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Geschichtswissenschaft

Die Studie von Franz Joetze 1905 ist online:

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/titleinfo/6949463

Wie damals üblich betrachtet er Chroniken nur als Faktensteinbruch.

Zum Chronisten Jakob Lynnß (1574-1621) siehe die Schrift von Eckert 1914 (Lindauer Neujahrsblatt). Von seiner Bibliothek hat Needhams IPI keine Spur, wohl aber fand ich in Frauenfeld ein Buch aus seinem Besitz (Lirers Chronik):

http://books.google.de/books?id=pcvWAAAAMAAJ&pg=PA39

Im Oktober 2012 widmete Margret Ott dem pommerschen Fälscher Pristaff (gestorben 1736) einen Blogartikel:

http://www.blog.pommerscher-greif.de/ein-pommerscher-falscher/

In der ADB lesen wir:

Seit dem Jahre 1732 lebte er abwechselnd in Stettin und in Greifswald und unternahm von hier längere Reisen durch Pommern und Rügen, auf welchen er sich überall eine vielseitige Kenntniß der Archive, Bibliotheken und öffentlichen Denkmäler erwarb. Diese benutzte er zur Anfertigung gefälschter Urkunden und Chroniken mit angefügten Landkarten und Abbildungen, welche er theils als Abschriften seiner Hand, theils unter fremdem Namen, u. A. von Adam Gerschow, an Bibliotheken und Privatpersonen veräußerte. Auf solche Art täuschte er den Generalsuperintendenten Hornejus und den Bürgermeister Liebeherr in Stettin, sowie den Generalsuperintendenten Lütkemann und die Professoren A. G. Schwarz und Aug. Balthasar in Greifswald, welche nicht nur die betr. Urkunden für ihre Arbeiten benutzten, sondern ihn auch bei seinen Reisen ihren Freunden empfohlen. Pristaff’s Zeichnungen sind freilich so formlos und ohne Kenntniß der Denkmäler entworfen, daß sie wenig Beachtung verdienen, seine Chroniken, welche namentlich die Geschichte der pommerschen Städte behandeln, verrathen dagegen eine große Belesenheit, welche oft dazu verleitet, auch die eingewebten Irrthümer und Erfindungen für Wahrheiten anzunehmen; die gefälschten Urkunden endlich sind mit raffinirter Berechnung gerade in solche Zeiten verlegt, wo wichtige Ereignisse, wie die Sturmfluth von 1304, das Erlöschen des Geschlechts der Grafen v. Gützkow (1359) u. A. stattfanden, sodaß selbst neuere Forscher, wie Barthold (Pom. Gesch. III, 899–402), Klempin (Pom. Urt.-Buch 320) und Fock (Rüg. Pom. Gesch. III, S. 61, Anm. betr. d. J. 1307) durch dieselben getäuscht wurden. Andererseits muß es Verwunderung erregen, daß P., welcher schon am 10. Jan. 1786 zu Anklam starb, in der kurzen Zeit v. 1732–36 eine so große Menge von gefälschten Schriften zu sammeln und anzufertigen vermochte.
https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Pristaff,_Gottlieb_Samuel

Zum von ihm gefälschten Runenstein von Drewoldke siehe

Giesebrecht 1850 S. 185-188
http://digibib.ub.uni-greifswald.de/download/eBook_Baltische_Studien_1850_52.pdf

http://ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/viewer/resolver?urn=urn%3Anbn%3Ade%3Agbv%3A9-g-305249

Oelrichs 1790 behandelte Pristaff ausführlich. Bedauerlicherweise verzichtete Ott auf einen Direktlink zur Stelle, obwohl in dem Google-Digitalisat mehrere Ausgaben zusammengebunden sind:

http://books.google.de/books?id=yVZFAAAAYAAJ&pg=RA1-PA94

(Oelrichs behandelte im gleichen Aufsatz auch den 1647 gestorbenen Urkundenfälscher Christoph Stenzel Janikowsky. Zu ihm siehe auch

http://alehistoria.blox.pl/2010/09/GENIALNI-FALSZERZE.html )

Adolf Rieth erwähnte Pristaff in seinem Buch "Vorzeit gefälscht", einer Sammlung von Fälschergeschichten aus der Vor- und Frühgeschichte. Rezension im SPIEGEL 1968
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46039921.html

GND Pristaff
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=139237291

Fälschungen in Archivalia
http://archiv.twoday.net/stories/96987511/


http://adw-goe.de/en/research/research-projects-within-the-academies-programme/germania-sacra/klosterdatenbank/

Musterartikel sind schon online.

Übrigens suchte ich gerade nach der Klerikerdatenbank, aber auch wenn sie gut versteckt ist, sie funktioniert noch:

http://www.uni-goettingen.de/de/78229.html

http://blog.arthistoricum.net/beitrag/2014/04/07/arthistoricumnet-praesentiert-forschungsbibliographie-zum-thema-faelschung/

http://frueheneuzeit.hypotheses.org/1615

Es war ein großes Glück, dass bei dem Verkauf der Sammlungen der Markgrafen und Großherzöge von Baden 1995 das Land Baden-Württemberg sich das 1489 datierte astronomisch-astrologische Kompendium des Marcus Schinnagel sichern konnte. Das eindrucksvolle, nahezu einzigartige Stück war als Säkularisationsgut aus dem Kloster Petershausen bei Konstanz in das Eigentum der ehemaligen Herrscherfamilie gelangt.

Ich konnte jetzt zu Schinnagel neue Lebenszeugnisse auffinden: zu seinen Pfarrstellen in Landsberg am Lech (nur diese war bisher bekannt) und in Sulzberg (Allgäu) und einen Brief an Herzog René II. von Lothringen.

Meine Miszelle gibt einen Überblick über Leben und Werk des Astrologen (geboren wohl um 1450, gestorben nicht vor 1504, womöglich nicht vor 1533).


Wie immer exzellent recherchiert und sachkundig berichtet Schräg Schreg:

http://archaeologik.blogspot.de/2014/04/neolithische-rohmaterialgewinnung-der.html

Update:
http://archaeologik.blogspot.com/2014/04/archaologische-aprilscherze.html

Archaeologik stößt mal wieder in Raubgräber-Horn und Schmalenstroer fragt entsetzt: "was sind das für Menschen, die hunderte oder tausende Euro für irgendwelchen Nazi-Plunder ausgeben?"

http://schmalenstroer.net/blog/2014/03/mal-wieder-raubgraeber-bei-national-geographic/

Veling, Alexander: Altwegeforschung. Forschungsstand und Methoden. aventinus varia Nr. 44 [28.03.2014], in: aventinus, URL: http://www.aventinus-online.de/no_cache/persistent/artikel/9847/

http://www.mgh.de/home/aktuelles/newsdetails/praesidentin-der-mgh-verzichtet-auf-entfristung/0d2aec8397/

Zu den Hintergründen Prantl in der SZ (aaO einsehbar).

http://www.hr-lavater.ch/2014/03/26/zur-richtigen-beurteilung-des-idyllischen-chronikenkults/ macht auf eine interessante Schrift von August Holder 1886 aufmerksam.

http://fbc.pionier.net.pl/id/oai:pbc.gda.pl:19360

S. 17 gibt Holder Auszüge aus Rabeners Satire "Ein Auszug aus der Chronike des Dörfleins Querlequitsch an der Elbe gelegen" (zuerst 1742). Der Text in einer Ausgabe 1766:

http://books.google.de/books?id=cncTAAAAQAAJ&pg=PA201


 

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