Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 

Open Access

... als die Werbeaktion der Royal Society, die alle ihre Publikationen in dieser Woche kostenlos zugänglich macht.

http://royalsocietypublishing.org/journals


http://textundblog.de/?p=6369





Trotzdem findet man auf Twitter hilfreiche Tipps zu Einführungen und Promo-Material in Sachen OA.

Zunächst ein Text von Peter Suber:

" Readings for Open Access Week.

I hope you'll talk about open access with colleagues next week, which happens to be Open Access Week. Actually I hope you talk about OA at every opportune moment. If an opportune moment doesn't come up every week, then use OA Week as the occasion. In my view, that's the main purpose of OA Week. Talk from a stage, your office, a hallway, a sidewalk, or a café table. The setting doesn't matter. Or if it does, personal settings may matter more than impersonal ones. Make the case in a way that your colleagues will understand, which you understand because you're their colleague.

If you inspire your colleagues to want to act, or learn more, then follow up with readings. Here are half a dozen of my own pieces that I can recommend, from shortest to longest.

But don't lead with readings. Lead with face-to-face conversation. Help people understand that there's a serious problem and a beautiful solution.

Very Brief Introduction to Open Access. (1 page; available in English and 20 other languages.)
http://legacy.earlham.edu/~peters/fos/brief.htm

How To Make Your Own Work Open Access. (4 pages; available in English, Greek, and Spanish.)
http://bit.ly/how-oa

Open Access: Six Myth To Put To Rest. (7 pages; from The Guardian, October 21, 2013.)
http://goo.gl/fzzdB6

Open Access Overview. (10 pages; available in English and 10 other languages.)
http://bit.ly/oa-overview

Good Practices For University Open-Access Policies. (87 pages; with +Stuart Shieber.)
http://bit.ly/goodoa

Open Access. (242 pages with an extra 25+ pages of updates and supplements; from MIT Press, 2012; available in English and Polish, partially in Greek, with 10 other translations in progress.)
http://bit.ly/oa-book

My other writings on OA.
http://bit.ly/suber-oa-writings

Happy OA Week! "
Quelle:
https://plus.google.com/+PeterSuber/posts/3EBn5Vn52cC

Bei netzpolitik.org gibt es eine dreiteilige Artikelserie zu OA. Erster Teil:

https://netzpolitik.org/2014/open-access-auf-dem-weg-zur-politischen-erfolgsgeschichte-teil-i-oa-im-gegenwind-des-wissenschaftlichen-zeitschriftenmarkts/

Kompakte Informationen bietet die Posterausstellung der TIB Hannover:

http://blogs.tib.eu/wp/tib/2014/10/20/unsere-posterausstellung-zur-internationalen-open-access-week/

Rückblick auf 5 Meilensteine der letzten 10 Jahre aus der Sicht von Oxford University Press:

http://blog.oup.com/2014/10/five-key-moments-open-access-movement-last-ten-years/

Studie mit umfangreicher Autorenbefragung zu OA vorgestellt:

http://www.infodocket.com/2014/10/20/open-access-nature-publishing-group-publicly-releases-findings-from-author-insights-survey/


http://www.openaccessweek.org/

In anderen Ländern legt man auf diesen Event wesentlich mehr wert. Symptomatisch ist das lieblose und wenig gepflegte Angebot

http://www.open-access.net/

Auf der Startseite wird noch auf die OA-Tage vom September hingewiesen, ein Hinweis auf die Open Access Woche fehlt, obwohl man ohne weiteres hätte schreiben können "Handreichung Open-Access-Publikationsfonds anlässlich der Open Access Woche erschienen".

