Patrick Sahles, Kulturerbeinformatiker an der Kölner Uni, im Vorfeld kritisch erwarteter Vortrag stellte zunächst die Leistungen vor, die Archive aus Forschersicht im Web 1.0 zu erbringen haben:
- Präsentation der Archive und ihrer Inhalte auf eigenen leicht zu findenden Websites und in übergreifenden Portalen
- Umfassende Bereitstellung von Online-Findmitteln
- Vollständige Bereitstellung digital(isiert)er Sekundärformen. Hier wird von den Archiven die Klärung erwartet, warum dies im Einzelfall (auf Bestandsebene) nicht erfolgt.
- Flächendeckende Portalbildung auf allen Ebenen (Bund, Europa)
Aus Sicht Sahles müssen Archive im Web 2.0 folgende Leistungen erbringen:
1) Einsatz der neuen Kommunikationsformen: RSS, Blogs, Wikis, Twitter
2) Ermöglichung der nahtlosen Integration verschiedener Inhalte via mash-ups durch persistente URN
3) Plattformen für "user generate content". Wie dies bspw. Coburg und Stuttgart tun.
4) Ermöglichung von kollaborativem Arbeiten: Tagging (Verschlagworten), Editieren, Publizieren
5) Aufbau von Netzwerken, z. B. via facebook
Um dies zu erreichen, sind die Archive dazu aufgefordert eine "virtualisierte" Forschungsumgebung aufzubauen, die die digitalen Primär- und Sekundärquellen bereithält, Wekrzeuge zu deren Auswertung zur Verfügung stellt und eine Plattform für Publikationen (OA !) schafft.
Sahle formulierte schließlich folgende Baustellen, die bei aller Ferne von den derzeitigen Verhältnissen als Aufforderung an die Archive und deren Träger zu lesen sind:
1) Vollständige Digitalisierung des Archivguts
2) Entwicklung der erforderlichen Werkzeuge zur Auswertung und Publikation im digitalen Umfeld
3) Kollaboratives Erschießen und Editieren von Archivgut
4) "community building"
5) Berücksichtigung neuer Formen wissenschaftlicher Publikationen (Schlagwort: Visualisierung)
6, 7) Neues Selbstverständnis der Geschichtsforschung und der Archivierenden ("Bunkermentalität")
In seinem Weblog gibt Peter Haber eine konsensfähige Bewertung des Vortrages abhierzu: " ..... In seinem Beitrag «Das Archiv als virtualisierte Forschungsumgebung?» ging Patrick Sahle (Universität Köln) in einem sehr umfassenden Sinn auf die Möglichkeiten des «Web 2.0» für die Archive und damit indirekt auch für die Geschichtswissenschaft ein. Seine Ideen und Skizzen waren ebenso faszinierend wie realitätsfern. Während die Archive sich in Tat und Wahrheit langsam mit dem «Web 0.9» anfreunden, bewegten sich Sahles Ausführungen irgendwo zwischen «Web 2.0» und «Web 2.5», indem er zum Beispiel vorschlug, dass die Archive grosse Mengen von digitalisierten Quellen nach dem «Crowdsourcing»-Prinzip erschliessen lassen sollten, wie es zum Beispiel das britische Nationalarchiv bereits ansatzweise tut. ......"
- Präsentation der Archive und ihrer Inhalte auf eigenen leicht zu findenden Websites und in übergreifenden Portalen
- Umfassende Bereitstellung von Online-Findmitteln
- Vollständige Bereitstellung digital(isiert)er Sekundärformen. Hier wird von den Archiven die Klärung erwartet, warum dies im Einzelfall (auf Bestandsebene) nicht erfolgt.
- Flächendeckende Portalbildung auf allen Ebenen (Bund, Europa)
Aus Sicht Sahles müssen Archive im Web 2.0 folgende Leistungen erbringen:
1) Einsatz der neuen Kommunikationsformen: RSS, Blogs, Wikis, Twitter
2) Ermöglichung der nahtlosen Integration verschiedener Inhalte via mash-ups durch persistente URN
3) Plattformen für "user generate content". Wie dies bspw. Coburg und Stuttgart tun.
4) Ermöglichung von kollaborativem Arbeiten: Tagging (Verschlagworten), Editieren, Publizieren
5) Aufbau von Netzwerken, z. B. via facebook
Um dies zu erreichen, sind die Archive dazu aufgefordert eine "virtualisierte" Forschungsumgebung aufzubauen, die die digitalen Primär- und Sekundärquellen bereithält, Wekrzeuge zu deren Auswertung zur Verfügung stellt und eine Plattform für Publikationen (OA !) schafft.
Sahle formulierte schließlich folgende Baustellen, die bei aller Ferne von den derzeitigen Verhältnissen als Aufforderung an die Archive und deren Träger zu lesen sind:
1) Vollständige Digitalisierung des Archivguts
2) Entwicklung der erforderlichen Werkzeuge zur Auswertung und Publikation im digitalen Umfeld
3) Kollaboratives Erschießen und Editieren von Archivgut
4) "community building"
5) Berücksichtigung neuer Formen wissenschaftlicher Publikationen (Schlagwort: Visualisierung)
6, 7) Neues Selbstverständnis der Geschichtsforschung und der Archivierenden ("Bunkermentalität")
In seinem Weblog gibt Peter Haber eine konsensfähige Bewertung des Vortrages abhierzu: " ..... In seinem Beitrag «Das Archiv als virtualisierte Forschungsumgebung?» ging Patrick Sahle (Universität Köln) in einem sehr umfassenden Sinn auf die Möglichkeiten des «Web 2.0» für die Archive und damit indirekt auch für die Geschichtswissenschaft ein. Seine Ideen und Skizzen waren ebenso faszinierend wie realitätsfern. Während die Archive sich in Tat und Wahrheit langsam mit dem «Web 0.9» anfreunden, bewegten sich Sahles Ausführungen irgendwo zwischen «Web 2.0» und «Web 2.5», indem er zum Beispiel vorschlug, dass die Archive grosse Mengen von digitalisierten Quellen nach dem «Crowdsourcing»-Prinzip erschliessen lassen sollten, wie es zum Beispiel das britische Nationalarchiv bereits ansatzweise tut. ......"
Wolf Thomas - am Montag, 12. Oktober 2009, 12:11 - Rubrik: Web 2.0