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Archivgeschichte

Buchankündigung bei C. H. Beck:

Papst und Teufel. Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich
Von Hubert Wolf
2008. 360 S.: mit 28 Abbildungen. Gebunden
ISBN 978-3-406-57742-0
Erscheint am 29.08.2008.
ca. € 24,90

Warum Hitler nicht auf den Index kam – Hubert Wolf knackt die Geheimnisse der vatikanischen Archive

In diesem meisterhaft geschriebenen Buch präsentiert Hubert Wolf überraschende Erkenntnisse aus den kürzlich geöffneten vatikanischen Archiven zum Verhältnis von Vatikan und Nationalsozialismus. Auf faszinierende Weise wird dabei die Gedankenwelt von Päpsten, Kardinälen und Bischöfen erkennbar, die sich in einem weltgeschichtlichen Kampf gegen das Böse sahen. Noch nie wurden die Hintergründe ihrer wichtigsten Entscheidungen und Manöver so fundiert und anschaulich dargestellt.
Der Umgang des Heiligen Stuhls mit Weimarer Republik und „Drittem Reich“ ist von Spekulationen und Mythen umrankt. Nach fast siebzig Jahren wurden endlich die entscheidenden Akten für die Zeit bis 1939 freigegeben. Damit werden erstmals die harten Kämpfe hinter den hohen Mauern des Vatikans sichtbar. Philosemiten und Antisemiten, geschmeidige Diplomaten und dogmatische Fundamentalisten, selbstbewußte Bischöfe vor Ort und mächtige Kardinäle in Rom rangen um den richtigen Umgang mit den Mächten der Moderne: Liberalismus, Kommunismus, Faschismus und Nationalsozialismus. Hubert Wolf erklärt, warum eine philosemitische Vereinigung aufgelöst, gleichzeitig aber der Antisemitismus verurteilt wurde, wie es 1933 zum Konkordat mit dem „Dritten Reich“ kam, warum Hitlers „Mein Kampf“ nicht verboten wurde und wie es sich mit dem päpstlichen „Schweigen“ zur Judenverfolgung verhält.


Das Buch entspricht wohl nicht dem Untertitel – es scheint um das Thema "Der Vatikan und das Dritte Reich, behandelt anhand von Archivalien" zu gehen, nicht um "Die Archive des Vatikan und das Dritte Reich".

Ingo Haar/Michael Fahlbusch: Handbuch der völkischen Wissenschaften. K G Saur, München 2008, 846 Seiten. Ein kritische Besprechung in der Jungen Welt unter:
http://www.jungewelt.de/2008/06-07/031.php

" .... Im Herbst 2002 stießen der Tübinger Professor Peter Pfälzner und sein Archäologenteam auf die unversehrte Grabanlage der Könige von Qatna, einer antiken Metropole im heutigen Syrien. Der sensationelle Fund barg kostbare Beigaben aus Alabaster, Gold, Silber und Edelsteinen, Überreste von rituellen Totenmalen sowie zahlreiche Särge mit Gebeinen. Ein Archiv aus 73 Keilschrifttafeln, die ersten authentischen Dokumente aus Qatna selbst, gibt Aufschluss über den Alltag der einstigen Bewohner. Die Texte erzählen von der prächtigen Ausstattung des Palastes, von Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. ....."
Quelle:
http://www.cinefacts.de/tv/details.php?id=krkbe2000000000001072300

s. a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Qatna
http://www.archaeologie-online.de/magazin/fundpunkt/ausgrabungen/2002/keilschriftarchiv_entdeckt/
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/highlights/h24-qatna-01.html

"Zu den besonders kostbaren Funden zählen nach Museumsangaben die "Briefe von Amarna" ein diplomatisches Archiv in Form von Keilschrift-Tontafeln. "
Ausstellung "Echnaton und Amarna. Wohnen im Diesseits" im Römisch-Germanisches-Museum in Köln
Quelle:
http://www.ksta.de/html/artikel/1211518429010.shtml

s. a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Amarna-Briefe
http://amarna.ieiop.csic.es/indexg.html

