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Archive von unten


Im ND von heute ist Artikel über das Berliner Archiv Papiertiger, eines der grössten Bewegungsarchive hierzulande http://www.neues-deutschland.de/artikel/221518.gedaechtnis-der-bewegung.html

Wer wir sind – Was wir machen
Im Dezember 2011 jährte sich die Gründung des Archivs der sozialen Bewegungen Bremen zum zwölften Mal. Für ein selbstorganisiertes Projekt ist das ein Zeitraum, auf den wir als Beteiligte auch ein klein wenig stolz sind. Das Archiv wurde im Dezember 1999 gegründet, als sich der Infoladen der „Bremer BürgerInneninitiative gegen Atomanlagen” (BBA) und der autonome Infoladen “Umschlagplatz” zum Infoladen Bremen in der St. Pauli-Straße 10/12 zusammenschlossen. Ihre seit Mitte der 1970er (BBA) bzw. seit 1990 (Umschlagplatz) gesammelten Dokumente bildeten unseren Anfangsbestand. Seit 2001 nehmen wir Material von anderen Bewegungsarchiven, von Bremer politischen Gruppen und von Einzelpersonen auf. Unter dem Motto „Von der Bewegung – für die Bewegung” tragen wir im Archiv Material aus den vielfältigen Widerstands- und Protestbewegungen der letzten Jahrzehnte bis heute zusammen und bewahren es auf. Mit dem Anspruch, ein „Gedächtnis für die Linke” zu sein, lebt das Archiv aber vor allem davon, das es genutzt wird. Dazu wollen wir euch motivieren und das wollen wir euch so einfach wie möglich machen.

Was wir sammeln
Das Archiv sammelt vor allem zu folgenden Themen: Geschichte Bremens; kritische Geschichtsarbeit und Methoden (Alltagsgeschichte etc.); Zeitgeschichte Deutschlands; Nationalsozialismus; APO/SDS/Student_innenbewegung; Frauen- und Lesbenbewegung; Arbeiter_innen/Gewerkschaften; kommunistische Gruppen; libertäre Gruppen; Anarchismus; Bildung/Pädagogik/Schüler_innen; bewaffneter Kampf; Justiz/Polizei/Repression; Häuserkampf/Stadtentwicklung/ Freiräume; Friedensbewegung/Antimilitarismus; Radikale Linke; Autonome; Anti-Atom-Bewegung; Internationalismus/Antiimperialismus; Soziales/Gesundheit; Männer/Schwule; Bevölkerungspolitik/Gen- und Reproduktionstechnologien; Antifaschismus; Flüchtlinge/Migration/Rassismus; Antisemitismus; traditionelle Linke/Demokratischer Sozialismus; Grüne Partei; Ökologie/Alternativbewegung.

Was Ihr bei uns findet
Dank zahlreicher Materialspenden, u.a. von (ehemaligen) Aktivist_innen, konnte der Gründungsbestand des Archivs mittlerweile mehr als verdreifacht werden. Alle Regale aufgereiht ergäben mittlerweile gut und gerne 150 Meter. Der Bestand ist breit angelegt, geht vom vielfältigen Material der unterschiedlichen Bewegungen selbst aus und orientiert sich eher an den selbst entwickelten Strukturen der Bewegungen als an wissenschaftlicher Einteilung. Unser Bestand umfaßt gegenwärtig:
  • ca. 6.000 Bücher, überwiegend aus den 1970er und 1980er Jahren
  • ca. 1500 regionale, bundesweite und internationale Zeitungen und Zeitschriften, überwiegend ab den 1980ern - viele weitere mit nur einem oder wenigen Exemplaren
  • viele, viele Broschüren, Flugblätter, Zeitungsartikel, von den 1960ern bis heute – thematisch sortiert oder (noch) unsortiert
  • eine ganze Menge schicker Plakate
Einige Sondersammlungen:
  • „Grufties gegen rechts“: Nachlaß der Bremer Initiative “Grufties gegen rechts”, die von 1998 bis 2003 in Bremen und bundesweit agierte.
  • „Infoladen Verden“: Der Nachlaß des ehemaligen Infoladens im JUZ Verden.
Gemeinsam sind wir stärker
Das Archiv arbeitete einige Jahre im Kreis Bremer Archive (www.bremer-archive.de) mit. Überregional gehört es dem „Förderkreis Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung e.V.” an. Sehr wichtig für uns ist der Infoladen Bremen, der uns die Räumlichkeiten im Keller kostenlos zur Verfügung stellt. Dafür ein dickes Danke!!
Überregional arbeitet(e) das Archiv mit vergleichbaren Archiven und Bibliotheken u.a. in Oldenburg, Hamburg, Berlin, Köln, Bochum, Wien, Zürich und der Bibliothek für Sozial- und Humanwissenschaften der „Stiftung Sozialgeschichte” an der Universität Bremen zusammen. Seit der Gründung des Archivs wurden dabei unter anderem geschätzt über 1000 Kilogramm doppelt vorhandenes Material an andere Archive abgegeben!

