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Landesgeschichte

Nach Willen des Sozialisten François Hollande soll es ab 2016 nur noch 13 statt 22 Regionen geben, womit die Teilautonomie des Elsass abgeschafft wird.

http://www.heise.de/tp/news/Sturmglocken-laeuten-im-Elsass-gegen-Zwangsfusion-2504718.html

"Der Vorstand des Instituts für Geschichtswissenschaft hat nun beschlossen, das Berufungsverfahren für die Professur für Landesgeschichte einzustellen. Sie soll im Rahmen von Sparmaßnahmen wegfallen. Als Ersatz soll das Profil „Landesgeschichte“ mit dem Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit kombiniert werden."

http://histbav.hypotheses.org/3231

Schließen Sie sich BITTE den bisher 2400 Unterstützern an:

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-lehrstuhls-fuer-rheinische-landesgeschichte-an-der-universitaet-bonn

http://www.hist-verein-pfalz.de/rezensionen.htm

#histverein

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-lehrstuhls-fuer-rheinische-landesgeschichte-an-der-universitaet-bonn

Und von welcher Website kamen die meisten Unterstützer?

screenshot_petition

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-lehrstuhls-fuer-rheinische-landesgeschichte-an-der-universitaet-bonn

Bitte unterschreiben und weiterverbreiten!

Ich hatte dem Hohenzollerischen Geschichtsverein die UB Freiburg als Digitalisierer empfohlen und freue mich, dass es offenkundig geklappt hat:

http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg_ga

#histverein

https://www.facebook.com/events/802079236500379/

Schluss mit dem Kaputtsparen des Instituts!

Update: http://archiv.twoday.net/stories/1022378266/

Der vor kurzem erschienene Band "Humanisten edieren. Gelehrte Praxis im Südwesten in Renaissance und Gegenwart" geht auf ein Freiburger Kolloquium 2010 zurück und sollte eine Festschrift für Dieter Mertens sein, ist aber jetzt zu einer Gedenkschrift geworden. Das Schriftenverzeichnis Dieter Mertens enthält zu 2014 sechs im Druck befindliche Arbeiten des unlängst verstorbenen Gelehrten.

Inhaltsverzeichnis:

http://d-nb.info/1034215884/04

Rezension:
http://www.koeblergerhard.de/ZIER-HP/ZIER-HP-04-2014/Humanistenedieren.htm

Ergänzend teile ich die Fallbeispiele Kühlmanns (S. 123ff.) mit:

Der Mythos Paracelsus: ein editorisches Produkt?
Johannes Koch, latinisiert Obsopoeus, und die Sibyllina Oracula: das Ende eines Mythos
Johannes Posthius: Ovid für Laien und Handwerker
Abraham Scultetus: Die Arbeit an den Kirchenvätern im konfessionellen Kampf

Bernd Posselt erwähnt in seinem Aufsatz zur Schedelschen Weltchronik, der eine digitale Edition vorschlägt, S. 150 Anm. 31 auch die Wikisource-Transkription (letzter Zugriff 15.8.2010, was darauf hindeutet, dass der Band länger lag).

Eher enttäuschend ist die Studie von Birgit Studt zu einem Murbacher Sammelband. Man hat den Eindruck, dass konzeptionell kaum Fortschritte gegenüber dem Ansatz ihres wichtigen Aufsatzes zur Speyrer Chronik (ZGO 1995) erzielt wurden. Zur Handschrift:

https://de.wikisource.org/wiki/Burgunderkriege#Sammelhandschriften

Gern hätte man mehr über kodikologische Details, etwa über die verschiedenen Hände erfahren. Es sind auch autographie Briefe des Augsburger Benediktiners Sigismund Meisterlin, der 1463/64 in Murbach weilte, eingebunden. Zum Murbacher Abt Bartholomäus von Andlau sollte man inzwischen Adolf Heitzler, in: Helvetia Sacra Abt. III Bd. 1 Teil 2 (1986), S. 894f. zitieren.

Man sollte mit dem Etikett "Humanismus" vorsichtiger umgehen als es Studt in Überschrift und Aufsatz tut. Meisterlin war Frühhumanist, aber bei Bartholomäus sehe ich keine hinreichenden Anhaltspunkte. Nicht jeder, der zu einem Freundeskreis oder Netzwerk gehörte, dem Humanisten angehörten, war selbst ebenfalls Humanist!

In seiner Einleitung äußert sich Albert Schirrmeister übertrieben abfällig über Digitalisate älterer Editionen (S. 14f.). An wem liegt das denn, dass die maßgeblichen Editionen nicht im Netz sind? Doch an der unsäglichen Blockade durch Verlage und an der Ignoranz der Editoren, die nicht von totem Holz lassen mögen! Ich darf einmal mehr auf meinen Aufsatz "Open Access und Edition"

http://archiv.twoday.net/stories/230198/

hinweisen, den Schirrmeister übergeht.


Martin Widmann: Neues zu den Reutlinger Ärzten und Apothekern der frühen Reichsstadtzeit. In: Reutlinger Geschichtsblätter NF 52 (2013), S. 9-55.

Es handelt sich um eine willkommene Bereicherung der prospographischen Forschung zu den gelehrten Ärzten Südwestdeutschlands (14.-17. Jahrhundert), die ohne Zweifel viele neue und wertvolle Belege enthält. Der Autor, Arzt in Tübingen, spricht einleitend von den “Segnungen des Internets”, hätte jedoch durchaus gründlicher in diesem recherchieren können. Weder die Auswahl der Lebenszeugnisse noch der bibliographische Apparat überzeugt mich in den Fällen, die ich anhand des Internets überprüft habe. Eine Synthese fehlt; Widmann begnügt sich mit der deskriptiven Aneinanderreihung der Biographien. Auch vermisst man eine tabellarische Zusammenstellung zu den jeweiligen Amtszeiten (wie sie Wankmüller - siehe gleich - 1953, S. 25 zu den Apothekern vorgelegt hat). Die Darstellung ist zudem recht unübersichtlich.

Ich klammere die Apotheker (mit denen sich die gelehrten Ärzte häufig stritten) aus und begnüge mich mit einer Namensliste (Othmar Scheltz um 1530 S. 26-29; sein Sohn Sigmund S. 29; Martin Hackh S. 27; Johann Christoph Müller S. 27-31; Anton Körber S. 34f., 39-43; Gabriel Körber S. 43, 47; Jonas Mainberger S. 47; Lorenz Dhen S. 47-50; zu den Menni siehe unten) und dem Hinweis auf die online bei der TU Braunschweig zugänglichen Aufsätze von Wankmüller 1953 und 1957:

http://goo.gl/ER3ZXI
http://goo.gl/pMbgu2

***

Burkart Tütel (S. 9-12)

Exemplarisch zeigt sich Widmanns wenig akribische Arbeitsweise an den Ausführungen über diesen ersten gelehrten Stadtarzt. Er stützt sich auf eine Studie von Walther 1979
http://www.jstor.org/stable/20776576 (nach kostenloser Registrierung einsehbar), hat aber dessen älteren Aufsatz von 1968 nicht herangezogen. Nur bei Walther, nicht bei Widmann erfährt man, dass Tütel, der 1358 in Paris Baccalaureus wurde und später auch in Montpellier studierte, in Reutlingen bis 1398 belegt ist. Zu 1381 nennt Widmann nur den Vornamen Adelheid der Ehefrau, Walther gibt als Familiennamen “die Üttenbrüggin”. Walther verweist auf seine Edition des Bade-Rezepts im Cgm 384, Bl. 96v-97r,
http://www.handschriftencensus.de/9673
das Widmann S. 11, 13 nochmals abdruckt, ohne frühere Walthers Ausgabe zu erwähnen (S. 12 ist eine Farbabbildung von Bl. 96v). Gern wüsste man, in welcher zweiten Handschrift dieses Rezept enthalten ist, das von Widmann nicht zitierte Verfasserlexikon (2. Auflage: Artikel Meister Burkhart von Reutlingen; Burkhart Tütel) kennt nur den Cgm 384.

Die von Walther (vor allem anhand von Rieder) ermittelte Pfründen-Karriere Tütels wird von Widmann ignoriert. Dass Tütel beispielsweise Kanoniker in Beromünster (Schweiz) war, erscheint aber durchaus wissenswert und verweist auf den Rang der Persönlichkeit.

Ohne die Studien Walthers zu kennen, hat Karl Heinz Burmeister Tütel (mit Ansetzung Truotel und Herkunftsort Riedlingen) ein wichtiges Biogramm gewidmet, das Widmann entgangen ist:

https://www.vorarlberg.at/pdf/as11burmeisterparis.pdf
(Nr. 274)

***

Meister Hans, der Wundarzt von Trochtelfingen (S: 10)

Erwähnt in Reutlinger Urkunden 1370, 1386. Um jüngere Laien-Ärzte hat sich Widmann anscheinend nicht gekümmert.

***

Die Gelehrten der Familie Spechtshart (S. 14-21)

Die Geschichte dieser Familie ist auch überregional von großer Bedeutung.

Hugo Spechtshart (S. 14)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=10096110X

Der nicht vor 1360 gestorbene bedeutende Gelehrte (Lehrer, Chronist) wird nur kurz erwähnt.

Konrad Spechtshart (S. 14-16)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138475695

Zum Lateinschullehrer (Brudersohn Hugos), der, was Widmann verschweigt, am Studium Generale in Erfurt lehrte, hätten unbedingt die eindringlichen Studien des zu früh verewigten Sönke Lorenz: Studium Generale Erfordense (1989), S. 173-180 und die Arbeit von Wolfgang Wille über die Reutlinger Stadtschreiber (Reutlinger Geschichtsblätter 1998, hier S. 189-191) zitiert werden müssen.

Der Grabstein mit Todesdatum 9. Januar 1395 im Heimatmuseum Reutlingen (Abbildung S. 15) zeigt eine bemerkenswert frühe Lehrerdarstellung. Es wäre der Katalog Figuren des Heils (2009), S. 48f. Nr. 8 zu nennen gewesen.

Stephan Spechtshart (S. 16f.)

Der um 1390 geborene, 1404 in Wien immatrikulierte Wiener Universitätslehrer (gestorben nicht nach März 1447), Sohn Konrads, wird im prosopographischen Teil der Studie von Tuisl über die Medizinische Fakultät der Universität Wien (2014) behandelt (mir nicht zugänglich).

http://books.google.de/books?id=DueMBQAAQBAJ (der Auszug enthält leider nicht den Abschnitt zu Spechtshart)

Lukas Spechtshart (S. 17-19)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=121056740

Widmann wandelt hier überwiegend auf den Spuren der Dissertation Magisterarbeit von Miriam Zitter (jetzt Eberlein) über die Leibärzte der württembergischen Grafen (2000).

Lukas wurde als Sohn Stephans um 1435 geboren (Immatrikulation in Heidelberg 1449) und war am 11. November 1506 schon tot. Er stand in den Diensten von Erzherzogin Mechthild in Rottenburg und ihres Sohns Eberhard im Bart, bevor er 1485 nach Reutlingen wechselte.

Ich kann einige weitere Belege beibringen.

(Lateinische) Briefe Spechtshart in Berlin, SB, Ms. lat. fol. 588, Bl. 110v-111r (zuvor Sammlung Thomas Phillips Nr. 16416) erwähnt Paul Otto Kristeller: Iter Italicum 3 (1983), S. 483
http://books.google.de/books?id=pwcjAQAAIAAJ&q=spetzhart
NA 1898, S. 265 (zu früh um 1450 datiert)
http://www.digizeitschriften.de/dms/img/?PPN=PPN345858530_0023&DMDID=dmdlog26&LOGID=log26&PHYSID=phys275#navi
http://dla.library.upenn.edu/dla/schoenberg/record.html?id=SCHOENBERG_51650

1464 März 20
Der Lehensrevers über 1 Morgen Weinberge in Untertürkheim, erster Beleg für den Doktortitel, ist entgegen der Angabe von Zitter S. 102 nicht verloren, sondern, worauf Matthias Miller: Mit Brief und Revers (2004), S. 101 Anm. 129 samt beigefügter CD (PDF zum Stadtkreis Stuttgart) hinwies, im Hauptstaastarchiv Stuttgart A 157 U 6320 erhalten.

