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Dass wir das noch erleben dürfen. Am 13. Dezember 2011 wurde doch tätsächlich - nach drei Jahren Pause - wieder ein Beitrag in die reichlich unbekannte altgermanistische Open-Access-Zeitschrift Perspicuitas eingestellt:

//www.uni-due.de/imperia/md/content/perspicuitas/moshoevel.pdf

Während wir hier eigentlich laufend Forschungsbeiträge zu Handschriftenfunden veröffentlichen, ist die entsprechende Rubrik - bis auf den Startbeitrag - gähnend leer. Professor Seidel schrieb 1999:

Handschriftenfunde - zur Rubrik
Wer mit mittelalterlichen Handschriften arbeitet, sei es zur Vorbereitung einer Edition, sei es im Rahmen
überlieferungs- und textgeschichtlicher Untersuchungen, macht immer wieder Beobachtungen und Funde, die neben
seinem unmittelbaren Untersuchungsinteresse liegen. Man identifiziert mitüberlieferte Texte, man stößt auf
Parallelüberlieferungen, man findet Schreibernamen, Besitzereinträge, Provenienzhinweise und vieles andere. Solche
Funde können einen wichtigen Beitrag zur Kenntnis literarischer und überlieferungsgeschichtlicher Zusammenhänge
bilden, oft unterbleibt aber ihre Publikation, da es sich nur um eine knappe miszellenartige Notiz handeln würde oder
aber zeitaufwenige weitere Untersuchungen erforderlich wären, um den Fund in Zusammenhänge einzuordnen.
Die Rubrik "Handschriftenfunde" soll dazu dienen, sowohl solche kurzen Hinweise als auch vorläufige
Mitteilungen über Funde allgemein bekannt zu machen. So weit möglich soll der Zusammenhang zu den
einschlägigen Artikeln des Verfasserlexikons und zu Angaben in den Handschriftenkatalogen hergestellt werden;
hier wären auch die Einträge in der DBI-Datenbank zu berücksichtigen. Um eine schnelle Publikation zu
ermöglichen, sollte ein Verfasser deutlich machen, ob er selbst eine weitergehende Untersuchung plant, er sollte
erkennen lassen, was er bereits zur Einordnung seines Fundes unternommen hat und wo weitere Nachforschungen
erforderlich sind. Ziel der Rubrik ist es, noch unbekanntes Material bekannt zu machen, auch wenn es noch nicht in
jedem Fall vollständig aufgearbeitet ist; falls ein Verfasser sich nicht die weitere Untersuchung vorbehält, können
andere Ergänzungen und weitergehende Untersuchungen liefern, so daß in einzelnen Fällen ein Handschriftenfund
zu einem kooperativen 'Work in progress' werden kann.


Das ist fein beobachtet und absolut zutreffend. Schade, dass nichts daraus geworden ist.

Da der Handschriftencensus keine Publikation von Miszellen ermöglicht, teile ich entsprechende Funde eben hier mit. Zumal sie hier viel mehr beachtet werden als in Perspicuitas.
 

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