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Oeffentlichkeitsarbeit

Archive ohne Grenzen. Erschließung und Zugang im europäischen und internationalen Kontext. 83. Deutscher Archivtag in Saarbrücken (=Tagungsdokumentationen zum Deutschen Archivtag, Band 18), Fulda 2014, [ISBN 978-3-9811618-7-8]

Demnächst wird hoffentlich ein Inhaltsverzeichnis mindestens bei der DNB online sein. Der VdA sieht keinen Anlass, eines anzubieten. Es kaufen ja eh nur die üblichen Verdächtigen das überwiegend langweilige Werk, in dem Archivalia, wenn ich nichts übersehen habe, allein in dem lesenswerten beitrag von Ziwes über die GND-Einbindung S. 86 Anm. 27 zitiert wird.

Türöffner-Tag im Stadtarchiv Speyer (Sendung mit der Maus): Spielszenen im Magazin - 1. Teil



Teil 2:
https://www.youtube.com/watch?v=-aeytsVplfg

Titelbild-der-ARCHIVNachrichten-aus-Hessen-14_1-2014

[Link zum PDF, KG]

Die Jahre 1914 bis 1918 bilden den Rahmen unseres Themenschwerpunktes:
Von gewaltigen Revolten und allgegenwärtiger Kriegslust - auch im Spiegel der Druckgraphik der WK-Sammlungen - handelt unser aktuelles Heft.
Aber auch Architektur, Justiz, Digitalisierung, Retrokonversion und Restaurierung sowie der Aufbau des Hessischen Landesarchivs kommen nicht zu kurz: Entdecken Sie Lux Böblingers Bauriss zum Konstanzer Münster im Hessischen Hauptstaatsarchiv, die justizielle Aufarbeitung von NS-Verbrechen in Hessen, Restaurierung und Faksimilierung eines Ablassbriefes, die Projekte DigiRef und DULF sowie "Erschließen" als neues Praktikumsformat.

Bernd Kasten / Matthias Manke / Johann Peter Wurm
(Hg.): Leder ist Brot. Beiträge zur norddeutschen Landes- und Archivgeschichte

16 x 23,5 cm, 502 Seiten, 56, teilweise farbige Abbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-940207-69-2
Preis: 64,00 €
http://thv.de/buch/leder-ist-brot

Inhalt:
Adolf E. Hofmeister: Die Lektur am Bremer Dom; Martin Schoebel: Das Chorherrenstift Mariental in Ueckermünde. Ein pommersches Priorat der Kongregation von St. Viktor in Paris; Klaus-J. Lorenzen-Schmidt: Hinrik Banskow – ein mecklenburgischer Kleriker auf dem norddeutschen Pfründenmarkt der Reformationszeit; Eike Wolgast: »Eyn synryke man« – der Wismarer Reformator Heinrich Never; Friedrich Seven: Theologische Anmerkungen zum Consensus Bremensis von 1595; René Wiese: 400 Jahre Abendmahlskelch der Kirche in Stolpe. Die Anfechtungen des Pastors Johannes Prange und das Jahr 1609; Johann Peter Wurm: Kirchenkampf in Lüssow. Der Fall Pastor Wilhelm Dahnke; Konrad Krimm: »Deutschtum und Christentum«. Eine Kontroverse zwischen den Bischöfen Schultz (Mecklenburg) und Kühlewein (Baden) über Taufe und Bekenntnis; Antjekathrin Graßmann: Zu den wirtschaftlichen und persönlichen Beziehungen Lübecks ins Baltikum im Lichte einer unbeachteten mittelalterlichen Quellengruppe; Wolfgang Eric Wagner: Ein entfallenes Jubiläum? Wie die Universität Rostock ihr einhundertjähriges Bestehen beging; Dirk Schleinert: »Wie von alterß zwischen diesen beiden landen … allwege gute correspondentz gewesen.« Zur zweiten Hochzeit Herzog Ulrichs III. von Mecklenburg mit Anna von Pommern und weiteren Beziehungen zwischen den Herzögen von Pommern und Mecklenburg im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert; Sabine Bock: Die wechselvolle Besitzergeschichte des Gutes Schönfeld im nordwestlichen Mecklenburg; Ernst Münch: Der Lange-Vogel-Streit um den »Tempel der Wahrheit«. Annäherung an ein dunkles Kapitel Rostocker (Universitäts)geschichte; Alfred Löhr: Der Physionotrace. Wie Johann Smidt zu seinem Profil kam; Gerhard Heitz: Der mecklenburgische Landtag 1813; Kersten Krüger: Wandern – Lust oder Last der Mecklenburger? Zuwanderung nach Schwerin 1819; Sabine Eckardt: Tagebuch einer Brasilienreise 1842–1843; Matthias Manke: Der Stier klopft an die Pforte. Mecklenburg-Schwerin und das Osmanische Reich; Bernd Kasten: Majestätsbeleidigungsprozesse gegen die sozialdemokratischen Redakteure der
Mecklenburgischen Volkszeitung in Rostock (1892–1914); Werner Delbanco: »Wer wie ich den Führer persönlich kennt, kann das Glück ermessen …«. Ein biographischer Abriss und ein Skandalon; Dirk Alvermann: Das Spruchkollegium der Greifswalder Juristenfakultät 1561 bis 1893. Geschichte und Quellen; Nils Jörn: Die Neuordnung und Inventarisierung der Gerichtsbestände des Stadtarchivs Wismar. Oder: Was bleibt vom Arbeitsleben eines Archivars?; Peter-Joachim Rakow: Großherzog Friedrich Franz I. und seine Archivare. Ein Beitrag zur mecklenburgischen Archivgeschichte in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts; Wolf Karge: Archivar, bleib bei deinen Akten. Eine Episode aus dem Leben des Geheimen Archivrats Hermann Grotefend; Christel Schütt: Hans Witte (1867–1945) und sein Wirken für das Hauptarchiv Neustrelitz; Robert Kretzschmar: »Kassationsgrundsätze allgemeiner und besonderer Art«. Zur Bewertungsdiskussion der preußischen Archivverwaltung 1936 bis 1945; Ulrike Höroldt: Enteignet – gerettet – vereint. Das Gutsarchiv der Familie Bismarck auf Briest nach 1945; Kathrin Möller: Ein Archiv voller Ideen – das Technische Landesmuseum sammelt patentierte Ideen und ordnet sie in einem Online-Archiv; Konrad Elmshäuser: Der mittelalterliche Siegelstempel der Landschaft Fehmarn: »… hac ratione terram ipsam desolavimus«; Elke Krügener: Das Planetensystem der Sonne im Jahre 1781; Torsten Fried: Geprägte Sukzession. Die Medaille zum Regierungsantritt von Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin; Niklot Klüßendorf: Die Roggenwertanleihe des Freistaats Mecklenburg-Schwerin von 1922/23; Verzeichnis der Abkürzungen und Siglen; Schriftenverzeichnis Andreas Röpcke und Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Wir sind hier ja nicht "Der Archivar", dessen ewige Weisheiten immer etwas öde Gemeißeltes haben. Also dürfen wir ohne Anspruch auf eine erschöpfende Darstellung einige Einsichten in Erinnerung rufen, die der Kommentator zu