1476 März 7
Er kauft Güter vom Rottenburger Bürger Hans Hipp.
http://www.inka.uni-tuebingen.de/cgi-bin/msst?idt=3760&form=lang

1477 Mai 28, Sindelfingen
Er ist Zeuge in einer Angelegenheit, die mit der Gründung der Universität Tübingen in Verbindung steht.
Abdruck bei bei Sproll, FDA 1902, S. 116
http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/6211/

1478 Februar 1
Dr. Lucas Spetzhart hat 14 Schilling ewige Gült aus einer Wiese der Präsenz in der Rottenburger Pfarrkirche gegeben.
Württembergische Archivinventare 8: Oberamt Rottenburg (1913), S. 2

1483 Januar 3, Schloss Stuttgart
Er bezeugt den Erhalt einer Bulle in Sache Ordensreform.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2577856

Lukas Spechtshart der Jüngere (S. 19-21)

Der Sohn des älteren Lukas Spechtshart nahm 1483 mit dem Herkunftsort Rottenburg in Tübingen das Studium auf. 1506 war er bereits Doktor der Medizin. 1511 war er anscheinend noch am Leben, 1521 nicht mehr.

In den 1511/12 entstandenen Lorcher Chorbüchern erscheint er als Dr. med. und mit seinem Wappen. Widmann bildet S. 20 die Seite Cod. mus. fol. 63, Bl. 31v mit dem Lilienwappen Spechtsharts ab. Ich denke, dass sich der Eintrag auf den jüngeren Lukas bezieht und dass dieser als Angehöriger von Herzog Ulrichs Hof berücksichtigt wurde (vgl. auch Felix Heinzer, in: 900 Jahre Kloster Lorch, 2004, S. 138; Werner Gebhardt, in: Die Schriftmuster des Laurentius Autenrieth, 1979, S. 129 Anm. 78 dachte an den “Hausarzt des Klosters”).

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chorbuch_spechtshart.jpg


***

Alexander Seitz (S. 21-24)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=129907405

Der 1488 in Tübingen immatrikulierte bekannte Autor aus Marbach hielt sich 1525 in Reutlingen auf.

http://www.irg.uzh.ch/static/zwingli-briefe/index.php?n=Brief.407

Zu seiner Beteiligung am Aufstand des “Armen Konrad” 1514 siehe die virtuelle Ausstellung

http://www.landesarchiv-bw.de/web/56978

und einen kurzen Artikel im mir nicht zugänglichen Band: Der “Arme Konrad" vor Gericht (2014).

Die Frage des Todesjahrs kann ich jetzt nicht klären. 1533 lebte Seitz nach Widmann noch (S. 24), wobei - unzitiert -

http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=595138

herangezogen worden sein dürfte. Für einen Streit in Basel 1535 gab Lindner keinen Beleg

https://archive.org/stream/bub_gb_HVI9AAAAYAAJ#page/n237/mode/2up

In der Amerbach-Korrespondenz heißt es, dass er 1533 ausgewiesen wurde.

http://books.google.de/books?id=D95EAAAAMAAJ&q=%22alexander+sytz%22

Die DNB gibt ca. 1544 als Todesdatum, aber seit 1868 stehen detaillierte Quellenbelege aus Landau zu 1543-1545 zur Verfügung:

http://books.google.de/books?id=799eAAAAcAAJ&pg=PA249

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Georg Rentz (S. 24-26)

Einen Leibarzt Georg Rentz ohne nähere Angaben kennt die DNB:

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1055560149

Georg Rentz aus Waiblingen, der sich 1515 in Heidelberg immatrikulierte, war ab 1530 in Reutlingen als Stadtarzt tätig. Insbesondere bei Google Books fände man mehr über ihn als bei Widmann. Ich begnüge mich mit dem zugegebenermaßen nicht sehr nahrhaften Hinweis auf Wilhelm Glässner: Waiblingen in Chroniken des 16. Jahrhunderts (1978), S. 41, 119.

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Martin Stürmlin (S. 26f.)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=1012366944

Der erste Stadtapotheker Othmar Scheltz gab in einem undatierten Schreiben an, nach Rentz seien jüngere, unerfahrene Ärzte in die Stadt gekommen. Er nennt Stürmlin, “Heinrich von Rottenburg” und “Jer Trauttman”. Nur zu Martin Stürmlin bietet Widmann Nachrichten. Der Stuttgarter Stürmlin nahm 1528 sein Studium in Tübingen auf. Er starb am 20. Oktober 1562; sein Epitaph befindet sich im Stadtmuseum Stuttgart (leider nicht von Widmann abgebildet).

Auch hier lohnt es sich in Google Books ergänzend zu recherchieren (wie auch bei den meisten der folgenden Namen).

***

Georg Kürrmann (S. 27f.)

Der Straßburger Georg Kürrmann (immatrikuliert in Tübingen 1547) ist 1558 als Reutlinger Stadtarzt belegt.

***

Nikolaus Mögling (S. 29-34)

Der gebürtige Tübinger studierte ab 1547 in seiner Heimatstadt und wurde 1569 Stadtarzt in Reutlingen. Am 15. Januar 1576 ist er gestorben; sein schönes Epitaph ist im Reutlinger Heimatmuseum überliefert (abgebildet S. 32).

***

Lorenz Hyperius der Ältere (S. 34-36)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=128428643

Laurentius Hyperius aus Marburg, der Sohn des Theologen Andreas Hyperius, wurde 1560 in Marburg immatrikuliert und 1576 Reutlinger Stadtarzt. Sein gleichnamiger Sohn (S. 36), der ebenfalls Arzt wurde, ist in Reutlingen geboren. Nicht berücksichtigt hat Widmann den Hinweis von Krause auf den 1594 gestorbenen Vater::

http://books.google.de/books?id=c6W3Cn5x8V8C&pg=PA87


***

Alexander Camerer (S. 37f.)

Der Tübinger Bürgermeisterssohn schrieb sich 1565 in Tübingen ein und folgte Hyperius 1580 als Stadtarzt nach. Er starb am 12. November 1599. Er setzte die Reutlinger Chronik des Christoph Laubenberger fort.

***

Sebald Stoffel (S. 38-43)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=138407045

Ihm folgte der Reutlinger Sebald Stoffel nach (1585 Immatrikulation Tübingen), gestorben 1609. Er stiftete eine Kabinettsscheibe im Ulmer kleinen Ratssaal 1598 (abgebildet S. 41).

***

Johann Rudolf Camerer (S. 43-47)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=104338679
Dublette:
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=173024343

Der Sohn Alexanders wurde 1593 in Tübingen eingeschrieben und starb 1635.

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Johann Heinrich Menni (S. 50-53)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=122371143

Der Sohn des Uracher Physikus “sei am 4. August 1605 in Urach geboren, heißt es” (S. 50). Wo heißt es das? Eine solche für die Personendaten zentrale Angabe ohne Einzelnachweis ist wertlos. 1631 war Menni, der sich Dr. med. nannte, Apotheker in Reutlingen. Als Apotheker wirkte hier auch sein Bruder Johann Konrad (S. 53-55). Johann Heinrich Mennis Porträt von 1641 (abgebildet S. 52) ist nicht nur via Wellcome Images (so Fußnote 181) in besserer Qualität einsehbar, sondern auch zweimal im Digitalen Portraitindex (siehe GND-Link). Widmann weist Menni noch 1651 in Aschaffenburg nach.

Möglicherweise ergibt sich ein Terminus ante quem für das Sterbedatum aus Stuttgarter RKG-Akten. Da ein Findmittel nicht online ist, muss ich einen Schnipsel bemühen:

http://books.google.de/books?id=5VYrAQAAIAAJ&q=%22johann+heinrich+menni%22

#forschung

Spechtshart-Eintrag im Lorcher Chorbuch

http://www.dilibri.de/rlb/content/structure/1320433

Aufsätze des Landeshistorikers Ludwig Anton Doll (1919-2009) insbesondere zu Klöstern der Pfalz, zur Speyerer Geschichte, aber auch eine Studie zu den pfälzischen Stadtarchiven.

GND Doll
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=118940392

 

twoday.net AGB

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