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Oliver Flimm (Gast) meinte am 2009/06/13 21:05:
Die Replik auf die Replik...
Lieber Herr Graf,

vielleicht lesen Sie doch noch mal Ihren Artikel ;-)

Sie haben die Entscheidung kritisiert, nicht den Gesamtbestand des Internet Archivs per OAI zu verwenden.
Was ich wiederum kritisiere ist, dass Sie - wenn Sie selbst schon so Position für die Verwendung von OAI und für die Nutzung des ganzen Internet Archivs beziehen (naja, Sie wollen ja nur die 'guten' Datensätze...) - sich keinen Deut um die technische Realisierbarkeit kümmern.
Vielleicht wäre Ihnen ja aufgefallen, dass es eben dieses - von mir bewusst nachgeschobene - Detail der Löschungen gibt, dass nicht gerade für Ihre Position spricht.... Vielleicht wären Sie ja zufällig darauf gestoßen, wenn Sie sich im Vorfeld sachlich mit der Problematik auseindergesetzt hätten.

Zu den anderen "Fehlentscheidungen des KUG", dem internationales Projekt Gutenberg: Was mir bei Ihren Kommentaren im Wesentlichen fehlt, sind sachlich untermauerte Argumente. Warum ist das internationale Projekt Gutenberg denn so schlecht, wenn Sie selbst in
der Vergangenheit

http://log.netbib.de/archives/2003/11/19/neues-beim-projekt-gutenberg/

noch extra auf tolle Nutzungsmöglichkeiten des wohl eher
lizenzrechtlich problematischen deutschen Projektes Gutenberg aufmerksam machen.

Nur weil Sie etwas - gerade im Kontext der von Ihnen genannten 'Informationskompetenz von Studierenden' - ablehnen, muss sich die ganze bibliothekarische Welt nicht freiwillig in Selbstzensur ergehen.

Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Informationskompetenz der Studierenden ist die Lösung - wie habe ich Quellen zu bewerten anhand von einer Vielzahl anderer Quellen. Nicht aber das Verschließen von PG (oder der Wikipedia, wie es andere vielleicht gerne hätten) in den abgesicherten Giftschrank. Eine Zensur findet *nicht* statt.

Zum Thema 'praktische Relevanz von Löschsaetzen' möchte ich noch anmerken: Wer hätte wohl als erster Hammer, Nagel und Kreuz herausgeholt, wenn er auf nur einen 'toten' Nachweis in einem Katalog aus Digitalisaten gestoßen wäre ;-)

Im Übrigen habe ich bereits mit Herrn Szczepanski Kontakt
aufgenommen und er hat mein Ansinnen eines Abzugs der freien E-Books aus GUNDA respektive LIBRIS an die jeweiligen zuständigen Personen weitergeleitet. Mal sehen, was sich da ergibt. 

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