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Kodikologie

Zum Stand der Arbeit:

http://www.hab.de/de/home/wissenschaft/forschungsprofil-und-projekte/katalogisierung-der-halberstaedter-handschriften/materialien.html

"Eine abschließende, den Bestand insgesamt würdigende und die einzelne Handschrift in diesem Kontext differenzierter und damit genauer beschreibende Darstellung wird erst im gedruckten Katalog veröffentlicht, der voraussichtlich 2015 im Verlag Harrassowitz erscheinen wird. " Das ist natürlich wieder nix. Forschungsergebnisse müssen OA verfügbar sind und nicht nur in Schmalspur-Form.

Neulich sah ich eine Meldung über das Angebot der Codices Vossiana via Brill. Zwei Pakete mit islamischen Handschriften aus dem gleichen Haus bespricht:

http://digitalorientalist.com/2015/10/05/comparing-digital-materials-from-leiden/

Diese Besprechung ist allzu anbieterfreundlich ausgefallen. Solche Bestände haben ohne Wenn und Aber Open Access zur Verfügung zu stehen. Wenn der Rezensent einen Preis von 25 Cent pro Seite als vernünftig ansieht, dann wird sollte man sich in Erinnerung rufen, dass qualitativ hochwertige Digitalisierung zu diesem Preis durchaus machbar ist. Also schon mit dem Verkauf einer einzigen Lizenz kann Brill seine Kosten wieder hereinholen. Das gibt einen Anhaltspunkt, welche skruppellosen Gewinne da auf Kosten der Public Domain möglich ist. Die Uni Leiden tut so, als ob sie Open Access unterstützt. Aber dann hätte sie nie und nimmer ihre Handschriftenbestände in die Hände einer profitgierigen Firma legen dürfen!

Ohne Signaturenliste mit Links sind die drei handschriftlichen Bände des Göttweiger Handschriftenkatalogs von 1844, online via

http://manuscripta.at/m1/kataloge.php

nur sehr mühsam zu benutzen. Eine genaue Auswertung dürfte einige Ergänzungen auch zu den deutschsprachigen Texten auf

http://www.handschriftencensus.de/hss/Goettweig

zulassen.

Cod 499 [rot] (428)
http://manuscripta.at/diglit/werl_1/0757
=
http://www.vhmml.us/research2014/catalog/detail.asp?MSID=3615

Die deutschsprachige Handschrift enthält zunächst die 'Ordinationes pro monialibus deutsch' des Johannes Rode, ²VL 8, 234 (drei nicht näher bezeichnete deutsche Handschriften mit Hinweis auf Becker: Rode, 1970, S. 52f., kein Nachweis im Handschriftencensus). Als Datierung gibt das Verfasserlexikon 1437 an. Das wäre dann auch der Terminus post quem für die Handschriftendatierung, die ins 15. Jahrhundert gehört.

Rodes GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=11910010X

Sodann eine deutschsprachige Regula Benedicti. Die Schreiberin nennt sich Bl. 74v: "Explicit regula sancti Benedicti per me Aleyden Nyenhus professa ad machabeos". Aleydis Nyenhus war also Benediktinerin, Profess-Schwester im Kölner Makkabäer-Kloster.

Nur wenige Handschriften sind aus diesem Kloster bekannt.

Aus Sigrid Krämer: Bibliothecae codicum medii aevi (Datenbank):

Berlin, SBPK, Germ. 2°1170 a. 1450 Ludolphus de Saxonia, Vita Christi (ndd.) Lit: *Verf. Lex. 5, 2. Aufl., 1985, S. 973.
1450
(?) Darmstadt, LB, 2698 s. XVI. Liber precum (lat.-ndd.); etc.
1550
Köln, Erzbischöfliche DiözesanB (olim DomB, Metropolitankapitel), 271 c. 1522/25 Geschichte des Klosters; etc. s compar Helias Mertz.
1522
Köln, Erzbischöfliche DiözesanB, (olim PfarrA von Groß-St. Martin), s.n. s. XVI. Liber chori
1550
Köln, Erzbischöfliche DiözesanB, (olim PfarrA von Groß-St. Martin), s.n. s. XVI. Liber chori; etc.
1550
Köln, StadtA, W 125 s. XV *(ca. 1500). Jacobus de Jüterbogk; etc. Lit: Vennebusch, Katal. Köln StadtA 4, S. 40f.
1500
Kopenhagen, Kgl. B, Thott. 4°522 s. XV. Vita s. Birgittae; etc.
1450
Paris, BN, Lat. 10161 s. XVI. Helias Marcaeus (Mertz), De s. Maccabaeorum martyrum; etc.
1550
(Nicht überprüft, mit Irrtümern Krämers ist zu rechnen.)

