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Landesgeschichte

Dank der Unterstützung der UB Heidelberg sind jetzt auch Roths Aufsätze in der Nassovia ab 1910 online:

https://de.wikisource.org/wiki/Ferdinand_Wilhelm_Emil_Roth#1910

Nur oberflächliche Leser werden den 2012 veröffentlichten Artikel "Geschlechtertürme" (von Joachim Zeune) im Historischen Lexikon Bayerns goutieren.

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45477

Vermisst wird das Werk von Hans-Joachim Mrusek, Gestalt und Entwicklung der feudalen Eigenbefestigung im Mittelalter. Berlin 1973.

http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45476

Ein Skandal ist Martial Staubs Artikel Geschlechterbücher, der sich durch souveräne Missachtung der maßgeblichen Forschung auszeichnet. Es geht nicht an, dass die verdienstvollen Studien des Mannes, der in den letzten Jahren am meisten für die Forschung getan hat, nämlich von Hartmut Bock im Literaturverzeichnis ungenannt bleiben. Materialreich ist Bocks (von Staub angeführte) Website mit Nachweisen zu seinen Publikationen:

http://www.hartmut-bock.de/

Es geht auch nicht an, dass der Katalogband zur Ausstellung über Augsburger Ehren- und Familienbücher der Renaissance (2011) übergangen wird.

Kann mir jemand erklären was der folgende Satz bedeutet?

Ihre Signifikanz gründet vor allem darin, dass ihre Verfasser mustergültig versucht haben und es ihnen nicht selten auch vorbildlich gelungen ist, ihre partikularen Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart ihrer jeweiligen Umgebung zu vergemeinschaften.

In Gabriel Zeilingers Artikel zum Süddeutschen Städtekrieg 1449/50 fehlen wieder die Online-Nachweise. Zitiert wird auch

Klaus Graf, "Der adel dem burger tregt Hass". Feindbilder und Konflikte zwischen städtischem Bürgertum und landsässigem Adel im späten Mittelalter, in: Werner Rösener (Hg.), Adelige und bürgerliche Erinnerungskulturen des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Formen der Erinnerung 8), Göttingen 2000, 191-204

Online:
http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:hebis:30-1145495

Korrekt muss es purger (nicht: burger) heißen!

Völlig misslungen ist die Bildauswahl (ganze 3 bei Zeilinger, 2 bei Staub). Unerheblich ist ein zweites Porträt (von 1587!) des Albrecht Achilles. Es fehlt bei Staubs Abbildung aus dem Rossau-Familienbuch der Hinweis auf das Digitalisat der WLB Stuttgart.

Via
http://histbav.hypotheses.org/4013

Herwartsches Ehrenbuch (Augsburg)

In Schwäbisch Gmünd geboren, lebe ich in Neuss. Im 16. Jahrhundert beschloss der aus Neuss gebürtige Dominikaner Wilhelm Hammer (auch: Hamer) sein Leben als Beichtvater im Dominikanerinnenkloster Gotteszell bei Schwäbisch Gmünd.

Neben der älteren Studie von Nikolaus Paulus und einer kurzen Erwähnung bei Gerhard M. Kolb: Zur Geschichte der Kaplanei der Dominikanerinnenklosters Gotteszell. In: Gmünder Studien 5 (1997), S. 141-188, hier S. 157 ist vor allem die biographische Notiz bei Isnard W. Frank: Reform und Reformation bei den Ulmer Dominikanern. In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 12 (2002), S. 261-289, hier S. 284f. zu nennen.

Nach Frank wurde Hammer 1501 in Neuss geboren. Er trat 1520 in den Ulmer Predigerkonvent ein und ging 1526 zum Studium nach Köln. 1535/36 lebte er im Rottweiler Konvent, 1537 war er Subprior in Schlettstadt, danach Lektor in Colmar. Seinen 1564 in Dillingen gedruckten Genesis-Kommentar widmete er im Dominikanerinnenkloster Gotteszell Marcus Graf Fugger zu Kirchberg.

http://gateway-bayern.de/VD16+H+472

Nikolaus Paulus hatte 1903 in seinem Buch "Die deutschen Dominikaner im Kampfe gegen Luther (1518-1563)" (S. 181-186) Lebenszeugnisse Hammers zusammengestellt und den Genesis-Kommentar gewürdigt.

https://books.google.com/books?id=r37TAAAAMAAJ&pg=PA181 (US)
https://archive.org/details/paulus_Die_deutschen_Dominikaner_im_kampfe

Zu überprüfen ist, ob die Angabe von Josef Greving in der Theologischen Revue 1904

https://archive.org/stream/theologischerevu02univuoft#page/118/mode/2up

zutrifft, dass Hammer als "Wilh. Nuscie" 1524 in die Kölner Artistenfakultät aufgenommen wurde. Unsinnig ist in jedem Fall die Identifikation des Rostocker Matrikelportals via GND

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=119698196

Paulus zufolge ging Hammer 1539 nach Colmar. Beatus Rhenanus war von seiner Bildung angetan und rühmte den Lehrer der lateinischen und griechischen Sprache in einem Brief 1540 als "Zierde des Dominikanerordens". In der Ausgabe des Rhenanus-Briefwechsels wurde er nicht abgedruckt. Er erschien 1540 in einem Druck als Widmungsbrief (deutsche Übersetzung der Stelle bei Paulus S. 182).

