Parteiarchive
Patrick Deinzer ist vom Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung sehr angetan:
http://konservativ.hypotheses.org/41
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KlausGraf - am Mittwoch, 15. Mai 2013, 20:29 - Rubrik: Parteiarchive
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http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/cohn-bendits-paedophile-aeusserungen-danys-phantasien-und-traeume-12164560.html
Daniel Cohn-Bendit ist nicht interessiert, die Geschichte seiner pädophilen Äußerungen transparent zu machen. Sein Büro hat einen Archivbestand dazu mit der Überschrift „Pressekampagnen gegen Daniel Cohn-Bendit“ gesperrt - bis zum Jahr 2031. Im „Grünen Gedächtnis“ der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin befinden sich unter anderen Korrespondenzen zum Buch „Der Große Basar“, in dem Cohn-Bendit schilderte, wie Kleinkinder ihn im Hosenstall streicheln. In dem Archivmaterial seien auch Protest- und Solidaritätsbriefe von Eltern, sagte Archivleiter Christoph Becker-Schaum. Die Briefe reichen zurück bis 1975, sind aber in einem Band bis zum Jahr 2001 deponiert worden. Das bedeutet: Auch die Debatten um Cohn-Bendits Buch „Der Große Basar“ von 1975 sind damit für Forschung und Recherche blockiert - für dann insgesamt 60 Jahre, obwohl sie laut Archivgesetz längst zugänglich sein müssen. „Ich werde jetzt nicht jedes einzelne Blatt herausnehmen“, sagte Becker-Schaum der F.A.S., „die Akte wurde vom Büro Cohn-Bendit als eine Einheit angeliefert, also gilt die Sperrfrist des jüngsten Blatts darin.
Unabhängig, wie man zur kampagne gegen den Grünen-Politiker steht, finde ich es fragwürdig, sich auf das jüngste Blatt zu berufen. Üblich ist in Archiven, soviel ich weiß, meist das Gegenteil: Man gewährt Zugang - im Original oder durch Kopien - zu denjenigen Teilen der Unterlagen, die keinen Sperrfristen unterliegen.
Daniel Cohn-Bendit ist nicht interessiert, die Geschichte seiner pädophilen Äußerungen transparent zu machen. Sein Büro hat einen Archivbestand dazu mit der Überschrift „Pressekampagnen gegen Daniel Cohn-Bendit“ gesperrt - bis zum Jahr 2031. Im „Grünen Gedächtnis“ der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin befinden sich unter anderen Korrespondenzen zum Buch „Der Große Basar“, in dem Cohn-Bendit schilderte, wie Kleinkinder ihn im Hosenstall streicheln. In dem Archivmaterial seien auch Protest- und Solidaritätsbriefe von Eltern, sagte Archivleiter Christoph Becker-Schaum. Die Briefe reichen zurück bis 1975, sind aber in einem Band bis zum Jahr 2001 deponiert worden. Das bedeutet: Auch die Debatten um Cohn-Bendits Buch „Der Große Basar“ von 1975 sind damit für Forschung und Recherche blockiert - für dann insgesamt 60 Jahre, obwohl sie laut Archivgesetz längst zugänglich sein müssen. „Ich werde jetzt nicht jedes einzelne Blatt herausnehmen“, sagte Becker-Schaum der F.A.S., „die Akte wurde vom Büro Cohn-Bendit als eine Einheit angeliefert, also gilt die Sperrfrist des jüngsten Blatts darin.
Unabhängig, wie man zur kampagne gegen den Grünen-Politiker steht, finde ich es fragwürdig, sich auf das jüngste Blatt zu berufen. Üblich ist in Archiven, soviel ich weiß, meist das Gegenteil: Man gewährt Zugang - im Original oder durch Kopien - zu denjenigen Teilen der Unterlagen, die keinen Sperrfristen unterliegen.
KlausGraf - am Dienstag, 30. April 2013, 00:54 - Rubrik: Parteiarchive
Das Archiv Demokratischer Sozialismus (ADS) hat die Aufgabe, die Quellen zur Entwicklung der Partei DIE LINKE und ihrer beiden Quell-Organisationen, der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) und der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG), zu sammeln, zu erschließen, zu bewahren und der Öffentlichkeit (insbesondere für die Forschung) zugänglich zu machen. Entsprechend seiner Zielstellung übernimmt die Stiftung in das Archiv auch Nachlässe und Deposita. Das Archiv entwickelt sich somit zum kollektiven Gedächtnis der Partei DIE LINKE. Das ADS stellt Dokumente für Publikationen, für Ausstellungen und für Veranstaltungen der politischen Bildung sowie für Funk und Fernsehen bereit.
