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Geschichtswissenschaft

http://resolver.obvsg.at/urn:nbn:at:at-ubg:1-59757

Diese Masterarbeit hätte ich nie angenommen. Wer im Studium nicht gelernt hat, dass man Fundstellen mit Seitenzahl angibt, verdient keinen Masterabschluss.


"Dieses Portal stellt bibliographische Informationen zu ausgewählten älteren, vorzüglich deutschsprachigen Autoren, Werken und Sagen zusammen. "

http://gottfried.unistra.fr/?page_id=2491

Peter Andersen widmet sich nicht nur dem Tristan-Stoff, sondern auch Stoffen der Heldensage.

"Die bedeutendste unheimliche Geschichte, die je geschrieben wurde, ist möglicherweise 'Die Weiden' von Algernon Blackwood." Zitiert die Wikipedia H. P. Lovecraft.

Blackwood gehörte den zu vielen Freiwilligen, über die ein neues Portal unterrichtet.

http://www.redcross.org.uk/en/About-us/Who-we-are/History-and-origin/First-World-War/Algernon-Henry-Blackwood
http://www.redcross.org.uk/en/About-us/Who-we-are/History-and-origin/First-World-War


http://www.perspectivia.net/content/publikationen/gallia-pontificia

Bd. 7 folgt wohl frühestens 2017.

Via
http://dfmfa.hypotheses.org/1624

Der Erstdruck von Georg Rüxners Turnierbuch (Simmern 1530, VD16 R 3541) ist online:
urn:nbn:de:bvb:12-bsb00090290-0
(Kolophon: http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00090290/image_833 )

http://portal-militaergeschichte.de/

Via
http://zkbw.blogspot.de/2014/10/bibliothek-fur-zeitgeschichte-stellt.html

Der "Verein Naturschutzpark" wurde am 23.10.1909 in München mit dem Ziel gegründet, nach Vorbild der amerikanischen Nationalparke großflächig Naturschutz zu betreiben.

http://www.verein-naturschutzpark.de

Zwei Broschüren aus der frühen Geschichte des Vereins liegen digitalisiert im Internet Archive vor:

"Naturschutzparke in Deutschland und Österreich. Ein Mahnwort an das deutsche und österreichische Volk"

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/n0/mode/2up

"Der erste deutsche Naturschutzpark in der Lüneburger Heide : eine Werbeschrift"

https://archive.org/stream/dererstedeutsche00vere#page/n5/mode/2up

Keimzelle des Vereins ist die 1904 unter dem Dach der später umbenannten "Franckh’schen Verlagshandlung" in Stuttgart gegründete "Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde". Mitglieder der "Kosmos"-Gesellschaft erhielten regelmäßig die Zeitschrift "Kosmos - Handweiser für Naturfreunde", in der Kurt Floericke im April 1909 in einer "Umschau über die Naturschutzbewegung" für die Schaffung eines möglichst großen Naturschutzparks warb. Dem Aprilheft lag ein "Aufruf zur Gründung von Naturschutzparken" bei:

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/n57/mode/2up

Nach einem überraschend großen Erfolg des Aufrufs kam es noch im gleichen Jahr zur Gründung des Vereins, dem im Laufe der kommenden Jahre zahlreiche Interessierte beitraten. Die Entwicklung der Naturschutzpark-Idee und die ersten Bestrebungen des Vereins zur Wahl und zum Ankauf für das Vorhaben geeigneter Flächen lassen sich anhand der Berichterstattung in "Kosmos" nachvollziehen (Auswahl):

I. Floericke, K.: "Umschau über die Naturschutzbewegung", Kosmos (1909), Heft 4
II. Ders.: "Der gegenwärtige Stand der Naturschutzpark-Bewegung", Kosmos (1909), Heft 12
III. Ders.: "Entwicklung, Stand und Aussichten der Naturschutzparkbewegung", (1912?)

https://archive.org/stream/naturschutzparke22635vere#page/6/mode/2up

außerdem: Regensberg, F.: "Umschau über die Naturschutzparkbewegung", Kosmos (1910), Heft 12

Kurze Notiz zum Naturschutzgedanken (Zitate aus III.): Floericke verwirft das "Nützlichkeitsprinzip", nach dem nur diejenigen Lebewesen geschützt werden, welche nach Maßgabe des Menschen einen Nutzen erfüllen, und stellt diesem ein ästhetisches Prinzip gegenüber: "[…] wir wollen den Vogel schützen um des Vogels selbst willen, weil er in seiner Art ein herrliches Geschöpf ist, ein Dichtergedanke gewissermaßen der schaffenden Natur, weil ohne die anmutigen Bewegungen, die bunten Farben und die lieblichen Gesänge unserer Vögel unsere Wälder und Fluren unendlich öde, tot und traurig erscheinen würden." Beginnend mit dem starken "um des Vogels selbst willen", setzt Floericke im Fortgang dem engen Prinzip der Nützlichkeit eines der Ästhetik entgegen, welches aber gleichermaßen vom Menschen her gedacht wird.