[Online ist Dombibliothek 271
http://www.ceec.uni-koeln.de/ceec-cgi/kleioc/0010/exec/katm/%22kn28-0271%22 ]

Später gehörte das Buch Schwestern "uff dem wert" bei Koblenz. Das können die Benediktinerinnen auf dem Oberwerth

http://www.klosterlexikon-rlp.de/mittelrhein-lahn-taunus/koblenz-oberwerth-benediktinerinnenkloster/archivalien-und-literatur.html

aber auch die Zisterzienserinnen auf dem Niederwerth sein.

http://archiv.twoday.net/stories/444867549/

***

Beim Blättern stieß ich auch auf Cod. 367, das Gerichtsbuch des Michael Pfullendorf, Sohn des Jos von Pfullendorf

http://archiv.twoday.net/stories/49601942/

Aber da kam ich zu spät, denn es gibt einen Aufsatz von 2015 über dieses wichtige Stück:

https://books.google.de/books?id=4a9UCgAAQBAJ&pg=PT42

#forschung
#histmonast

Stiftsbibliothek Melk Cod. 1767, eine wichtige Quelle nicht nur für die Melker Reform.

http://manuscripta.at/?ID=39944

http://www.bernhard-von-waging.uni-muenchen.de/projekt/diskurs/sermo/briefe/johannes-s/index.html

Schlitpachers GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=100966446

#histmonast

Der Cgm 9220 steht nun im Netz:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00104095/image_1

Siehe

Klaus Graf: Fiktion und Geschichte: Die angebliche Chronik Wenzel Grubers, Greisenklage, Johann Hollands Turnierreime und eine Zweitüberlieferung von Jakob Püterichs Ehrenbrief in der Trenbach-Chronik (1590). In: Mittelalter. Medieval Studies Blog vom 28. Februar 2015
https://mittelalter.hypotheses.org/5283

http://archiv.twoday.net/search?q=p%C3%BCterich


"Katalog der Handschriften der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol in Innsbruck, Teil 9: Cod. 801-950. Unter der Leitung von Walter Neuhauser bearbeitet von Petra Ausserlechner, Helmut Gritsch, Patrik Kennel, Walter Neuhauser, Alexandra Ohlenschläger, Claudia Schretter-Picker, Ursula Stampfer. Mit einem Beitrag von Maria Stieglecker. Katalog- und Registerband. (Österreichische Akademie der Wissenschaften, phil.-hist. Klasse, Denkschriften 479; Veröffentlichungen zum Schrift- und Buchwesen des Mittelalters II,4,9). Wien 2015.

Wie gewohnt finden Sie auf dem österreichischen Handschriftenportal manuscripta.at wieder ein Online-Verzeichnis der beschriebenen Handschriften mit Basisinformationen und Links zu online verfügbaren Beispielabbildungen."

In jüngster Zeit waren diese ÖAW-Publikationen dank der FWF-Förderung auch Open Access. Hat die Akademie eine andere Subventionierung gefunden, um Open Access zu umgehen?

Der Konstanzer Historiker Harald Derschka hat im Zuge der Ausstellung zum Konstanzer Konzil in zwei kürzeren Arbeiten mit den Wandbildern (Ordensdarstellungen) in der heutigen Konstanzer Dreifaltigkeitskirche befasst.

Konstruierte Vergangenheit. Die Wandbilder in der Konstanzer Augustinerkirche. In: Badisches Landesmuseum (Hg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Katalog. Stuttgart 2014, S. 136–137.

Die Wandbilder in der Konstanzer Dreifaltigkeitskirche (Augustinerkirche) – Entstehung, Wiederentdeckung und Deutung. In: Braun, Karl-Heinz u. a. (Hgg.). Das Konstanzer Konzil 1414–1418. Weltereignis des Mittelalters. Essays. Stuttgart 2013, S. 204–209.

Mir liegt nicht vor vom gleichen Autor:

Die Ordensdarstellungen in der Konstanzer Augustinerkirche: eine Gesamtschau der Männerorden aus der Sicht der Augustinereremiten. In: Jakobs, Dörthe (Hg.). Dreifaltigkeitskirche Konstanz (Kulturdenkmale in Baden-Württemberg 6). Lindenberg 2007, S. 26–33.

[Mir freundlicherweise postwendend vom Autor übermittelt. S. 26 werden die beiden deutschen Handschriften in Berlin und London erwähnt. Der Beitrag enthält eine ganze Reihe von Bildern aus der Georgenberger Handschrift.]

Der Südkurier berichtete 2011 über Derschkas Forschungen:

http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Historiker-lueftet-Geheimnisse;art372448,4997744

[Derschka konnte Unterlagen des 2006 verstorbenen Karl Suso Frank verwerten, zu deren Publikation dieser nicht mehr kam.]