http://archiv.twoday.net/stories/876866683/

vergessen zu haben scheint.

(i) Öffentlichkeitsarbeit ist eine archivische Kernaufgabe.

(ii) Zur archivischen Erschließung und zur Bereitstellung für die Nutzung zählen digitale Angebote, die man immer auch als Öffentlichkeitsarbeit sehen muss.

(iii) Archive haben als Häuser der Geschichte eine gesellschaftliche Bringschuld, was die Präsentation der Geschichte des Archivträgers angeht.

(iv) Sehr viele Archive sind auf Öffentlichkeitsarbeit, die den Archivträger bzw. dessen Mitarbeiter adressiert, zwingend angewiesen, um wilde Kassationen abwenden zu können und ihre Existenz in Erinnerung zu rufen.

(v) Es kann nie genug Ideen für Öffentlichkeitsarbeit geben. Da Ergebnisse aus anderen Kulturinstitutionen kaum übertragbar sind, kommt es immer auf "Trial and Error" entscheidend an. Ausprobieren lautet die Devise!

(vi) Andere Institutionen wie Museen oder die Marketingabteilung können archivische Öffentlichkeitsarbeit nicht besser als die Archive, da sie in der Regel keinerlei Interesse daran haben, dass Archive in der Öffentlichkeit möglichst angemessen dargestellt werden. Und auch nicht die Ressourcen dafür.

Weitere Argumente?

In Hochedlingers kleiner Quellenkunde zur österreichischen Militärgeschichte 1800-1914 (o.J.):

http://www.oesta.gv.at/DocView.axd?CobId=35385

http://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1762/files/2014/04/archivpflege-heft-80-01-2014-fuer-webseite.pdf

Ein Video-Interview.


"Der Erste Weltkrieg – im kollektiven Gedächtnis der deutschen Bevölkerung ist er nicht mehr allzu präsent. Vielleicht liegt es daran, dass das Kerngebiet des Deutschen Reiches vom Kriegsgeschehen nicht unmittelbar berührt war, auch wenn der Alltag an der Heimatfront stark beeinträchtigt war und Tote in vielen Familien zu beklagen waren.

Die Quellen zum Ersten Weltkrieg im Landesarchiv Baden-Württemberg sind vielfältig: Näheres darüber erfahren Sie im Einführungsartikel. Etliche Beiträge des Themenschwerpunkts Erster Weltkrieg stellen sogenannte Kriegssammlungen in den Mittelpunkt. Schon mit Kriegsanfang hatten Privatpersonen damit begonnen, die unterschiedlichsten Erinnerungsgegenstände an den Krieg zu sammeln. Diese Sammlungen sind vielfach schon seit langer Zeit Bestandteil der Bestände des Landesarchivs, teilweise stammen sie noch aus dessen Vorgängerbehörden.

