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Kirchenarchive

"Monsignore Schioppa ist entsetzt über Artikel: Mit Protestanten Hand in Hand durch das ganze Land und den gemeinsamen Weg nach Golgatha. Gesagt, daß Kunkel bei ihm war für die Deutsche Volkspartei (Kurier sei im Tone zu scharf, Separatismus sei nicht gut; sie wollten Freiheit der Kirchen, das heißt jedem Bischof und Pfarrer ein tantum geben; sie wüßten, daß aus den Klöstern nicht soviel zu holen). Wegen Scheck für die Schweiz, die bayerischen Geldverhältnisse seien zu unsicher."

Kritische Online-Edition der Tagebücher Michael Kardinal von Faulhabers (1911-1952). EAM, NL Faulhaber 10003, S. 26. Verfügbar unter: http://p.faulhaber-edition.de/dokument.html?doctype=tb&docidno=10003_1918-12-10_T01&collid=1918. Letzter Zugriff am 10.11.2015.

Dresdener Ausstellungsktalaog von 2012:

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-164346

Den Band gibts als kostenlosen Download:

http://www.paxchristi.de/s/downloads

Für einen Direktlink zum PDF ist die URL zu lang!

Via
http://archivekod.hypotheses.org/499

Jahrbuch kirchliches Buch- und Bibliothekswesen NF 2, 2014. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft katholisch-Theologischer Bibliotheken (AKThB) und des Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB) in der Arbeitsgemeinschaft kirchlicher Archive und Bibliotheken in der evangelischen Kirche hrsg. von Jochen Bepler u.a. Regensburg: Schnell & Steiner 2015. 240 S., zahlreiche überwiegend SW-Abbildungen. Gebunden. ISBN 978-3795429324. 27.50 EUR.

Dass ich bei meiner Rezension von Band 1 unter dem Titel "Böcke im Garten des Herrn"

http://archiv.twoday.net/stories/453138938/

ins Schwarze getroffen habe, beweist der Link von Klaus Schreiber:

http://ifb.bsz-bw.de/bsz094147051rez-2.pdf

Die vergreisten Kirchenbibliothekare, die aktuell noch nicht einmal die skandalösen Verkäufe aus der Himmeroder Klosterbibliothek verhindern können (die zugesagte Stellungnahme der AKThB liegt mir bis jetzt nicht vor

http://archiv.twoday.net/stories/1022473672/ ), haben es natürlich noch nicht geschafft, zu dem im März erschienenen zweiten Band ein Inhaltsverzeichnis ins Netz zu stellen. Allein der Schwerpunkt zur Barther Kirchenbibliothek, eingeleitet mit einem Grußwort von Angela Merkel, ist im Web mit seinem Inhalt präsent:

• Falk Eisermann: Barth, Greifswald, Wolgast: Die Wiederauferstehung der vorpommerschen Kirchenbibliotheken
• Jan Simonsen: Gedanken zum Kirchenbau und zur Kirchenbauerhaltung in der Nordkirche
• Gerd Albrecht: Die Kirchenbibliothek im Barther Kulturverbund
• Ulrike Volkhardt: Suche nach musikalischen Quellen als Impuls für die Barther Bibliotheksrestaurierung
• Christian Heitzmann: Die mittelalterlichen Handschriften der Barther Kirchenbibliothek
• Jochen Bepler: Aus Schaden klug
• Christine Johannsen: Sanierung und Umgestaltung der Bibliothek der St. Marien Kirche in Barth
http://www.schnell-und-steiner.de/artikel_8475.ahtml

Dieser Teil umfasst die Seiten 7-74, vier weitere Aufsätze stehen auf den Seiten 77-126. Kleine Beiträge, Berichte und Projekte: S. 129-159; vier Rezensionen S. 163-172. Wem nützt eigentlich die im Druck aus meiner Sicht völlig wertlose Bibliographie 2010/12, die zu den einzelnen Institutionen (ohne jegliches Register oder andere Sacherschließung) die Veröffentlichungen auflistet (S. 173-239). Was sagt es über einen Zeitschriftenjahrgang aus, wenn etwa ein Viertel davon nutzlos ist?

Herausragende wissenschaftliche Beiträge sind mir wieder nicht begegnet. Noch am ehesten brauchbar sind aus dem ersten Teil, der sich der sehr begrüßenswerten, aber singulären Revitalisierung der Kirchenbibliothek in Barth widmet,

http://archiv.twoday.net/search?q=kirchenbibliothek+barth

Falk Eisermanns Überlegungen zu den evangelischen Kirchenbibliotheken in Vorpommern. Neben den bekannten Beispielen Barth, Greifswald und Wolgast gibt es weitere wichtige kleine Sammlungen, um die man sich weit weniger gut kümmert. Eisermann erwähnt - obwohl sie keine Kirchenbibliothek betrifft - die Causa Stralsund S. 23. Dass die Stadt Stralsund "in hohem Maße verantwortliches Handeln für ihre Bibliothek zeigt" ist in Anbetracht der Machenschaften der Stadt, die dokumentiert sind in:

https://kulturgut.hypotheses.org/category/bibliotheken/stralsund

eine offenkundig politisch motivierte dreiste Falschdarstellung durch den GW-Leiter, der ja durch seinen Hinweis an mich die Aufdeckung des Skandals ausgelöst hatte.

Zu dem Barther Schwerpunkt passen aus den "Berichten" die Gedanken zur Zukunft der historischen Goslarer Marktkirchen-Bibliothek und der Hinweis auf die Planung einer Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek in Wittenberg, die die Bestände von Lutherhalle und Predigerseminar 2016 zusammenführen soll.

