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http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6172

"Die beeindruckende Menge von 216.000 Dissertationen, davon der Großteil aus Deutschland, wurde in den letzten zweieinhalb Jahren gescannt und auf den Servern der Universität gespeichert. Das sind immerhin rund 40% aller in Deutschland zwischen 1925 und 1988 verfassten Dissertationen."

Wie bei ORBI Lüttich, dem Heidelberger oder Karlsruher Bildserver usw. gilt auch hier: Projekte, die Digitalisate den Angehörigen der eigenen Hochschule vorbehalten, schaffen einen unfairen wissenschaftlichen Wettbewerbsvorteil. (Das gilt natürlich auch für das Bildarchiv Prometheus, in dem zehntausendfach Urheberrechtsverletzungen begangen werden.)

Zudem sind sie nach meiner Auffassung auch nach EU-Recht illegal, da der große Personenkreis einer Universität in jedem Fall das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung tangiert. Wer ohne die Urheber zu fragen, Dissertationen digitalisiert, macht nichts anderes als Google Book Search.

Der einzige richtige Weg wäre, entweder die Dissertationen auf Risiko der Allgemeinheit zu öffnen, nachdem man versucht hat, die Urheber ausfindig zu machen, oder aber die Gesetzgebung in Sachen verwaister Werke entschieden voranzutreiben.
WernerLengger meinte am 2010/06/18 09:13:
Zustimmung!
Wie meistens kann ich dem Kollegen Graf hier nur zustimmen. Ein solcher Aufwand - und dann stehen die Digitalisate nur innerhalb der ULB Tirol zur Verfügung. Man fragt sich, wie dieses Projekt überhaupt genehmigt werden konnte. 
KlausGraf meinte am 2010/07/03 01:18:
Verwaiste Werke
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=6892

"In Austria, 200 000 digitised German dissertations from 1925 – 1988 in the collections of a university library cannot be made accessible online because of the disproportionately high transaction costs involved in clearing the rights for them. The transaction cost would be 20-50 times higher than cost of digitisation." 
 

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