In der Reihe Findbücher ist mit der Nummer 12 jenes zum Bestand: WASG (2004 bis 2007) erschienen. Es ist hier als PDF abrufbar.
In der Reihe Findbücher ist mit der Nummer 12 jenes zum Bestand: WASG (2004 bis 2007) erschienen. Es ist hier als PDF abrufbar.
Bernd Hüttner - am Freitag, 28. September 2012, 14:24 - Rubrik: Parteiarchive
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"Das Archiv von Franz Josef Strauß" - Helmut Schleichs kritisch-satirische Entdeckungsreise durch den Nachlass von Franz Josef Strauß im Archiv für Christlich-Soziale Politik der Hanns-Seidel-Stiftung
Wolf Thomas - am Dienstag, 27. März 2012, 21:42 - Rubrik: Parteiarchive
Wolf Thomas - am Freitag, 13. Januar 2012, 18:43 - Rubrik: Parteiarchive
"Die Vorarlberger Grünen haben dem Landesarchiv einen Großteil ihres Parteiarchivs als Dauerleihgabe übergeben. Ein entsprechender Leihvertrag wurde vor wenigen Wochen abgeschlossen.
Damit stehen der Öffentlichkeit nach den gültigen Benützungsbestimmungen des Landesarchivs Dokumente aus den Jahren 1989 bis 2000 zur freien Einsichtnahme zur Verfügung.
"Grüne Dokumente" im Landesarchiv
„Damit wollen wir die zeitgeschichtliche Forschung erleichtern“, erläutert Grünen- Sprecher Johannes Rauch den Zweck des Unterfangens. „Wir sind dem Landesarchiv dankbar für die Übernahme unseres Archivs, weil Interessierte damit einen einfacheren Zugang erhalten und weil die Materialien fachgerecht archiviert und gewartet werden.“
Der gläserenen Partei etwas näher
„Nach der Offenlegung der Einkommen der Abgeordneten sind wir mit diesem Schritt unserem Ziel der gläsernen Partei wieder ein Stück näher gekommen“, so Rauch abschließend."
Quelle: VoralbergOnline, 4.8.2011
Damit stehen der Öffentlichkeit nach den gültigen Benützungsbestimmungen des Landesarchivs Dokumente aus den Jahren 1989 bis 2000 zur freien Einsichtnahme zur Verfügung.
"Grüne Dokumente" im Landesarchiv
„Damit wollen wir die zeitgeschichtliche Forschung erleichtern“, erläutert Grünen- Sprecher Johannes Rauch den Zweck des Unterfangens. „Wir sind dem Landesarchiv dankbar für die Übernahme unseres Archivs, weil Interessierte damit einen einfacheren Zugang erhalten und weil die Materialien fachgerecht archiviert und gewartet werden.“
Der gläserenen Partei etwas näher
„Nach der Offenlegung der Einkommen der Abgeordneten sind wir mit diesem Schritt unserem Ziel der gläsernen Partei wieder ein Stück näher gekommen“, so Rauch abschließend."
Quelle: VoralbergOnline, 4.8.2011
Wolf Thomas - am Freitag, 5. August 2011, 19:45 - Rubrik: Parteiarchive
PNV (Nationalistische Baskische Partei) erhält die Archive zurück die Franco beschlagnahmen liess.
