Wahrnehmung
"Dan Brown lädt wohl gerade alles über den "sensationellen Fund" aus dem Internet herunter
Dan Brown lädt wohl gerade alles aus dem Internet herunter, was dort über den "sensationellen Fund im Sarkophag in der römischen Basilika San Paolo fuori le Mura" steht. Der Autor von Da Vinci Code und Illuminati hat eine fantastische Hand dafür, Wissen mit (antikatholischen) Weltverschwörungstheorien zu gigantischen Verkaufserfolgen zu mixen.
Diesmal könnte es so gehen: Im vermuteten Grab des heiligen Paulus werden Knochen- und Kleidungsreste gefunden und auf das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert. Es könnte Paulus sein - sagt der Papst. Die Kirche macht einen PR-Coup daraus. In den Vatikan-Archiven aber schlummert ein Brief des Paulus, wonach er knapp vor seiner Hinrichtung durch die Römer gesteht, dass er niemals an Christus geglaubt hat. Ein gutaussehender US-Forscher reist nach Rom, um begleitet von einer bildschönen Archivarin ...
Paulus ist aber auch so eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte. Er hat den Glauben an Christus, den Erlöser, aus dem abgeschotteten Judentum heraus zur Weltreligion gemacht. Wenn die Knochen im Sarkophag die seinen sind, hat man den Mitbegründer des Christentums gefunden."
Quelle: DER STANDARD, Printausgabe, 2. 7. 2009
Dan Brown lädt wohl gerade alles aus dem Internet herunter, was dort über den "sensationellen Fund im Sarkophag in der römischen Basilika San Paolo fuori le Mura" steht. Der Autor von Da Vinci Code und Illuminati hat eine fantastische Hand dafür, Wissen mit (antikatholischen) Weltverschwörungstheorien zu gigantischen Verkaufserfolgen zu mixen.
Diesmal könnte es so gehen: Im vermuteten Grab des heiligen Paulus werden Knochen- und Kleidungsreste gefunden und auf das 1. Jahrhundert n. Chr. datiert. Es könnte Paulus sein - sagt der Papst. Die Kirche macht einen PR-Coup daraus. In den Vatikan-Archiven aber schlummert ein Brief des Paulus, wonach er knapp vor seiner Hinrichtung durch die Römer gesteht, dass er niemals an Christus geglaubt hat. Ein gutaussehender US-Forscher reist nach Rom, um begleitet von einer bildschönen Archivarin ...
Paulus ist aber auch so eine der wichtigsten Persönlichkeiten der Geschichte. Er hat den Glauben an Christus, den Erlöser, aus dem abgeschotteten Judentum heraus zur Weltreligion gemacht. Wenn die Knochen im Sarkophag die seinen sind, hat man den Mitbegründer des Christentums gefunden."
Quelle: DER STANDARD, Printausgabe, 2. 7. 2009
Wolf Thomas - am Freitag, 3. Juli 2009, 22:39 - Rubrik: Wahrnehmung
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"In einem Interview hatte er es öffentlich angekündigt: Er werde sein akustisches Archiv in Kürze vernichten. Mit dieser Äußerung erschreckte Ror Wolf 2006 die literarische Öffentlichkeit. Denn das Archiv war nicht nur legendär als gigantische sample-Bank und hatte Kunst hervorgebracht. Es war selbst Kunst. Ror Wolf war in den 60er- und 70er-Jahren losgezogen und hatte die Stimmungen in Stadien, Fanclubs und beim Training mit dem Mikrofon eingefangen. Er hatte Bundesligakonferenzen und andere Fußballreportagen mitgeschnitten, um daraus weiteres Material zu gewinnen. Es wanderten aber keine vollständigen Reportagen ins Archiv, sondern, nachdem sie kurz und klein geschnitten waren, ein in vielen Arbeitsgängen entstandener Extrakt: zehntausende von Sätzen oder auch nur Satzpartikeln, sorgfältig transkribiert und in mehr als 50 Kategorien auf Tonband archiviert.
Nach Gesprächen mit der SWR-Dramaturgie änderte Ror Wolf seinen Plan, räumte dem Marbacher Literaturarchiv die wissenschaftliche Auswertung und dem SWR die abgestimmte radiophone Nutzung ein. Und nicht zuletzt vertraute er den Schatz an wohlsortierten Sätzen und Satzpartikeln jemandem an, der was damit anfangen kann: Hermann Bohlen. Sein Stück heißt »Angriff ist die beste Verteidigung« und fügt die versprengten Sätze wieder zusammen. Ja, das was Wolf so sorgfältig auseinandergeschnitten hat, versucht Bohlen wie ein verrückter Mitarbeiter der Gauckbehörde wieder zusammen zu kleben."
Quelle: http://radioprogramm.ard.de/viewEvent.php?id=28467714332
Nach Gesprächen mit der SWR-Dramaturgie änderte Ror Wolf seinen Plan, räumte dem Marbacher Literaturarchiv die wissenschaftliche Auswertung und dem SWR die abgestimmte radiophone Nutzung ein. Und nicht zuletzt vertraute er den Schatz an wohlsortierten Sätzen und Satzpartikeln jemandem an, der was damit anfangen kann: Hermann Bohlen. Sein Stück heißt »Angriff ist die beste Verteidigung« und fügt die versprengten Sätze wieder zusammen. Ja, das was Wolf so sorgfältig auseinandergeschnitten hat, versucht Bohlen wie ein verrückter Mitarbeiter der Gauckbehörde wieder zusammen zu kleben."
Quelle: http://radioprogramm.ard.de/viewEvent.php?id=28467714332
Wolf Thomas - am Freitag, 3. Juli 2009, 22:28 - Rubrik: Wahrnehmung
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thirsty / faces, Videoinstallationen, 2009 (Quelle: Künstlerhaus Dortmund Einladungskarte©: N.N. )
"Seit 2007 sammelt das binationale Künstlerteam aus Deutschland und Österreich Handyfilme. Es ordnet die Filme unzensiert in sein Archiv ein, das sich immer mehr zu einem faszinierenden Zeitdokument entwickelt. Die Sammlung ist eine Art Spurensicherung und Verortung der Gegenwart. (Teilweise zu sehen unter: http://www.pw-videoblog.de )
Es ist die Mischung aus amateurhaften Dokumentationen des eigenen Lebens, dem direkten, unverstellten Blick auf die eigene Wirklichkeit, unmotivierten ziellosen Kameraschwenks als Ausdruck von Langeweile, aber auch aus gezielten kleinen Inszenierungen, die den Sammlertrieb von Paulitsch und Weyrich weckten.
Für das Künstlerhaus Dortmund entwickeln die Künstlerinnen raumgreifende Videoinstallationen, die dem Besucher Inhalte des Archivs zugänglich und erlebbar machen. Durch Verarbeiten und Herausfiltern von Filmsequenzen richten Eva Paulitsch und Uta Weyrich den Fokus auf die Diskrepanz zwischen räumlicher Nähe und sozialer Distanz und spielen so mit der Grauzone zwischen Inszenierungen und realer Alltagswelt."
Künstlerhaus Dortmund 03.07.2009 bis 19.07.2009 do bis so 16 bis 19 Uhr
Quelle:
http://www.kulturkurier.de/veranstaltung_181477.html
s. a.:
http://www.kuenstlerhaus-dortmund.de/deutsch/aus09/aus09sampling.htm
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/dortmund/kultur/2009/7/2/news-124416911/detail.html
Wolf Thomas - am Freitag, 3. Juli 2009, 22:26 - Rubrik: Wahrnehmung
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" ..... Denn Stan Lafleur, in Köln lebender Autor, Journalist, und «Spoken Word-Performer», überraschte das Auditorium im ersten Teil seiner Lesung mit Auszügen aus seinem neuen Projekt, «rheinsein».
Dem breiten Strom widmet er in diesem Jahr - gefördert durch die Kunststiftung NRW - ein Reisejournal, eine Art Archiv, einen Zettelkasten von Texten zu einzelnen Städten und Orten am Rhein und im Rheinland. Mit ironisch spitzer Feder spießt Lafleur dabei treffsicher die Eigenarten seiner Stationen auf.
Eine Enttarnung provinzieller Selbstverliebtheit, von Xanten - wo alle Wege zur Tourist-Information führen - bis hin zu Schaffhausen: «volle shampoonade!» Denn von Nord nach Süd führte der gebürtige Karlsruher sein Publikum, auch eine Rückreise in seiner eigenen Biographie. ....."
Quelle: Aachener Nachricten
Dem breiten Strom widmet er in diesem Jahr - gefördert durch die Kunststiftung NRW - ein Reisejournal, eine Art Archiv, einen Zettelkasten von Texten zu einzelnen Städten und Orten am Rhein und im Rheinland. Mit ironisch spitzer Feder spießt Lafleur dabei treffsicher die Eigenarten seiner Stationen auf.
Eine Enttarnung provinzieller Selbstverliebtheit, von Xanten - wo alle Wege zur Tourist-Information führen - bis hin zu Schaffhausen: «volle shampoonade!» Denn von Nord nach Süd führte der gebürtige Karlsruher sein Publikum, auch eine Rückreise in seiner eigenen Biographie. ....."
Quelle: Aachener Nachricten
Wolf Thomas - am Freitag, 3. Juli 2009, 22:20 - Rubrik: Wahrnehmung
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"Jochen Schimmang erzählt die Geschichte von Leo Münks, Verfassungsschützer, und Gregor Korff, Ministerberater. Ihre Köln-Bonner BRD-Welt gerät mit der Wende ins Wanken: Gregor erfährt, dass seine große Liebe, die ihn Mitte der Achtzigerjahre plötzlich verlassen hat, ein Stasi-Spitzel war; und Leo Münks wird ein Freund aus Berliner Studententagen, der ein Germania-Denkmal in die Luft sprengen will, beinahe zum Verhängnis. Schimmang, der Archivar der verschwindenden Dinge, hat einen klugen und sehr spannenden Roman über die letzten Jahrzehnte der Bonner Republik geschrieben."
Quelle:
http://www.bilandia.de/BuchInfos.aspx?ID=9783894015985
Zu Schimmang s. a.:
http://archiv.twoday.net/stories/3452791/#3456445
http://archiv.twoday.net/stories/4690595/
Wolf Thomas - am Freitag, 3. Juli 2009, 20:14 - Rubrik: Wahrnehmung
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Ja, das muss jetzt sein, da gibt es kein Entkommen ... entsprungen aus dem Arsenal der Phantastik eines E.T.A. Hoffmann, Gustav Meyrink und Wilhelm Hauff:

oje, meine ersten schreibversuche! schwanke zwischen shreddern (nie soll da ein archivar mit kalten spinnenfingern durchgehen) und lesen.
21:52 Jun 30 from web
elsebuschheuer
Else Buschheuer
(aus der Reihe "Archivstereotypen")

oje, meine ersten schreibversuche! schwanke zwischen shreddern (nie soll da ein archivar mit kalten spinnenfingern durchgehen) und lesen.
21:52 Jun 30 from web
elsebuschheuer
Else Buschheuer
(aus der Reihe "Archivstereotypen")
BCK - am Dienstag, 30. Juni 2009, 22:09 - Rubrik: Wahrnehmung
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".... Haare sind wie ein Archiv. In ihnen lagern sich die Abbauprodukte von Drogen und Medikamenten ab, sodass sich deren Konsum - in Abhängigkeit der Haarlänge - objektivieren lässt. ....."
Prof. Dr. Michael Tsokos, 42, leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin.
Quelle: Stern
Wiederverwertung (?): s. http://archiv.twoday.net/stories/5029835/
Prof. Dr. Michael Tsokos, 42, leitet das Institut für Rechtsmedizin der Charité und das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin.
Quelle: Stern
Wiederverwertung (?): s. http://archiv.twoday.net/stories/5029835/
Wolf Thomas - am Dienstag, 30. Juni 2009, 21:42 - Rubrik: Wahrnehmung
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" ..... Bilder sind sein Gedächtnis und Archiv, so wie seine großartige Sammlung menschlicher Skulpturen eine Bibliothek von Gesten ist, seine Sammlung unterschiedlichster Sitzgelegenheiten ein grandioses Buch der Formen.
Hans-Juergen Fink über den Regisseur Robert Wilson ....."
Quelle: Hamburger Abendblatt
Hans-Juergen Fink über den Regisseur Robert Wilson ....."
Quelle: Hamburger Abendblatt
Wolf Thomas - am Dienstag, 30. Juni 2009, 21:37 - Rubrik: Wahrnehmung
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In 15 Kurzfilmen wird auf APARTMENT666.com eine Variation über den Beginn von Geschichten gezeigt. 15 Figuren werden das Apartment betreten, um einen neuen Anfang zu machen, um ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. 15 Mal die ersten Minuten eines Films, in denen wir entscheiden, ob wir den Film und die Protagonisten mögen oder nicht. 15 Mal die erste Einstellung und trotzdem immer schon der komplette Film. Jeder hat ein Geheimnis, jeder möchte wohin. Doch was, wenn keiner das APARTMENT666 wieder verlassen kann? Mehr und mehr verdichtet sich das Archiv der Anfänge, um dann, wenn wir schon lange weg sind, noch immer durch den virtuellen Raum zu irren.
sirup° konzipierte mit Regisseur Robert Lehniger den Online-Auftritt und übernahm die visuelle Umsetzung im Web. Den Film findet man unter GoSee FILM
Quelle: Link
sirup° konzipierte mit Regisseur Robert Lehniger den Online-Auftritt und übernahm die visuelle Umsetzung im Web. Den Film findet man unter GoSee FILM
Quelle: Link
Wolf Thomas - am Dienstag, 30. Juni 2009, 21:35 - Rubrik: Wahrnehmung
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" ... Eine Rekonstruktion dieses "Sacre", an der die Choreografin und Tanzhistorikerin Millicent Hodson jahrelang arbeitete, steht am Ende der dreieinhalbstündigen "Hommage aux Ballets Russes" .....
Denn dieser Abend widmet sich einer Zeit, in der der Tänzerkörper in der Regel das einzige Archiv war, das das Gedächtnis an Choreografien bewahrte. So fand John Neumeier wenig Spuren auf der Suche nach Originalchoreografie-Informationen zu Michail Fokines "Le Pavillon d'Armide", dem Stück, mit dem die Ballets Russes 1909 begannen. Nicht einmal die Musik von Nikolai Tscherepnin ist vollständig erhalten. ...."
Quelle: FR
Denn dieser Abend widmet sich einer Zeit, in der der Tänzerkörper in der Regel das einzige Archiv war, das das Gedächtnis an Choreografien bewahrte. So fand John Neumeier wenig Spuren auf der Suche nach Originalchoreografie-Informationen zu Michail Fokines "Le Pavillon d'Armide", dem Stück, mit dem die Ballets Russes 1909 begannen. Nicht einmal die Musik von Nikolai Tscherepnin ist vollständig erhalten. ...."
Quelle: FR
Wolf Thomas - am Dienstag, 30. Juni 2009, 21:34 - Rubrik: Wahrnehmung
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