Zur Kirche mit Bildern: Wikipedia.

Über die heute nur in entstellter Form enthaltenen Wandgemälde, die 1417 König Sigismund persönlich in Auftrag gab, gibt es bereits ältere Literatur.

Wingenroth/Gröbner 1908:

http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland1908/0082

Josef Gramm 1909 brachte Belege aus den Unterlagen des Reichserbkämmerers Konrad von Weinsberg bei.

https://archive.org/details/gramm_konstanz_augustiner

In Konstanz waren bis zu Derschkas Studien Hinweise auf zwei Danziger Handschriften Mar. F 286 und Mar. F 300

http://kpbc.umk.pl/dlibra/doccontent?id=52217&from=PIONIER%20DLF (Katalog der Handschriften der Marienkirche von Günther S. 379, 418)

durch Heinrich Finke

https://archive.org/stream/actaconciliicons04counuoft#page/n85/mode/2up

unbeachtet geblieben. Auch Adolar Zumkellner: Manuskripte von Werken der Autoren des Augustiner-Eremitenordens in mitteleuropäischen Bibliotheken (1966), S. 527 Nr. 1543 hatte auf die Danziger und die deutsche Fassung in London Arundel 6 aufmerksam gemacht.

Derschka beschreibt im Konstanzer Katalog wie oben S. 170 Nr. 85 die Handschrift in St. Georgenberg-Fiecht OSB in Tirol Cod. 133, die er nach 1417 datiert (eine genauere Datierung wäre wünschenswert, auf der Abbildung in den Essays S. 207 datiere ich die Bildunterschrift auf das 16. Jahrhundert). Bl. 85r-111r enthält 49 ganzseitige Abbildungen überwiegend von bendiktinischen und augustinischen Ordensgemeinschaften, die nach Derschka teilweise mit den Konstanzer Darstellungen übereinstimmen.

Die HMML-Beschreibung der Georgenberger Handschrift 133 findet man am schnellsten mit der Keyword-Suche genoalia auf

http://www.hmml.org/oliver.html

Die von Derschka nicht erwähnten Texte am Anfang der Handschrift auf Bischof Gebhard von Konstanz könnten auf eine Entstehung im Bodenseeraum hindeuten. Man habe anlässlich des Konstanzer Provinzialkapitels der Benediktiner 1417 in großer Schrift an das Petershauser Portal geschrieben, dass 6600 Benediktinerklöster existierten, referiert Derschka aus einem anderen Text des Codex (Bl. 74r-v). Ohne Kenntnis der Handschrift vermag ich nicht zu sagen, was es mit der Aufzählung der benediktinischen Gemeinschaften und ihres Habits "in der Reihenfolge der entsprechenden Abbildungen" auf sich hat. Bl. 74r-v gehört aber zu einem ganz anderen Text "De dignitate et magnificentia Ordinis Sancti Benedicti", den HMML etwas kryptisch Christoph Lieb abspricht. In neueren Katalogen gilt der Melker Benediktiner Lieb (aus Isny, nicht Isen!) aber sehr wohl als Autor.

http://archiv.twoday.net/stories/1022484972/

Literaturangaben und Abbildung der ersten Seite des Lieb-Texts in der Bonner Handschrift S 1966 bietet:

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31275356

Jedenfalls mehr als die Analecta Bollandiana 1896:

https://archive.org/stream/analectabolland01bollgoog#page/n96/mode/2up

Abgesehen von den Melker Handschriften und der Bonner kenne ich Augsburg, StuSB, 2° Cod. 203 und ein Fragment in der UB Augsburg II. 1. 4°. 3.

Keine Erwähnung findet bei Derschka 2013/14 [wohl aber 2007!] die deutschsprachige Überlieferung in der bereits genannten Londoner Handschrift Arundel 6 und der von mir während der Vorbereitung meiner Promotion eingesehen Berliner Handschrift mgf 696, die der Londoner sehr nahe steht.

