Allgemeines
Architekturarchive
Archivbau
Archivbibliotheken
Archive in der Zukunft
Archive von unten
Archivgeschichte
Archivpaedagogik
Archivrecht
Archivsoftware
Ausbildungsfragen
Bestandserhaltung
Bewertung
Bibliothekswesen
Bildquellen
Datenschutz
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren
null

 

Wissenschaftsbetrieb

Unter dem Titel „Bürger Künste Wissenschaft. Citizen Science in Kultur und Geisteswissenschaften“ wird vom 21. bis zum 23. September 2015 an der Universität Erfurt eine Tagung stattfinden. Sie wird aus einem Konferenzteil bestehen, bei dem die wissenschaftlichen Grundlagen vorgestellt werden, sowie einem Barcamp-Teil über die Anwendbarkeit für die verschiedenen Disziplinen und Bereiche.
Die Veranstaltung wird von Renè Smolarski (Universität Erfurt) und Kristin Oswald (Kulturmanagement Network) organisiert und von der Forschungsbibliothek Gotha, den Geschichtsmuseen der Stadt Erfurt, der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte sowie der Plattform “Bürger schaffen Wissen” unterstützt. Näheres unter http://kartenlabor.uni-erfurt.de/projekte/buerger_kuenste_wissenschaft/.

"Ein Pflanzenliebhaber und Naturforscher hatte Berge nahe seiner Heimatstadt im Südosten Brasiliens bestiegen und von dort Fotos auf Facebook gepostet, wie die Botanische Staatssammlung München am Freitag mitteilte. Auf einem Foto war ein Sonnentau zu erkennen - den Experten sofort als neue Art erkannten."

http://www.tt.com/home/10307520-91/forscher-entdeckten-neue-pflanzenart-auf-facebook.csp
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/d-magnifica-fleischfressender-riesen-sonnentau-auf-facebook-entdeckt-a-1045261.html
http://dx.doi.org/10.11646/phytotaxa.220.3.4 (Toll Access)

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/07/17/schafft-die-wissenschaftlichen-fachzeitschriften-ab/

Zitat: "Die Praxis, wissenschaftliche Artikel nicht anhand ihres Inhalts zu beurteilen sondern anhand der Zeitschrift in der sie erschienen sind, hätte schon längst abgeschafft gehört!"

Siehe dazu auch:
http://digigw.hypotheses.org/1063

Lambert Heller gibt einen Überblick über ORCID & Co.

http://blogs.lse.ac.uk/impactofsocialsciences/2015/07/16/scholarly-profile-of-the-future/

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/osnabrueck-geschaeftsmann-verkaufte-doktortitel-anklage-erhoben-a-1043738.html

http://programm.ard.de/TV/Programm/Alle-Sender/?sendung=2822610655870331 (2013)

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/plagiat-bei-der-weltwoche-1.18578585

Mit britischem Humor fügt der von der «Weltwoche» um sein geistiges Eigentum betrogene Lowe an: «Wenn jemand meinen Artikel so unwiderstehlich gefunden hat, dass er grosse Teile davon kopieren wollte – nun, dann ist das die höchste Form des Lobes. Ein etwas unanständiges zwar, aber immer noch ein Lob.»

Angeblich schrieb Fontane:

"Über Plagiate sollte man sich nicht ärgern. Sie sind wahrscheinlich die aufrichtigsten aller Komplimente."

Das Zitat lässt sich in seinen Schriften aber nicht verifizieren:

https://de.wikiquote.org/wiki/Diskussion:Theodor_Fontane

In Google Books finde ich es zuerst 1976:

https://books.google.de/books?id=h2M1AQAAIAAJ&q=%22die+aufrichtigsten+aller+Komplimente%22

Sinngemäß äußerte sich Henry Adams so in einem Brief von 1905: "As for piracy, I love to be pirated. It is the greatest compliment an author can have."

https://www.google.de/search?tbm=bks&q="It+is+the+greatest+compliment+an+author+can+have"


Im Rahmen der Entwicklung einer Citizen Science Strategie 2020 durch das GEWISS-Konsortium fand am 26. Juni 2015 ein weiteres Dialogforum statt, das diesmal der „Forschungsförderung für Citizen Science“ gewidmet war. Das in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin tagende Forum wurde durch Vertreter der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Helmholtz-Gemeinschaft sowie der Leibniz-Gemeinschaft eröffnet. Sowohl die Online-Plattform www.buergerschaffenwissen.de (GEWISS) wie die Dialogforen werden durch das BMBF gefördert. Geisteswissenschaftliche Projekte bzw. Projektträger beteiligen sich bisher in geringerem Maße als naturwissenschaftliche, genannt werden können u. a. das Grabsteine-Projekt des Vereins für Computergenealogie e. V. oder das Archäologische Surveyprojekt Steigerwald-Fatschenbrunn der Universität Bamberg.

Ein Schwerpunkt des Dialogforums lag auf der Entwicklung von Kriterien und Indikatoren für Erfolg von Citizen Science-Projekten in der Forschung und auf der Ausgestaltung von Förderinstrumenten für Citizen Science. Vertreter sowohl der institutionalisierten Wissenschaft wie von Vereinen und freien Plattformen äußerten Bedarf an flexibleren, den Rahmenbedingungen von Citizen Science-Projekten angepassten Fördermöglichkeiten.

Für Archive können diese Entwicklungen u. a. im Hinblick auf die Unterstützung von Crowdsourcing-Projekten von Interesse sein. Für die historischen und genealogischen Vereine in Deutschland kann die Entwicklung der Citizen Science Strategie 2020 eine Chance sein, ihre Kompetenzen und Bedürfnisse als Vertreter von „Bürgerwissenschaftlern“ zu artikulieren. Die Möglichkeit dazu wird für jeden daran Interessierten bestehen, wenn die Strategie im Entwurf in einen öffentlichen Konsultationsprozess gehen wird (geplant im Herbst 2015).

Oskar Piegsa "recherchierte ein Jahr, wie Guttenberg und das Netz die Schattenwirtschaft erschufen".

http://www.zeit.de/campus/2015/03/ghostwriter-schattenwirtschaft-autobiographie-dissertation-hausarbeit/komplettansicht

"Guttenberg war der größte Werbefeldzug für wissenschaftliche Ghostwriter", sagt ein Agenturchef.

Ein Ghostwriter bekennt, dass er nicht gerade stolz auf seine Tätigkeit ist:

http://www.zeit.de/studium/2015-06/universitaet-wissenschaft-akademisches-ghostwriting/komplettansicht

Zitat:

"Geraten solche Studenten außerdem noch an Di-M-Do-Professoren, die selbst ihren Aufwand möglichst gering halten möchten und nur die Hälfte der Woche anwesend sind, rückt die Entscheidung zum Betrug nochmals näher. Provokant ausgedrückt: Ghostwriting schmiert das System und hält den Aufwand für Studenten wie für Professoren gering. Auch der Ghostwriter hat weniger Arbeit, wenn bequeme Professoren zum zehnten Mal eine Arbeit über "Die EU unter besonderer Berücksichtigung…" oder "Möglichkeiten und Grenzen einer gemeinsamen europäischen was-auch-immer-Politik" fordern. Er braucht dann nur in die Schublade zu greifen, ein paar alte Texte aufzubrühen, die Absätze neu zusammenzustellen, die üblichen Schlagworte einzubauen und hier und da ein paar studentisch-plausible Flüchtigkeitsfehler einzubauen. Zur gegenwärtigen "Wirtschaftsethik" gehört es eben auch, dort, wo keine oder nur wirkungslose Kontrollen existieren, zu tricksen und zu betrügen."

Den skandalösen Umgang der Uni Innsbruck mit Plagiaten thematisiert:

http://derstandard.at/2000017474816/Kampf-gegen-Plagiatoren-Experten-kritisieren-Schweigepraxis-der-Uni-Innsbruck

Was sind das nur für erbärmliche Stümper, die ihrem überteuerten Angebot (den Aufsatz gibt es für 24 Stunden für 22 Euro) noch nicht einmal anständige Metadaten spendieren?

http://www.vr-elibrary.de/doi/abs/10.14220/9783666354274.97#.VYQcW1Jn1UE

 

twoday.net AGB

xml version of this page

xml version of this topic

powered by Antville powered by Helma