Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
Digitale Bibliotheken
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 

Literaturarchive

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/kommentare-glossen/kuenstlernachlaesse-das-verlorene-gedaechtnis-12089861.html

"Spätestens seit dem Einsturz des Kölner Archivs im März 2009 weiß man, was für eine Katastrophe der Verlust von Nachlässen für das kulturelle Gedächtnis bedeutet. "

Die Berliner Staatsbibliothek hat den Nachlass des Kinderbuch-Autors Otfried Preußler erhalten und will ihn im Herbst der Öffentlichkeit präsentieren.
Zunächst müsse das umfangreiche Material erkundet und verzeichnet werden, teilte die Bibliothek am 22.2.2013 mit.
Es handele sich um den schriftstellerischen Nachlass sowie um zahlreiche Korrespondenzen. So finden sich auch viele Briefe von Kindern, in denen diese ihre Ansichten zu den Helden aus "Die kleine
Hexe", "Krabat" und "Räuber Hotzenplotz" mitteilten.
Quelle: rbb-text, S. 135 v. 23.2.2013

"Wie Sie alle wissen, weist die E-Mail-Adresse „Info at“ im allgemeinen den direkten Weg ins digitale Nirgendwo, denn irgendwann scheint es eine Absprache gegeben zu haben, daß Info-Mailboxen grundsätzlich niemals geöffnet werden dürfen."

Kurzweiliger Vortrag
Prof. Dr. Hans-Peter Becht, Stuttgart
Adam von Itzstein (1775-1855). Oder: Wie ediert man keinen Nachlass?

http://www.ag-landeskunde-oberrhein.de/index.php?id=p521v

Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs in Marbach, im Gespräch mit Karin Fischer.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturfragen/1862168/

"Handkeonline schafft einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu den Werkmaterialien des österreichischen Autors Peter Handke. Bestände aus öffentlichen Archiven und privaten Sammlungen werden verzeichnet, aufeinander bezogen, inhaltlich beschrieben und durch zahlreiche Abbildungen anschaulich gemacht. Im Einverständnis mit dem Autor können auf der Seite zudem einige Gesamtfaksimiles von Werkfassungen und Notizbüchern erstveröffentlicht werden."

http://handkeonline.onb.ac.at/

Dank zweier Initialspenden von Mäzenen, die ungenannt bleiben möchten, einem hohen Betrag des Ehepaars Céline und Heiner Bastian und dem Engagement weiterer Spender konnte das Deutsche Literaturarchiv Marbach Franz Kafkas berühmtes Schreiben an seinen Freund Max Brod über seine Angst vor Mäusen bei der Versteigerung des Auktionshauses Kaupp am 7. Dezember erwerben. Den vierseitigen Brief hatte Kafka am 4. Dezember 1917 in Zürau verfasst. Er befand sich in den letzten Jahrzehnten in privater Hand und kann jetzt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, neben der Bodleian Library die wichtigste Institution, die sich der Bewahrung von Handschriften des Prager Autors verschrieben hat, kann damit seine bedeutende Kafka-Sammlung um ein wichtiges Stück bereichern.

Vom 11. April 2013 an wird der Brief zusammen mit anderen Handschriften Kafkas und Zeugnissen seiner Wirkung auf Autoren wie Canetti, Sebald und Deleuze in einer kleinen Ausstellung „Kafkas Mäuse“ gezeigt. Der „Mäuse-Brief“ kann als ein (kleiner) Schlüssel zu Kafkas Werk gelten, in dem sich Figuren der Angst und des Komischen unauflöslich vermischen. Offenkundig sind auch die Spuren, die ins Werk führen, etwa zu der Erzählung „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“ oder „Der Bau".

„Das was ich gegenüber Mäusen habe, ist platte Angst. Auszuforschen, woher sie kommt, ist Sache der Psychoanalytiker, ich bin es nicht.“ Seit Mitte September lebte Franz Kafka bei seiner Schwester Ottla in Zürau, einem kleinen böhmischen Dörfchen, die dort ein landwirtschaftliches Gut ihres Schwagers Karl Hermann führte. Am 4. September war bei Kafka Tuberkulose festgestellt worden. An seinen vertrauten Freund, den Schriftsteller Max Brod in Prag, verfasst er dieses sehr persönliche Schreiben über Mäuse und Fallen, nicht ohne selbstironischen Unterton: „Du schreibst so wenig von Dir, ich räche mich mit den Mäusen.
Du schreibst: „ich warte auf Erlösung“. Glücklicherweise deckt sich Dein bewusstes Denken und Dein Handeln nicht ganz.“

Quelle: Deutsches Literaturarchiv Marbach, Pm 79/2012 v. 08. Dezember 2012

Völliger Unsinn: Die Datenbank kann erst nach persönlicher Anmeldung und manueller Freischaltung benutzt werden:

http://www-mailman.uni-regensburg.de/pipermail/mediaevistik/2012-October/000825.html

Briefe aus dem nationalsozialistischen Wien ins Londoner Exil.

"Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat ca. 600 Briefe der österreichischen Schriftstellerin Ilse Aichinger an ihre Zwillingsschwester Helga Michie erhalten. Der Briefwechsel setzt im Juli 1939 ein, als die 17jährige Helga mit einem der letzten Kindertransporte Richtung London aufbricht. Während Ilse Aichinger zum Schutz ihrer jüdischen Mutter in Wien bleibt, versucht Helga im englischen Exil, Aufenthaltsgenehmigungen für ihre Verwandten zu erwirken. Das Nachkommen scheint nur eine Frage der Zeit. Mit dem Kriegsbeginn im September 1939 zerschlägt sich die Hoffnung. Zum Wiedersehen kommt es erst Ende 1947.

Die inhaltsreichen, oft mehrere Seiten langen Briefe an die Schwester sind nicht nur eindrucksvolle und oft berührende Dokumente in Hinblick auf Krieg, Exil und Nachkriegszeit; sie spiegeln auch die Entwicklung der jungen Schriftstellerin wider, geben Auskunft über die Entstehung ihres Romans »Die größere Hoffnung« und andere literarische Arbeiten, über den deutschen und österreichischen Literaturbetrieb, die Gruppe 47, die Bekanntschaft mit dem Dichter Günter Eich, die Ehe und die lebenslange Zusammenarbeit der beiden Künstler. Bis in die Gegenwart reicht das postalische Zwiegespräch der Schwestern, die heute noch bzw. wieder in London und Wien leben.

Erworben wurde das umfangreiche und wichtige Briefkonvolut durch die S. Fischer Stiftung, die das DLA schon 2005 beim Ankauf des Vorlasses der Schriftstellerin großzügig unterstützt hatte. Der Briefwechsel der Zwillingsschwestern liegt nun vollständig in Marbach.

Ilse Aichinger gilt als eine der bedeutendsten Repräsentantinnen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Neben dem Roman »Die größere Hoffnung« verfasste sie Kurzgeschichten, Hörspiele und Gedichte. Sie war Mitglied der Gruppe 47. Helga Michie strebte zunächst eine Laufbahn als Schauspielerin an (zu sehen z.B. im Film "Der dritte Mann"), bevor sie sich der bildenden Kunst zuwandte. Im November 2011 wurden die Schwestern 90 Jahre alt."

Quelle: Deutsche Literaturarchiv Marbach, PM 69/2012 v. 12. November 2012

"Archiveröffnung und Lesung am 15. November

Die Akademie der Künste eröffnet das Archiv des Schriftstellers, Nobelpreisträgers und Akademie-Mitglieds Imre Kertész. Unterstützt durch Mittel des Beauftragten für Kultur und Medien, der Kulturstiftung der Länder und der Friede-Springer-Stiftung, konnte die Akademie den künstlerischen Vorlass im Mai 2012 erwerben. Nach der Erschließung stehen rund 35.000 Blatt Archivmaterial Wissenschaft und Forschung zur Verfügung.

Zur Eröffnung des Archivs liest Hermann Beil – in Anwesenheit des Autors – am 15. November in der Akademie der Künste am Pariser Platz aus den unveröffentlichten Kertész-Tagebüchern der Jahre 2001-2003. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten der Akademie, Klaus Staeck, sprechen der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, und die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Grußworte. Der Direktor des Archivs, Wolfgang Trautwein, führt ins Archiv und die Tagebücher ein. Eine Vitrinenpräsentation von Manuskripten und Dokumenten gibt Einblick in das Archiv zu Lebzeiten.

Ein erster Teil des Imre-Kertész-Archivs gelangte bereits Ende 2001 als Depositum ins Archiv der Akademie der Künste und wurde inzwischen auf Mikrofilm gesichert und elektronisch verzeichnet. Der weitaus größere Teil wurde im Jahr 2011 aus Budapest und Berlin übernommen und – unterstützt von Fachübersetzern – geordnet und erfasst. So befinden sich nunmehr die Manuskripte zu Kertész' Werken "Roman eines Schicksallosen", "Galeerentagebuch", "Kaddisch für ein nicht geborenes Kind", "Dossier K.: eine Ermittlung", "Fiasko", "Ich – ein anderer" samt ihrer umfangreichen Vorarbeiten und Varianten im Archiv. Darüber hinaus liegen Manuskripte und Druckbelege zahlreicher seiner Essays und Reden vor, u.a. "Wem gehört Auschwitz?", "Die exilierte Sprache", "Bekenntnis zu einem Bürger. Notizen über Sándor Márai", "Wird Europa auferstehen?", "Budapest. Ein überflüssiges Bekenntnis", "Jerusalem, Jerusalem". Schriftwechsel ab 1988, insbesondere Korrespondenzen mit Verlagen, Redaktionen und Institutionen sowie Leserzuschriften, vermitteln einen Eindruck von Kertész' Weg zum berühmten Autor. Umfangreiches Material zur Rezeption spiegelt die weltweite Wirkung seiner Werke wider. Als besonderer Schatz des Imre-Kertész-Archivs sind seine Tagebücher, geführt ab 1961, zu nennen mit außerordentlich eindrücklichen Beobachtungen und Reflexionen.

Imre Kertész, der am 9. November 83 Jahre alt wird, Überlebender von Auschwitz und Buchenwald, hat 1975 mit seinem "Roman eines Schicksallosen" eine neue künstlerische Sichtweise in die Literatur und die Darstellung des Holocaust gebracht. Das Buch über das Überleben eines Jugendlichen in den Lagern erlangte – vermittelt durch die deutsche Übersetzung – erst nach der europäischen Wende Weltruhm.
2002 erhielt Imre Kertész den Nobelpreis für Literatur.

Veranstaltungsdaten
Imre-Kertész-Archiveröffnung und Lesung
Donnerstag, 15. November 2012, 18 Uhr
Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin-Mitte, Eintritt € 5/3
Kartenreservierung: Tel. 030 20057-1000, ticket@adk.de"


Quelle: Pressemitteilung der Akademie der Künste, Berlin, 31.10.2012

s. a. http://archiv.twoday.net/stories/5174925/

Ein Gericht in Tel Aviv hat im Streit um den Nachlass Kafkas (der sich wie­derum in Nachlass Max Brods befand) nun ent­schie­den und die­sen der Nationalbibliothek Israels zugesprochen.

http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=23981 mit weiteren Nachweisen

http://archiv.twoday.net/search?q=kafka

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma