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Ein Einwand von Herrn Opitz zu meinen Ausführungen über eine ehemals Raymund Krafft gehörende Handschrift

http://archiv.twoday.net/search?q=krafft+ulm

ließ mich erneut einen Blick in das Findbuch des Familienarchivs Krafft im Stadtarchiv Ulm werfen.

http://www.onlinekatalog-stadtarchiv.ulm.de/EKrafftakten.pdf

Es heißt dort:

"Lange Zeit befanden sich Archiv und Bibliothek der Krafft'schen Stiftungen im Stiftungshaus in der Frauenstraße,
bis dieses 1840 ebenso wie die Bibliothek verkauft wurde (vgl. E Krafft Akten Nr. 1, 397 und 556 sowie E
Krafft Urkunden Nr. 340). Vom Stiftungshaus in der Ulmer Kramgasse wurden die Unterlagen des Krafft'schen
Stiftungsarchivs dann während des 2. Weltkriegs zur Sicherung ins Ulmer Münster gebracht und lagerten dort im
nördlichen Chorturm. Nach dem Krieg wurde ein kleiner Teil (vormals StA Ulm D Krafft) von der Evangelischen
Kirchenverwaltung ans Stadtarchiv abgegeben, der andere Teil Anfang der 1960er Jahre zur Erschließung
an den Historiker Hans-Peter Köpf (Nagold). Nachdem vom Stadtarchiv Ulm mit den Vertretern der Familie
Krafft, Heinrich und Erhart Krafft von Dellmensingen, am 26.5.1989 ein Depositalvertrag geschlossen worden
war, der dem Archiv die Aufgaben der Erschließung und Verwahrung des Krafft'schen Familienarchivs übertrug,
wurden die Unterlagen (300 ca. Urkunden und ca. 4,3 lfd. m Akten) am 6.5. 1991 von Köpf an das Stadtarchiv
übergeben. Dieser Bestand wurde bei der aktuellen Erschließung mit dem älteren Bestand "D Krafft" vereinigt."

Nähere Details der dubiosen Aushändigung an den umstrittenen Historiker Köpf sind für die nächsten Jahrzehnte womöglich nur auf dem Verwaltungsgerichtswege einklagbar, denn es bestehen erhebliche Zweifel, ob es sinnvoll und rechtmäßig war, die Akten bis 2040 zu sperren:

"E Krafft Akten 584 1964 - 1990 (1999)
A.A.-Sign.: unverz.

Auffindung des Krafft'schen Stiftungsarchivs durch den Historiker Hans Peter Köpf aus
Nagold im Ulmer Münster (ca. 1961), Verwahrung und Herausgabe des Archivs sowie
Abschluss eines Depositalvertrags mit dem Stadtarchiv Ulm
Enthält v. a.:
- Korrespondenz
- Vertragskonzepte
3 Bü (6 cm)
Sperrfrist bis 2040, davor nur interner Gebrauch"

Die Provenienz dieser Akten wird nicht angegeben, man wird davon ausgehen können, dass sie aus der Familie stammen. Soweit das Stadtarchiv Ulm beteiligt war, ist es zweifelhaft, dass diesbezügliche Schriftstücke ebenfalls bis 2040 der Öffentlichkeit vorenthalten werden können.

Köpf erachte ich persönlich nicht als seriösen Historiker. Alle seine Publikationen, die ich bisher las, enthalten in großer zahl hypothetische, ja höchst spekulative genealogische und besitzgeschichtliche Kombinationen. So ist beispielsweise die Ableitung der Krafft von Edelfreien anzuzweifeln:

http://augsburg-stadtlexikon.de/index.php?id=114&tx_ttnews[tt_news]=4474&tx_ttnews[backPid]=113&cHash=8a191b1d3d

Köpf hat - methodisch noch schlimmer als Heinz Bühler - genealogisch-besitzgeschichtliche Aussagen getroffen, die der Forschung aus meiner Sicht eher geschadet als genützt haben (etwa in der Ortsgeschichte Illertissen).

Zu einer Fehlleistung von Köpf in UO 2011:
http://archiv.twoday.net/stories/453139221/
 

twoday.net AGB

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