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Wolf Thomas meinte am 2010/08/23 20:11:
Coburg und kein Ende
"Der SPD-Stadtverband Coburg spricht sich dagegen aus, das Stadtarchiv und das geplante Stadtmuseum in Personalunion führen zu lassen. In einer am Donnerstagabend veröffentlichten Pressemitteilung wird stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender Martin Lücke mit den Worten zitiert, "die Beschlusslage des fachlich zuständigen Kultur- und Schulsenats gibt eine solche Verknüpfung nicht her". Der Vorstand sei sich einig geworden, "dass eine Trennung von Archiv-Leitung und Museumsbetrieb sinnvoll ist".

In der Juli-Sitzung des Stadtrats war der von Oberbürgermeister Norbert Kastner (SPD) gemachte Vorschlag abgelehnt worden, die Leitung von Stadtarchiv - eine gesetzliche Pflichtaufgabe - und Stadtmuseum - eine freiwillige Leistung - miteinander zu verknüpfen.
Martin Lücke habe in der SPD-Vorstandssitzung daran erinnert, dass die unter Professor Dr. Gert Melville, dem Vorsitzenden der Historischen Gesellschaft Coburg, entstandene Konzeption für das "Haus der Coburger Geschichte" ein ganz wichtiger Schritt gewesen sei. Lücke: "Dieses Konzept ist mit den entscheidenden Stellen der Stadt ebenso abgestimmt wie mit den ebenfalls beteiligten Zuschussgebern auf Bezirks- und Landesebene". Dies sei insbesondere deshalb möglich geworden, "weil der Kulturbürgermeister Norbert Tessmer in den letzten Jahren in vielen Sondierungs- und Abstimmungsgesprächen alle wichtigen Mitentscheider an einen Tisch gebracht hat", heißt es in der Pressemitteilung.

"Letztendlich darf man diese großartige Leistung, eine echte Fleißarbeit des 2. Bürgermeisters, nicht gefährden", wird SPD-Stadtverbandsvorsitzender Thomas Rausch zitiert. Tessmer (SPD) habe "mit großem persönlichen Einsatz" ein Projekt angefasst, welches von seinem Vorgänger Richard Dlouhy (CSU) "unvollendet liegen gelassen worden war". Nunmehr, so Thomas Rausch, sei es an der Zeit, "dieses für die Stadt wichtige Projekt mit den letzten notwendigen Beschlüssen auf den Weg zu bringen".

Dagegen lehnt stellvertretende Vorsitzende Gabriele Morper-Marr das derzeitige Konzept ab: "Mit wechselnden Ausstellungen an wechselnden Orten in der Stadt, so wie wir es in den letzten Jahren dank der Initiative Stadtmuseum immer wieder erleben durften, ist moderne Museumspädagogik an ungewöhnlichen Orten möglich gewesen." Dies sei für Morper-Marr der richtige Weg.

"Sowohl-als-auch"

SPD-Stadträtin Bettina Lesch-Lasarides hingegen spreche in dieser Frage von einem "Sowohl-als-auch" und nicht von einem "Entweder-oder". In die Stadt hineingreifende Ausstellungen seien eine zeitgemäße, gute Ergänzung einer festen Ausstellung. "Was mich am ,Haus der Coburger Stadtgeschichte' so reizt ist aber, dass dieses Museum als ein ,Museum für den kleinen Mann' begriffen werden könnte. Die Bürgerinnen und Bürger in Coburg waren Handwerker, Kaufleute, Lohnarbeiter, Beamte. Die Geschichte dieser Menschen stiftet Identität und Heimatgefühl", betont Bettina Lesch-Lasarides laut Pressemitteilung der Coburger SPD. wb"
Link: http://www.np-coburg.de/nachrichten/lokal/coburg/coburg/art2394,1206177 

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