Derschka hätte die Studie von

Marie-Luise Heckmann, Der Deutsche Orden und die 'Goldene Bulle' Kaiser Karls IV. Mit einer Vorbemerkung zur Herkunft der Quaternionen, in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 52 (2006), S. 173-226

nicht übergehen dürfen, die mir die Autorin freundlicherweise vor Jahren übersandt hat. Teilweise online:

https://books.google.de/books?id=H5AadO5iZEsC&pg=PA178

Heckmann neigt zu Überinterpretationen, eine Deutschordens-Provenienz beider Handschriften ist nicht glaubhaft gemacht. Sie nennt zum Martinus Polonus deutsch und zu den Flores temporum deutsch nicht die relevante Literatur, nämlich meine Dissertation 1987, S. 193

https://books.google.de/books?id=pcvWAAAAMAAJ&pg=PA193

Die Überlieferung des deutschen Martin von Troppau hatte ich 1994 zusammengestellt:

Klaus Graf, Rezension zu: Rudolf Kilian Weigand, Vinzenz von Beauvais. Scholastische Universalchronistik als Quelle volkssprachiger Geschichtsschreibung (Germanistische Texte und Studien 36), Hildesheim 1991, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 116 (1994), S. 491-497, hier S. 496, Anm. 17
http://www.digizeitschriften.de/dms/resolveppn/?PID=PPN345203720_0116%7Clog83

Inzwischen überholt durch:

http://www.handschriftencensus.de/werke/981

Berlin, SB, mgf 696, Bl. 411ra-411va: "Hie hebt sich an die zal der gaistlichen orden die der romisch kunig Sigmund hat lassen malen zw Costnitz in der kirchen zu den augustinern".

Zur Handschrift:

http://www.handschriftencensus.de/4402

Degering
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0603a_b077_jpg.htm

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31250648,T

Der Einband legt eine Herkunft der im 3. Viertel 15. Jh. (nicht vor 1459) geschriebenen Handschrift aus Nürnberg nahe.

Im Textbestand stimmt mit Mgf 696 teilweise überein British Library Arundel 6, die auch das Konstanzer Stück enthält.

Arundel 6
http://www.handschriftencensus.de/5401

Priebsch
https://archive.org/stream/priebschhandschr02goog#page/n53/mode/2up

Handschriftenarchiv
http://www.bbaw.de/forschung/dtm/HSA/700379340006.html

Während mich selbst das Quaternionengedicht von 1422

https://de.wikisource.org/wiki/Spruch_vom_R%C3%B6mischen_Reich_aus_dem_Jahre_1422

am meisten fesselt, ist die übrige Forschung vor allem an dem Bericht über eine Kaufmannsreise von Venedig nach Beirut 1434 interessiert. Dies trug dem Schreiber der Handschrift, der am Ende dieses Berichts mit der Jahreszahl 1460 sich nennt ("per me Johannem Schumann de Lutzenburg") einen Artikel im Verfasserlexikon ein. Dietrich Huschenbett (²VL 8, 1992, Sp. 875f.) musste allerdings konzedieren, dass die große Zeitspanne zwischen Reise und Bericht eher gegen eine Verfasserschaft Schumanns spricht.

GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=103130217

Digiberichte
http://www.digiberichte.de/travel.php?ID=24&N=D&suchen1=Anonymus&Vollname=Anonymus

Mehrfach ging Celestina Milani auf den Text ein, etwa
Celestina Milani: Seereise nach Beirut' (A. 1434): nomi e cose. In: Il nome nel testo 4 (2002), S. 137-155
http://riviste.edizioniets.com/innt/index.php/innt/article/viewFile/9/9

Schreibsprache ist bairisch oder nordbairisch. Huschenbett erwägt nach Meisch als Herkunftsort Schumanns Lutzenburg bei Neumarkt in der Oberpfalz, Lutzenburg bei Kirchheim/Schwaben oder auch Lützelburg nordwestlich von Augsburg. Auch ohne Frau Krämer zu fragen (die mir meiner Erinnerung nach den Hinweis auf die Metzer Handschrift gab) hätte Huschenbett in den "Colophons" einen zweiten Codex des gleichen Schreibers finden können. Bis es 1944 zerstört wurde, befand sich in der Stadtbibliothek Metz das Ms. 374 aus der Kartause Rettel (oder Rethel, zu ihr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Rettel
https://books.google.de/books?id=Q7Y5Z1RuOIgC&pg=PA472 ), eine Predigtsammlung, geschrieben 1470 von Schuman:

"Expliciunt sermones hyemales Cœserveldie prioris Hollandie, ordinis Chartusiensis, scripti per Johannem Schuman, in Lutzenburgo, anno Domini m. cccc. lxx., in die sancti Silvestris, circa horam nonam de mane."

Beschreibungen:

https://books.google.de/books?id=jqhLAAAAMAAJ&pg=PA275
http://ccfr.bnf.fr/portailccfr/jsp/index_view_direct_anonymous.jsp?record=eadcgm:EADC:D05011079
http://bm.metz.fr/iguana/www.main.cls?sUrl=search#RecordId=1.28495

Schreibsprache hin oder her, dieses Zeugnis spricht doch sehr dafür, dass Schumann aus Luxemburg und nicht aus Süddeutschland stammt.

