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Historiographie & archivistique
Ecriture et méthodes de l'histoire à l'aune de la mise en archives

Séminaire du 24 avril 2008
Centre Georges Chevrier, Dijon, 14h-18 h

Sous la responsabilité de Philippe Poirrier et Julie Lauvernier

Les liens intrinsèques qui unissent archivistique et historiographie ont
toujours été reconnus. Toutefois ces rapports semblent s'être construits
autour d'une opposition schématique : d'un côté la collecte et l'inventaire,
de l'autre l'analyse et la synthèse. Car force est de reconnaître
archivistique et écriture de l'histoire sont deux disciplines et deux
opérations distinctes ayant des objets propres.
L'interrogation sur ces liens n'est pas neuve, elle a su trouver sa place
dans les débats professionnels depuis de nombreuses années. A contrario les
historiens se sont jusqu'à ce jour peu souciés d'en faire l'examen.

On se propose, au travers d'exemples précis, d'objectiver une pratique,
l'archivistique, et tenter de mesurer les implications sur la scientificité
du discours historien et sur l'élaboration des méthodes historiques. Il
conviendrait alors díenvisager les archives et l'archivistique au sens que
lui a conféré la pratique professionnelle, correspondant à l'avènement des
principes fondateurs de l'archivistique en tant que discipline du "fonds" et
de ses corollaires conceptuels le respect des fonds et le respect de la
provenance jusqu'à la théorie des trois âges en archivistique. Penser
épistémologiquement l'archivistique et la replacer dans son historicité, ce
níest pas seulement considérer la mise en archive comme une condition
d'existence du matériel historique, c'est l'appréhender comme un geste
historiographique, et non simplement technique.


Ouverture :
Philippe Poirrier (Université de Bourgogne)

Didier Devriese (Université Libre de Bruxelles)
Pour une réflexion épistémologique en archivistique

Bertrand Müller (Université de Genève)
L'histoire entre l'archive et la documentation.

Julie Lauvernier (Université de Bourgogne)
Classer et inventorier. Des gestes archivistiques révélateurs d'intentions
historiographiques.

Odile Parsis-Barnubé (Université Charles-de-Gaulle Lille 3)
Remuements de chartes et passage à líhistoire : la fatalité du déficit de
récit dans les programmes centralisés de collecte de sources (1750-1850).


Contact: ppoirrie@club-internet.fr

Centre Georges Chevrier
http://tristan.u-bourgogne.fr/UMR5605/pagesmenu/UMR5605Accueil.htm
http://tristan.u-bourgogne.fr/UMR5605/manifestations/07_08/08_04_24.html

Brochure de présentation
http://tristan.u-bourgogne.fr/UMR5605/pagesmenu/pdf_pagesmenu/plaquette_UMR.pdf

--
H-MUSEUM

Archive im (räumlichen) Kontext – Archivbauten und ihr Umfeld

Programm
Freitag, 21. Juni 2008
15.00 Uhr: Stadtführung
17.00 Uhr: Triariersitzung (Schwörhaus)
18.30 Uhr: Empfang durch die gastgebende Stadt (Schwörhaus)
20.00 Uhr: Stadtgeschichtlicher Vortrag
Dr. GUDRUN LITZ (Haus der Stadtgeschichte – Stadtarchiv Ulm): „Ulm als Großstadt im ausgehenden Mittelalter“

Samstag, 22. Juni 2008
9.00 Uhr: Eröffnung des 67. Südwestdeutschen Archivtages durch den Tagungspräsidenten Dr. Beat Gnädinger, Staatsarchivar des Kantons Zürich

Grußworte

9.45 Uhr: Im Herzen der Stadt – der Standort als Ausdruck archivischen Selbstverständnisses
Prof. Dr. MICHAEL WETTENGEL, Ulm

10.15 Uhr: Die Errichtung eines öffentlichen Archivs in „Public Private Partnership“ – Erfahrungen beim Neubau des Staatsarchivs Hamburg
Prof. HANS-DIETER LOOSE, Hamburg

