Stefan Parsch (Gast) meinte am 2008/11/28 13:01:
Konstruktive Kritik wäre besser
Als Verfasser der oben genannten Pressemitteilung stelle ich zunächst klar, dass www.savedcite.com nicht von der Fachhochschule Brandenburg unterstützt wird - es sei denn, die Veröffentlichung einer Pressemitteilung wird bereits als Unterstützung angesehen.Zum zweiten stört mich an dem Text von Klaus Graf der polemische Ton. Ein solches Stilmittel lässt durchaus berechtigte Kritik unseriös erscheinen.
Zum dritten verweist der Text auf das US-amerikanische Pendant WebCite. Nur weil hinter diesem Projekt renommierte Institutionen stecken, ist es per se ein besseres Projekt? Es mag sein, dass SavedCite.com derzeit nicht optimal gestaltet ist, dass die Urheberproblematik deutlicher hervorgehoben werden sollte - aber muss man das Projekt deshalb gleich verteufeln? Wie wäre es denn mit einer konstruktiven Kritik? Denn ähnlich wie WebCite könnte SavedCite auch für Autoren und Herausgeber interessant sein, die Interesse an der Verbreitung ihrer Werke haben, die also freiwillig ein Nutzungsrecht an SavedCite vergeben. Ich wehre mich einfach gegen diese urdeutsche Mentalität, Unliebsames gleich verbieten lassen zu wollen.
Deshalb mein Appell an Klaus Graf:
Schreiben Sie lieber, was die Macher von SavedCite verbessern sollten, anstatt eine nützliche Idee in Bausch und Bogen zu verdammen.
Stefan Parsch, Brandenburg an der Havel
ladislaus (Gast) antwortete am 2008/11/28 13:12:
Und wen genau soll das interessieren, was Sie an diesem Artikel stört? Kritiken wie solche sind für die Öffentlichkeit bestimmt, nicht nur für den Autoren der kritisierten Äußerungen; Polemik ist ein Stilmittel wie andere auch, und in diesem Fall ist sie mehr als berechtigt. Ich als absoluter Laie konnte jedenfalls aus dem Artikel eine lange Liste von Verbesserungsvorschlägen herauslesen. Wem das zuviel abverlangt, sollte vielleicht nicht unbedingt an einer Hochschule tätig sein. Huch, schon wieder Polemik...
KlausGraf antwortete am 2008/11/28 13:35:
Konstruktive Kritik wäre nicht besser
Wieso soll das eine nützliche Idee sein, mit der Angst von Studenten Geschäfte zu machen und diese massenhaft zu Urheberrechtsverletzungen aufzufordern?Selbstverständlich stellt das Herausgeben der werbenden Pressemitteilung eine Wettbewerbsförderung dar, die nach öffentlichrechtlichen Grundsätzen hier nicht gerechtfertigt ist.
Wenn etwas schief läuft, dann muss man das darstellen. Und aus der Darstellung ergibt sich auch, was man verbessern könnte bzw. ob es etwas zu verbessern gibt. Manche Projekte sollte man auch einfach einstampfen.