Heckmann listet S. 178f. Anm. 20 den Inhalt in beiden Handschriften des "Index ordinum religiosorum deutsch" (Titelbildung in Anlehnung an Kunzelmann) auf:

"Nach: Berlin, Staatsbibliothek PK: Ms. germ. Fol. 696, fol. 406r (alt 407r); London, British Library; Arundel 6 Plutarch CLXI-IID, fol. 40r; waren unter anderem folgende Orden in der Augustinereremitenkirche dargestellt:
Templer, Spitalorden vom Heiligen Geist, Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap (dép. Marne; arr. Épernay), Kauliten, Mercedarier, Gilbertiner, Wilhelmiten, Benediktiner, Schottenklöster, Zisterzienser, Ambrosianer, Cölestiner, Kamaldulenser, Grammotenser, Kartäuser, Vallombrosaner, Mönche von Fontevrault, katholische Humiliaten, Ritterorden von Calatrava, evtl. Ritterorden von Alcántara, Floriazenser, Eremiten von Fonte Avellana, evtl. Reformzisterzienserinnen, Zisterzienserinnen, Olivetaner, Klarissen, (Franziskaner-) Spirituale oder (Franziskaner-) Observanten,
Karmeliter, orientalische Mönche (Antoniter), orientalische Mönche (Basilianer), Augustiner-Eremiten, Augustiner-Chorherren,
Dominikaner, Johanniter, Pauliner, Prämonstratenser, Spitalorden vom heiligen Antonius, Spitalorden vom heiligen Lazariten, evtl. abermals Mönche von Saint-Jacques-de-Haut-Pap, evtl. Magdalenen, Kreuzherren mit rotem Stern, Birgitten, Eremiten von Pulsano."

Mich hatte der von Sigismund direkt veranlasste Konstanzer Bilderzyklus auch deshalb interessiert, weil sowohl in der Berliner als auch in der Londoner Handschrift das Quaternionensystem der Reichsverfassung wiedergegeben wird, in dem ich ja 1993 eine historisierende Spekulation von Herolden aus der Zeit Sigismunds vermutete.

http://periodika.digitale-sammlungen.de/bdlg/Blatt_bsb00000333,00194.html

Was Heckmann über den Ursprung der Quaternionen schrieb, überzeugt mich nicht. Sowohl bei den Quaternionen als auch in der Auflistung der religiösen Gemeinschaften - visuell in der Augustinerkirche, literarisch in den Handschriften auf Latein und Deutsch - ist die Faszination von "Ursprung und Herkommen"

http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1137987

deutlich zu greifen. "Sequitur de institucione religionum et exordio earundem", heißt es in Danzig Mar. F 286.

Der Konstanzer Ordenskatalog setzt ein intensives historisches Interesse voraus, auch wenn durch das Zusammenströmen von Kirchenvertretern aus der gesamten christlichen Welt während des Konzils die Recherche sicher erleichtert war. Der Konstanzer Ordenskatalog ist ein einzigartiges Zeugnis über die Gemeinschaftsbildung der religiösen Orden mit Blick auf ihre Ursprünge. Die Konstanzer Augustiner stellten nicht nur das Quartier des Königs, sie konnten ihre Regel auf hl. Augustinus zurückführen, der daher mehrfach prominent auf den Wandbildern erscheint. Das Denkmal feiert die Vielfalt der christlichen Orden, aber auch das "Herkommen" der augustinischen Familie.

Es wäre wünschenswert, wenn die hier genannten handschriftlichen Zeugnisse nicht nur ediert, sondern auch im Netz frei zugänglich präsentiert würden.

#forschung
histmonast

KN DFK Innenraum-02-Suedwand.JPG
KN DFK Innenraum-02-Suedwand“ von User:Fb78 - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.


Das http://archiv.twoday.net/stories/6360759/ angezeigte PDF mit OCR ist aus dem Netz genommen worden und nur noch auf

http://web.archive.org/web/20131204141420/http://www.hlb-wiesbaden.de/media/File/altbestand/Zedler-Handschriften.pdf

zugänglich.

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bav_pal_lat_964

Die Handschrift ist zwar kein Autograph, steht aber Trithemius sehr nahe, denn Rom, BAV, Cod. Vat. Pal. lat. 964, Bl. 3 r–189 r wurde 1528 abgeschrieben von Frater Petrus in Sponheim für Herzog Johann von Bayern.

Leider nicht verlinkt ist die moderne Beschreibung von 1999:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/walz1999/0137

Lehmann in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961, S. 36 nennt die Handschrift irrig als Abschrift der Hirsauer Chronik des Trithemius.

http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf

Als Abdruck liegt bisher nur vor die Ausgabe von Marquard Freher 1601 vor (Opera historica Bd. 2, S. 236-435).

http://www.dilibri.de/rlbdfg/content/pageview/385335

Eine deutsche Übersetzung legte Carl Velten 1969 vor (Selbstverlag).

