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Fragender (Gast) meinte am 2009/03/19 13:42:
Viertes Menetekel?
Ich hoffe, es kommt nicht noch ein viertes Menetekel hinzu: Weitere Verluste durch Bergungsstillstände. Nur ein Drittel der verfügbaren Wochenstunden wird jetzt noch geborgen. Ich sehe keinen vernünftigen Grund dafür, außer man bekommt entweder nicht ausreichend mehr Personal hinzu oder man will es nicht bezahlen. So sieht für mich keine Katastrophenhilfe aus. Ist das Ganze nur ein Kölner Maleur, eine Stadtteilgeschichte mit ein paar zornigen Anwohnern, das man auf kleiner Flamme aus der Welt und aus den Schlagzeilen zu schaffen versucht?
Wenn mir eine historische Handschrift in die Pfütze fällt, dann hebe ich sie gleich auf, bevor die Tinte verlaufen ist und warte nicht bis zum nächsten Tag 9.00 Uhr. Und wenn wie in Köln, vorher auch noch Betonbrocken zu beseitigen sind, dann darf man erst recht nicht damit warten. Aufklärung tut Not! Jetzt! 
Wolf Thomas antwortete am 2009/03/19 13:49:
Bergung zu langsam?
Nach Auskunft des stv. Stadtarchiv-Leiters Dr. U. Fischer auf dem Westfälischen Archivtag in Detmold gilt die Unfallstelle immer noch als gefährlich, so dass die Arbeiten nur durch die Feuerwehr bzw. die Helfer des THW erfolgen kann. Lt. Dr. Fischer ist man von archivischer Seite hoch zufrieden mit der Vorsicht und Behutsamkeit, mit der dieEinsatzkräfte das Kulturgut bergen.
Warum nicht weiter im Drei-Schicht-Betrieb weiter geborgen wird? Schauen Sie sich die rege Anteilnhame der Bundespolitiker an, diese könnten zumindestens einen höheren THW-Einsatz in die Wege leiten. 
SamZidat (Gast) antwortete am 2009/03/19 14:25:
Na ja, Augenmaß
Es soll von 7-19Uhr gearbeitet werden, das ist die Halbe zur Verfügung stehende Zeit, nicht ein Drittel. Sinn dieser Sache sind nicht alleine Kosten, sondern auch ganz altmodisch Tageslicht. Zumal das Dach ja mittlerweile fertig ist, und die Trümmer mit den dazwischenliegenden Archivschichten durchaus einigermaßen geschützt sind.

Auch Sonntags frei ist nicht wirklich ungewöhnlich und meiner Meinung nach durchaus nicht ein Zeichen von Unwillen.

Zumal der Trümmerberg auch jetzt noch nur angeseilt betreten wird, mithin man auch nicht jeden entsprechend unausgebildeten Helfer nehmen kann. Was bedeutet, daß die Leute auch mal gerne einen Tag frei hätten, und den auch brauchen. Denn wenn sie Fehler machen, weil sie zu erschöpft sind, ist das ja auch nicht akzeptabel. 
Berthold Friemel antwortete am 2009/03/19 14:45:
Bundespolitiker
Genau bei den Bundespolitikern sollte spätestens der Beitrag von Herrn Knoche "ankommen", da er das Verhältnis zu dem nationalen Großprojekt AAB klarstellt. Die bundespolitische Zurückhaltung, soweit jedenfalls öffentlich ersichtlich, ist unbegreiflich und unakzeptabel. 

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