El Pais hier:
http://goo.gl/Bqqzg
http://vierprinzen.blogspot.com/
El Pais hier:
http://goo.gl/Bqqzg
http://vierprinzen.blogspot.com/
vom hofe - am Donnerstag, 16. Juni 2011, 09:39 - Rubrik: Parteiarchive
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http://library.fes.de/gewerkschaftspresse/content/below/index.xml
Aus den Bereichen Bau, Holzverarbeitung, Metall, Druck, Dienstleistung, Nahrungsmittel, Leder, Tabak, Verkehr, Landarbeit und Bergbau sollen die wichtigsten Gewerkschaftszeitschriften digitalisiert und frei zugänglich ins Netz gestellt werden. Der Zeitraum soll sich von den Anfängen der deutschen Gewerkschaftsbewegung bis zum Jahr 1933 erstrecken. Berücksichtigt werden sollen die drei großen Ströme der deutschen Gewerkschaftsbewegung, die sich 1945 in einer überparteilichen Einheitsgewerkschaft vereinigt haben: liberale, christliche und „freie“ Gewerkschaften (sozialdemokratisch/sozialistisch). State of the art sollen die digitalisierten Periodika lokal, über Verbundstrukturen, die ZDB, EZB, das Portal digitalisierter Drucke und über die Virtuelle Fachbibliothek SOWIPORT unter dem Dach von VASCODA angeboten werden. Suchmaschinen sollen ferner die digitalisierten Quellen „finden“.
Aus den Bereichen Bau, Holzverarbeitung, Metall, Druck, Dienstleistung, Nahrungsmittel, Leder, Tabak, Verkehr, Landarbeit und Bergbau sollen die wichtigsten Gewerkschaftszeitschriften digitalisiert und frei zugänglich ins Netz gestellt werden. Der Zeitraum soll sich von den Anfängen der deutschen Gewerkschaftsbewegung bis zum Jahr 1933 erstrecken. Berücksichtigt werden sollen die drei großen Ströme der deutschen Gewerkschaftsbewegung, die sich 1945 in einer überparteilichen Einheitsgewerkschaft vereinigt haben: liberale, christliche und „freie“ Gewerkschaften (sozialdemokratisch/sozialistisch). State of the art sollen die digitalisierten Periodika lokal, über Verbundstrukturen, die ZDB, EZB, das Portal digitalisierter Drucke und über die Virtuelle Fachbibliothek SOWIPORT unter dem Dach von VASCODA angeboten werden. Suchmaschinen sollen ferner die digitalisierten Quellen „finden“.
KlausGraf - am Montag, 14. März 2011, 15:42 - Rubrik: Parteiarchive
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http://library.fes.de/inhalt/digital/vogel/
"Diese Datenbank verzeichnet Veröffentlichungen, Pressemeldungen, Interviews, Reden usw. von Hans-Jochen Vogel seit 1950 bis heute und wird weiter ergänzt und fortgeführt.
Inzwischen sind bereits über 6000 Titel erfasst, die teilweise (meistens Pressedienste) auch als Volltexte im Internet eingesehen werden können. Bei allen anderen Publikationen ist ein Standort angegeben, wo diese Texte vorhanden sind: Bibliothek oder Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung bzw. der Bibliotheksverbund, der den jeweiligen Text nachweist."

"Diese Datenbank verzeichnet Veröffentlichungen, Pressemeldungen, Interviews, Reden usw. von Hans-Jochen Vogel seit 1950 bis heute und wird weiter ergänzt und fortgeführt.
Inzwischen sind bereits über 6000 Titel erfasst, die teilweise (meistens Pressedienste) auch als Volltexte im Internet eingesehen werden können. Bei allen anderen Publikationen ist ein Standort angegeben, wo diese Texte vorhanden sind: Bibliothek oder Archiv der Friedrich-Ebert-Stiftung bzw. der Bibliotheksverbund, der den jeweiligen Text nachweist."

KlausGraf - am Montag, 7. Februar 2011, 18:31 - Rubrik: Parteiarchive
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http://othes.univie.ac.at/12247/
Gangelmayer, Franz Josef (2010) Das Parteiarchivwesen der NSDAP. Rekonstruktionsversuch des Gauarchivs der NSDAP-Wien.
Dissertation, Universität Wien.
"Das Verhältnis des Nationalsozialismus zur Vergangenheit gestaltete sich sehr ambivalent. Während zur Legitimierung der NS-Herrschaft Parallelen zur deutschen Geschichte gezogen wurden, versuchten „geschichtsfeindliche Strömungen“ die junge „revolutionäre Bewegung“ als radikalen Neubeginn auszugeben. Während somit einige historische Ereignisse mystifiziert in das „parteitreue“ Geschichtsbild aufgenommen wurden, wurden andere Zeitgeschehen davon gänzlich ausgeklammert oder verklärt.
Eine besondere Stellung nahmen dabei die Parteiarchive der NSDAP ein, die nicht nur die Quellen für die parteiamtliche Geschichtsschreibung sammelten und verwahrten, sondern diese auch der Öffentlichkeit bei Ausstellungen präsentierten und sich infolgedessen als Dienststelle der Partei maßgeblich an der Propaganda beteiligten. Das Hauptarchiv der NSDAP in München und die 43 Gauarchive der einzelnen Gaue trugen mit Unterstützung der Bevölkerung und der Gestapo das für sie wichtig erscheinende Material zusammen. Während die Gauarchive mikrogeschichtlich die Vergangenheit und die politischen Aktionen der Nationalsozialisten in ihrem Gau akribisch festhalten und interpretieren sollten, versuchte das Hauptarchiv eine umfassende Parteigeschichte zu erstellen. Die dafür notwendigen Materialien erhielt es von den jeweiligen Gauarchiven, die quasi als verlängerter Arm des Hauptarchivs in ihrem Gau Archivalien zusammentrugen und nach München sandten.
Obwohl das Hauptarchiv einheitliche Richtlinien für den Aufbau und die Arbeitstätigkeiten der Gauarchive erließ, waren diese, je nach persönlichen Ambitionen der meist ehrenamtlichen Gauarchivleiter/innen, sehr unterschiedlich organisiert und aufgebaut. Allen gleich war jedoch der Versuch, die „gelebte Erinnerung“ emotional zu inszenieren, nach eigenen Richtlinien zu interpretieren und der Bevölkerung zu präsentieren. Somit geben die noch vorhandenen Unterlagen der Gauarchive heute einen wertvollen Einblick in das Selbstverständnis und die Selbstlegitimation der NSDAP."
Gangelmayer, Franz Josef (2010) Das Parteiarchivwesen der NSDAP. Rekonstruktionsversuch des Gauarchivs der NSDAP-Wien.
Dissertation, Universität Wien.
"Das Verhältnis des Nationalsozialismus zur Vergangenheit gestaltete sich sehr ambivalent. Während zur Legitimierung der NS-Herrschaft Parallelen zur deutschen Geschichte gezogen wurden, versuchten „geschichtsfeindliche Strömungen“ die junge „revolutionäre Bewegung“ als radikalen Neubeginn auszugeben. Während somit einige historische Ereignisse mystifiziert in das „parteitreue“ Geschichtsbild aufgenommen wurden, wurden andere Zeitgeschehen davon gänzlich ausgeklammert oder verklärt.
Eine besondere Stellung nahmen dabei die Parteiarchive der NSDAP ein, die nicht nur die Quellen für die parteiamtliche Geschichtsschreibung sammelten und verwahrten, sondern diese auch der Öffentlichkeit bei Ausstellungen präsentierten und sich infolgedessen als Dienststelle der Partei maßgeblich an der Propaganda beteiligten. Das Hauptarchiv der NSDAP in München und die 43 Gauarchive der einzelnen Gaue trugen mit Unterstützung der Bevölkerung und der Gestapo das für sie wichtig erscheinende Material zusammen. Während die Gauarchive mikrogeschichtlich die Vergangenheit und die politischen Aktionen der Nationalsozialisten in ihrem Gau akribisch festhalten und interpretieren sollten, versuchte das Hauptarchiv eine umfassende Parteigeschichte zu erstellen. Die dafür notwendigen Materialien erhielt es von den jeweiligen Gauarchiven, die quasi als verlängerter Arm des Hauptarchivs in ihrem Gau Archivalien zusammentrugen und nach München sandten.
Obwohl das Hauptarchiv einheitliche Richtlinien für den Aufbau und die Arbeitstätigkeiten der Gauarchive erließ, waren diese, je nach persönlichen Ambitionen der meist ehrenamtlichen Gauarchivleiter/innen, sehr unterschiedlich organisiert und aufgebaut. Allen gleich war jedoch der Versuch, die „gelebte Erinnerung“ emotional zu inszenieren, nach eigenen Richtlinien zu interpretieren und der Bevölkerung zu präsentieren. Somit geben die noch vorhandenen Unterlagen der Gauarchive heute einen wertvollen Einblick in das Selbstverständnis und die Selbstlegitimation der NSDAP."
KlausGraf - am Mittwoch, 26. Januar 2011, 16:12 - Rubrik: Parteiarchive