Wir brauchen Euch!
Für das Archiv suchen wir alle Dokumente (Broschüren, Plakate, Flugblätter, Zeitungen etc.) zu Protest und Widerstand, linker Theorie und Praxis in den letzten Jahrzehnten. Besonderes Interesse haben wir an Büchern aus den letzten 10 bis 15 Jahren, an Zeitschriften aus den 1960er und 1970er Jahren, an Stadt- und Regionalzeitungen anderer Regionen sowie speziell Dokumenten aller Art aus Bremen und umzu. Schwer ist es für uns meist allerdings, mit einem einzelnen Flugblatt oder dem einzigen Exemplar einer Zeitung umzugehen. Großartig sind hingegen komplette Jahrgänge von Zeitschriften oder umfassendere Materialien, die Themen, Kampagnen, Veranstaltungen etc. dokumentieren.

Um die Archivarbeit am Laufen zu halten sind wir zudem vollständig auf Geldspenden angewiesen. Wendet euch dafür an uns oder nutzt einfach unser Postfach im Infoladen. Außerdem brauchen wir aktuell auch noch genau passende Regale, um die Materialien lagern zu können – also sprecht uns auch an, wenn ihr Baumaterialien dafür abzugeben habt!

Ihr braucht uns!
Ihr könnt das Archiv nach E-Mail-Absprache mit uns benutzen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen wir euch bei der Suche nach Material für die politische Arbeit oder bei Recherchen (z.B. auch für Referate, Hausarbeiten etc.). Die Materialien können ihr, da ein Kopierer nur in der näheren Umgebung zur Verfügung steht, in Ausnahmefällen auch ausleihen. Einen Überblick über aktuell erscheinende alternative Zeitungen und Zeitschriften könnt ihr euch schon von zu Hause über das „Online-Verzeichnis Alternativmedien“ (alternativmedien.org) verschaffen. Eine umfangreichere Suche in einem Teil der Bestände verschiedener Infoläden und Bewegungsarchive ermöglicht euch darüber hinaus die Online-Datenbank „dataspace“ (ildb.nadir.org).

Es ist spannend, zu erforschen, wie linke Kämpfe die Welt, in der wir leben, verändern konnten und können. Kommt vorbei, stöbert in unserem Bestand, lasst euch inspirieren von den kreativen, coolen, schlauen Aktionen und Texten, die andere vor Euch schon sich ausgedacht und diskutiert haben ... Es ist Eure, unsere Geschichte ...

Archiv der sozialen Bewegungen Bremen, St. Pauli Str. 10/12, 28203 Bremen
Öffnungszeiten: nach vorheriger Absprache (am liebsten mittwochs zwischen 16 & 19 Uhr)
Fax: 0421/75682; Mail: info(ÄT)archivbremen.de; Internet: http://www.archivbremen.de.
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Der hier dokumentierte Text ist ein Beitrag, der für eine kleine Zeitung der Bremer ausserparlamentarischen Linken geschrieben wurde. Diese "Zielgruppe" bestimmte Inhalt und Sprachstil des Textes.

http://www.ksta.de/html/artikel/1328540373426.shtml

Auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gab die Stiftung Auskunft über Einzelheiten ihrer Arbeit und die Finanzen. Insgesamt seien acht Millionen Euro von privater Seite geflossen. Nach seiner 1984 erfolgten Gründung habe das Archiv 20 Jahre lang mit einer „Anschubfinanzierung“ des Hamburger Stifters Jan Philipp Reemtsma gewirtschaftet, ein Betrag von fünf Millionen Euro. Darüber hinaus stattete Reemtsma die Stiftung mit einer Million Euro Grundkapital aus. Das brachte den Wirtschaftsplänen zufolge zuletzt jeweils rund 30.000 Euro Zinsen.