10.45 Uhr: Diskussion

11.00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Die frühzeitige Destillation des Machbaren – das Bauprojekt Staatsarchiv Thurgau und die Volksabstimmung vom 25. November 2007.
ANDRÉ SALATHA, Frauenfeld (CH)

12:00 Uhr: Werkzeuge der „Requoncête urbaine“ – Archive als räumliche Schwerpunkte im Elsass
LAURENCE PERRY, Straßburg (F)

12.30 Uhr: Diskussion

12:45 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: Eigene Herren im eigenen Haus – die Entwicklung des Kärntner Landesarchivs seit seiner Umwandlung in eine öffentlich-rechtliche Anstalt.
Dr. WILHELM WADL, Klagenfurt (A)

14:30 Uhr: Wie finden Nutzer und Planer zusammen? – Der Neubau des Verbundarchivs Freiburg im Breisgau
KLAUS BÜHRER, Freiburg im Breisgau

15.00 Uhr: Diskussion

15.15 Uhr: Schlussdiskussion

16.00 Uhr: Ende der Tagung

Organisatorische Hinweise

Tagungsstätte: Stadthaus Ulm

Tagungsbüro: Samstag, 23. Juni 2007: 8.30-14.00 Uhr

Tagungsbeitrag:
20,- € (bei Überweisung vorab)
25,- € (Tageskasse)
10,- € für Pensionäre und Auszubildende

Tagungsband: Die Vorträge und weitere Beiträge zum modernen Archivbau werden – wie in den letzten Jahren auch – in der „Kleinen Reihe“ der Veröffentlichungen des Landesarchivs Baden-Württemberg zeitnahe erscheinen.
Das Landesarchiv bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Südwestdeutschen Archivtag den Band zum Subskriptionspreis von
10,- € (inkl. Versandkosten) an, den Sie bitte zusätzlich zu Tagungsbeitrag überweisen.

Machen Sie im Interesse der zukünftigen Publikation der Archivtagsergebnisse Gebrauch von diesem Angebot!

Es wird gebeten, die Tagungsbeiträge möglichst bis 15. Juni 2008 auf das
Konto Nr. 387017759
bei der Postbank Karlsruhe (BLZ 66010075) zu überweisen,
lautend auf Dr. Kurt Hochstuhl/ Südwestdeutscher Archivtag.
(Absenderadresse nicht vergessen!!!)

Anmeldung zur Tagung: stadtarchiv@ulm.de

Bitte bis spätestens 10. Juni 2008

Auskunft: Landesarchiv Baden-Württemberg
Staatsarchiv Freiburg
Colombistr. 4
D 79098 Freiburg
Tel.: 0761/3806011
Fax: 0761/3806013
E-mail: kurt.hochstuhl@la-bw.de

Archiv und Eros. Zum 80. Geburtstag der Religionsphilosophin und Schriftstellerin Susan Taubes
07.01.2008 Nicolai Goetz

Veranstalter: Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin, Berlin
Datum, Ort: 11.01.2008, Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Schützenstr. 18, 10117 Berlin-Mitte, Trajekte-Tagungsraum 308

Susan Taubes Archiv e.V. -- Arbeitsstelle am ZfL

Seit 2003 werden die Hinterlassenschaften der jüdischen Schriftstellerin und Religionsphilosophin Susan Taubes, geb. Feldman (1928-1969) am ZfL archiviert und erforscht. Es gilt, eine faszinierende Autorin zu entdecken, deren Arbeiten wissenschafts- und literaturgeschichtlich nicht zuletzt deshalb interessant sind, weil sie am Schnittpunkt zwischen Religionsphilosophie, Kulturwissenschaft, Theater und Literatur angesiedelt sind.

[...]
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/index.asp?id=8509&pn=termine

"Ambivalenz der Archive" - Das Archiv als Ort der Wissensproduktion
Medizinhistorisches Museum der Charité, Berlin
17.-18. Januar 2008

Veranstalter: Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der
Humboldt-Universität in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für
Wissenschaftsgeschichte und dem Berliner Medizinhistorischen Museum an der
Charité

Die Tagung untersucht die Rolle von Archiven im Hinblick auf die
Konstitution von Wissen. Die Objekte, die das Archiv bevölkern, verweisen
sowohl auf ein "Davor" als auch auf ein "Danach" des Archivs, wobei davon
auszugehen ist, dass beide Übergänge produktiv sind in dem Sinne, dass sie
das Objekt als distinktive Entität und damit als Objekt des Wissens erst
erzeugen. Das Archiv fasziniert daher, es dient seit jeher als Ort der
Wahrheitsproduktion. Aber es bereitet auch Unbehagen.
Ein Beispiel dafür sind Aufnahmen des Berliner Lautarchivs, die in den
Jahren 1915-18 im nahegelegenen Kriegsgefangenenlager Wünsdorf gemacht
wurden. Welchen Einfluss haben die Umstände, unter denen sie entstanden, auf
die Aufnahmen selbst? Welche verborgenen Botschaften enthalten sie?
Welche Geschichten erzählen sie? Oder besteht ihre Substanz in einem
Schweigen, das erst durch die imaginative Aktivität des Forschers zu einer
vermeintlich kohärenten Erzählung gerinnt? Sprechen die Archive über die
Objekte als Dokumente einer außerhalb ihrer selbst existierenden Realität
oder sagen sie vielmehr etwas über die zur Zeit ihrer Entstehung
hegemonialen wissenschaftlichen Praxis aus?
Oder beides? Was sind die Konnektoren?
Die Tagung widmet sich diesen Fragen unter den Gesichtspunkten
Wissensorganisation und Sammlungspolitik, Kolonialismus und Archiv, Objekt
und Inszenierung, Benutzung und Ökonomisierung sowie Inszenierung und
Verwertung.

Programm:

Donnerstag, 17. Januar 2008

10-13 Uhr: Widerspenstige Objekte, moderiert von Jürgen Mahrenholz
(Helmholtz-Zentrum)

Im Inventar des Körpers. Die neue Dauerausstellung des Berliner
Medizinhistorischen Museums der Charité
Thomas Schnalke (Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinhistorisches
Museum)

Film als Ausdruck von Kultur
Wolfgang Davis (Staatliche Museen zu Berlin - Generaldirektion/
BesucherDienste, Lehrbeauftragter am Institut für Ethnologie der Freien
Universität Berlin)

Töne, Laute, Stimmen, Sprache, Musik. Zur Sammlungspolitik und
Sammlungsgeschichte der Berliner Schallarchive
Susanne Ziegler (Staatliche Museen zu Berlin - Ethnologisches Museum/ Abt.
Musikethnologie)

15-17 Uhr: Archive im Wandel, moderiert von Michael Willenbücher
(Helmholtz-Zentrum)

Langzeitsicherung von Filmen - nicht nur eine technische Frage
Beate Engelbrecht (IWF Wissen und Medien gGmbH, Göttingen)

Die Ambivalenz der Medienarchive: Wie die audiovisuellen (und dann
digitalen) Archive den klassischen Archivbegriff unterlaufen
Wolfgang Ernst (Humboldt-Universität zu Berlin, Seminar für
Medienwissenschaft)


Freitag, 18. Januar 2008

10-13 Uhr: Strategien der Entzifferung, moderiert von Britta Lange
(Max-Plank-Institut für Wissenschaftsgeschichte)

Der Film "Halfmoonfiles" und die Gegenwärtigkeiten der Archive
Nicole Wolf (Goldsmiths University of London, Department of Visual Cultures)

Koloniale Unordnung: Postkartensammlungen als Archive populärer Rassismen in
den Konflikt- und Fluchtlinien des schwarzen Atlantik, 1890er-1920er Jahre
Astrid Kusser (Universität zu Köln, Kulturwissenschaftliches
Forschungskolleg (SFB/FK 427) "Medien und kulturelle
Kommunikation")

Kontrollton 435 Hz - Die Experimentalwalzen des Psychologischen Instituts,
Berlin, im "Virtuellen Labor"
Julia Kursell (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte)

15-17 Uhr: Lautpolitik, moderiert von Philip Scheffner (Dokumentarfilmer /
pong Berlin)

Urheberrecht und die Konstruktion von Identitäten - Gedanken zum Umgang mit
wissenschaftlichen Schallarchiven
Lars-Christian Koch (Staatliche Museen zu Berlin - Ethnologisches Museum/
Abt. Musikethnologie)

Fragen an das Borno Music Documentation Project (Nigeria)
Raimund Vogels (Hochschule für Musik und Theater Hannover, Musikethnologie)

Abendprogramm am Do, 17.1.2008, 19 Uhr:
Screening von "Halfmoonfiles" (Philip Scheffner, 2006) in der Ausstellung
"The making of " und Bilder verkehren
Ort: Kunstraum Kreuzberg / Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin,
U-Bahn: Kottbusser Tor
Der Dokumentarfilm folgt den Spuren von Aufnahmen des Berliner Lautarchivs,
die in den Jahren 1915-18 im Kriegsgefangenenlager Wünsdorf bei Berlin
gemacht wurden. Er untersucht die einmalige Allianz aus Militär,
Wissenschaft und Unterhaltungsindustrie, die diese Aufnahmen ermöglichte.

Weitere Informationen und Kontakt:
Michael Willenbuecher
Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik
HU Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 2093-2715, Fax 2093-1961
Email: kabinette@hu-berlin.de
http://www.sammlungen.hu-berlin.de/redaktion/archive

--
H-MUSEUM
H-Net Network for Museums and Museum Studies
E-Mail: h-museum@h-net.msu.edu
WWW: http://www.h-museum.net

KOMMENTAR:

Die Objekte, die das Archiv bevölkern, verweisen
sowohl auf ein "Davor" als auch auf ein "Danach" des Archivs, wobei davon auszugehen ist, dass beide Übergänge produktiv sind in dem Sinne, dass sie das Objekt als distinktive Entität und damit als Objekt des Wissens erst erzeugen.


Wie nennt man so etwas am besten?

Prätentiös?

Postmodernes Geschwurbel?

Oder einfach: Gequirtlte ***?

6. Dortmunder Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte
in der spätmittelalterlichen Stadt


veranstaltet von:

Conrad-von-Soest-Gesellschaft. Verein zur Förderung der Erforschung Dortmunder Kulturleistungen im Spätmittelalter

Institut für Kunst und Materielle Kultur der Universität Dortmund

Stadtarchiv Dortmund

St. Urbanus Huckarde



Mittelalter und Industrialisierung
St. Urbanus in Huckarde

24. bis 26. Januar 2008






Veranstaltungsorte:
Katholische Kirche St. Urbanus, Dortmund-Huckarde
Marienstraße 9
und
Urbanushaus
Marienstraße 9/Am Diekhof
44369 Dortmund-Huckarde




Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets ist durch die Überlagerungen sehr unterschiedlicher Identitäten geprägt. Eine reiche mittelalterliche Geschichte hat beeindruckende Zeugnisse hinterlassen. Die Industrialisierung hat den Raum und seine Geschichte gänzlich neu kodiert. Seit dem Strukturwandel der Region ist jedoch auch diese Identität historisch geworden. Die St. Urbanus-Kirche in Dortmund-Huckarde darf als besonders spannungsreicher und aussagekräftiger Erinnerungsort gelten. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Frauenstift in Essen gehörend, wurde hier früh eine Kirche erbaut. Die Skulptur des Patrons, ein herausragendes Kunstwerk aus einer Blütezeit der Kirche im 14. Jahrhundert, wird noch heute verehrt und bei Prozessionen mitgeführt. Im 19. Jahrhundert antwortete die Kirche auf den dramatischen Bevölkerungszuwachs. Der Bau wurde vergrößert und erhielt eine bedeutende Neuausstattung. Heute ist die Kirche zugleich Gotteshaus und Kulturdenkmal.
Die Tagung will Huckarde als exemplarischen Erinnerungsort der europäischen Kultur und Geschichte erschließen. Kunsthistoriker, Historiker, Musikwissenschaftler und Theologen tragen ihr Wissen zusammen. Der interdisziplinäre Dialog verspricht ein Mosaik einander bereichernder Zugänge zu diesem Ort.

Die Tagung ist für Interessierte geöffnet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Während der Tagung kann am Freitag, 12:30 Uhr, und am Samstag, 12:00 Uhr, gegen Kostenbeteiligung ein Imbiss im Urbanhaus angeboten werden!

Während der Tagung zeigt das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn Hauptwerke des Skulpturenschmuckes aus St. Urbanus an ihrem ursprünglichen Ort.

DONNERSTAG, 24. JANUAR 2008

19:30 Uhr
Begrüßung
Pfarrer Michael Ortwald und Prof. Dr. Thomas Schilp
Grußworte
Jörg Stüdemann, Kulturdezernent der Stadt Dortmund
Prof. Dr. Eberhard Becker, Rektor der Universität Dortmund

Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. Otto-Gerhard Oexle, Göttingen:
»Erinnerungsorte« – eine historische Fragestellung und was sie uns sehen lässt

im Anschluss: Podiumsgespräch
Prof. Dr. Otto Gerhard Oexle, Prof. Dr. Thomas Schilp und Prof. Dr. Barbara Welzel
»Erinnerungsort«

Konzert
Geistliches Abendlob mit der Choral-Schola St. Urbanus unter der Leitung von Beate Hohmann


FREITAG, 25. JANUAR 2008

9:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

9:45 Uhr
Prof. Dr. Thomas Schilp, Dortmund:
Essen – Huckarde: Eine dörfliche Siedlung im Herrschaftskonzept des Frauenstifts

10:30 Uhr
Prof. Dr. Wilhelm Janssen, Düsseldorf:
Huckarde – von der mittelalterlichen Kapellen- zur neuzeitlichen Pfarrgemeinde. Kirchenorganisation und Gemeindeleben

11:45 Uhr
PD Dr. Karl Lauschke, Dortmund/Berlin:
Industrialisierung und Stadtentwicklung: Huckarde um 1900

13:30 Uhr
Dr. Roland Pieper, Münster:
Zeitensprünge. Zur Genese der Architektur von St. Urbanus in Huckarde

14:15 Uhr
Dr. Thomas Parent, Dortmund:
Sakralbauten als historische Quellen zur Industriegeschichte Dortmunds und des Ruhrgebiets

15:30 Uhr
Prof. Dr. Hiltrud Westermann-Angerhausen, Köln:
Goldschmiedekunst und Gottesdienst

16:15 Uhr
Prof. Dr. Thomas Ruster, Dortmund:
Predigten im Mittelalter

17:00 Uhr
Dr. Birgit Franke und Prof. Dr. Barbara Welzel, Dortmund:
Verkehrte Welt – Die Kanzel in Huckarde


19:30 Uhr
Abendveranstaltung

Prof. Dr. Michael Stegemann, Dortmund:
Verkehrte Welt – Parodiemessen des Mittelalters

Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Köln:
„Im Geiste des Mittelalters“ – Die Ausstattung von St. Urbanus um 1900


SAMSTAG, 26. JANUAR 2008

9:30 Uhr
PD Dr. Nils Büttner, Dortmund:
Das deutsche Mittelalter in Bild- und Bildungswelten des 19. Jahrhunderts

10:15 Uhr
Pfarrer Michael Ortwald, Dortmund-Huckarde:
„Du, Herr, gibst mir das Erbe und füllst mir den Becher“ (Psalm 16,5) – Heute Kirche sein auf historischem Boden

11.30 Uhr
Karl Schlögel, Frankfurt an der Oder:
Im Raume lesen wir die Zeit

13.00 Uhr
Claus Peter, Hamm:
Fixpunkte westfälischer Glockengeschichte in St. Urbanus in Dortmund-Huckarde.

13.45 Uhr
Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Paderborn:
Die Skulptur in St. Urbanus

Ende der Veranstaltung: 14.30 Uhr

Die Tagung wird gefördert durch:

Kulturstiftung Dortmund



KONTAKT:
Prof. Dr. Thomas Schilp
Stadtarchiv Dortmund
Tel. 0231/50-22150
tschilp@stadtdo.de

Prof. Dr. Barbara Welzel
Institut für Kunst und Materielle Kultur
der Universität Dortmund
Tel. 0231/755-2955
barbara.welzel@uni-dortmund.de

6. Dortmunder Kolloquium zur Kunst, Kultur und Geschichte
in der spätmittelalterlichen Stadt


veranstaltet von:

Conrad-von-Soest-Gesellschaft. Verein zur Förderung der Erforschung Dortmunder Kulturleistungen im Spätmittelalter

Institut für Kunst und Materielle Kultur der Universität Dortmund

Stadtarchiv Dortmund

St. Urbanus Huckarde



Mittelalter und Industrialisierung
St. Urbanus in Huckarde

24. bis 26. Januar 2008






Veranstaltungsorte:
Katholische Kirche St. Urbanus, Dortmund-Huckarde
Marienstraße 9
und
Urbanushaus
Marienstraße 9/Am Diekhof
44369 Dortmund-Huckarde




Die Kulturlandschaft des Ruhrgebiets ist durch die Überlagerungen sehr unterschiedlicher Identitäten geprägt. Eine reiche mittelalterliche Geschichte hat beeindruckende Zeugnisse hinterlassen. Die Industrialisierung hat den Raum und seine Geschichte gänzlich neu kodiert. Seit dem Strukturwandel der Region ist jedoch auch diese Identität historisch geworden. Die St. Urbanus-Kirche in Dortmund-Huckarde darf als besonders spannungsreicher und aussagekräftiger Erinnerungsort gelten. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Frauenstift in Essen gehörend, wurde hier früh eine Kirche erbaut. Die Skulptur des Patrons, ein herausragendes Kunstwerk aus einer Blütezeit der Kirche im 14. Jahrhundert, wird noch heute verehrt und bei Prozessionen mitgeführt. Im 19. Jahrhundert antwortete die Kirche auf den dramatischen Bevölkerungszuwachs. Der Bau wurde vergrößert und erhielt eine bedeutende Neuausstattung. Heute ist die Kirche zugleich Gotteshaus und Kulturdenkmal.
Die Tagung will Huckarde als exemplarischen Erinnerungsort der europäischen Kultur und Geschichte erschließen. Kunsthistoriker, Historiker, Musikwissenschaftler und Theologen tragen ihr Wissen zusammen. Der interdisziplinäre Dialog verspricht ein Mosaik einander bereichernder Zugänge zu diesem Ort.

Die Tagung ist für Interessierte geöffnet, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Während der Tagung kann am Freitag, 12:30 Uhr, und am Samstag, 12:00 Uhr, gegen Kostenbeteiligung ein Imbiss im Urbanhaus angeboten werden!

Während der Tagung zeigt das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Paderborn Hauptwerke des Skulpturenschmuckes aus St. Urbanus an ihrem ursprünglichen Ort.

DONNERSTAG, 24. JANUAR 2008

19:30 Uhr
Begrüßung
Pfarrer Michael Ortwald und Prof. Dr. Thomas Schilp
Grußworte
Jörg Stüdemann, Kulturdezernent der Stadt Dortmund
Prof. Dr. Eberhard Becker, Rektor der Universität Dortmund

Eröffnungsvortrag
Prof. Dr. Otto-Gerhard Oexle, Göttingen:
»Erinnerungsorte« – eine historische Fragestellung und was sie uns sehen lässt

im Anschluss: Podiumsgespräch
Prof. Dr. Otto Gerhard Oexle, Prof. Dr. Thomas Schilp und Prof. Dr. Barbara Welzel
»Erinnerungsort«

Konzert
Geistliches Abendlob mit der Choral-Schola St. Urbanus unter der Leitung von Beate Hohmann


FREITAG, 25. JANUAR 2008

9:30 Uhr
Begrüßung und Einführung

9:45 Uhr
Prof. Dr. Thomas Schilp, Dortmund:
Essen – Huckarde: Eine dörfliche Siedlung im Herrschaftskonzept des Frauenstifts

10:30 Uhr
Prof. Dr. Wilhelm Janssen, Düsseldorf:
Huckarde – von der mittelalterlichen Kapellen- zur neuzeitlichen Pfarrgemeinde. Kirchenorganisation und Gemeindeleben

11:45 Uhr
PD Dr. Karl Lauschke, Dortmund/Berlin:
Industrialisierung und Stadtentwicklung: Huckarde um 1900

13:30 Uhr
Dr. Roland Pieper, Münster:
Zeitensprünge. Zur Genese der Architektur von St. Urbanus in Huckarde

14:15 Uhr
Dr. Thomas Parent, Dortmund:
Sakralbauten als historische Quellen zur Industriegeschichte Dortmunds und des Ruhrgebiets

15:30 Uhr
Prof. Dr. Hiltrud Westermann-Angerhausen, Köln:
Goldschmiedekunst und Gottesdienst

16:15 Uhr
Prof. Dr. Thomas Ruster, Dortmund:
Predigten im Mittelalter

17:00 Uhr
Dr. Birgit Franke und Prof. Dr. Barbara Welzel, Dortmund:
Verkehrte Welt – Die Kanzel in Huckarde


19:30 Uhr
Abendveranstaltung

Prof. Dr. Michael Stegemann, Dortmund:
Verkehrte Welt – Parodiemessen des Mittelalters

Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Köln:
„Im Geiste des Mittelalters“ – Die Ausstattung von St. Urbanus um 1900


SAMSTAG, 26. JANUAR 2008

9:30 Uhr
PD Dr. Nils Büttner, Dortmund:
Das deutsche Mittelalter in Bild- und Bildungswelten des 19. Jahrhunderts

10:15 Uhr
Pfarrer Michael Ortwald, Dortmund-Huckarde:
„Du, Herr, gibst mir das Erbe und füllst mir den Becher“ (Psalm 16,5) – Heute Kirche sein auf historischem Boden

11.30 Uhr
Karl Schlögel, Frankfurt an der Oder:
Im Raume lesen wir die Zeit

13.00 Uhr
Claus Peter, Hamm:
Fixpunkte westfälischer Glockengeschichte in St. Urbanus in Dortmund-Huckarde.

13.45 Uhr
Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Paderborn:
Die Skulptur in St. Urbanus

Ende der Veranstaltung: 14.30 Uhr

Die Tagung wird gefördert durch:

Kulturstiftung Dortmund



KONTAKT:
Prof. Dr. Thomas Schilp
Stadtarchiv Dortmund
Tel. 0231/50-22150
tschilp@stadtdo.de

Prof. Dr. Barbara Welzel
Institut für Kunst und Materielle Kultur
der Universität Dortmund
Tel. 0231/755-2955
barbara.welzel@uni-dortmund.de

Schweizerischer Archivtag 2007 - das Programm:

Schweizerischer Archivtag 2007

Im Zuge der Vortragsreihe "Berufsfeld: Geschichte-Medien-Öffentlichkeit", die von der Abteilung für Wirtschaftsgeschichte an der HHU in diesem Wintersemeter veranstaltet wird, um den Dialog zwischen Praxis und Universität zu ermöglichen, stellt Dr. Ulrich S. Soénius vom Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchiv in Köln seinen Beruf und seine beruflichen Tätigkeitsfelder vor.

Montag, 19.11.2007, 14.00 - 16.00 Uhr
HHU Düsseldorf, Geb. 22.01 HS 2C

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=8302

Das Stadtarchiv Bozen präsentiert sich und seine Bestände in einer Reihe von Veranstaltungen. Das Ganze während einer eigenen "Archivwoche", die vom 8. bis 13. Oktober dauert.

http://www.kulturgeschichtetag.jku.at/page.php?20

Archive: Störungen und Entstörungen
Raum: Rep.-Raum C

Chair: Peter Becker

Kristin Kalisch: Archiv – Störungen – Entstörungen: Veränderungen der Rechtspraxis im städtischen Raum des 19. Jahrhunderts

Susann Holz: Bloße ornamenta urbis? Herrschaftliche Aneignung des städtischen Raumes am Übergang zum Prinzipat

Mareike Menne: Performing China: Johan Neuhoffs Bericht als Archiv frühneuzeitlichen Chinawissens

Mario Wimmer: Sammlung und Zerstreuung: Geständnisse eines Archivalienfetischisten

Anton Tantner: 1, 2, 3 – Materialien zu einer Kulturgeschichte der Nummerierung


Archive sind Wissensräume. Sie sollen Informationen und Wissen dauerhaft überliefern, ordnen und abrufbar machen. Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs „Archiv, Macht, Wissen“ an der Universität Bielefeld fragt nach den Bedingungen und Zusammenhängen von Organisation, Kontrolle und Zerstörung von Wissen in ihrem konstitutiven Verhältnis zu Macht und Herrschaft. Dabei bekommt das Wechselspiel zwischen Erinnern und Vergessen besondere Aufmerksamkeit.
Bislang wurden Archive vornehmlich passivisch befragt, also: Von wem werden Archive organisiert, kontrolliert, zerstört und welche Folgen haben diese Handlungen für Akteure, Organisatoren und Gesellschaft? Die Frage nach der Transformation des Wissens durch diese Prozesse wurde bisher weniger berücksichtigt. Anhand unterschiedlicher Gegenstände widmen sich die vier Beiträge Fragen der Transformation von Wissen und Wissensbeständen infolge von Störungen und Entstörungen.
Störungen irritieren häufig und werden nach Möglichkeit ausgeschlossen. Jedoch: „Kein System ohne Parasit“, sagt Michel Serres. Versuche Störungen auszuschließen können zerstörend wirken. Die Beiträge des Panels orientieren sich an einem Modell, in dem Störungen nicht einfach externe Faktoren einer sich abschließenden Kultur sind. Das Störende kann nie völlig ausgeschlossen werden. Es kann, wenn auch in anderer Form, wiederkehren oder verschoben werden: „Dem Produzenten geht es um den Inhalt, dem Parasiten um die Position. Wer sich um die Position kümmert, wird den, der sich um den Inhalt kümmert, stets schlagen." (Serres) Entstörung wäre dann der Versuch, mit Störungen umzugehen – ohne diese je zum Verschwinden zu bringen. Die Beobachtung des Umgangs mit der Störung kann dabei helfen, neue Aspekte von Kulturen des Wissens sichtbar werden zu lassen. Die Strategien der Entstörung vermögen die Bedingungen freizulegen, unter denen Herrschaft sich entfaltet. Der Blick auf Entstörungen würde folglich mehr über jene Kultur auszusagen erlauben, die versucht, die Störung auszuschließen oder zu unterdrücken. (Vgl. P. Geimer; Ch. Hoffmann)
Störungen und Entstörungen stellen also eine dynamische Qualität für Archiv, Wissen und Macht als Produzenten kultureller Bedeutung bereit; diesen gehen die Beiträge beispielhaft von der römischen Republik bis ins zwanzigste Jahrhundert nach.

 

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