Der vor kurzem verstorbene Jochen Bepler nähert sich in amüsanter Weise dem Thema "Kirche und Comics" an. Michael Brandt ediert aus den C-Akten der Hildesheimer Dombibliothek Aufzeichnungen des Hildesheimer Advokats Franz Engelke (1778-1856) über mittelalterliche Emailkunst in Hildesheim. Der Obertitel "Nachlasswege und -umwege" gehorcht einem überaus ärgerlichen Trend der Wissenschaftskommunikation, sehr spezielle Miszellen und Aufsätze mit möglichst weiten, aufgeblasenen Obertiteln zu versehen. Hier widmen sich nur wenige Zeilen dem Aspekt "Nachlasswege und -umwege".

Wieso die beiden Beiträge zu protestantischen Bibeldrucken des 16. Jahrhunderts nicht nebeneinander stehen, erschließt sich mir nicht. Klaas-Dieter Voß fragt nach der Entstehungsgeschichte der von Gillis van der Ervens in Emden gedruckten sogenannten Deux-Aes-Bibel von 1562. Gern hätte man erfahren, dass diese digitalisiert einsehbar ist unter:

http://www.bijbelsdigitaal.nl/view/?bible=deuxa1562 (Faksimile)
http://www.dbnl.org/tekst/_deu001deux01_01/colofon.php (E-Text)

Anette Pelizaeus, die 2012 laut Rezension S. 166f. ein eher konfuses Buch über die für Herzog Christoph von Württemberg in Frankfurt 1564 gedruckte Bibel geschrieben hat, darf diese breit (S. 99-115) nun auch im Jahrbuch vorstellen, wobei man sich fragt, was bitteschön den Druck dieses Aufsatzes rechtfertigt, der noch nicht einmal die VD 16-Nummer

http://gateway-bayern.de/VD16+B+2759

nennt und nicht in der Lage ist, das Titelblatt korrekt wiederzugeben ("Das ist: //" statt "Das ist:"; "Schrifft" statt "Schrift" usw.).

Vielleicht wäre mein Urteil günstiger ausgefallen, wenn man dem Band wenigstens ein Register spendiert hätte.


https://books.google.de/books?id=oMddAAAAcAAJ&pg=PA473


http://www.archiv.elk-wue.de/familienforschung/die-wuerttembergischen-kirchenbuecher-auf-archion/

http://www.bistum-trier.de/no_cache/news-details-social-tab/pressedienst/detail/News/bestandsuebersicht-im-internet/

http://www.steinheim-institut.de/wiki/index.php/Vieles_finden

Am 22. Juli 2015 wurde das Internetportal Württembergische Kirchengeschichte Online (WKGO) durch Landesbischof Frank Otfried July in einem feierlichen Akt im Oberkirchenrat Stuttgart freigeschaltet. Artikel zu Epochen der evangelischen württembergischen Kirchengeschichte finden sich dort ebenso wie Beiträge zu Institutionen, Regionen und speziellen Themen der württembergischen Kirchengeschichte. So kann man sich unter wkgo.de beispielsweise über die Kirchengeschichte von Schwäbisch Hall, über das Syrische Waisenhaus Jerusalem, über den Predigtgottesdienst, die württembergische Reformationsgeschichte oder über die Stuttgarter Stiftskirche informieren. Dort, wo die Zustimmung der Autor_innen eingeholt worden ist, stehen die Beiträge unter einer CC-BY-SA-Lizenz. Deren Anteil soll laufend erhöht werden.

In der Personensuche lassen sich nicht nur Kurzbiografien bedeutender Persönlichkeiten recherchieren, sondern auch große, bislang unzugängliche Datenbestände aus dem Landeskirchlichen Archiv: Das Pfarrerbuch Herzogtum Württemberg (knapp 10.000 Einträge), das Verzeichnis der Stipendiaten des Evangelischen Stifts Tübingen (bis 1930, knapp 14.000 Einträge) und das Verzeichnis der Personalakten des Archivs sind durchsuchbar und zum Teil bereits über Normdaten miteinander verknüpft. Die mit GND-Nummern versehene Einträge verweisen über die BEACON-Technik auf andere, online verfügbare Quellen.

Die Beiträge auf WKGO sind vielfältig mit den Angeboten der Landeskirchlichen Zentralbibliothek und ihrem Zentralkatalog verknüpft. Das Landeskirchliche Archiv bietet unter https://www.wkgo.de/quellen-literatur/archivische-findmittel einen - stetig wachsenden - Teil seiner Bestandsfindmittel zur Recherche an.

WKGO versteht sich als wachsendes Angebot. Bislang werden vorwiegend Basisinformationen geboten, die laufend fortgeschrieben werden sollen.

Württembergische Kirchengeschichte Online ist ein von der Evangelischen Landeskirche gefördertes Projekt von Archiv und Zentralbibliothek sowie dem Verein für württembergische Kirchengeschichte.

Zum Portal s. auch den früheren Beitrag auf Archivalia.

Herr ev. Kirchenpfleger P. wohnhaft zu R., wirkend in W., wies mich freundlicherweise auf

https://www.wkgo.de/

hin.

Bei den Biographien z.B.

Butz, Andreas: Schmid, Eugen, in: Württembergische Kirchengeschichte Online, 2015
https://www.wkgo.de/cms/article/index/schmid-eugen (Permalink)

keine GND-Nutzung, keine Links, keine Möglichkeit der Nachnutzung.

Auch bei den Orten hat man nichts von Wikipedia gelernt (Querverweise, Einzelnachweise, Weblinks, Bebilderung usw.).

Seit wann zitiert man die BWKG als BfWKG??

Insgesamt aus meiner Sicht: sehr enttäuschend.


 

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