Für den Innenausbau des Turms sowie die Renovierungsrücklage sei eine weitere Million Euro aufgebracht worden. Derzeit umfasse die Rücklage 464 000 Euro. „Die achte Million ging in das Jahresbudget über je 250. 000 Euro zwischen 2004 und 2007. Die Stiftung wirtschaftet also seit 25 Jahren mit demselben Jahresbudget“, sagte Schwarzer. Den größten Teil der Ausgaben bilden die Personalkosten. 2010 beschäftigte das Archiv laut Wirtschaftsplan eine Diplom-Bibliothekarin, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin, eine Dokumentarin und – mit halber Stelle – eine Geschäftsführerin. Die Gesamthöhe aller Gehälter wurde mit 156.000 Euro angegeben. Hinzu kommen 18.000 Euro für Honorare und Werkverträge.

Eine Etage des Turms hat die Stiftung an die von Schwarzer herausgegebene Zeitschrift „Emma“ vermietet. Für das 48 Quadratmeter große Büro mit sieben Arbeitsplätzen zahlt der Verlag 6812 Euro Jahresmiete. „Es gibt selbstverständlich eine strikte Trennung zwischen dem kommerziellen »Emma«-Verlag und der gemeinnützigen Stiftung“, so Schwarzer. Eine Überschneidung gebe es nur bei der halbtags beschäftigten hauptamtlichen Stiftungs-Geschäftsführerin; diese sei auch halbtags im Büro Schwarzer tätig. Eine freie Journalistin, die auch für „Emma“ arbeite, habe 2005 einen Honorarvertrag über 12.000 Euro mit der Stiftung geschlossen. Besucher, die das Archiv im Rheinauhafen nutzen wollen, müssen fünf Euro entrichten. Davon machen nach Angaben der Stiftung etwa 250 Menschen im Jahr Gebrauch. Zusätzlich bestehe die Möglichkeit, online zu recherchieren. „Emma“-Mitarbeiterinnen dürfen das Archiv gratis nutzen. Der Grund für die Ausnahme: Das Frauenmagazin habe dem Archiv Tausende Bücher überlassen.


Wie sehen wir das? Alle anderen Bewegungsarchive wären froh, über eine solche üppige Ausstattung. Wozu braucht ein solcher kleiner Laden eine eigene Geschäftsführerin, die - hony soit qui mal y pense - die andere Hälfte ihrer Arbeitszeit Alice Schwarzer widmet? Man darf womöglich davon ausgehen, dass das "Archiv", das ja eigentlich eine Bibliothek ist, Frau Schwarzer zur Hälfte eine Mitarbeiterin finanziert, denn zur Betreuung der spärlichen Benutzer und zur Katalogisierung der angeschafften Medien hat man ja Fachkräfte ...

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/64963362/

1989/90: In der DDR setzte das Machtvakuum beachtliche Energien der Menschen frei. Eine virtuelle Ausstellung erzählt von der Dynamik des Aufbruchs in Leipzig: Runder Tisch, Polarisierung auf der Straße, neue Zeitung, Piratensender, „Montmartre“ von Leipzig, Subkultur und Politik, „Stoppt den Tagebau“ …

Link zum Artikel in Deutschland Archiv Online

Der Autor, Achim Beier, ist Historiker und Mitarbeiter des Archiv Bürgerbewegung e.V., Leipzig.

Fundus für kritische Juristen
An der Uni Bremen verschwinden auch die letzten Projekte, die dem reform-orientierten Gründergeist entsprachen. Ende 2011 geht das Strafvollzugsarchiv

Artikel in der taz Nord vom 2.11. 2011 http://www.taz.de/ARCHIVAUFLSUNG/!81072/

http://www.strafvollzugsarchiv.de/

Ergänzung: Das Strafvollzugsarchiv hat auch eine Sammlung von Gefangenenzeitschriften.

" Die Diba-Bank verschenkt je 1.000 Euro an 1.000 Vereine. Wer das Geld bekommt, entscheidet ein Voting. Wir haben uns angemeldet und brauchen nun jede Stimme!
Mit jeder existierenden Mailadresse kann man drei Stimmen abgeben (auch für den gleichen Verein).
Hier der Link: https://verein.ing-diba.de/kinder-und-jugend/10965/archiv-der-jugendkulturen-e-v"

Das Archiv benötigt noch viele Stimmen; denn Geld gibt es nur für die 1000 besten Vereine (Gegenwärtiger Stand Platz: 2198; 730 Stimmen).

