieht, hat der Literaturhinweis wirklich nichts in der Wikipedia verloren. 
vom hofe antwortete am 6. Mai, 16:26:
Nachweise des Buches Vier Prinzen...
Sehr geehrter Herr Ladislaus,

Es gibt noch andere Stellen bei denen das Buch eingesehen werden kann:

Öst. Staatsarchiv Archiv der Republik Wien
Österreichiches Staatsarchiv HHSTA Wien
Österreichische Nationalbibliothek Wien
Deutsche Bücherei Leipzig
Politisches Archiv Auswärtiges Amt Berlin
SPK Staatsbibliothek Berlin
Öst. Landesarchiv Linz
Geheimes Preussisches Staatsarchiv Berlin
Hamburger Institut für Sozialforschung
Institut für Zeitgeschichte München
Institut für Zeitgeschichte Zürich
Bayerische Staatsbibliothek
Bundesarchiv Berlin
Niedersächsiches Landesarchiv Bückeburg
Niedersächsisches Landesarchiv Hannover
Karlsruhe Landesbibliothek
Ludwig Maximilian Universität Zentralbibliothek München
Haus der Geschichte Stuttgart
Hessisches Staatsarchiv Marburg
Württembergische Landesbibliothek
Deutsches Historisches Institut Paris
Stiftung Haus der Geschichte Bonn
Stiftung Förderung Wissenschaft und Kultur
G.W. Leibniz Bibliothek Hannover
Landesbibliothek Oldenburg
Landesbibliothek Berlin (Amerika Gedenkbibliothek)
Osnabrück Stadtbibliothek
Universität Bremen Geschichte
Universität Hannover Geschichte
Universität Freiburg Geschichte
Universität Halle Merseburg Geschichte
Universitätsbibliothek FU Berlin Fachbereich Jura Berlin
Rechtsbibliothek Universität Luzern
Otto Suhr Institut FU Berlin Politik
Friedrich Meinecke Institut FU Berlin Geschichte
Universitätsbibliothek Göttingen
Universität Stuttgart Historisches Institut
Archivschule Marburg
Universitätsbibliothek Humboldt Uni Berlin
Uni Marburg Seminar für Neuere und Neueste Geschichte
Universitätsbibliothek Bamberg
Universitätsbibliothek Frankfurt/Main
Universität Heidelberg
Stiftung Topographie des Terrors (Berlin Dokumentationszentrum)
Institut für Antisemitismusforschung TU Berlin
Schlesw. Holsteinische Landesbibliothek
Instytut Pamieci Narodowej (Warschau)

Mit freundlichem Gruss aus Spanien 
Ladislaus antwortete am 6. Mai, 20:03:
Ich werde mich immer dafür einsetzen, dass Sie ihre Thesen veröffentlichen dürfen und dass das Buch auch in so vielen Bibliotheken wie möglich steht und einsehbar ist. Etwas ganz anderes aber ist es, wenn gleich "Zensur!" geschrien wird, wenn das Buch mal an beliebiger Stelle _nicht_ erwähnt wird oder eben als nicht erwähnenswert eingestuft wird. 
vom hofe antwortete am 9. Mai, 18:14:
Sehr geehrter Herr Ladislaus,
Hiermit nehme ich den Vorwurf der Zensur zurück.

Mit freundlichem Gruss

Alexander vom Hofe
Madrid 
KlausGraf antwortete am 9. Mai, 18:24:
Keine Zensur
Die Tatsache, dass ein Buch nach Ausweis des bibliothekarischen Schlagworts über das Thema Adel handelt, bedeutet nicht, dass es beispielsweise im Literaturverzeichnis eines Lexikonartikels "Adel" zu berücksichtigen wäre. Wikipedia-Links sollen "vom Feinsten" sein. Während eine Verlinkung im Zusammenhang mit der Geschichte des Hauses Schaumburg-Lippe oder des Hausvermögens ehemals souveräner Häuser erwägenswert oder möglicherweise sogar geboten ist, wurde bereits schlüssig dargestellt, dass dies für den allgemeinen Artikel Adel nicht zutrifft.

Trotz meiner deutlichen Bedenken gegen die verschwörungstheoretische Ausrichtung des Buchs begrüße ich es, dass das Buch online ist und eine Auseinandersetzung mit ihm besser stattfinden kann. Ich begrüße aber auch, dass der Vorwurf der Zensur wieder zurückgenommen wurde. 
vom hofe antwortete am 9. Mai, 19:20:
Danke
Hiermit bedanke ich mich bei Wikipedia für die Aufnahme in die eigentlich wichtigen Artikel, bei der Universitätsbibliothek der FU Berlin (an der ich Rechtswissenschaften studierte) die mein Buch in den Dokumentenserver gestellt hat und bei Herrn Dr. Graf der mir gestattet, mich hier auszubreiten. Archivalia ist der Ort in den die Thematik (Zugangssperren zu Archiven und Informationen) gehört. 
 

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