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Archivgeschichte

Eine Monographie von 1979 dazu ist jetzt online verfügbar:

http://www.archivi.beniculturali.it/DGA-free/Quaderni/Quaderno_50.pdf

Via
http://filosofiastoria.wordpress.com/2012/02/04/gli-archivi-italiani-durante-la-seconda-guerra-mondiale/

http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/lilla

"Mit über 500 Biogrammen - vom Ministerpräsidenten bis zu den Direktoren der Bayerischen Staatsbibliothek - erschließt die von Joachim Lilla erarbeitete Datenbank die Amtsinhaber nahezu aller Zweige der staatlichen Verwaltung Bayerns zwischen November 1918 und Mai 1945. Sie schließt damit direkt an Walter Schärls 1955 vorgelegte Untersuchung "Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918" an. Die bewusst kurz gehaltenen Biogramme halten den momentanen Wissensstand über die jeweiligen Personen fest und wollen damit Grundlage und Anreiz für weitere Forschungen geben."

Leiter des Allg. Reichsarchivs bzw. der Staatlichen Archive:
http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/register-vi#g

Mangelhaft gelöst ist die Vernetzung innerhalb der BLO. Bei Jochner fehlt in
http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/personen/person.html?PND=117146307 ein Hinweis auf Lilla. Die PND sollte ja genau solche Vernetzungen automatisiert leisten.

Gewohnt angewidert stellt man fest, dass die Wikipedia nicht verlinkt wurde z.B. bei dem NS-Ministerpräsidenten
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Giesler

Die dort verlinkte Datenbank der Reichstagsabgeordneten (mit Link zu einem Porträt) ist bei Lilla nicht angegeben.

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"Die Recherchen für den "Ariernachweis" rechtfertigen nach 1933 eine Personalaufstockung"

"Am Frankfurter Stadtarchiv existiert ab 1933 die deutschlandweit erste "Beratungsstelle für Familienforschung und Ariernachweis". Zur "Pflege der Erbgesundheit" dienend, untersteht sie dem Stadtgesundheitsamt und ist mittelbar in die rassistische Vernichtungspolitik einbezogen. Die Einrichtung eines dem Stadtarchiv angeschlosenen Kreissippenamtes wird auf die Nachkriegszeit vertagt. Ab 1938 leitet ein auf den "Endsieg" vertrauender eifriger Nationalsozialist das Archiv. Da er anfangs nur auf äußeren Druck Auslagerungen veranlasst und später keine ausreichenden Transportkapazitäten organisieren kann, steuert das Archiv auf die größte Katastrophe seiner Geschichte hin: 1944 verliert es bei Bombenangriffen unersetzliche Bestände; weitere unbezifferbare entstehen durch die Zerstörung bis ins 19. Jahrhundert reichender städtischer Ämterregistraturen.""

"Zu den sehr spät begonnenen Auslagerungen von Archivgut setzt das Stadtarchiv auch französische Kriegsgefangene und polnische Zwangsarbeiter ein." [Ein zeitgenössischer Film ist dazu in der Ausstellung zu sehen]

"Die letzten Terrorangriffe auf Großstädte haben gezeigt, dass es in dicht besiedelten Stadtteilen sichere Gebäude, in denen Archivbestände unbedenklich aufbewahrt werden können, nicht mehr gibt. ... Es bleibt also nichts anderes übrig, als ... restlos zu räumen." (Kommissar für den Archivschutz, 27. Oktober 1943)"

"Unser Magazin mit den wertvollen, seit Jahrhunderten unangetasteten Beständen war vernichtet. ... Die Brände flackerten immer wieder auf; das Archiv brannte und schwelte drei Wochen lang." (Erna Berger, o. J.)

Quelle: Auswahl von Texten aus der Ausstellung "Das Gedächtnis Frankfurts. 575 Jahre Institut für Stadtgeschichte" (Link zu Informationen zur Ausstellung)

Literaturtipp: Konrad Schneider: Das Stadtarchiv Frankfurt 1933 bis 1945, S. 372-384, in: Das deutsche Archivwesen und der Nationalsozialismus. 75. Deutscher Archivtag 2005 in Stuttgart (=Tagungsdokumentationen zum Deutschen Archivtag, Band 10), Essen 2007

Linktipp: http://www.ffmhist.de/ffm33-45/portal01/portal01.php?ziel=t_isg_stadtarchiv_33_45 (K. Schneider, Das Statdarchiv Frankfurt von 1933 bis 1945)

" .... Doch ab 1938 übernahm ein auf den "Endsieg" vertrauender eifriger Nationalsozialist die Leitung. Da er zu spät mit den Auslagerungen begann, verlor die Einrichtung 1944 bei Bombenangriffen, denen auch der Archivbau zum Opfer fiel, unersetzliche Bestände. ...."
Quelle: Ausstellungsflyer "Das Gedächtnis Frankfurts. 575 Jahre Institut für Stadtgeschichte."