Die Online-Version dieser Broschüre ist unter der Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung" (CC-BY) lizenziert und unter folgendem DOI abrufbar:
http://doi.org/10.2312/allianzoa.006
Eine englische Kurzfassung ist unter folgendem DOI abrufbar:
http://doi.org/10.2312/allianzoa.007
Weitere Informationen zur Schwerpunktinitiative "Digitale Information" finden sich unter:
http://www.allianz-initiative.de


http://blog.arthistoricum.net/beitrag/2014/10/16/das-germanische-nationalmuseum-geht-openaccess/

Von Retrodigitalisierung der Publikationen und der Zeitschriften des Museums keine Spur! Siehe auch

http://archiv.twoday.net/stories/4113065/ (aus dem Jahr 2007)!

http://wisspub.net/2014/10/13/intransparenz-bei-den-bibliotheksausgaben-von-schweizer-hochschulen/

Christian Gutknecht hat nach dem Vorbild von Open-Access-Aktivisten in anderen Ländern bei Schweizer Hochschulen nach Details ihrer E-Lizenzen-Kosten gefragt und so gut wie keine Antwort bekommen. Prima Initiative!

Erbärmlich, bedenkt man, dass sich die Bibliotheken eigentlich den Wert "Transparenz" auf die Fahnen geschrieben haben:

Informationsfachleute setzen sich für die Transparenz von Informationen ein und orientieren auch ihre berufliche Praxis am Transparenzgebot. (BIS-Ethikkodex)

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/967549869/
http://archiv.twoday.net/stories/524896703/

Meine eigenen gescheiterten Versuche, Transparenz herzustellen:

2007: Meine Bitte um Überlassung des Vertrags zwischen Google und der Bayerischen Staatsbibliothek wird vom Ministerium zurückgewiesen. 2010 segnet der Petitionsausschuß des Bayerischen Landtags das ab.
http://archiv.twoday.net/stories/3484352/

2007: Die SUB Göttingen weigert sich mir gegenüber, Details der Vereinbarung zwischen der Universität Göttingen und dem Springer-Verlag über Open Access mitzuteilen.
http://archiv.twoday.net/stories/4341449/

2009: Die ThULB Jena verweigert Auskünfte zur Kooperation mit dem Klostermann-Verlag in Sachen ZfBB-Archivierung. Meine Klage vor dem Verwaltungsgericht Jena wurde abgewiesen. Die Zulassung der Berufung wurde beantragt, trotz Verzögerungsrüge gibt es derzeit noch keinen Termin für eine Entscheidung.
http://archiv.twoday.net/stories/5755033/

2010: Die Deutsche Nationalbibliothek behauptet, keine Aufzeichnungen über Verhandlungen wegen verwaister Werke zu besitzen.
http://archiv.twoday.net/stories/6460982/

2011: Elsevier erklärt die Embargo-Perioden einzelner Zeitschriften im Vertrag mit dem Robert-Koch-Institut für Geschäftsgeheimnisse. Außer den Kopien muss ich 30 Euro Auskunftskosten bezahlen.
http://archiv.twoday.net/stories/64967798/

In Subers OA-Hub auf Tagteam gibt es anscheinend keinen eigenen Transparenz-Tag, aber über oa.prices fand ich wieder:

http://theinformed.org.uk/2014/09/the-cost-of-subscription-publishing/

http://paperity.org/

Weiteres folgt. Meinungen aus dem Kreise der geneigten LeserInnen?

http://www.tdx.cat/

Via
http://filstoria.hypotheses.org/11766 (gerade offline)

"In gewaltigen, frei zugänglichen Online-Datenbanken verbreiten anonyme Betreiber wissenschaftliche Literatur, ohne Beachtung des Urheberrechtes. Doch die digitalen Sammlungen sind nicht nur Piraterie, sie weisen auch auf große Versäumnisse der Wissenschaftsverlage hin – sagt der ungarische Piraterie-Forscher Balázs Bodó. Im Interview mit der Journalistin Miriam Ruhenstroth erklärt er, wieso die Schattenbibliotheken in Ost- und Mitteleuropa so gefragt sind und wie das Problem zu lösen wäre."
http://irights.info/artikel/schattenbibliotheken-piraterie-oder-notwendigkeit/24058

Siehe auch
http://www.warsystems.hu/
http://www.re-publica.de/session/shadow-libraries-pirate-archivists
https://archive.org/stream/GuerillaOpenAccessManifesto/Goamjuly2008_djvu.txt

Auf Twitter las ich, es könnte die Library Genesis gemeint sein.