Dem Bestreben, einzelne herausgestellte Tier- und Pflanzenarten zu schützen, setzt Floericke ein ökologisches Modell entgegen: "Alles bildet ja ein zusammengehöriges, unauflösliches Ganzes, und eben dieses Ganze wollen wir uns erhalten, wenn es natürlich auch nur streckenweise und in kleinen Restbeständen möglich sein wird." Dieses Modell eines aufeinander abgestimmten Zusammenwirkens der Lebewesen, für das Floericke an anderer Stelle in geradezu mechanistische Metaphorik verfällt, findet man auch heute noch in populären Naturschutzbestrebungen. Dabei lässt sich das Ganze der Natur nur als Prozess begreifen, der das Entstehen und Vergehen einzelner Arten beinhaltet. Metaphern von einem Räderwerk, dessen Teile reibungslos ineinandergreifen oder einer Kette, deren Glieder lückenlos zusammenhängen, entlarven unzulässige Idealisierungen.

Der Sitz des "Vereins Naturschutzpark" verlagerte sich im Laufe der Vereinsgeschichte von Stuttgart über Hamburg nach Niederhaverbeck in der Lüneburger Heide. Hier kamen im frühen 20. Jahrhundert Bemühungen auf, die überkommene historische Kulturlandschaft durch Ankauf von Flächen im Umkreis von Wilsede vor Bebauung und Überformung zu schützen.

Wolfgang Brandes, Stadtarchivar in Bad Fallingbostel, arbeitet den Beitrag der Heimatschutzbewegung zur Entdeckung und Erhaltung der historischen Lüneburger Heide heraus:

Brandes, W.: "»Wer dies Bild kommenden Geschlechtern erhielte, der täte ein großes gutes Werk«", Niedersächsisches Jahrbuch für Landesgeschichte (2006), S. 133ff:

https://archive.org/stream/Niedersaechsisches_Jahrbuch_fuer_Landesgeschichte_2006#page/n147/mode/2up

In Arbeit ist eine auf vier Bände angelegte Publikation, deren Bände auch online verfügbar sein werden:

Thomas Kaiser (Hg.): "Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide - Natur- und Kulturerbe von europäischem Rang"
Bd. 1: http://www.verein-naturschutzpark.de/downloads/schriften_004_web.pdf

Hingewiesen sei hier noch auf die beliebte Monographie Richard Lindes:

https://archive.org/stream/dielneburgerheid00lind#page/n3/mode/2up

außerdem: http://de.wikisource.org/wiki/Lüneburger_Heide

Literatur zum 100-jährigen Jubiläum:
Landkreis Soltau Fallingbostel (Hg.): Jahrbuch 2009
Verein Naturschutzpark (Hg.): Naturschutz und Naturparke (2009), Heft 214

Leider verfügen wir weder über ein Corpus profaner Wandmalereien des Mittelalters noch über eine Zusammenstellung literarisch relevanter Bildzeugnisse außerhalb der Handschriften. Sakrale Werke dominieren in der Zusammenstellung von Johannes Wilhelm: Augsburger Wandmalerei 1368-1530 (1983).

Um 1416 datiert Wilhelm (S. 164-168 Katalog Nr. 15) den Turnierkampf mit Keulen und Schwertern aus dem Stettenhaus Martin Lutherplatz 3/5 (Nachzeichnung und Fragmente erhalten). Ob tatsächlich nur das im August 1416 überlieferte Turnier als Anlass in Betracht kommt, bleibt zu überprüfen.