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00012460/image_15

Am 1. April 1558 stellte Wilhelm Hammer, Prior des Ulmer Predigerklosters und Beichtvater im Kloster Gotteszell, Bürgermeister und Rat von Gmünd über die ihm verliehene Gotteszeller Kaplanei einen Revers aus. (Ausf. Pap. mit aufgedr. Siegel des Dr. Richart Haug, Stadtarzt zu Gmünd)
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2911830

Vgl. auch das fehldatierte Stück:
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2911822 =
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2911835

Ein falsches Datum nennt auch das RKG-Repertorium:

https://books.google.de/books?id=UjVmAAAAMAAJ&q="wilhelm+hamer"

Mit zwei anderen, wegen der Reformation aus Ulm vertriebenen Ulmer Predigerbrüdern lebte Hammer in Gotteszell (vgl. Frank). Er dürfte 1571 gestorben sein:

1571 Dezember 4 (St. Barbara)
Dem Vater Richard Geysel, der heiligen Schrift Leser und Provinzial der deutschen Provinz Predigerordens, präsentieren Bürgermeister und Rat zu Gmünd auf die durch den Tod Wilhelm Hammers, Prior des Ulmer Predigerklosters, erledigte Gotteszeller Kaplanei Bruder Elogius Schönherr, Prior des Gmünder Predigerklosters.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-2906584-1 (Digitalisat)

Die bisherige Angabe "gestorben nach 1564" lässt sich schon deshalb verbessern, weil Hammer noch in der Stadtrechnung 1565 als Zinsempfänger erscheint (vgl. Kolb nach Mitteilung von mir). Man wird die Gotteszeller Kaplanei eher zeitnah nach seinem Tod neu besetzt haben.

Kurz erwähnt wird Hamer in der Ordenschronik von Zittard 1596:

https://books.google.de/books?id=3TJMAAAAcAAJ&pg=PA98

Sowie bei Steill 1691

https://books.google.de/books?id=NbJQAAAAcAAJ&pg=RA1-PA110

Hartzheim 1747

https://books.google.de/books?id=KzZNAAAAcAAJ&pg=PT26

bildete die Grundlage für die Erwähnungen in der Neusser Lokalliteratur.

Ich zweifle (wie schon Kolb) nicht, dass der Ordensgeistliche mit Birett und Buch, den sein Grabstein (Mitte 16. Jahrhundert) in der Klosterkirche von Gotteszell zeigt (Richard Strobel: Die Kunstdenkmäler der Stadt Schwäbisch Gmünd 4, 2003, S. 27 mit Abbildung auf S. 28), Hammer ist. Leider ist mit den Resten der Inschrift nichts anzufangen.

#forschung


http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=nbn:de:bvb:19-epub-24919-3

Der wohl nur in der UB München vorhandene Druck erschien 1744 bei Wolfgang Sebastian Herrligkofer in Schwäbisch Gmünd und wurde dankenswerterweise auf meine Bitte hin jetzt online gestellt.

Der Gmünder Buchdrucker und Buchbinder Herlikofer (Herlichhoffer) erhielt 1727 ein kaiserliches Druckprivileg für ein Gebetbuch:

https://books.google.de/books?id=RL4T5_33R5EC&pg=PA229 (Koppitz 2008)

Vermutlich ist kein Exemplar erhalten. Es ist das erste derzeit bekannte Druckwerk, das von einem in Schwäbisch Gmünd ansässigen Drucker verlegt wurde. Meine Angaben

http://archiv.twoday.net/stories/1022431594/

sind zu berichtigen.

Zur Degginger Wallfahrt:

http://www.deggingen.de/index.php?id=336
https://de.wikipedia.org/wiki/Ave_Maria_(Wallfahrtskirche)

http://www.archive.org/details/UeberGefaengniswesenUndFuersorgeFurEntlasseneStrafgefangene

Wagner: Über Gefängniswesen und Fürsorge für entlassene Strafgefangene. Vortrag gehalten im Stuttgarter Frauenverein. Stuttgart 1888

Die Schrift des evangelischen Antstaltsgeistlichen Wagner (WLB Stuttgart hat die Vornamen Wilhelm Friedrich) geht von den Erfahrungen im Frauengefängnis Gotteszell bei Schwäbisch Gmünd aus. Exemplare gibt es außer in Stuttgart in der UB Mainz und in Harvard.

