Bernd Martin Rohde (Gast) meinte am 4. Mrz, 08:25:
Archiv - Bibliothek
> Das heisst: auch die hunderten von mittelalterlichen> Handschriften, die in Köln ja im Stadtarchiv und nicht
> in der Bibliothek verwahrt wurden.
Es gibt eine ganz Reihe von kleineren Städten, die "nur" über eine allgemein-öffentliche Stadtbücherei verfügen, als einzige primär bibliothekarisch ausgerichtete Einrichtung. Wenn eine alte Stadtbibliothek existiert, wird diese hingegen vom jeweiligen Stadtarchiv adäquat betreut. Das trifft z.B. auf meine Heimatstadt Ravensburg mit ihren knapp 50.000 Einwohnern zu. Dort bewahrt das Stadtarchiv die alte Stadtbibliothek, ca. 2600 Bde., der ehemals protestantischen Bürgerschaft (paritätische Reichsstadt bis 1803) auf. Es ist also nicht generell andernorts üblich, diese Bestände nicht im Archiv sondern in der Bibliothek aufzubewahren. Zuletzt: Das, was in Köln geschehen ist, hätte womöglich auch das Gebäude einer Bibliothek treffen können. Sowohl im Archiv- als auch im Bibliotheksbereich wird eben von den Geldgebern her soweit möglich gespart, an Personal und Bausubstanz - mit fatalen Folgen, wie man hier sieht.
KlausGraf antwortete am 4. Mrz, 12:46:
Irrelevant
Ich halte solche Haarspaltereien für absolut irrelevant. Ich habe lediglich eine Beschreibung gegeben, ohne anzudeuten, dass die Handschriften in der USB Köln womöglich jetzt gerettet wären. Sammlungen dieser Größe werden in Deutschland ausnahmslos in den Handschriftenabteilungen verwahrt.Ich verstehe, dass dieses unglaubliche Unglück kontroverse Kommentare motiviert, aber ich möchte hier weder haltlose Spekulationen über die Ursachen und die Schuld noch das Thema Kulturgut vs. Menschenleben lesen.