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http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5416/

Graf, Klaus: Schlachtengedenken in der Stadt

Thematisiert wird städtische Ereignisüberlieferung, die Erinnerung an kriegerische Auseinandersetzungen, Schlachten und Belagerungen, und ihre Bedeutung für die Bürgerschaft. Die Beispiele setzen im frühen 14. Jahrhundert ein und berücksichtigen den Dreißigjährigen Krieg nicht mehr. Sie beziehen sich sowohl auf ober- als auch auf niederdeutsche Städte. In besonderem Maße beachtet wird das Ineinandergreifen der verschiedenen »Medien« der historischen Kultur:
Riten, also die Jahrtage (Abschnitt 1), Zeichen und Bilder (Abschnitt 2) und literarische Formen, nämlich Historiographie, historische Überlieferungen (»Sagen«), Spruch und Lied (Abschnitt 3). Es geht aber auch um "Angst und Kriegertum" (Abschnitt 4). Die Schlachtengedenktage konstituierten die Stadt als "Erinnerungsgemeinschaft". Die Erzählungen von der Bedrohung und Verteidigung städtischer Freiheit waren gültige Lehrstücke, die in das vom städtischen Eigen-Diskurs entworfene Bild idealer städtischer Ordnung als historische Belege eingefügt oder ihm als Warnung gegenübergestellt werden konnten.

Siehe dazu auch (mit weiteren Links)
http://www.histsem.uni-freiburg.de/mertens/graf/riten.htm

Crailsheimer Horaff (Q: Wikipedia)

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5415/
Graf, Klaus: Die Crailsheimer Stadtfeier, in: Mitteilungsblätter des Crailsheimer Historischen Vereins 12 (1997), S. 33-42

Der Beitrag (Vortrag zur Ausstellungseröffnung "Der Horaff. Eine Stadt schafft sich ein Symbol" 1993) skizziert die Geschichte eines Schlachtengedenktages in Crailsheim, der "Stadtfeier", eines jährlichen Erinnerungsfestes, das eine Belagerung im 15. Jahrhundert memoriert, die aber womöglich gar nicht stattgefunden hat. Als Gebäck wurden die "Horaffen" ausgeteilt. An die Tradition haben sich schwankhafte Züge aus Belagerungssagen angelagert.

Gedenkstein an die Grenzauer Fehde in Koblenz
 

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