"Der 98. Band der „Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln“ mit dem Titel „Das Schatzhaus der Bürger mit Leben erfüllt“ liegt nun vor. In der Publikation finden sich Beiträge und Ergebnisse eines Symposiums am 19. Oktober 2007 noch im alten Gebäude in der Severinstraße. Anlass war das 150-jährige Jubiläum des Archivs. Den 160 Seiten starken Band hat die Direktorin Bettina Schmidt-Czaia herausgegeben.

Anlass für die Publikation ist die zum Archivjubiläum 2007 gezeigte Ausstellung „150 Jahre Historisches Archiv der Stadt Köln“. Sie präsentierte zahlreiche Schätze des Hauses, von Herrscherurkunden über kostbare Handschriften bis hin zu Plänen, Zeugnissen der modernen Verwaltung und Beispielen aus den zahlreichen Nachlässen von Künstlern und Politikern. Bei der Vorbereitung stellte sich heraus, dass kaum Erkenntnisse über die Geschichte des Archivs, seine Bestände und seine Mitarbeiter existieren. Um mehr darüber zu erfahren, veranstaltete das Archiv das Kolloquium. Die dabei gehaltenen sieben Vorträge haben das Wissen von den Geschicken mancher Bestände und ihrer Bearbeiter in vielfältiger Weise bereichert.

Die Weichen für die Veröffentlichung waren bereits im Frühjahr 2009 gestellt, doch nach dem Einsturz am 3. März 2009 standen andere Projekte im Vordergrund. Das Erscheinen des Bandes, über dreieinhalb Jahre nach dem Symposium, ist ein weiterer Schritt des Historischen Archivs in Richtung Normalität. Die Beiträge schildern, wie bestimmte Archivbestände ins Haus kamen und wie sich die alten Besitzerinnen und Besitzer damit beschäftigt haben.

Einem heiklen Vorgang widmet sich Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs NRW in seinem Beitrag „Eine ‚erzwungene Abgabe’ und ihre Hintergründe. Die politisch motivierte Deponierung der Bestände Kölner Klöster und Stifter aus dem Staatsarchiv Düsseldorf im Historischen Archiv der Stadt Köln 1948/49“.

Mit ganz anders gearteten Verlagerungen von Archivalien, den „Unterlagen aus dem Hansekontor in London, dem Stalhof, im Historischen Archiv der Stadt Köln“, beschäftigt sich Iwan Iwanow vom Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen. Köln beherbergt neben Lübeck das bedeutendste Archiv der deutschen Hanse, weil 1593/94 auf Beschluss des Hansetages die Urkunden und Akten des seinerzeit größten Kontors in Antwerpen in die sicheren Mauern Kölns verbracht wurden. Die Stadt war bis zu den Zerstö-rungen des Zweiten Weltkriegs nie gewaltsam erobert, zerstört oder geplündert worden.

Andreas Kupka vom Museum Zitadelle Jülich verdeutlicht in seinem Beitrag „Archäologie und Archiv: Die Kölner Stadtbahn und der Bestand „Festungskarten“ im HAStK“ anhand verschiedener Beispiele, wie der Bau der neuen Nord-Süd-U-Bahn unsere Kenntnisse über den Kölner Festungsbau erweitert hat.

Zwei Aufsätze widmen sich den beiden Gründerpersönlichkeiten des modernen Kölner Stadtarchivs. Holger Krahnke vom Gemeindearchiv Petershagen-Eggersdorf zeigt in „Archivar in den Nebenstunden. Johann Peter Fuchs und die deutsche Geschichtsforschung im 19. Jahrhundert“, wie sich der städtische Obersekretär Fuchs (1782-1857) der Ordnung und Verzeichnung der Kölner Bestände widmete.

Fuchs’ Nachfolger Leonard Ennen (1820-1880) hat bislang noch keine ausführliche biographische Würdigung gefunden. Stephan Laux (Heinrich Heine-Universität Düsseldorf) füllt diese Lücke mit seinen Ausführungen „Leonard Ennen – Geistlicher, Historiker, Archivar. Eine Skizze“.