Zur späteren Pflege des Turnierwesens durch Augsburger Bürger (Turnierbuch Marx Walthers):

http://archiv.twoday.net/stories/948994034/

Zeitlich früher liegen die Malereien des Pfettner-Hauses (S. 140-148 Katalog Nr. 3), 1968 bei Umbauarbeiten des Hauses Philippine-Welser-Straße 20 aufgedeckt. Aufgrund der Darstellung einer Katze bringt Wilhelm die Jagd-Darstellungen mit dem wichtigen Augsburger Ratsherrn Paul Pfettner, der 1366 und 1367 Augsburger Stadtpfleger war und eine schleichende Katze im Wappen führte, in Verbindung. Da Pfettner nach 1368 das Haus nicht mehr bewohnt, setzt Wilhelm die Bilder vor 1368 an, was stilistisch von Kunsthistorikern zu überprüfen wäre.

Die Bilder zeigen: "Hirschhetze mit Jagdgefolge", "Hirschhetze" und eine von Wilhelm um 1370 datierte Darstellung "Wand mit Brustbildern berühmter Männer". Wilhelm schreibt: "Es entspricht sicherlich nicht dem Normalbild eines Patriziers, sich auf Hochwildjagd, noch dazu vom Pferd aus, zu begeben" (S. 144). Das scheint mir die historischen Verhältnisse zu verkennen: Vornehme Patrizier lebten adelsgleich und pflegten selbstverständlich als die Jagd auf hohem Ross.

Unglücklich ist die für das 14. Jahrhundert in Deutschland eher anachronistische Bezeichnung "berühmte Männer" für zwei Brustbilder barhäuptiger Männer, die jeweils ein Spruchband mit Inschrift halten. Wilhelm liest:
"I wár vbel zwár .. all nam wu.. wár" (bei Wilhelm steht statt á a mit einem - darüber, desgleichen bei dem v in vber)
"Der ze lang ..."

Wer möchte, kann ja auf Abbildung 7 im Anhang von Wilhelm die Lesung überprüfen. Vielleicht helfen dereinst die Deutschen Inschriften weiter (oder das, was von ihnen nach Auslauf der Akademienfinanzierung übriggeblieben ist ...).

Meines Erachtens handelt es sich um Darstellungen von sogenannten "Autoritäten", also im Mittelalter bekannten Persönlichkeiten, denen man Sprüche in Prosa oder Versen in den Mund legte. Die Worte Zwar und war deuten in diesem Fall auf gereimte Sprüche hin. Wilhelm sagt zu Recht, dass die Barhäuptigkeit gegen die Darstellung von Propheten, die sonst dem ikonographischen Typus entsprechen, spricht (S. 147), zeigt sich aber wenig kenntnisreich, wenn er zugleich behauptet: "Auch der Standort in dem Saal eines Privathauses ist mit der Prophetenausdeutung nicht vereinbar". Gerne hat man im Mittelalter auch im profanen Kontext Autoritäten-Sprüche den Propheten in den Mund gelegt.

Zu Autoritäten-Sprüche außerhalb von Handschriften, also auf (meist profanen) Sachzeugnissen, kann man sich im Netz auf einer Seite des Freidank-Repertoriums

http://www.mrfreidank.de/inschriften

unterrichten und vor allem in dem von Ulrich Seelbach verantworteten "Repertorium deutschsprachiger Autoritäten"

http://www.uni-bielefeld.de/lili/forschung/projekte/bra/
http://www.uni-bielefeld.de/lili/forschung/projekte/bra/siglen.html

Ärgerlich ist das Fehlen einer Volltextsuche; immerhin scheint die lokale Suchmaschine der Uni Bielefeld brauchbar.

Solche Sprüche waren im Spätmittelalter in Rathäusern (z.B. in Magdeburg) sicher beliebter als es die fragmentarischen Bezeugungen nahelegen.

Weder bei Seelbach noch im Freidank-Projekt berücksichtigt sind die Ulmer Wandbilder im Ehinger Hof, obwohl Norbert H. Ott auf Freidank-Sprüche aufmerksam gemacht hatte.

http://books.google.de/books?id=a7W6GRG0G0UC&pg=PA164

Wenig hilfreich ist es, als einzige Sekundärliteratur einen extrem entlegenen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1971 zu nennen - mit der recht hypothetischen Behauptung eines Zusammenhangs mit den Bozener Runkelsteinbildern (in Bozen wirkte der Ulmer Maler Hans Stocinger).

Ich habe im Augenblick nur den Aufsatz von Karl Siegfried Bader zur Hand: Zur Deutung des alten Gemachs und seiner Fresken im ehemaligen Ehinger Hof in Ulm, in: Zeitschrift für württembergische Landesgeschichte 6 (1942), S. 305-322. Bader gibt S. 310f. den Wortlaut der Sprüche.