Zum Inhalt der mit dem Jahr 1509 endenden Chronik des Klosters Sponheim ist zu vergleichen Klaus Arnold in seiner exzellenten Trithemius-Monographie (2. Auflage 1991), nun auch online:

http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/159

Siehe auch

http://www.geschichtsquellen.de/repOpus_04456.html

ÜBERLIEFERUNG NACH KLAUS ARNOLD

Klaus Arnold gibt im VL Humanismus 2 (2013), Sp. 1089-1121 die derzeit maßgebliche Überlieferungsübersicht. Zitiert nach der Verfasserdatenbank und angereichert mit eigenen Hinweisen, die jeweils unter dem Text von Arnold stehen. Weggelassen ist die bereits oben genannte vatikanische Handschrift. Die Nummerierung stammt von mir.

[1] Würzburg, UB, M. ch. f. 126, 4 r–124 r (Autograph; endet 1509 mit S. 432 der Opp. hist.)

Der Handschriftenkatalog

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0083_b110_JPG.htm

registriert im letzten Teil erhebliche Unterschiede zur Druckausgabe.

[2] München, [BSB,] Cgm 2845 (um 1633)

Gern wüsste man, wo in dem 951 Seiten umfassenden Dossier zur pfälzischen Geschichte vom 15. bis zum 18. Jahrhundert (so Birgit Studt: Späte Handschriften, S. 284f.

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:25-opus-43922 ) das Werk des Trithemius steht. Unzulängliche Inhaltsangabe von Schmeller

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008214/image_327

[3] Giessen, UB, Cod. 573 (17./18. Jh.)

Nach Adrian S. 175

http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2006/3169/

auf Bl. 2r-21v nur ein Auszug (bis Ausgabe S. 248)

[4] Brno (Brünn), Státni Archív, Nemecky Historicky Spolek, Cod. 491 (17. Jh.)

Ich war nicht imstande, hier ohne tschechische Sprachkenntnisse etwas Näheres im Netz herauszufinden. Es scheint sich um einen Bestand eines historischen Vereins zu handeln.

[5] El Escorial, Real Monasterio de San Lorenzo el Escorial, Cod. G II 8 (Anfang 16. Jh.)

Katalog von 1911

http://www.archive.org/stream/catlogodelosc02escouoft#page/244/mode/2up

Wesentlich ergiebiger als der von Arnold: Trithemius 2. Auflage 1991 S. 245

http://www.yumpu.com/de/document/fullscreen/26756704/arnold-trithemius-1991/257

mit falscher Seitenzahl 258 genannte Dreizeiler im Neuen Archiv 6 (1880), S. 248.

http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PID=PPN345858530_0006|log27&physid=phys262#navi

Der moderne OPAC des Escorial hat keine Permalinks, enthält aber eine Beschreibung nach dem alten Katalog von 1911 und bestätigt die Datierung Anfang 16. Jahrhundert

http://rbme.patrimonionacional.es/ (Suche nach Trithemius)

Schon Paul Lehmann gab in seinen "Merkwürdigkeiten" 1961 die Datierung und vermutete mit Fragezeichen sogar ein Autograph (S. 30).

http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/b/b004086.pdf

[6] Karlsruhe, Bad. LB, Cod. R 4, 1r–325 r (16. Jh.)

Rastatt 4 ist noch nicht online. Der Einband ist 1573 datiert, was einen Terminus ante quem für die Entstehung der Handschrift liefert: nicht nach 1573.

http://digital.blb-karlsruhe.de/blbihd/content/pageview/4121

[7] Hamburg, SUB, Cod. hist. 60, 18 r–410 r (2. H. 16. Jh.)

Die Hamburger Handschriftenkataloge sind bekanntlich nicht online. Hier Brigitte Lohse 1968. Früher eine Uffenbach-Handschrift. Nachweise bei Kristeller:

https://books.google.de/books?id=5uNKg6KXbxsC&pg=PA553

[8] Stuttgart, Württ. LB, Cod. hist. fol. 398 (16. Jh., aus Großkomburg)

Katalog Heyd:

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/264960

Die Datierung kann mittels der Wasserzeichen auf ca. 1576/78 präzisiert werden.

http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE8100-CodHist2398_999

[9] Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibl., Cod. Fol. 80, 1r–301r (17. Jh.)

Nach Bushey

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0568_b205_jpg.htm

schon um 1600. Text weiche von der Ausgabe ab. Der Text endet nach dem Weimarer Katalog erst Bl. 301v.