Das folgende erschien zunächst im Redaktionsblog:

http://redaktionsblog.hypotheses.org/2581

Auf dem Hypotheses-Bloggendentreffen am Rande des Göttinger Historikertags wurde auch die Frage angesprochen, was man tun kann, wenn eine Druckförderung nicht möglich ist, sondern die Förderorganisation erwartet, dass der Tagungsband Open Access erscheint. Ich knüpfe im Folgenden an meinen Beitrag "Rechtsfragen von Open Access (2012)" an. ((Dort gehe ich auch auf die Frage ein, wie man als Rechteinhaber sein eigenes Buch Open Access zur Verfügung stellen kann z.B. wenn es schon in HathiTrust gescannt ist.)) Ausgeklammert wird die Frage, ob Tagungsbände überhaupt sinnvoll sind. ((Tod den Tagungsbänden! Das forderte der Jurist Thomas Hoeren. "Sammelbände, das wissen wir, liest wirklich niemand", sagt Valentin Groebner. Anne Baillot und Mareike König schreiben in ihrem in Kürze auf http://ifha.revues.org/7959 einsehbaren Beitrag "Wissenschaftliches Publizieren in Frankreich: erste Schritte für Nachwuchshistorikerinnen und -historiker": "Die Herausgabe eines Sammelbandes muss einen massiven, evidenten Vorteil mit sich bringen, denn es ist eine Veröffentlichungsform, die weder große institutionelle Anerkennung einbringt (im Vergleich zu im Peer Review begutachteten Aufsätzen) noch eine größere Verbreitung der Arbeitsergebnisse gewährleistet – und dies bei beträchtlichem Zeitaufwand".))

Wenn ich mich recht entsinne, wurde die Option, die Beiträge als PDFs ((Obwohl Schriftenserver (anders als Open-Access-Zeitschriften) fast nur auf PDFs setzen, sind die Nachteile dieses Formats nicht zu übersehen, angefangen von eingeschränkter Sichtbarkeit im Web bis hin zur unbequemen Nutzung von Hyperlinks. )) in einem Hypotheses-Blog an Zusammenfassungen anzuhängen, gar nicht erst erwogen. Zu wenig prestigeträchtig! Aber die Beiträge würden verbreiteten Maßstäben von Zitierfähigkeit genügen, sie wären in Suchmaschinen (einschließlich Google Scholar) gut sichtbar. ((Noch ungelöst ist die Frage der Langzeitarchivierung von Blogs. Hypotheses archiviert nach Auskunft von Mareike König, der ich ebenso wie Maria Rottler für die Durchsicht dieses Beitrags danke,  die Beiträge (aber nicht die angehängten PDFs), sieht aber keine Langzeitarchivierung vor. Die Deutsche Nationalbibliothek archiviert zwar Blogs, macht diese aber nicht öffentlich im Netz zugänglich.))

Mein Vorschlag, bei universitärer Anbindung den jeweiligen Hochschulschriftenserver zu nutzen, stieß auf keine Gegenliebe. Dabei haben die einzelnen Beiträge dauerhafte Adressen (meistens vom Typ URN), dürften dauerhaft zugänglich sein und sind über Bielefelds BASE und vergleichbare Services findbar (siehe auch hier). Rufen wir uns kurz die Berliner Erklärung für Open Access aus dem Jahr 2003 in Erinnerung: "
A complete version of the work and all supplemental materials, including a copy of the permission as stated above, in an appropriate standard electronic format is deposited (and thus published) in at least one online repository using suitable technical standards (such as the Open Archive definitions) that is supported and maintained by an academic institution, scholarly society, government agency, or other well-established organization that seeks to enable open access, unrestricted distribution, inter operability, and long-term archiving.
Harnadianer schwören darauf, dass beim grünen Weg von Open Access die mandatgestützte Einstellung in den lokalen IRs (institutionellen Respositorien) erfolgt und zentrale disziplinäre Repositorien lediglich die Aufgabe haben, die lokalen Inhalte zu harvesten (also die Metadaten einzusammeln).

