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ladislaus (Gast) meinte am 2009/03/15 20:17:
Unfassbar
Mir fehlen die Worte. So jemanden sollte man sofort mit Schimpf und Schande aus der Stadt jagen. 
ginkgo_97 antwortete am 2009/03/15 23:04:
Richtigstellung
Das sind harte Worte, aus denen die Unwissenheit über die Entwicklung des HSTAK spricht. Frau Schmidt-Czaia hat seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2004 mit dem Kölschen Klüngel im Stadtarchiv gründlich aufgeräumt und das Haus endlich ins 21. Jahrhundert geführt. Vorher war das Archiv in der Fachwelt doch eine Lachnummer ohne Internetauftritt, ohne adäquate EDV, ohne eine vernünftige Öffentlichkeitsarbeit. Die Stadt und das Historische Archiv haben Schmidt-Czaia viel zu verdanken. Dass sie Probleme mit dem unkontrollierten Einstellen von Digitalisaten ihrer Archivalien ins Internet hat, ist verständlich und eine Haltung, die auch bei modernen und aufgeschlossenen Archivaren durchaus verbreitet ist. Da muss man dann folgerichtig die gesamte Archivwelt an den Pranger stellen. Ein antiquiertes Archiv zeichnet sich im übrigen dadurch aus, dass man überhaupt nicht mit der eigenen Digitalkamera ankommen darf. Komplettes Fotografierverbot. Soviel zum Thema Gebühren für Aufnahmen mit der Digitalkamera. 
SamZidat (Gast) antwortete am 2009/03/15 23:17:
Stimmt ... soweit
Stimmt, das letzte. Denn ein nicht antiquiertes Archiv hätte seine Bestände online, so daß das gar nicht notwendig wäre.

Verständlich ist mir allerdings nicht, was so verständlich daran sein soll, daß sich die Leiterin des Stadtarchivs dagegen stemmt, daß sich Nutzer bemühen, wenigstens etwas Arbeit mit den Inhalten "ihres" Stadtarchivs zu ermöglichen. Soll das ihre Öffentlichkeitsarbeit sein? Geld hier lassen und Maul halten. Jaja, das sind die modernen Zeiten. 
ladislaus (Gast) antwortete am 2009/03/15 23:41:
Ich bleibe dabei: Wer in Zeiten der millionenschweren Katastrophe nichts besseres zu tun hat und überhaupt auf die Idee kommt, an Copyfraud und Gebühren in Höhe von ein paar Euro zu denken, der ist einfach nur FEHL AM PLATZ und gehört weg. 
kluelz antwortete am 2009/03/16 00:04:
So funktioniert Internet
>Dass sie Probleme mit dem unkontrollierten Einstellen von Digitalisaten ihrer Archivalien ins Internet hat, ist verständlich und eine Haltung, die auch bei modernen und aufgeschlossenen Archivaren durchaus verbreitet ist.

So funktioniert das Internet. Wer damit Probleme hat, hat was gegen das Internet. Hier kann es niemanden geben, der andere kontrolliert und das ist auch gut und richtig so.

Schaut mal, was man hier so alles einsehen kann: http://www.bildindex.de

Ein Hinweis auf die urheberrechtliche Situation auf der Startseite und gut ist. Allerdings sind die Inhalte der Seite durch ein "no follow" für die Suchmaschinen gekennzeichnet. Das ist auch okay. Ansonsten kann jeder nach Belieben online stöbern.

So muß das auch mit dem Stadtarchiv funktionieren. 
Tobias Kemper (Gast) antwortete am 2009/03/16 07:26:
Ob grundsätzlich Digitalisate eines Archivs in INternet gestellt werden sollen, ist eine andere Frage. Wenn alles online ist, wer geht dann noch ins Archiv selbst? - Aber im vorliegenden Fall: Das HAStK hat substantielle Verluste erlitten und ist absehbar eher auf Jahre denn auf Monate geschlossen, bis vielleicht die Filme aus dem Barbarastollen verfügbar sind (z.B.) - in dieser Situation in dieser Weise gegen eine Initiative zu wettern, die die bei Nutzern umlaufenden Kopien und Digitalisate erfasst und zugänglich macht (wozu das Archiv selbst aktuell wohl keine Zeit hat!), das ist vollkommen verfehlt. Da hat ein Nutzer die einzige Kopie einer vielleicht verlorenen Akte und wird so vor den Kopf gestoßen? Er könnte auch abtauchen und die Aktenkopie behalten - und das wars dann. 
genea antwortete am 2009/03/16 08:06:
Es geht nicht um ein "paar Euro" Reproduktionsgebühren. Es geht auch (mir) auch nicht um ein "Schlaraffenland" (siehe Diskussion zu Artikel zu "Bürgerarchiv"). Richtig ist leider, dass in manchen Staatsarchiven (bisher zum Glück kaum in Stadtarchiven) aus angeblich konservatorischen, in Wirklichkeit rein fiskalischen Gründen das eigene Fotografieren komplett verboten ist, was genauso angeprangert werden sollte. Wichtig ist dann aber, zu welchen Kosten Reproduktionen beim Archiv bestellt werden können. Die ENTSCHEIDENDE Frage hinter den Reproduktionsgebühren ist ja die, ob solche Forscher, die den Großteil ihrer Forschungstätigkeit außerhalb der Archivöffnungszeiten erbringen müssen oder die von auswärts kommen, sich mit einem normalen Einkommen diese Forschungstätigkeit noch leisten können (weil sie z.B. eine Akte oder Rechnung von 100 oder 200 Seiten zur Bearbeitung reproduzieren) - zumal die Forschungsergebnisse ja später der Allgemeinheit zu gute kommen! Das trifft den Kern des Themas "Bürgerarchiv". 
genea antwortete am 2009/03/16 10:40:
"Wenn alles online ist, wer geht dann noch ins Archiv selbst? - "
"Wenn alles online ist, wer geht dann noch ins Archiv selbst? - " Das mag vielleicht die Sorge mancher Archivare sein, die sich auch hinter den hohen Gebühren versteckt. Abgesehen davon, wie lange es noch dauernd würde, ein Archiv mit 30 Kilometer Akten komplett zu digitalisieren (wieviele Seiten sind das? 100 Millionen??), würden die Archivare wohl kaum arbeitslos werden, denn wieviel % der Arbeitszeit der Archivmitarbeiter werden heute wirklich für die reine Präsenzbenutzung (außer Beratung, für die es sicher immer Bedarf geben wird) aufgewendet? Auch werden sich zwar viele, aber nicht alle Fragestellungen der Forschung durch Reproduktionen beantworten lassen. Die Schwerpunkte der Tätigkeit werden sich aber sehr wohl verschieben.

Warum übrigens haben Bibliotheken und manche Archive weniger Probleme, Digitalisierungsprojekte, zum Teil von Bund und Ländern mit hohen Beträgen gefördert, frei ins Internet zu stellen? 
kluelz antwortete am 2009/03/17 02:55:
Anderer Schwerpunkt
Ich stelle mir das ja so vor, daß auch die Archivare sich keineswegs vollständig mit dem von ihnen archivierten Material auskennen, aber doch beträchtlich mehr darüber wissen, als viele, die das Material gern sichten möchten. Neben einer Beratung käme viele Möglichkeiten in Betracht: Vorträge zu speziellen Themenschwerpunkten erarbeiten und diese sowohl persönlich mit begleitenden Ausstellungen zu halten sowie wiederum digitalisiert als Video zur Verfügung stellen.

Das ist zwar mühseliger, als einfach nur Schätze zu verwalten und Besuchern rauszusuchen respektive diese an die Standorte zu führen, aber für alle Beteiligten beträchtlich erhellender. 
KlausGraf antwortete am 2009/03/17 03:17:
Es gibt noch genug zu tun
Auch wenn man digitalisiert, müssen Bestände erschlossen, also verzeichnet werden. Da gibt es in vielen Archiven große Rückstände.

Die riesige Menge der Unterlagen aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist aus Gründen des Daten- und womöglich auch des Urheberrechtsschutzes nicht für die öffentliche Internetpräsentation geeignet. 
Leonina (Gast) antwortete am 2009/03/17 20:50:
bildindex.de
Zu bildindex.de: Der große Unterschied zwischen dem Online-Angebot des Bildarchivs Foto Marburg und dem Angebot des neuen "digitalen Historischen Archivs" von prometheus besteht darin, dass man bei Bildindex zwar stöbern, jedoch die Bilder nicht beliebig herunterladen und damit beliebig weiternutzen kann. Möchte man ein Bild haben, dann muss man es, wie sich das gehört, in den Warenkorb legen und es kaufen. Möchte man es publizieren, muss man (mit ausnahmen) die Bildrechte erwerben.
Merkew: Hinter jedem Bild steckt ein Photograph, der bezahlt werden und sein geistiges Eigentum, seine künstlerische Leistung und sein technisches Know how entlohnt wissen will. Ggf. kommt noch eine Institution (z. B. ein Museum, ein Archiv), das den Photographen für meist nicht wenig Geld dazu beauftragt hat. 

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