[10] Darmstadt, ULB, Cod. 1406, 1r–67 r (17. Jh.)

Zu dieser Handschrift gibt es nichts online.

[11] Wien, ÖNB, Cod. 3381, 90 r–91v (16. Jh., Auszug)

Dies ist zweifellos das spannendste Exzerpt. Bei

http://manuscripta.at/?ID=12270

und in der Handschriftendokumentation fehlt die wichtigste Studie zu diesem Band, nämlich die von König in den Forschungen zur deutschen Geschichte 1880

https://archive.org/stream/ForschungenZurDeutschenGeschichte20/ForschungenZurDeutschenGeschichte20-1880#page/n63/mode/2up

Nicht wesentlich über König hinaus führt Markus Müller: Spätmittelalterliche Bistumsgeschichtsschreibung (1998), S. 19, 23f.

Unergiebig und fehlerhaft ist:

http://www.geschichtsquellen.de/repPers_100947298.html

Insbesondere der Hinweis auf FWE Roth, der nichts Eigenes beisteuert, ist verfehlt.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a5/Roth_deutsche_geschichtsblaetter.pdf (S. 72)

Es wäre an der Zeit, den Codex ohne die Vorurteile des 19. Jahrhunderts zu beleuchten, denn der "Jacobus de Moguntia historiographus", der im wesentlichen den Band bis 1522 schrieb (nicht nur die Mainzer Chronik " Chronicon urbis Moguntinae ab a. 399 usque ad a. 1514" ist ein Autograph!), war einer der "reisenden Historiker" (Eheim über Sunthaim) der Maximilianszeit, denn er weilte offenbar zu Quellenstudien in den Benediktinerklöstern Ettal 1500 und Weingarten 1509. Schon die Übersicht aus den "Tabulae" zeigt die Fülle der alten Quellen, die er sich verschafft hatte. Die ÖNB folgt Krämers Handschriftenerbe hinsichtlich der Provenienz Mainz St. Jakob OSB.

Bei Krämer heißt es in der Rauner-Datenbank (erweitertes Handschriftenerbe):

s. XVI. Jacobus de Moguntia, Chronicon s Wolfgang Trefler. Lit: *Schillmann, S. 6; B. Bischoff, mündlich.

Schillmann führt nicht weiter:

https://archive.org/stream/BeihefteZumZentralblattFuerBibliothekswesen43#page/n13/mode/2up

Die Handschrift enthält ein Stück von Wolfgang Trefler, aber dieser 1521 gestorbene Bibliothekar und Literaturhistoriker des Mainzer Jakobsklosters kann ja nicht der Hauptschreiber sein. Ausgeschlossen ist es freilich nicht, dass er Einträge im Codex gemacht hat.

Die mündliche Mitteilung Bischoffs könnte sich auf die Provenienz oder den Schreiber Trefler bezogen haben. Mit dem Jakobsberg und der Zeit um 1520 kommen wir aber in allernächste Nähe des Jakobsberger Mönchs Hermann Piscator (gestorben 1526), der wie Jacobus historiographus an einer Chronik der Stadt Mainz schrieb. Uta Goerlitz hat in ihrer Studie "Humanismus und Geschichtsschreibung" den Wiener Cod. 3381 nur im Quellenverzeichnis genannt, aber nirgends sonst zitiert, obwohl diese Handschrift für ihre Arbeit außerordentlich wichtig gewesen wäre!

Nicht ausschließen möchte ich, dass "Jacobus" ein Pseudonym ist. Dass ein geschichtsbewusster Benediktiner des Jakobskloster der Sammler der Wiener Handschrift ist, ist eine Vermutung, die mich durchaus anspricht. Zu tollkühn wäre zum jetzigen Zeitpunkt ohne genauen Vergleich mit dem immer noch ungedruckten Werk von Piscator eine Identifizierung mit Piscator.

Goerlitz S. 243-245 stellt die Sponheimer Chronik des Trithemius als eine der Hauptquellen des Piscator vor und betont, dass es wohl schwierig gewesen sei, an ein Exemplar des Werks zu kommen. Angesichts der engen Beziehungen zwischen dem Mainzer und dem Sponheimer Kloster wird man diese Schwierigkeit nicht überschätzen dürfen. Nun war aber die Sponheimer Chronik nach Königs Feststellungen auch eine Hauptquelle für "Jakob von Mainz", der sogar den Prolog seines Werks von Trithemius geklaut hat.

Goerlitz hat zwar eine Reihe von Themen aus ihrer Piscator-Arbeit ausgebaut, aber auf Cod. 3381 ist sie meines Wissens nie zurückgekommen. Wenn die Hypothese zutrifft, dass die Wiener handschrift aus St. jakob stammt und "Jacobus" nicht identisch mit Hermannus ist, schrieben um 1500 zwei höchst quellenkundige Benediktiner in diesem Kloster gleichzeitig an einer Mainzer Geschichte. Weitere Erforschung ihres Verhältnisses ist dringend erwünscht!