Es wurde der Wunsch geäußert, ein zentrales Portal für die deutschsprachige Geschichtswissenschaft zu haben, das mit hohem Ansehen und hoher Akzeptanz behaftet ist, in dem man einen solchen Tagungsband unterbringen könne. Ich kann dazu nur sagen: Dieser Ball liegt - wenn man von den Kompetenzen der verteilten nationalen Forschungsbibliothek ausgeht - seit Jahren im Feld der Bayerischen Staatsbibliothek - ungespielt. Historicum.net wird (ebenso wie CLIO online) als virtuelle Fachbibliothek ausgegeben, doch wird man angesichts der Tatsache, dass keine neuen Themenportale vorgesehen sind, meine Diagnose, Historicum sei gescheitert, nicht ganz von der Hand weisen können. Während die Kunstgeschichte mit ART-Dok (UB Heidelberg) ein ausgezeichnet funktionierendes, auch durch Retrodigitalisate erfreulich angereichertes Repositorium verfügt, ist ein geschichtswissenschaftliches Repositorium nicht vorhanden und auch nicht in Sicht. Wer es vermisst, ist aufgerufen, sich an die Bayerische Staatsbibliothek zu wenden.

In den Sozialwissenschaft recht renommiert ist das bei HistorikerInnen wenig bekannte Social Science Open Access Repository. Eine Suche nach dem Wort Mittelalter zeigt, dass hier nicht nur hardcore-sozialhistorische Arbeiten zu finden sind. Kulturgeschichte ist ja bekanntlich immer auch Sozialgeschichte und umgekehrt ...

Mein Hinweis auf Qucosa wurde eher mit Skepsis aufgenommen. Das in Sachsen beheimatete Portal ist zwar nachweislich für alle deutschsprachigen Wissenschaftler, also auch für die nicht an ein universitäres Repositorium angebundenen, offen, verfehlt aber durch seinen regionalen Zuschnitt das dringende Bedürfnis nach einem möglichst qualitätvollen und reputationsträchtigen Portal (aber Qualität wird ja bekanntlich überschätzt ...).

Wenig Prestige verheißt auch die für englischsprachige Studien vorgesehene Notlösung OpenDepot der Universität Edinburgh, falls ein geeignetes Open-Access-Repositorium nicht existiert. 2013 gab es nur 54 Eprints, die dort abgelegt wurden. Mareike König weist mich zusätzlich auf HAL-SHS hin, das aber nur für frankophone Beiträger relevant sein dürfte.

Deutlicher attraktiver als solche Schriftenserver (schon das Wort Hochschulschriftenserver signalisiert ja schlechte Laune), ja geradezu "sexy" ist anscheinend Academia.edu (Einführung von Maria Rottler), das, wenn ich E-Prints aus meinem fachlichen Umfeld recht deute, an Beliebtheit andere Angebote wie ResearchGate oder Mendeley in den Geisteswissenschaften weit übertrifft. Das Hochladen ist wesentlich einfacher und bequemer als bei den Repositorien, die Funktion als soziales wissenschaftliches Netzwerk (mit Timeline) wird gern genutzt. Aber es gibt keine Permalinks und auch keine garantierte dauerhafte Verfügbarkeit - solche kommerziellen Angebote können ja auch wieder verschwinden, wenn sie sich als erfolglos erweisen.

Keine Begeisterung löste mein Gedanke aus, es sei doch egal, wo überall der Sammelband als Datei abgelegt sei. Man könne doch auf dem eigenen Webspace eine schicke Präsentation basteln und für die Dateien/PDFs auf andere Server verweisen. Klar, schick heißt nicht unbedingt: Reputation.

Großer Konsens bestand dagegen in Sachen hybrides Publizieren: Open Access und Druckausgabe. Gedruckte Bücher sind in Bibliothekskatalogen findbar und werden rezensiert. Immerhin habe ich ja im Lauf der Jahre über 100 Links gesammelt, die fast alle besagen, dass entgegen landläufigem Vorurteil eine Open-Access-Buchpublikation den Verkaufszahlen der gedruckten Version nicht schadet. Aber welche Verlage akzeptieren Open Access? Eine bequeme Liste gibt es nicht. Man muss einzeln verhandeln, und in vielen Fällen wird wohl ein satter Druckkostenzuschuss erwartet (der ja im Ausgangsfall eben nicht in Aussicht gestellt werden kann).

Gern einigte man sich also auf das Prinzip #Ziegenleder. Bewährt und bekannt: das gute Buch.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma