Web 2.0
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Wissen, Dirk (2009): Ist der OPAC von morgen schon heute möglich?. In: LIBREAS.Library Ideas, Jg. 5, H. 2 (15)
http://www.libreas.eu/ausgabe15/texte/004.htm
Incipit:
Wissen Sie, wie sich zukünftig Bibliografien, Kataloge und OPACs bedienen lassen? Wenn wir über die Zukunft von Bibliografien, Katalogen und OPACs nachdenken, denken wir dann zunächst an Medienverzeichnisse oder an offene, kommunikative Webportale, die es jedem ermöglichen, sich nach Art des Web 2.0 an der Erfassung der bibliografischen Daten zu beteiligen? Wenn wir mediale Internetangebote des Web 2.0 genauer betrachtet, bieten diese mehr als lediglich die Verzeichnung von Medien. Es zeigt sich, dass angesichts aktueller Entwicklungen in Richtung Web 2.0 die Frage neu gestellt werden sollte, in welcher Form zukünftig mediografische Portale ihren Nutzen haben könnten. Beispielsweise könnte ein OPAC 2.0 jedem Interessenten einen individuellen Zugang zu einem Informationsraum offerieren, der sich funktionell ganz den eigenen Bedürfnissen und Wünschen des Bibliotheksnutzers anpasst und nicht nur Zugang zu Informationen ermöglicht, sondern auch vollmedialen Zugriff, inhaltliche Verweisfunktionen, erweiterten Service sowie Kommunikationsfunktionen.
Die Antwort lautet also, dass Archive und Bibliotheken mehr über mediografische Portale nachdenken sollten und nicht über Bibliografien, Kataloge und OPACs! Eine darauf folgend wichtige Frage ist, ob diese Portale sowohl inhaltlich als auch funktionell nicht nur unseren Archiv- und Bibliotheksnutzern mehr Service bieten, sondern auch einen höheren Zweck für Archive und Bibliotheken selbst darstellen?
Explicit:
Dirk Wissen ist Direktor der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder). Er studierte Bibliothekswissenschaft und Germanistik in Hamburg, Berlin und Wien. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Lese- und Literaturförderung sowie die Vermittlung von Informations-, und Medienkompetenz, Kooperationen mit Bildungs- und Kulturpartnern und Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelles Projekt ist die Koordination und Moderation der Fernsehsendung „Wissen trifft... – Das Kulturgespräch an der Oder”, eine Literaturvermittelnde Kulturveranstaltung.
http://www.libreas.eu/ausgabe15/texte/004.htm
Incipit:
Wissen Sie, wie sich zukünftig Bibliografien, Kataloge und OPACs bedienen lassen? Wenn wir über die Zukunft von Bibliografien, Katalogen und OPACs nachdenken, denken wir dann zunächst an Medienverzeichnisse oder an offene, kommunikative Webportale, die es jedem ermöglichen, sich nach Art des Web 2.0 an der Erfassung der bibliografischen Daten zu beteiligen? Wenn wir mediale Internetangebote des Web 2.0 genauer betrachtet, bieten diese mehr als lediglich die Verzeichnung von Medien. Es zeigt sich, dass angesichts aktueller Entwicklungen in Richtung Web 2.0 die Frage neu gestellt werden sollte, in welcher Form zukünftig mediografische Portale ihren Nutzen haben könnten. Beispielsweise könnte ein OPAC 2.0 jedem Interessenten einen individuellen Zugang zu einem Informationsraum offerieren, der sich funktionell ganz den eigenen Bedürfnissen und Wünschen des Bibliotheksnutzers anpasst und nicht nur Zugang zu Informationen ermöglicht, sondern auch vollmedialen Zugriff, inhaltliche Verweisfunktionen, erweiterten Service sowie Kommunikationsfunktionen.
Die Antwort lautet also, dass Archive und Bibliotheken mehr über mediografische Portale nachdenken sollten und nicht über Bibliografien, Kataloge und OPACs! Eine darauf folgend wichtige Frage ist, ob diese Portale sowohl inhaltlich als auch funktionell nicht nur unseren Archiv- und Bibliotheksnutzern mehr Service bieten, sondern auch einen höheren Zweck für Archive und Bibliotheken selbst darstellen?
Explicit:
Dirk Wissen ist Direktor der Stadt- und Regionalbibliothek Frankfurt (Oder). Er studierte Bibliothekswissenschaft und Germanistik in Hamburg, Berlin und Wien. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Lese- und Literaturförderung sowie die Vermittlung von Informations-, und Medienkompetenz, Kooperationen mit Bildungs- und Kulturpartnern und Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelles Projekt ist die Koordination und Moderation der Fernsehsendung „Wissen trifft... – Das Kulturgespräch an der Oder”, eine Literaturvermittelnde Kulturveranstaltung.