[12] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 661 (17. Jh.: Extractus e Trithemii Chronico Sponheimensi, nach dem Druck).

Nach Klein S. 234 17./18. Jh.

https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA234

[13] Dt. Übers.: München, Clm 1824, 43 r–90 v (Auszüge, 17. Jh.).

Alter Katalog:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00008251/image_303

NICHT BEI ARNOLD:

[14] Berlin, SB, Ms. lat. fol. 310

Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense. Mit Ergänzungen bis 1526 (Druckabschrift). 1. Drittel 17. Jh. · II + 290 Blatt · 33 × 20,5 · Rheinland. Provenienz: Franziskanerkloster Maria von den Engeln Brühl.

Beschreibung:

http://www.manuscripta-mediaevalia.de/dokumente/html/obj31278424

Zu den Wasserzeichen:

http://www.wasserzeichen-online.de/?ref=DE0960-Mlf310_Ir (und weitere)

[15] Karlsruhe, Generallandesarchiv, Abt. 65, Nr. 237, Bl. 27r-50v

Auszüge 18. Jahrhundert (wahrscheinlich Druckabschrift). Siehe Klein S. 226

https://books.google.de/books?id=W_BRwrSennUC&pg=PA226

[16] Zweibrücken, [Bipontina, Hs 12 B]

https://books.google.de/books?id=EfsVAQAAIAAJ&q=trithemius
(bzw. Suche nach Sponheimense)

Das PDF aus Svensson hat die Bipontina wieder aus dem Netz geworfen, und ich finde die alte URL nicht, um im Internet Archive danach zu fahnden. Die es ersetzende HANS-Datenbank ist offline!

[Nachträglich fand ich:

http://web.archive.org/web/20070610110758/http://217.198.244.66:8080/hans/bipontina-svensson-katalog.htm

Hs 12 B Johannes Trithemius: Chronicon Sponheimense, lat.

Abschrift, evt. im Auftrag des Pfalzgrafen Karl zu Birkenfeld. Druck: TRITHEMII OPERA HISTORICA, ED. MARQUARD FREHER. BD. 2. FRANKFURT A. M. 1601. S. 236-435. Letzter Paragraph dieser Hs unterscheidet sich vom Druck: (203r-203v) steht Anno 1526 Nicolaus abbas Sponheimensis […] praesentibus notariis & testibus incepere statt MDXXVI / De Johanne […] Dei nomine incepit. Zum Verf. Wegele, in: ADB 38 (1894) S. 626-630.

16. Jh., letztes Drittel · 203 Bl. · 31,5 × 21 · Mehrere Hände · Koperteinband d. Zeit, darin nicht identifizierbare hs Fragmente d. 16. Jh.s · Aus der Bibliothek des Pfalzgrafen Karl in Birkenfeld, (1r) undatierter Besitzeintrag, VD innen Zur furstl. bibliothec Birckenfeld gehorig. Z. T. antikatholische Randglossen (VD innen, fol. 70r, 159r). Katalog Birkenfeld Hist 2° 62, Katalog 1829 Nr. 821." ]

ZUSAMMENFASSENDE BEMERKUNGEN

Vom beginnenden 16. Jahrhundert bis zum 18. Jahrhundert wurde die Sponheimer Chronik aus landesgeschichtlichem und allgemein historischem Interesse abgeschrieben und exzerpiert. Es gab womöglich mehr Druckabschriften in der Überlieferung des 17./18. Jahrhundert, als oben vermerkt, denn Arnold dürfte nicht jeden Textzeugen daraufhin überprüft haben. Mit zunehmender Erschließung der stiefmütterlich behandelten frühneuzeitlichen Handschriften, die mir hier besonders am Herzen liegen, dürfte sich die Zahl der Handschriften (oben: 16) noch erhöhen lassen.

Textkritischen Wert haben neben dem Autograph wohl nicht nur die ältesten Handschriften im Escorial und in der Vaticana, wie der Hinweis auf Abweichungen vom Druck bei der um 1600 datierten Weimarer Handschrift nahelegt.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die frühe Rezeption der Sponheimer Chronik um 1520 in Mainz bei Hermann Piscator und "Jakob von Mainz".

#forschung

#fnzhss


Die British Library hat aus Anlass von Halloween in ihren prächtigen Handschriftenbeständen gekramt.

http://britishlibrary.typepad.co.uk/digitisedmanuscripts/2015/10/things-that-go-bump-in-the-night.html


 

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