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Kulturgut

http://steiermark.orf.at/news/stories/2660377/

"Das Bundesdenkmalamt (BDA) hatte sich im Mai 2013 eingeschaltet, als die Baubehörde einen Abrissbescheid erließ. Es wurde mittels Mandatsbescheid wegen „Gefahr in Verzug“ die sofortige Unterschutzstellung verfügt und nach einem Ermittlungsverfahren im September bescheidmäßig begründet. Dieser Bescheid wurde angefochten und am 23. Juni vom Bundesverwaltungsgericht - wegen nicht ordnungsgemäßer elektronischer Paraphierung - aufgehoben - tags darauf fuhren die Bagger auf."

"Würzburg/Hammelburg (POW) Die Diözesanbibliothek Würzburg hat mit der
Erschließung der Bibliothek des Franziskanerklosters Altstadt in
Hammelburg begonnen, deren Bestand sich seit Ende 2013 im Eigentum der
Diözese Würzburg befindet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und
die Hermann-Wütschner-Stiftung haben nun Zuschüsse für eine Projektstelle
bewilligt. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und konzentriert sich
auf die vollständige und fachgerechte Katalogisierung des Bestands, der
damit künftig in allen einschlägigen Online-Katalogen nachgewiesen wird.

In ihrer Zusage unterstreicht die DFG „die hohe Relevanz des Bestandes für
die Forschung“ und zeigt sich von den geplanten Erschließungsmaßnahmen der
Diözesanbibliothek überzeugt. Der Zuschuss deckt rund 90 Prozent der
Kosten für die Projektstelle. Die Hermann-Wütschner-Stiftung, die
Bibliotheksstiftung der Diözese Würzburg, gibt einen Zuschuss über weitere
rund zehn Prozent der Kosten. Die mit den bewilligten DFG-Mitteln
eingestellte Bibliothekarin Christina Goodspeed-Niklaus soll die
Katalogisierungsarbeiten übernehmen. Nikola Willner, stellvertretende
Leiterin der Diözesanbibliothek, wird als Projektleiterin die
Katalogisierungsarbeiten anleiten und fachlich begleiten.

Professor Dr. Johannes Merz, Leiter von Archiv und Bibliothek des Bistums
Würzburg, ist erleichtert über den positiven Bescheid. „Eine derart
aufwendige Erschließungsmaßnahme ist im Normalbetrieb der Bibliothek nicht
zu leisten.“ Auf der anderen Seite sei eine Bibliothek ohne Katalog für
die Wissenschaft so gut wie wertlos. „Ohne Drittmittel wäre ein
verantwortungsvoller Umgang mit diesem bedeutenden Kulturgut kaum möglich
gewesen.“ Die Finanzierungszusage wertet er auch als Anerkennung für die
Aufbauarbeit der vergangenen Jahre.

Der Buchbestand der Bibliothek des Franziskanerklosters Altstadt geht auf
eine Pfarrbibliothek des 16. Jahrhunderts in Hammelburg zurück. Nach der
Gründung des Klosters im Jahr 1649 vor den Toren Hammelburgs wurde sie
dorthin abgegeben. In der Folgezeit diente die Bibliothek nicht nur dem
Studium der Mönche, sondern auch der von diesen betriebenen Lateinschule.
Die Sammlung überstand nahezu unbeschadet die Säkularisation und umfasst
heute rund 10.000 Werke, insbesondere zahlreiche alte und seltene Drucke.
Darunter befinden sich auch 87 Inkunabeln, das heißt Druck-Erzeugnisse aus
der Frühzeit des Buchdrucks. Aufgrund des großen historischen Werts der
Bibliothek und angesichts sinkender Mitgliederzahlen sowie der drohenden
Auflösung vieler Klosterniederlassungen suchte die Deutsche
Franziskanerprovinz nach Wegen, um diese Einrichtung zu erhalten. 2012 kam
der Bestand auf der Basis eines Leihvertrags in die Diözesanbibliothek
Würzburg, Ende 2013 ging er ins Eigentum der Diözese über. Im
Schenkungsvertrag ist festgeschrieben, dass das wertvolle Bestandsensemble
nicht auseinandergerissen werden darf und auf Dauer für die
wissenschaftliche Forschung zur Verfügung steht.

Link zum Artikel mit einigen Bildern:
http://www.aktuell.bistum-wuerzburg.de/schlagzeilen/klosterbibliothek-wird-fuer-forschung-erschlossen/b5ead7e2-71bc-4ab2-9db8-631c859d47ba?mode=detail " (INETBIB)

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/55772314/

http://www.bbc.com/news/entertainment-arts-28344300

Der Recuyell of the historyes of Troye von ca. 1474 ist das erste auf Englisch gedruckte Buch. Druckort ist laut ISTC wohl Gent, laut GW Brügge.

Der GW hat sich leider immer noch nicht angewöhnt, lizenzpflichtige Digitalisate zu kennzeichnen:

http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de/docs/M17449.htm


Zu http://archiv.twoday.net/stories/931538498/ sei nachgetragen:

http://www.zeit.de/2014/30/helge-achenbach-kunst-betrug/seite-2

"Martin Roth, der lange die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden leitete und jetzt Direktor des Victoria & Albert Museum in London ist, sagt, dass sich heute alles nur noch um drei Dinge drehe: "Geld, Geld und Geld." – "Das Geschäft ist schmutzig geworden, richtig schmutzig", klagt er. Die Kunst würde als Gelddruckmaschine und Geldwaschanlage benutzt und missverstanden, Betrug sei zum Prinzip geworden. [...]

Meist bleiben die hohen Margen im Verborgenen. Während auf anderen Märkten Preise und Herkunft transparent sein müssen, gilt im Kunstmarkt strenge Diskretion nicht als Verschleierungstaktik, sondern als vornehm. Öffentlich werden die hohen Margen meist nur dann, wenn Kunstgeschäfte vor Gericht landen."

Am 18. August zeigt das Erste Deutsche Fernsehen um 23.00 Uhr die Dokumentation "Adel ohne Skrupel - Die dunklen Geschäfte der Welfen".

Pressetext

Es war ein letzter Appell, den der jüdische Unternehmer Lothar Elbogen in höchster Not schrieb: "Ich kann nicht glauben, dass Seine Durchlaucht die Intention hat, so einen Vertrag mit einem Industriellen abzuschließen _ Wenn ich den Entwurf, so wie er ist, unterschriebe, so wäre ich buchstäblich ein Bettler." Doch "Seine Durchlaucht", der Welfenherzog Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg, hatte keine Gnade. Lothar Elbogen verlor 1939 seine Firma an die Welfen, zwei Jahre später wurde er von deutschen Truppen ermordet. Die Arisierung der Elbogen-Firma ist nicht das einzige schmutzige Geschäft der Welfen in jener Zeit. Drei Jahre lang haben die Filmautoren Michael Wech und Thomas Schuhbauer die dunkle Vergangenheit der Welfen recherchiert. Erstmals von ihnen veröffentlichte Akten zeigen nun, wie die Welfen die Zwangslange jüdischer Unternehmer in der NS-Zeit ausnutzten, wie sie an Hitlers Krieg mitverdienten und wie sie versuchten, nach 1945 einzigartige Kulturschätze der deutschen Geschichte zu Geld zu machen. In Deutschland, Österreich, England und den USA fanden die Autoren brisante Unterlagen, die auch belegen, dass die Welfen sich 1938/39 eines SA-Führers bedienten, um Elbogen um seine Firma zu bringen. Die Recherchen decken weitere dunkle Geheimnisse des Hauses Hannover auf. Die Autoren kamen erstmalig einer Rüstungsfirma der Welfen auf die Spur, die an der Produktion von Hitlers fliegenden "Wunderwaffen" beteiligt war. In unterirdischen Stollen mussten Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge unter menschenverachtenden Bedingungen schuften. Verdient daran haben die Welfen. Die Gier nach Profit scheint über allen moralischen Skrupeln gestanden zu haben. Der Film konfrontiert die heutige Familie mit den Vorwürfen. Während sich Ernst August von Hannover, der Enkel des Herzogs und derzeitiger Chef des Hauses, nicht zu den Vorwürfen äußern mag, stellt sich sein Bruder spontan einem Interview. Heinrich von Hannover behauptet in dem Gespräch, seine Familie habe sich im Großen und Ganzen bei den zahlreichen Arisierungen der Welfen nichts zuschulden kommen lassen _ sein Großvater sei "ungeheuer diplomatisch und menschlich" gewesen. Doch die von ECO Media im Auftrag des NDR hergestellte ARD-Dokumentation zeigt, wie hilflos Nazi-Opfer wie Lothar Elbogen in Wirklichkeit waren, wie sie von den Welfen behandelt wurden _ und wie sich das Haus Hannover um eine Aufarbeitung seiner dunklen Vergangenheit offenbar bislang drückt.

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=welfen

http://blogs.law.harvard.edu/houghton/2014/07/09/a-gift-regifted-now-returned/

Ein 1873 als Dublette ausgesondertes Buch wurde jetzt zurückgeführt.

Fotos:

https://plus.google.com/u/0/photos/101053476565863543891/albums/6035183558622374209

http://archiv.twoday.net/search?q=aquila

Mitteilung der ULB Halle. Siehe hier

http://archiv.twoday.net/stories/861653423/

http://histgymbib.hypotheses.org/467

Nicht ausgewertet, geschweige denn genannt wurde meine Zusammenstellung von 2006/2011 zu Inkunabeln in deutschen Schulbibliotheken:

http://archiv.twoday.net/stories/11435879/

Wieso man wichtige URLs nicht kontrollieren kann, wenn man eine solche Zusammenstellung freischaltet, ist mir nicht einsichtig. Der Aufsatz von Feldmann 1993 ist inzwischen erreichbar unter:

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:6-85659520334

Was da bei Christie's unter den Hammer kommt, birgt ungeahnte Schätze.

http://www.telegraph.co.uk/culture/art/artsales/10946649/For-sale-the-3m-library-that-time-forgot.html

Katalog:

http://www.christies.com/eCatalogues/index.aspx?saleid=24799

Nr. 12 ist das bisher unbekannte einzige Vollständige Manuskript des Mirror of Recluses von 1414.

Nr. 11 ist das Missale des Patriarchen Ludwig von Teck, illuminiert vom Albrechtsmeister (ca. 1430/35).

Zu ihm und seinem Brevier in Brixen siehe

http://archiv.twoday.net/stories/498219917/

Zu beachten ist aber auch Nr. 126, kabbalistische Berechnungen, ein Geburtstagsgeschenk für den Lilienfelder Abt Wieser von den Kremser Kapuzinern 1721.


 

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