Infos zur Aktion:
" .... Wie lange ist der Aktionszeitraum? Der Aktionszeitraum läuft vom 4. Oktober bis zum 15. November 2011. ...
Ist es möglich meine 3 Stimmen nur an einen Verein vergeben? Gerne können Sie auch nur einen Verein auswählen, der Ihre 3 Stimmen erhalten soll."


"Außerdem brauchen wir auch weiterhin Unterstützung bzw. Stimmen bei der Bundestags-Petition: Wenn es uns gelingt, mehrere tausend UnterzeichnerInnen zu finden, wird sich der Bundestag erneut mit dem Archiv der Jugendkulturen e.V. und seiner Förderung befassen. Aber es drängt: Die Frist läuft nur noch bis zum 11. November. Deshalb bitte noch heute unterzeichnen! Und weiterverbreiten - über Deine/Ihre persönlichen Netzwerke, Verteiler ... - Für Dich/Sie bedeutet es nur wenige Minuten Engagement, für uns vielleicht die Basis unserer zukünftigen Arbeit!
Hier der Link zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=19221"

Quelle: Newsletter November 2011 des Archivs der Jugendkulturen

Die Ostberliner Umwelt-Bibliothek wurde am 2. September 1986
gegründet. In den 12 Jahren ihres Bestehens war die libertäre "UB"
legendärer Treffpunkt der linken DDR-Opposition, Bibliothek, Kneipe,
Galerie, Archiv, subversiver Versammlungsort. Diese neue Internetseite will aufklären und erinnern:
http://www.umwelt-bibliothek.de

Quelle: Redaktion telegraph (http://www.telegraph.ostbuero.de/)

"Die Bilbiothekenlandschaft in Leipzig zeichnet sich vor allem durch ein breites, vielfältiges und zum Teil sehr extravagantes Angebot aus. Den eigenen Horizont erweitern, egal zu welchem Interessengebiet - dafür bietet die mannigfältige Bücherlandschaft Leipzigs eine Garantie. Ein Beispiel ist das Rosa Archiv. ... Zudem bietet die Leipziger Bibliothekenlandschaft allerlei innovative Konzepte, die sich den verschiedenen gesellschaftlichen Bedürfnissen annehmen.

Eine weitere Besonderheit stellt die 1894 gegründete "Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig" dar, die erste ihrer Art in Deutschland. Hier wird Blinden und Sehbehinderten ein breites Sortiment von Hörbüchern und Literatur in Punktschrift geboten.

Andere spezielle Interessengebiete werden zum Beispiel durch die "Umweltbibliothek Leipzig", die "Geographische Zentralbibliothek" oder die "Frauenbibliothek MONAliesA" abgedeckt. Zudem bieten die zahlreichen städtischen Bibliotheken ein umfangreiches Informationsangebot.

So liegt der Fokus des "Rosa Archiv Leipzigs", welches vor 25 Jahren von Jürgen Zehnle gegründet wurde, auf sexualwissenschaftlichen Themen, insbesondere auf Homosexualität, sowie HIV und AIDS. Die Bibliothek befindet sich in zentraler Lage und steht Interessenten montags bis freitags zur Verfügung.

mephisto 97.6 Reporterin Laura Perschon sprach mit Jürgen Zehnle über die außergewöhnliche Bibliothek "Rosa Archiv" "

Link zum Radiobeitrag

Zur Situation der Freien Archive

von Jürgen Bacia

"Vor dem Hintergrund des Geschilderten müssen einige provozierende Fragen erlaubt sein. Sind wir in der Lage, verantwortlich mit unserer Geschichte umzugehen? Wollen wir alle einzeln untergehen oder gelingt uns eine gemeinsame Lösung?

Ist es möglich, Gegenstrukturen zu schaffen gegen das etablierte Archivwesen? Sollen politische Gruppen und Initiativen ihre Unterlagen lieber wegwerfen, als sie etablierten Archiven zur Verfügung zu stellen? Müssen alternative ArchivarInnen notwendigerweise am Hungertuch nagen oder ist es legitim, für bezahlte Stellen in Freien Archiven zu kämpfen?"

http://www.graswurzel.net/356/archiv.shtml

Graswurzelrevolution Nr. 356, Februar 2011


Nachtrag: Beim Stöbern bemerkte ich eben, dass es bereits einen Eintrag zu diesem Artikel gibt:

http://archiv.twoday.net/stories/14656210/

 

twoday.net AGB

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