Eine Rezension erschien in der Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 1891:

http://www.archive.org/stream/zeitschriftfrdi01stragoog#page/n653/mode/2up

Website der Strafvollzugsanstalt mit Angaben zur Geschichte:
http://www.jva-schwaebisch-gmuend.de/pb/,Lde/Geschichte+und+Gebaeude

"Die Strafanstalt Gotteszell in Schwäbisch Gmünd wurde aufgrund der Neueinteilung der Waisen-, Zucht- und Irrenanstalten durch König Friedrich (Resolution vom 26. Juni 1808, Reg. Bl. S. 357) sowie der Trennung von weiblichen und männlichen Strafgefangenen durch Verordnung vom 11.2.1810 (Reg. Bl. S. 57) als Zuchthaus für Männer errichtet und in den Gebäuden des Zuchthaus für Männer errichtet und in den Gebäuden des seit dem Jahre 1803 säkularisierten Frauenklosters Gotteszell untergebracht.
Der Eintritt Württemberg ins Deutsche Reich brachte auch Veränderungen im Strafvollzug. Das neue Reichsstrafgesetez [sic! KG] wurde am 26.12.1871 (Reg. Bl. S. 380) in Württemberg eingeführt und hatte zur Folge, daß das bisherige Zuchthaus Gotteszell in eine "Strafanstalt für weibliche Gefangene" umgewandelt und in zwei Abteilungen, nämlich das Zuchthaus für Frauen und das Landesgefängnis für Frauen, geteilt wurde. Ab 1907 wurde ihm auch das "Arbeitshaus für weibliche Gefangene" angegliedert."
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-11232&a=fb

Zu Gotteszell siehe auch
https://de.wikisource.org/wiki/Schw%C3%A4bisch_Gm%C3%BCnd#Rechtsgeschichte

Foto: Gmünder at de.wikipedia https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

http://www.westfaelische-geschichte.de/web949

Schwerpunkt Karlsruhe.

http://zkbw.blogspot.de/2015/06/momente-beitrage-zur-landeskunde-von.html

Das sollte das Siwiarchiv interessieren:

http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/id/3234992

Der einzige Band (1805) der Zeitschrift ist online:

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/structure/8426961

Sehr lesenswerte Rezension in der Isis 1818:

http://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00225401/ISIS_1818_Bd02_391.tif?x=-965.6150845253578&y=0&scale=0.21921322690992018&rotation=0&layout=singlePageLayout

Der Schwäbisch Gmünder Stadtphysikus Wenzel Aloys Stütz schrieb darin einen umfangreichen Aufsatz über Zeit- und Volkskrankheiten.

Über Stütz:
http://archiv.twoday.net/stories/1022433205/

Zur Gesellschaft:

http://www.scholarly-societies.org/history/1801vgans.html

Gründer der kurzlebigen Vereinigung war der Sigmaringer Medizinalrat Franz Xaver Mezler (1756-1812)

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=117012467

Über die Gründung 1801 unterrichtet ausführlich die Biographie Mezlers 1835

https://books.google.de/books?id=mNdUAAAAcAAJ&pg=PA164

Bei der Stuttgarter Gründungsversammlung wurden dem Präsidenten Mezler zwei redigierende Mitglieder zur Seite gestellt - die naturwissenschaftliche Abteilung leitete der Baron von Schreckenstein, die medizinische der bereits genannte Dr. Stütz aus Gmünd. Geplant war auch ein "Nationalmuseum der schwäbischen Natur- und Kunstproducte" (S. 174). Das letzte Lebenszeichen der Gesellschaft datiert von 1808.

Gründungsbericht in der Zeitschrift für Forstwissenschaft:

https://books.google.de/books?id=cOg6AAAAcAAJ&pg=PA200

Auch im Reichs-Anzeiger:

https://books.google.de/books?id=q0NEAAAAcAAJ&pg=PT912

Pahls Bemerkungen zur ersten Preisfrage der Gesellschaft:

https://books.google.de/books?id=OeIaAAAAYAAJ&pg=PA201

Nicht eingesehen habe ich: Haehl, Erich: Die "Vaterländische Gesellschaft der Ärzte und Naturforscher Schwabens" (1801-1808) : eine Vorgängerin der "Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte": eine geschichtliche Studie. Stuttgart, Univ., Diss., 1925. 90 S.


 

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