Einblicke in die Arbeit des Landesarchivs gibt Präsident Prof. Kretzschmar in seinem Jahresbericht für 2013. Sie berühren die vielen verschiedenen Arbeitsfelder des Landesarchivs – von der Verpackung von Archivalien bis zur Entwicklung von Portalen zur Online-Stellung von Archivalien. Ein buntes Kaleidoskop bietet die Rubrik Quellen griffbereit. Drei Beispiele, wie Schüler sich das Thema Erster Weltkrieg erarbeiten können, finden sich im Schlussteil der Archivnachrichten: in den Rubriken Archive Geöffnet, Junges Archiv und in den Quellen für den Unterricht."

http://www.landesarchiv-bw.de/web/56341


Archive in Bayern. Aufsätze, Vorträge, Berichte, Mitteilungen. Herausgegeben von der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns Bd. 7, 2012. 535 S. Vergriffen (siehe unten), Rezensionsexemplar lag vor.

Inhaltsverzeichnis
http://www.gda.bayern.de/publikationen/archive-in-bayern/inhalt/band7.pdf

Die Unbelehrbaren haben nichts begriffen: "Die Druckfassung ist vergriffen. Auf Anforderung wird eine CD (10,- €) geliefert." Statt die Beiträge Open Access zu veröffentlichen, wird eine CD erstellt. Die Druckveröffentlichung war so überflüssig wie ein Kropf, sie hat offenkundig den Etat der Generaldirektion mit Druckkosten belastet, denen womöglich kein angemessener Absatz gegenübersteht. laut Zeitschriftendatenbank ist das Organ - sieht man von Archivbibliotheken ab - in wissenschaftlichen Bibliotheken außerhalb Bayerns so gut wie nicht vertreten. Für Nordrhein-Westfalen wird ein einziger Standort im Kölner Uni-Archiv nachgewiesen. Keine einzige der NRW-Landesbibliotheken oder Universitätsbibliotheken führt die archivische Fachpublikation.

Der Band hat zwei Schwerpunkte, von denen der erste zur Bestandserhaltung (S. 209-248) durchaus überregionales Interesse für sich beanspruchen kann.

Mario Grauert stellt Strategien der Bestandserhaltung vor, eine allgemeine Einführung zum Thema ohne Weitschweifigkeiten. Drei Aufsätze widmen sich der Notfallplanung bzw. Notfallverbünden. Hier darf natürlich der Einsturz des Kölner Stadtarchivs nicht fehlen. Über den Notfallverbund Münster unterrichtet Marcus Stumpf, während Christian Kruse Notfallplanung im Archivbau behandelt.

Vier Beiträge behandeln die technische Seite: konservatorische Grundregeln, Verfilmung vs. Digitalisierung, Massenentsäuerung und die Sicherung von Tonbändern aus dem Nachlass von Oskar Sala.

Einen Fremdkörper im Band ist der fußnotenreiche hilfswissenschaftliche Fachaufsatz von Marcus Schiegg über "Althochdeutsche Griffelglossen am Beispiel der Handschrift 10 des Archivs des Bistums Augsburg". Interessant ist das Thema durchaus, wenngleich ohne praktische Relevanz für geschätzte 99,99 % der deutschen Archivare. Diese Griffelglossen (hier: in einer Handschrift des 9. Jahrhunderts) können allzu leicht übersehen werden. Schiegg fasst offenbar seine Magisterarbeit zusammen und ediert S. 102-105 drei von ihm neu entdeckte Griffelglossen.

Zur Handschrift:
http://www.handschriftencensus.de/6655

Die Handschrift wird vom Bistumsarchiv verwaltet, war aber früher der Ordinariatsbibliothek zugewiesen und ist eigentlich typisches Bibliotheksgut.

Der zweite Schwerpunkt dokumentiert ein quellenkundliches Kolloquium "Wald und Jagd in den Beständen der Staatlichen Archive Bayerns" (S. 249-399). Neben der Überlieferung im Hauptstaatsarchiv München werden nur noch die Bestände des Staatsarchivs Nürnberg (also die Waldämter der Reichsstadt Nürnberg) thematisiert. Unangenehm berührt die mäßige Abbildungsqualität insbesondere bei den Karten (nur Schwarz-weiß). Herausragenden wissenschaftlichen Wert besitzt dieser Teil nicht.

Der große Rest sind allerlei Berichte und Mitteilungen, die besser online publiziert worden wären.

Zu fehlendem Open Access im Archivwesen siehe zuletzt:

http://archiv.twoday.net/stories/714914047/

 

twoday.net AGB

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