Ebenfalls Kärrner- und Grundlagenarbeit leisteten jene jungen Männer und Frauen, denen sich Frank Engel (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen) unter dem bezeichnenden Titel „ ‚Generation Praktikum’? Die Ordnungs-, Erschließungs- und Auswertungsarbeiten in der Ära Joseph Hansen (1891-1927) und ihr personeller Hintergrund“ zuwendet.

Der Leiter des Stadtarchivs Essen, Klaus Wisotzky schildert ein düsteres Kapitel des Kölner Stadtarchivs, das „,…sein hohes Ansehen im Kreis der deutschen Archive unweigerlich verlieren wird’. Das Historische Archiv Köln im ‚Dritten Reich’.“

Der Rückblick in die eigene Archivgeschichte, den der vorliegende Band bietet, versteht sich für die Mitarbeitenden am Wiederaufbau des Historischen Archivs der Stadt Köln als Begleiter und Verpflichtung.

Bettina Schmidt-Czaia (Hrsg.), Das Schatzhaus der Bürger mit Leben erfüllt – 150 Jahre Überlieferungsbildung im Historischen Archiv der Stadt Köln. Beiträge des Symposiums anlässlich des 150-jährigen Jubiläums am 19. Oktober 2007, Köln 2011, ISBN 978-3-928907-20-0, 38 Euro."


Quelle: Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Köln

Karl Heinrich Roth von Schreckenstein, damals FF-Archivar zu Donaueschingen, machte sich 1864 so seine Gedanken dazu:

http://de.wikisource.org/wiki/Wie_soll_man_Urkunden_ediren%3F


Eine Anregung in den Kollegenkreis ebenfalls alte Jahresberichte zu digitalisieren und so online zu stellen. Archivgeschichtlich wäre es m. E. nicht uninteressant.

Frisch von einer Tagung in Pisa (L'unita d'Italia e gli archivi, 15.-16.9.2011, Scuola Normale Superiore) ein neuer Slideshare-Upload von der Seite des Stadtarchivs Speyer: http://www.slideshare.net/StadtASpeyer/archives-and-archival-organization-in-southern-germany-from-the-early-19th-century-until-world-war-i-the-example-of-bavaria

Öffnungszeiten: Mo–Fr 10.00–18.00 Uhr, Sa/So 11.00–18.00 Uhr
13. September 2011 bis 29. Januar 2012
Ort: Karmeliterkloster, Dormitorium
Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Eintritt: frei
Die Ausstellung zeigt die traditionsreiche Geschichte des Archivs und seine wechselnden Aufgabenstellungen. Wichtige Themen sind die Entwicklung von der Altregistratur der Stadtverwaltung über die Hinwendung zum historischen Archiv im Zusammenhang mit dem Entstehen der modernen Geschichtswissenschaft bis zur heutigen, aktiven Geschichtsvermittlung.

Quelle: Institut für Stadtgeschichte Frankfurt/Main, Veranstaltungen

Presseecho zur Eröffnung:
hr-online.de, 12.9.11 mit Bildergalerie
FAZ, 13.9.2011
frankfurt-live.com, 13.9.11
Welt, 13.9.11



"Seit dem frühen 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart haben Generationen von Archivaren, Historikern und Archäologen die aus einer mehr als tausendjährigen Vergangenheit überkommenen schriftlichen und sonstigen Quellen Brandenburgs gesichert, erforscht und dargestellt. Die "Lebensbilder brandenburgischer Archivare und Landeshistoriker" beschreiben in biografischen Aufsätzen Lebensweg und -werk von über 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die in verschiedenen historischen Disziplinen gewirkt haben. Berücksichtigt sind bekannte Namen der brandenburgischen Landesgeschichtsforschung wie etwa Adolf Friedrich Riedel, Georg Wilhelm von Raumer aus dem 19. Jahrhundert, Johannes Schultze, Rudolf Lehmann und Lieselott Enders aus dem 20. Darüber hinaus sind viele zu Unrecht in Vergessenheit geratene Persönlichkeiten aufgenommen, insbesondere aus dem Bereich der Kommunal- und Kirchenarchive sowie der Regional- und Lokalgeschichtsforschung. Die Biografen schildern sowohl die beruflichen Lebensumstände der behandelten Personen als auch ihre wissenschaftlichen Leistungen."
gebundene Ausgabe (Gebunden)
Verlag: Bebra Verlag
Sprache: Deutsch
Original Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3937233903
ISBN-13: 9783937233901
Seiten: 600
Quelle: druckfrisches.de, 1.9.11

 

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