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Wikis Und Blogs Als Neue Wissenschaftliche Arbeitsinstrumente
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Richard Heigl hat dankenswerterweise (!) seine Präsentatation zur Verfügung gestellt. Für Archive ist die Vorgehensweise für den Eintritt in die Web 2.0-Welt als Modell interessant; mir fehlen allerdings für Archive die "Publikationstools wie Wikimedia, youtube, flickr, Podcasts etc. und die Instrumente des "community building wie z. B. Twitter, facebook etc.
Ferner betont die Verortung der "Archivalien" in den von Heigl skizzierten, neuen Publikationszyklen die Bedeutung der Archive in der Welt des geschichtswissenschaftllichen Web 2.0.
Wolf Thomas - am Montag, 19. Oktober 2009, 07:20 - Rubrik: Web 2.0
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Erste "Siegener Thesen" finden sich im Wiki von hist.net zum nachlesen und diskutieren.
Wolf Thomas - am Sonntag, 18. Oktober 2009, 22:13 - Rubrik: Web 2.0
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" .... Auch Wolf geht auf die Frage ein, wie es nun mit den Ideen und auch dem Schwung, der durch die Tagung in die Diskussion gekommen ist, weiter gehen soll. Rüdiger Hohls hat auf der Tagung bemerkt, der Ball liege nun bei den Veranstaltern. Wir hoffen dass sie den blogosphärischen Steilpass aufnehmen und den Ball weiter rollen lassen. ...." - so der höflich-zurückhaltende Ausblick Peter Habers.
Als archivischer Zaungast steht es mir eigentlich nicht zu - vor allem, solange die eigene Archivwelt ihre Web 2.0-Hausaufgaben auch noch nicht einmal ansatzweise erledigt - konkretere "Forderungen" zu formulieren.
Bleibt man bei der sinnvollen, breiten Anlage der "Startveranstaltung"- also quasi das Motto " Geschichtswissenschaften im Web 2.0-Zeitalter" - , scheinen mir Folgeveranstaltungen in diesen Themebereichen sinnvoll:
1) Historiographisches Arbeiten im Web 2.0 (Schlagworte: digitalen Forschungsumgebung (H-Desk), Expertensysteme, hypertextuelles Schreiben, Visualisierung ....), daraus folgend:
2) "Digital historian" als curriculare Herausforderung
3) Web 2.0 und Public history, .......
4) Geschichtswissenschaften und Archive gemeinsam ins Web 2.0-Zeitalter.
Für den letzten Punkt stelle ich mich gerne als Ansprech- und Kooperationspartner zur Verfügung.
Aus "Lokalpatriotismus" und der ausnehmend guten, offenen und konstruktiven Tagungsatmossphäre wegen hätte ich nichts gegen Siegen als "immerwährenden" Tagungsort. Sobald die Web 2.0-Möglichkeiten einer Tagungsdokumentation genutzt werden (z. B Live-Stream, Twitter, Flickr, slideshare, Blog, youtube), ist doch der Ort einer Tagung beinahe unerheblich, oder?
Als archivischer Zaungast steht es mir eigentlich nicht zu - vor allem, solange die eigene Archivwelt ihre Web 2.0-Hausaufgaben auch noch nicht einmal ansatzweise erledigt - konkretere "Forderungen" zu formulieren.
Bleibt man bei der sinnvollen, breiten Anlage der "Startveranstaltung"- also quasi das Motto " Geschichtswissenschaften im Web 2.0-Zeitalter" - , scheinen mir Folgeveranstaltungen in diesen Themebereichen sinnvoll:
1) Historiographisches Arbeiten im Web 2.0 (Schlagworte: digitalen Forschungsumgebung (H-Desk), Expertensysteme, hypertextuelles Schreiben, Visualisierung ....), daraus folgend:
2) "Digital historian" als curriculare Herausforderung
3) Web 2.0 und Public history, .......
4) Geschichtswissenschaften und Archive gemeinsam ins Web 2.0-Zeitalter.
Für den letzten Punkt stelle ich mich gerne als Ansprech- und Kooperationspartner zur Verfügung.
Aus "Lokalpatriotismus" und der ausnehmend guten, offenen und konstruktiven Tagungsatmossphäre wegen hätte ich nichts gegen Siegen als "immerwährenden" Tagungsort. Sobald die Web 2.0-Möglichkeiten einer Tagungsdokumentation genutzt werden (z. B Live-Stream, Twitter, Flickr, slideshare, Blog, youtube), ist doch der Ort einer Tagung beinahe unerheblich, oder?
Wolf Thomas - am Samstag, 17. Oktober 2009, 17:39 - Rubrik: Web 2.0
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Linkliste:
Rückblick aus docupedia-Sicht
Nachlese(n) auf weblog.histnet.ch: Teil 1, Teil 2, Teil 3
R. Heigl blickt für die Kritische Geschichte auf die Tagung. Seine Präsentation findet sich als PDF hier.
Rückblick aus docupedia-Sicht
Nachlese(n) auf weblog.histnet.ch: Teil 1, Teil 2, Teil 3
R. Heigl blickt für die Kritische Geschichte auf die Tagung. Seine Präsentation findet sich als PDF hier.
Wolf Thomas - am Mittwoch, 14. Oktober 2009, 20:25 - Rubrik: Web 2.0
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Zum Abschluss der Tagung wurde über das weitere Vorgehen diskutiert. Die Veröffentlichung der "Siegener Thesen" auf HSozKult darf die Archivzunft mit einem mulmigen Gefühl entgegensehen. Denn nicht nur die dezidiert vorgetragenen "Baustellen" Sahles, auch die von Haber bereits auf dem Regensburger Archivtag erwähnte und in Siegen wiederholte Forderung nach einer jetzt noch fehlenden, digitalen Aktenkunde bedeuten für die Archivwelt eine weiteres Arbeitsfeld, um dass sich dringend gekümmert werden muss.
Während für die Erarbeitung der digitalen Aktenkunde sich der VdA-Arbeitkreis "Aktenkunde des 20. und 21. Jahrhunderts" als Ansprechpartner geradezu aufdrängt und eine schnellst möglich Kooperation angestrebt werden sollte, fehlt eine solche berufständische Institution für den Themenkomplex "Archive und Web 2.0".
Ein weiterer VdA-Arbeitskreis oder ein eigener BKK-Unterausschuss sind somit angezeigt. Archivische Web 2.0-Erfahrungen liegen nicht nur im Bundesarchiv vor. Auch andere Archive sind bereits tätig: sei es bei den verschiedenen WIkis (z. B. Karlsruhe) oder den ersten Versuchen mit "user generated content" (Coburg, Stuttgart), selbst ein institutionelles Weblog existiert bereits (Aachener Hochschularchiv).
Sollte dies nicht geschehen, bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichtswissenschaft mit großem Nachdruck ihre berechtigten Forderungen an die Archive heranträgt.
Warum diese Emotionalität? Ich verweise auf Glauerts Regensburger Vortrag, uns wächst eine Nutzerschicht heran, die mit großer Selbstverständlichkeit ihr Informationsbedürfnis im Web 2.0 stillen wird. Es ist an uns, Archive sowohl als vertrauenswürdige Informationslieferanten, als auch als kommunikative Netzwerke zu allen Fragen der Geschichte innerhalb des Archivsprengels für die schon baldigen Archivnutzer aufzubauen.
Müssen wir Angst haben und vorher alles bedenken ? Nein, "simply doing it and keep cool". Das Web 2.0 gibt gerade dem Unfertigen eine Chance. Fehler korrigieren nur zu gerne die "User".
Während für die Erarbeitung der digitalen Aktenkunde sich der VdA-Arbeitkreis "Aktenkunde des 20. und 21. Jahrhunderts" als Ansprechpartner geradezu aufdrängt und eine schnellst möglich Kooperation angestrebt werden sollte, fehlt eine solche berufständische Institution für den Themenkomplex "Archive und Web 2.0".
Ein weiterer VdA-Arbeitskreis oder ein eigener BKK-Unterausschuss sind somit angezeigt. Archivische Web 2.0-Erfahrungen liegen nicht nur im Bundesarchiv vor. Auch andere Archive sind bereits tätig: sei es bei den verschiedenen WIkis (z. B. Karlsruhe) oder den ersten Versuchen mit "user generated content" (Coburg, Stuttgart), selbst ein institutionelles Weblog existiert bereits (Aachener Hochschularchiv).
Sollte dies nicht geschehen, bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichtswissenschaft mit großem Nachdruck ihre berechtigten Forderungen an die Archive heranträgt.
Warum diese Emotionalität? Ich verweise auf Glauerts Regensburger Vortrag, uns wächst eine Nutzerschicht heran, die mit großer Selbstverständlichkeit ihr Informationsbedürfnis im Web 2.0 stillen wird. Es ist an uns, Archive sowohl als vertrauenswürdige Informationslieferanten, als auch als kommunikative Netzwerke zu allen Fragen der Geschichte innerhalb des Archivsprengels für die schon baldigen Archivnutzer aufzubauen.
Müssen wir Angst haben und vorher alles bedenken ? Nein, "simply doing it and keep cool". Das Web 2.0 gibt gerade dem Unfertigen eine Chance. Fehler korrigieren nur zu gerne die "User".
Wolf Thomas - am Dienstag, 13. Oktober 2009, 11:34 - Rubrik: Web 2.0
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