Nordwand:
"Es ist wol das im guot geschicht der rainen frowen guotes get"
"Marian raines keusches lebe(n) hat allen frowen preis geben"

Nordostwand
"der haillig gaist werket das das die sonne schint durch d(as) glas"
"du sult vessen das da ist die namen vrouwe vatter krist"

Südostwand:
"verlürt sin er hüt ain man er moß ir immel mangel han"
"got est an strengen gerechtigkeit der kein übel die (l)engin vertret"

Südliche Schmalseite:
"lieb ist ain wildiu hab - hüt lib moren schbab"

Es kann dahingestellt bleiben, ob die Verse in Professor Seelbachs Repertorium gehören. Sie stellen aber eine zeitgenössische Parallele zu den Augsburger Wandbildern dar.

In der Wikipedia heißt es zum späteren Ehinger und früheren Reichenauer Hof und dem heute als Minnesängersaal bezeichneten Raum,

http://de.wikipedia.org/wiki/Reichenauer_Hof_%28Ulm%29

das Haus sei von Bürgermeister Ulrich Krafft erbaut worden, und die Ausmalung stamme von ca. 1370/80. Jedenfalls weisen die Wappen auf vornehme Ulmer Familien des 14. Jahrhunderts. Eine Farbabbildung der Darstellung an der Nordostwand gibt es auf Commons:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ulm_-_Deckenfreske_im_Minnesängersaal_im_Grünen_Hof.JPG

"[U]nzweifelhaft jüdische Physiognomie" wollte der spätere herausragende Rechtshistoriker Bader 1942 (!) bei zwei Weisen der Nord- und Ostwand erkennen (S. 318). Seiner Ansicht, dass Gestalten des Alten Testaments dargestellt werden sollten, kann man jedoch zustimmen.

Der angebliche Freidank-Spruch ("got est ...") findet sich in der Freidank-Handschrift Cgm 523 (eventuell aus Augsburg),

http://www.uni-bielefeld.de/lili/forschung/projekte/bra/Mue1.html

gehört aber nicht zum Freidank-Corpus. Zum darüberstehenden Spruch (verliert ein Mann einmal seine Ehre, ist sie für immer verloren) finde ich bei Seelbach eine Parallele in einer Basler Handschrift:

http://www.uni-bielefeld.de/lili/forschung/projekte/bra/Ba6.html

(Erwähnt sei noch, dass der ein Liebespaar begleitende Spruch an der südlichen Schmalseite etwas abgewandelt sprichwörtlich war:

http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Gliederung&hitlist=&patternlist=&lemid=GS03150 s.v. schabab)

Aus dem 14. Jahrhundert stammen auch die Erfurter Rundschilde (ehemals im Großen Ratssaal des Erfurter Rathauses) "mit Brustbildern männlicher Personen und Sprüchen aus Freidank".

http://www.mrfreidank.de/11

Diese Zeugnisse lassen den Schluss zu, dass städtische Oberschichten es im 14. Jahrhundert (anscheinend in der zweiten Hälfte) liebten, auf Wandbildern oder anderen Gegenständen "Autoritäten" darzustellen, denen man prägnante und verbreitete (sonst in Handschriften greifbare) Spruchweisheiten als Inschriften beigab.

#forschung
#epigraphik

Franzfoto http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de

Erinnerungskulturen des 20. Jahrhunderts im Vergleich / Culture della memoria del Novecento a confronto
(Hefte zur Bozner Stadtgeschichte / Quaderni di storia cittadina 7)
Herausgegeben von Hannes OBERMAIR & Sabrina MICHIELLI
Mit Beiträgen von: Gustavo Corni, Andrea Di Michele, Rolando Dondarini, John Foot, Hannes Heer, Hans Heiss, Stefan Lechner, Giorgio Mezzalira, Sabrina Michielli, Hannes Obermair, Günther Pallaver, Paola Trevisan & Cinzia Villani
Broschur, 207 Seiten, mit Abbildungen
© Stadt Bozen / Città di Bolzano 2014
ISBN 978-88-907060-9-7
EUR 15,00

Online unter
https://www.academia.edu/8864674/Erinnerungskulturen_des_20._Jahrhunderts_im_Vergleich_-_Culture_della_memoria_del_Novecento_a_confronto

http://www.g7ldb.history.uni-tuebingen.de/

Von Christian Schwaderer, ohne Volltexte und Online-Nachweise der Quellen und Sekundärliteratur.

 

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