Georg Christian Friedrich Lisch (geb. 20.3.1801 in Strelitz (Alt), gest. 22.9.1883 in Schwerin) zurück, der zu den bedeutendsten deutschen Historikern des 19. Jahrhunderts zählt. Er machte sich als Prähistoriker, mecklenburgischer Altertumsforscher, Großherzoglicher Archivar, Bibliothekar und Konservator zu Schwerin sowie als Redakteur und Publizist einen Namen.
Quelle:
http://www.mvregio.de/mvr/134668.html

" .... Max Planck, der in Berlin ausgebombt worden war, wobei auch sein wissenschaftliches Archiv verbrannte, kam als alter Mann 1945 bei Verwandten in Göttingen unter, musste dort in bescheidenen Verhältnissen leben. ....."
Quelle:
http://www.all-in.de/nachrichten/deutschlandundwelt/reportagen/art6290,329323
" .....sein Haus im Grunewald mit seinem persönlichen Archiv wurde Anfang 1944 bei einem Bombenangriff zerstört ....."
Quelle:
http://www.heise.de/newsticker/Der-Humanist-der-Physik-zum-150-Geburtstag-von-Max-Planck--/meldung/106776

http://www.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00002880/images/index.html?id=00002880&no=5&seite=5

Zum Digitalisat siehe:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/BEITRAG/essays/grkl0500.htm#a32

Vor 10 Jahren habe ich den Vortrag gehalten, gedruckt ist er bis heute nicht, aber vergleichsweise oft als Internetpublikation zitiert!

Nach den Meldungen

http://archiv.twoday.net/stories/4380259/
http://archiv.twoday.net/stories/4677510/
http://archiv.twoday.net/stories/4811555/

ist nunmehr auch eine Rezension in H-SOZ-U-KULT anzuzeigen:

Matthias Manke: Rezension zu: Lehr, Stefan: Ein fast vergessener "Osteinsatz". Deutsche Archivare im Generalgouvernement und im Reichskommissariat Ukraine. Düsseldorf 2007. In: H-Soz-u-Kult, 02.04.2008, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2008-2-006 .

Zitat:

Stefan Lehrs Studie ist eine äußerst solide Fleißarbeit mit Pioniercharakter, deren Verdienste nach Ansicht des Rezensenten vor allem im Folgenden bestehen: Erstens unterlag der „Osteinsatz“ keiner ideologiefreien und unmanipulierten Fachmethodik, wie – im Übrigen bei fachlich begründetem Widerspruch – noch auf dem 75. Deutschen Archivtag von nichtarchivischer Seite glauben gemacht werden sollte. In diesem Kontext sei zudem darauf hingewiesen, dass sich der sogenannte Archivschutz nicht auf den Osteinsatz und dieser wiederum nicht auf das GG und das RKU beschränkte, aber hier möglicherweise unproblematischer als in weiter nördlich gelegenen Gebieten oder als die Tätigkeit des Einsatzstabes Reichsleiter Rosenberg verlief. Zweitens kann das in Ansätzen erkennbare und durchaus zu honorierende Bemühen um Nationalitäten-Grenzen überwindende berufsständische Kollegialität nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Osteinsatz ein Verhältnis von Siegern und Besiegten, von Besatzern und Besetzten darstellte. In anderen Arbeiten bisweilen suggerierte, sich wesentlich unterscheidende Vorzeichen bei den archivarischen (Nord-)Westeinsätzen erscheinen daher wenig plausibel und harren insofern weiterhin einer objektiven Analyse. Drittens verdeutlicht der gesamte Band, dass nicht allein radikale Gesinnungsäußerungen oder Parteimitgliedschaften das nationalsozialistische Regime trugen und sein Funktionieren gewährleisteten. Es waren auch die alltäglichen anonymen Mitgestaltungsprozesse, in denen sogar eine zahlenmäßig kleine Gruppe wie die Archivare ihre Funktion und ihren Platz hatte, wahrnahm und ausfüllte.




Stadtarchiv Mühlhausen, alte Postkarte gefunden bei
http://arcana.twoday.net/stories/4823338/

Rainer Hering hat in der Abteilung Online-Rezensionen des Archiv fuer Sozialgeschichte das Buch: Ein fast vergessener "Osteinsatz" : deutsche Archivare im Generalgouvernement und im Reichskommissariat Ukraine von Stefan Lehr besprochen. Siehe http://library.fes.de/fulltext/afs/htmrez/80909.htm.

Siehe auch http://archiv.twoday.net/stories/4677510/

 

twoday.net AGB

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