Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
Digitale Bibliotheken
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 

Wahrnehmung

In Historisches Forum 14 (2012) gibt es auch zwei Beiträge, die sich mit Archiven befassen:

http://edoc.hu-berlin.de/e_histfor/14/PDF/HistFor_14-2012.pdf

Rebecka Lennartsson
Archival Ethnography. Reflections on a Lost Note . . . 77

Sabine Kienitz
Von Akten, Akteuren und Archiven. Eine kleine Polemik 107

Lesenswert ist dieser Beitrag der Volkskundlerin Kienitz, die eingangs den Rückgang archivalischer Quellenforschung in der Volkskunde konstatiert, allemal.



"Mia fällt aus allen Wolken: Ihr Vater, ein Bankmanager von Format, fristet als einfacher Sachbearbeiter sein Leben im Kreditarchiv. Aus Scham hat er seiner Familie gegenüber die Wahrheit verschwiegen und nie nach den Gründen für seinen Absturz gefragt. So nicht, denkt Mia, schleust sich ein in die Glitzerwelt des Finanzgewerbes und nimmt Witterung auf. Schon bald ist ein Verdächtiger ausgemacht doch bevor sie die Intrige aufklären kann, muss sie nicht nur den attraktiven Carlo in seine Schranken weisen, sondern heimlich Büros durchkämmen und Privaträume filzen. Stütze in dieser turbulenten Zeit ist Schmitti, der etwas verpeilte Bandleader, der keine Lust mehr hat, immer nur die zweite Geige in Mias Leben zu spielen."
Quelle: Blog Seitenakrobatin, 20.3.2013

s. a. Siegener Zeitung, 3.4.13

Übrigens: Henrike Curdt hat tatkräftig am archivischen Computerspiel "Lambert und Laurin" mitgewirkt.

"Ich war die 'Intellektuelle', zudem eine Frau (...). Gleich bei Dienstantritt war ich ins Polizeiarchiv abgeschoben worden, wo ich mich mit der Archivierung von Publikationen sowie der Bibliotheksführung beschäftigte, was mich aus Sicht der Kollegen endgültig auf einen rein theoretischen Status festlegte", sagt die Hauptfigur in Alicia Giménez-Bartletts Krimi "Gefährliche Riten", Petra Delicado, eine ausgebildete Rechtsanwältin, die die Polizeiakademie absolviert und zur Polizei gewechselt hat (S. 11). Ihr Chef bezeichnet sie als "unser intellektuelles Juwel" und meint: "Seit sie im Archiv arbeitet, ist alles perfekt datiert und organisiert. Auf ihre Initiative hin beziehen wir jetzt ausländische Zeitschriften und Bücher, die von der UNO, der UNESCO, von Interpol und dem FBI herausgegeben werden" (S. 16).

Weiterlesen:
http://library-mistress.blogspot.de/2013/03/abgeschoben-ins-polizeiarchiv.html

Samstag, 23. März 2013, 23:05, WDR 5
"Regie: Christoph Pragua
Produktion: WDR 2013/ca. 54’

Im Internet wurden wertvolle Autografen des jungen Bach zum Kauf angeboten, Abschriften der „Todesfuge“. Vermutlich handelt es sich um Fälschungen.
Oberkommissar Müller soll den Fall übernehmen, doch er möchte mit seiner neuen Freundin in die Ferien fahren. Als er aber aus der Zeitung erfährt, dass Achim Rensing, der Leiter des Bach-Archivs, in Leipzig ermordet aufgefunden wurde, mischt er sich doch in den Fall ein, den seine junge Kollegin Salz bereits übernommen hat, und trampelt fortan - erfolgreich - darin herum, auch wenn er dabei selbst im wörtlichen Sinne in die Schusslinie gerät.

Wolfgang Zander, geboren 1956, studierte Philosophie, Literatur und Theaterwissenschaft. Er war in verschiedenen Berufen tätig und lebt seit 1992 als freier Autor in Potsdam. Er schreibt Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und Lyrik.

Mit Heiko Senst, Arved Birnbaum, Mareike Hein, Katharina Palm u. a.

Redaktion: Ursula Schregel"

Link zur Sendungsseite

"Wer als Lehrer so denkt, möchte bei seiner Arbeit am liebsten nicht gestört werden. Archivar wäre die bessere Alternative." Quelle: Spiegel-Online-Artikel vom 12.03.2013
Danke nach Münster!

Die Stadtbücherei von Troy, Michigan, hatte zu ihrer finanziellen Rettung eine sensationelle Kampagne gestartet – die Ankündigung einer Bücherverbrennung:
http://vimeo.com/35758683

Diese Aktion gehört nach einem gerade veröffentlichten Branchenbericht zu den neun kreativsten Kampagnen der letzten Jahre:
http://www.gunnreport.com/about/guest-contributor/

Archive in der Krise? Weder Stralsund noch Köln sind Vorbilder – Troy aber vielleicht schon.

Jemand den Film "Hannah Arendt" gesehen? Irgendwas stimmt doch mit den Gerichtsprotokollen des Eichmann-Prozesses nicht: Als sie die "Archivbox" in den Fond des Autos schiebt, ist die Kiste zu leicht. Vor allem: Als die Akten in ihrer Wohnung sind, liegen sie zu durcheinander. Jedenfalls, wenn diese Akten ähnlich organisiert sind wie die zum Nürnberger Prozeß, die sich in vielen Archiven finden. Teilt jemand den Eindruck? Eine Idee, warum genau?

Den Schluss dieses Buchs, einer an der Universität Bielefeld abgeschlossenen Dissertation, sollte man wohl zuerst lesen. Denn dort, ab Seite 291, erhält man eine Orientierung über die Inhalte und die Struktur der Darstellung, die bis dahin immer etwas im Ungefähren bleiben. Allein schon die Frage: Worum geht es?, ist mit Blick auf dieses Buch nicht einfach zu beantworten. Die Nebelschleier lichten sich zum Teil erst nach Dutzenden von Seiten, um sich dann in einem neuen Argumentationsschritt mitunter wieder herabzusenken. Das Buch macht es dem Leser nicht gerade einfach.

Die dreigeteilte Gliederung bietet noch den besten Ansatzpunkt zur Orientierung; zudem kann man sich auch an den beiden zentralen Figuren festhalten: dem Archivar und Archivwissenschaftler Heinrich Otto Meisner sowie dem Privatgelehrten Karl Hauck. Aber dies sind Orientierungsmarken, die erst im Verlauf der Lektüre als solche deutlich werden. Der erste Teil widmet sich den Praktiken der Archivverwaltung, wobei vor allem die Etablierung des Provenienzprinzips und die Versuche zur Normierung einer Archivberufssprache im Mittelpunkt stehen. In diesem Kontext spielt Meisner die Hauptrolle. Der zweite Teil setzt ganz neu an: Es geht um die Archivaliendiebstähle, die Karl Hauck in verschiedenen deutschen und österreichischen Archiven bis 1924 in großem Stil verübte. Auch hier taucht Meisner wieder auf, allerdings eher in einer Nebenrolle. Die Versuche, Hauck des Diebstahls zu überführen, werden mitsamt den polizeilichen Ermittlungen, den psychologischen Einschätzungen und dem Gerichtsverfahren sehr detailliert geschildert. Der dritte Teil schlägt erneut einen Haken: Nun werden die geschichtstheoretischen Konsequenzen aus den ersten beiden Teilen gezogen, und die Bedeutung des Archivs für die historiographische Praxis wird diskutiert. Ins Zentrum rückt dabei einerseits Magnus Hirschfeld, der bei seinen Untersuchungen zur Sexualpathologie auch den Archivaliendieb Hauck als Fallbeispiel heranzog. Andererseits richtet sich der Blick auf die Klassiker Ranke und Michelet und ihre Umgangsweisen mit dem Archiv.

Der Begriff „Archivkörper“ gibt dem Buch nicht nur den Titel, sondern bringt auch die inhaltliche Hauptaussage auf den Punkt, nämlich ein „Gefüge aus Worten, Dingen und Einbildungskraft“ zu bezeichnen, in dem sich „das Denken deutscher Archivare“ für einen bestimmten Zeitraum gebündelt habe. Zugleich zeige sich in diesem Begriff „etwas vom Denken der Geschichte und der historischen Einbildungskraft des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ (S. 17). Aber ganz gleich, von welcher Seite man dieses Buch zu packen versucht – vom Aufbau oder von zentralen Begrifflichkeiten her –, es scheint einem immer wieder zu entgleiten. So wirkt der Terminus „Archivkörper“ als organisierendes Signalwort nicht ganz passend, weil sein Gehalt immer wieder mit umschreibenden Formulierungen angedeutet wird und er im Buch auch wiederholt zum Einsatz kommt, ohne dass daraus jedoch die analytischen Gewinne deutlich werden.

Trotz mancher interessanter Einsichten und Ergebnisse im Detail lässt einen die Studie daher unzufrieden zurück.


Ganzer Text:
Achim Landwehr: Rezension zu: Wimmer, Mario: Archivkörper. Eine Geschichte historischer Einbildungskraft. Konstanz 2012, in: H-Soz-u-Kult, 10.01.2013, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2013-1-022


Simon Wachsmuth, "Saba/Sheba", 2010, © VG Bild-Kunst, Bonn. Courtesy Galerie im Taxispalais, Innsbruck. Photo: Rainer Iglar

"Die große Gruppenausstellung „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern? Vom Umgang mit fotografischem Material“ zeigt auf über 1200 qm Ausstellungsfläche 23 jüngere Positionen der Gegenwartskunst, die einen besonderen Umgang mit Fotografien, meist Reproduktionsfotografien oder gefundenen Fotografien, praktizieren.

Als Hommage beziehen sich zwei Projekte der Ausstellung ganz konkret auf die Arbeit von Aby Warburg, während der Bezug bei den anderen Arbeiten eher assoziativer Art ist. Neben Sammlung, Ansammlung, archivierenden und ordnenden Verfahren werden auch Verbindungen von fotografischem Material mit Malerei und Skulptur vorgestellt.

Ausstellungskonzept

Die Ausstellung referiert in ihrem Titel auf den Kunsthistoriker Aby Warburg. Aus der Sicht der Gegenwartskunst ist Warburgs Bilderatlas hoch geschätzt. Insbesondere die unsystematischen Ordnungsparameter sowie die Zusammenstellung der verschiedenen Bildquellen zusammen mit dem Trägermaterial und den Fixierungen – als eine ästhetische Einheit – wirken in ihrer äußerst provisorischen und haptischen Art inspirierend. Warburgs Bildatlas stellt zudem mögliche Strategien im Umgang mit Reproduktionen vor. Die neue Verfügbarkeit von Reproduktionen legte es in Warburgs Zeit nahe, Bilder in Nachbarschaft zu anderen Bildern zu stellen, sie in ihrem Aussagepotential zu testen und mithilfe dieser Ensembles Thesen zu entwickeln und zu prüfen.

So zeigen heute zeitgenössische Arbeiten, die Fotografie in Kombination mit anderen künstlerischen Medien gebrauchen, wie fotografische Bilder jenseits von Einzelbild und Serie zum Sprechen gebracht werden können. Beispielsweise als gestische Anordnung, Verwebung, Montage oder Formung verweisen sie darauf, dass die Bedeutung eines fotografischen Bildes nicht im Bild selbst liegt. Entscheidend sind der Kontext und die Aktualisierung. Der Umgang mit Bildern ist, so will die Ausstellung zeigen, eine ästhetische und eine ethische Handlung.

Teilnehmende Künstler: Özlem Altin, Tobias Buche, Mariana Castillo Deball, Marianna Cristofides, Koenrad Dedobbeleer, Katalin Deér, Thea Djordjadze, Hervé Garcia, Cécile Hummel, Franziska Kabisch, Ulrike Kuschel, Alexandra Leykauf, Elke Marhöfer, Katrin Mayer, Lia Perjovschi, Manfred Pernice, Abigail Reynolds, Paula Roush, Ines Schaber und Stefan Pente, Eske Schlüters, Batia Suter, Simon Wachsmuth und Hague Yang.

Der Katalog erscheint im Kehrer Verlag, Heidelberg.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, dem Freundeskreis des Museums für Gegenwartskunst Siegen und Pro Helvetia – Schweizerische Kulturstiftung. Das Projekt von Elke Marhöfer wird unterstützt durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen."


Quelle: Museum für Gegenwartskunst, Siegen, Pressemitteilung vom 19.11.2012

Video zur Ausstellung



vgl. Modeshooting in Sigmaringen

Was kommt als nächstes Parfüm-Präsentation in Freiberg?

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma