Wolf Thomas meinte am 15. Jul, 22:07:
"War da noch was, Herr Tillich?"
" .... Die Macht dazu hatte Tillich – er rückte am 25. Mai 1989 als Stellvertreter des Vorsitzenden in den Rat des Kreises Kamenz ein. Das Mitglied der Block-CDU war damit eine Art Landratsvize. Nur einen Tag nach seiner Ernennung beantragte Tillich in einer Ratssitzung, dem Pächter des „Hutberghotels“, einem beliebten Ausflugziel der Kamenzer Bürger, die Gewerbeerlaubnis zu entziehen. Das überlieferte Schriftgut legt nahe, dass der Schritt ideologisch motiviert war. Die Gründe dafür teilte Tillich dem Betreiber am 5. Juni 1989 persönlich in einer Postzustellungsurkunde mit. Es sind Gründe, die in der DDR oft herhalten mussten, um politisch missliebige Gewerbetreibende aus dem Geschäft zu drängen: „Unvollständigkeit der Preisnachweisunterlagen“, „Behinderung der Kontroll- und Prüfungsorgane“, „keine Einkommensnachweise für Tanzveranstaltungen“, „Nichteinhaltung der mit dem örtlichen Organ abgestimmten Öffnungszeiten.“
Den mitten im Landtagswahlkampf steckenden Tillich dürfte der jüngste Archivfund kaum behagen. Er heizt erneut die schon seit acht Monaten laufende Debatte über seinen Umgang mit der DDR-Vita. Und anders als bei bisherigen Enthüllungen aus seinem Vorleben meldet sich dieses Mal ein Zeitzeuge zu Wort. Er ist 66 Jahre alt, heißt Peter Kurras und war als Pächter des „Hutberghotels“ einst der Empfänger des von Tillich abgefassten Schreibens. ...."
Quelle:
http://nachrichten.aol.de/gastronom-macht-tillich-schwere-vorwuerfe/artikel/20090715114722022431013