http://archiv.twoday.net/search?q=schreibkalend
Ein in Bautzen gedruckter Schreibkalender auf das Jahr 1575 wurde im Rahmen der Sammlung deutscher Drucke von der BSB erworben und digitalisiert:
http://mdz10.bib-bvb.de/~db/0002/bsb00028200/
Dass das großangelegte Digitalisierungsprojekt keinerlei provenienzgeschichtliche Erschließung beinhaltet, ist skandalös. Dass es sich erfreulicherweise um einen gebrauchten Schreibkalender handelt, der handschriftliche Einträge wohl eines gebildeten mitteldeutschen Stadtbürgers vor allem zur Witterung enthält, geht aus den Metadaten nicht hervor. Ob der BSB Informationen zu dem Stück (etwa in Form eines Katalogeintrag des Anbieters) vorliegen, ist unbekannt.
Zum 17. April 1575 vermerkt der Autor der Einträge, diesen Sonntag habe D. Salmuth die erste Predigt im neuen Predigtstuhl von S. Thomas gehalten, was sich auf Johann Salmuth, der damals in seiner Heimatstadt Leipzig als Diakon wirkte, oder auf dessen Vater, den Theologieprofessor Heinrich Salmuth, beziehen könnte und damit auf die Leipziger Thomaskirche.
Ein Google-Schnipsel sagt tatsächlich: Die Kanzel war seit 1575 in Gebrauch.
Wer kann die Vermutung, dass wir die Aufzeichnungen eines Leipziger Bürgers vor uns haben, bestätigen oder widerlegen?
Nachtrag: Aus der im Kommentar wiedergegebenen Antwort des Stadtarchivs Leipzig geht hervor, dass wir es tatsächlich mit den Aufzeichnungen eines Leipziger Bürgers zu tun haben.
Ein in Bautzen gedruckter Schreibkalender auf das Jahr 1575 wurde im Rahmen der Sammlung deutscher Drucke von der BSB erworben und digitalisiert:
http://mdz10.bib-bvb.de/~db/0002/bsb00028200/
Dass das großangelegte Digitalisierungsprojekt keinerlei provenienzgeschichtliche Erschließung beinhaltet, ist skandalös. Dass es sich erfreulicherweise um einen gebrauchten Schreibkalender handelt, der handschriftliche Einträge wohl eines gebildeten mitteldeutschen Stadtbürgers vor allem zur Witterung enthält, geht aus den Metadaten nicht hervor. Ob der BSB Informationen zu dem Stück (etwa in Form eines Katalogeintrag des Anbieters) vorliegen, ist unbekannt.
Zum 17. April 1575 vermerkt der Autor der Einträge, diesen Sonntag habe D. Salmuth die erste Predigt im neuen Predigtstuhl von S. Thomas gehalten, was sich auf Johann Salmuth, der damals in seiner Heimatstadt Leipzig als Diakon wirkte, oder auf dessen Vater, den Theologieprofessor Heinrich Salmuth, beziehen könnte und damit auf die Leipziger Thomaskirche.
Ein Google-Schnipsel sagt tatsächlich: Die Kanzel war seit 1575 in Gebrauch.
Wer kann die Vermutung, dass wir die Aufzeichnungen eines Leipziger Bürgers vor uns haben, bestätigen oder widerlegen?
Nachtrag: Aus der im Kommentar wiedergegebenen Antwort des Stadtarchivs Leipzig geht hervor, dass wir es tatsächlich mit den Aufzeichnungen eines Leipziger Bürgers zu tun haben.
KlausGraf - am Donnerstag, 30. Oktober 2008, 22:23 - Rubrik: Landesgeschichte