Die Freie Presse berichtet (Link): " Das Niedersächsische Münzkabinett soll verkauft werden. Die wertvolle Sammlung aus dem früheren Besitz der Welfen umfasst etwa 40 000 Münzen aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Politiker und Wissenschaftler reagierten entsetzt auf die Nachricht. Aus Kreisen der Deutschen Bank heißt es, ein Verkauf des Münzkabinetts sei schon vor der Finanzkrise diskutiert worden. Einen Zusammenhang mit der Krise gebe es nicht, sagte ein Bankmitarbeiter, der nicht genannt werden will. Im Raum stehe weiterhin das Modell einer Dauerleihgabe. .....
Sie setzt sich aus etwa 40 000 Münzen, Medaillen und Plaketten, Marken und Zeichen, Orden und Ehrenzeichen aus der frühen Neuzeit sowie aus dem Mittelalter zusammen. Angelegt wurde sie im 17. Jahrhundert von Gerhard Wolter Molanus, dem Abt von Loccum. Dessen Erben verkauften die Sammlung 1745 an den Welfen Georg II., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover. .....
Für Vogtherr von der Historischen Kommission hat das Münzkabinett einen Wert, der weit über die gesamte norddeutsche Währungs- und Münzgeschichte hinausgehe: "Es steht auf einer Ebene mit den großen Kabinetten in Berlin, München und Dresden." 1984 sei das Niedersächsische Münzkabinett ins Gesamtverzeichnis des national wertvollen Kulturgutes aufgenommen worden. Der Kommissionschef ist der Ansicht, der Bestand solle als Ganzes an einem Ort unter wissenschaftlicher Betreuung bestehen bleiben. Er schlug vor, die Sammlung im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover unterzubringen. Dort nämlich lagerte das Niedersächsische Münzkabinett bereits im 18. und 19. Jahrhundert. Vogtherr appellierte deshalb an die niedersächsische Regierung, das Land müsse sein Vorkaufsrecht nutzen."
Links zum Kabinett:
http://www.urgeschichte.de/muenzen/
http://www.deutsche-bank.de/de/content/company/niedersaechsisches_muenzkabinett.htm
#numismatik
Sie setzt sich aus etwa 40 000 Münzen, Medaillen und Plaketten, Marken und Zeichen, Orden und Ehrenzeichen aus der frühen Neuzeit sowie aus dem Mittelalter zusammen. Angelegt wurde sie im 17. Jahrhundert von Gerhard Wolter Molanus, dem Abt von Loccum. Dessen Erben verkauften die Sammlung 1745 an den Welfen Georg II., König von Großbritannien und Kurfürst von Hannover. .....
Für Vogtherr von der Historischen Kommission hat das Münzkabinett einen Wert, der weit über die gesamte norddeutsche Währungs- und Münzgeschichte hinausgehe: "Es steht auf einer Ebene mit den großen Kabinetten in Berlin, München und Dresden." 1984 sei das Niedersächsische Münzkabinett ins Gesamtverzeichnis des national wertvollen Kulturgutes aufgenommen worden. Der Kommissionschef ist der Ansicht, der Bestand solle als Ganzes an einem Ort unter wissenschaftlicher Betreuung bestehen bleiben. Er schlug vor, die Sammlung im Niedersächsischen Landesarchiv in Hannover unterzubringen. Dort nämlich lagerte das Niedersächsische Münzkabinett bereits im 18. und 19. Jahrhundert. Vogtherr appellierte deshalb an die niedersächsische Regierung, das Land müsse sein Vorkaufsrecht nutzen."
Links zum Kabinett:
http://www.urgeschichte.de/muenzen/
http://www.deutsche-bank.de/de/content/company/niedersaechsisches_muenzkabinett.htm
#numismatik
Wolf Thomas - am Samstag, 29. November 2008, 15:55 - Rubrik: Kulturgut