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In überaus widerwärtiger Weise zieht de Gruyter den Bibliotheken das Geld mit einem faden Neuaufguss des Verfasserlexikons das Geld aus den Rippen. Mietlinge, die aus gutem Grund nur mit Initialen zeichnen, meist aus der dritten oder vierten Reihe müssen Verfasserlexikonartikel umschreiben und nach Möglichkeit aktualisieren, was aber kaum einmal gelingt. Einen herausragenden Artikel habe ich gesehen, den über Felix Fabri, der aber schäbigerweise die Vorarbeiten der Wikipedia (den dortigen Artikel verantworte im wesentlichen ich selbst) unterschlägt. Ich nenne daher bewusst nicht den Autor, der sich in persönlicher Mail mit der Notwendigkeit, seine Familie zu ernähren, herausredete. Das kann aber keine Entschuldigung sein, die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis (wie ich sie verstehe) mit Füßen zu treten.

Auszüge aus einem Band:
http://books.google.de/books?id=L38-gpDWkw4C (2011)

Muss man anno 2012 noch des langen und des breiten begründen, wieso solche gedruckten Nachschlagewerke keine Zukunft haben, dass die Zukunft vielmehr den kollaborativen freien Nachschlagewerken gehört, die vergleichsweise schnell aktualisiert werden können?

Wer immer der BJ = Bruno Jahn sein mag, der den Artikel "Gebetbuch moselfränkischer Zisterzienserinnen" verantwortet - er sollte sich schämen, einfach nur das Verfasserlexikon nachgeschrieben zu haben. Was der wirkliche Stand der Forschung ist, sagt der (nicht zitierte) Handschriftencensus:

http://www.handschriftencensus.de/8888
Falk Eisermann (Gast) meinte am 2012/06/25 19:34:
Und nicht nur das DLL-MA...
... genauso verfahren auch die Mittelalter-Artikel in den neueren Bänden des "Kosch": Deutsches Literatur-Lexikon. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begr. v. Kosch, Wilhelm. Wiss. Beratung v. Achnitz, Wolfgang / Hagestedt, Lutz / Müller, Mario / Ort, Claus-Michael / Sdzuj, Reimund B. 3., völlig neu bearb. Auflage. 1968 ff. Ca. 33 Bde. und 6 Ergänzungsbände. Band 31. Werenberg - Wiedling. Berlin: de Gruyter 2011.

Ich habe mir zur Probe den Artikel Wibald von Stablo angesehen und mit dem Verfasserlexikon verglichen: das gleiche erbarmungswürdige Spiel. Es findet ein doppeltes Recycling der VL-Artikel statt, mit Kürzungen, wörtlichen Übernahmen ohne Zitatkennzeichnung, teils mit uninspirierten Umformulierungen. Wie perspektivlos-verzweifelt und/oder geltungssüchtig kann man als Germanist denn sein, um sich für so etwas herzugeben? - Zum DLL-MA erfolgt demnächst, wie mir ein Kollege mitteilt, eine angemessene Würdigung in einer führenden Fachzeitschrift.
Grüße, FE 
KlausGraf antwortete am 2012/06/25 19:39:
Da ich mit der Sichtung gedruckter Zeitschriftenhefte leider etwas nachlässig bin
erbitten wir (pl. mod.) einen freundlichen Hinweis beizeiten. Ich hab leider keine Zeit gefunden, eine Würdigung der englischen Chronikenzyklopädie Dunphys zu schreiben, der man immerhin zugutehalte könnte, dass sie den Stoff des ²VL eben an ein englischsprachiges Publikum vermittelt. 
KlausGraf antwortete am 2012/11/05 16:45:
Volker Honemann wird in der ZfdA rezensieren
http://archiv.twoday.net/stories/914849/ 
KlausGraf antwortete am 2015/09/24 16:32:
Honemanns Rezension
ZfdA 2012, S. 505-524 
 

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