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https://biboer.wordpress.com/

https://liparchiv.hypotheses.org/

Hauptautor ist der Lemgoer Stadtarchivar Marcel Oeben, mir wohlvertraut aus seiner Zeit am Hochschularchiv der RWTH. Willkommen in der Blogosphäre!

LISA hat Patrick Bahners zu MünklerWatch interviewt:

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/patrickbahners_muenklerwatch

Lang und lesenswert! Unter anderem interessante Ausführungen zur Geschichte der Anonymität bei Rezensionen und anderen Presseveröffentlichungen. "Die Durchsetzung der Autorennamen war ein Triumph des viktorianischen Ideals der Männlichkeit."

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022431378/

http://blog.alvar-freude.de/2015/06/filter-nutzung.html

"Montag soll ein neuer Entwurf für den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) zur Online-Diskussion gestellt werden. Wichtiges Element: möglichst jede Webseite soll ein maschinenlesbares Alterskennzeichen (ab 6, ab 12, ab 16 oder ab 18) tragen. Eltern sollen Filterprogramme installieren („Jugendschutzprogramme“), die diese Kennzeichen auslesen."

Video des Vortrags von Dr. Mareike König auf der Düsseldorfer Tagung "Die Zukunft der Wissensspeicher".

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/blogs_als_wissensorte_der_forschung?nav_id=5594

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/1022406213/

https://geschichtsunterricht.wordpress.com/2015/05/23/hinweis-in-eigener-sache-neues-blog/

Daniel Bernsen resümiert seine Blogerfahrungen und weist auf sein neues Projekt "Bildung, Netz & Politik" hin:

https://bipone.wordpress.com/

https://renwardcysat.wordpress.com/

Das sich nach Renward Cysat nennende Blog zeigt unter anderem einige schöne alte Archivinnenräume.

https://renwardcysat.wordpress.com/2015/05/20/rathauskanzlei-luzern-arbeitsplatz-renward-cysat/


Böse Injurien sollten nicht einmal in Archivalia stehen ;-)

Wieso das Herforder Museum Marta bloggt, wird vom Museumsleiter begründet:

http://marta-blog.de/marta-schreibt-anders/

Der Gastbeitrag von Bahners im Redaktionsblog

http://redaktionsblog.hypotheses.org/2859

steht unter

http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de

und darf daher hier ganz übernommen werden. Siehe auch

http://archiv.twoday.net/stories/1022431223/

Man muss beim Begriff der öffentlichen Vorlesung ansetzen. Die öffentliche Verbreitung öffentlicher Äußerungen kann nicht den Tatbestand der Denunziation erfüllen, ganz abgesehen davon, dass Denunziation die Anzeige bei einer Obrigkeit ist. Hier geht es nicht etwa um einen anonymen Brief an den Universitätspräsidenten mit der Behauptung, Münkler habe sich in privater Runde rassistisch und sexistisch geäußert. Vielmehr werden die von Münkler in Erfüllung seiner Amtspflicht gehaltenen Vorlesungen zeitnah und datiert ausführlich referiert und kommentiert.

Wenn in diesem Referat Fehler unterlaufen oder absichtlich der Sinn entstellt wird, kann das richtiggestellt werden. Münkler selbst hat in einem Kommentar zum Blog solche Anmerkungen gemacht. Bei eklatanten Fehlern würden wahrscheinlich eifrige Studenten außerhalb der Bloggergruppe die Korrektur übernehmen. Besonders absurde Darstellungen könnten allerdings wohl auf sich beruhen bleiben. Heikel für Münkler ist, dass einige der ihm zugeschriebenen Einlassungen, die ihn in keinem guten Licht dastehen lassen, für Leute, die ihn kennen, einen nur allzu glaubwürdigen Sound haben.

Das Blog hat eine Kommentarfunktion. Abgesehen davon ist kein Kritiker verpflichtet, ein Forum für den Antikritiker vorzuhalten. Dieses Forum ist die Öffentlichkeit! Abwegig, aber leider sehr typisch, die Rede von Zensur, wo nur eine besonders drastische Meinungsäußerung vorliegt. Das Normale in der akademischen und demokratischen Debatte wäre: Die pointierte, einseitige, verzerrende Rede löst die angemessene Gegenrede aus, und das Publikum kann sich ein eigenes Urteil bilden.

Auch und vor allem setzt das Recht zur Kritik nicht voraus, dass sich der Kritiker mit seinem Namen oder Gesicht zu erkennen gibt. Die Möglichkeit, einen falschen Bericht über eine Vorlesung richtigzustellen, hat nicht zur Bedingung, dass man dem Autor ins Gesicht sagen kann: Du lügst doch! Für die wissenschaftliche Sphäre ist der Namenszwang schon gar nicht selbstverständlich. Eher war früher die Anonymität die Regel. Einige der berühmtesten Rezensionsorgane wie die Edinburgh Review und das Times Literary Supplement haben jahrzehntelang prinzipiell anonyme Rezensionen publiziert. Zu dieser Praxis gibt es ein lebhaftes Pro und Contra der wissenschaftsethischen Meinungen – aber es gibt eben nicht nur Contra! Schon deswegen gehen die meisten Pressekommentare zur Causa Münklerwatch in die Irre, da sie suggerieren, die Blogger hätten sich evidentermaßen ins Jenseits des wissenschaftlich Zulässigen begeben.

Der wichtigste Grund für die Anonymität liegt auf der Hand: Sie fördert die Ehrlichkeit, den Freimut der Kritik. So hat sie sehr wohl auch im heutigen Wissenschaftsbetrieb an entscheidender Funktionsstelle ihren Platz behauptet – nämlich in der Praxis der Peer Review bei der Manuskriptannahme in Zeitschriften und Buchreihen sowie bei Stellenbesetzungen. Münklerwatch ist ein Fall der Beurteilung durch Ungleiche. Hier gibt es nun besondere Gründe dafür, den Schutz der Anonymität zu suchen, den nach klassischer liberaler Auffassung, wie sie der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in mehreren Urteilen dargelegt hat, die Mindermächtigen benötigen und verdienen. Beobachtet wird der Professor, der hinterher womöglich die Beobachter prüfen wird. Dieses asymmetrische Machtverhältnis ist eine Sache der Rollenverteilung, es zu beschreiben ist noch keine Aussage zur Person von Herfried Münkler – obwohl dieser, wie er selbst ironisch angemerkt hat, ein Experte für solche Machtverhältnisse ist.

Mir geht es um das Recht der bloggenden Studenten, so vorzugehen, wie sie es getan haben – ein Recht, das ihnen von einigen Journalistenkollegen prinzipiell bestritten worden ist. Qualität und Triftigkeit der in diesem Verfahren produzierten Kritik sind dann eine zweite Frage. Ich kann mich insoweit aber Oliver Tolmein anschließen: Das Blog liest sich „bisweilen etwas hölzern und arbeitet mit schablonenhaften Begrifflichkeiten, aber es liefert auch nachdenkenswerte Analysen und Zusammenhänge“. Münkler ist ein vielgefragter „politischer“ Wissenschaftler unserer Republik, und das Blog regt zu der einen oder anderen weiteren Frage an. Wer im übrigen daran Anstoß nimmt, dass Studenten „Angriffe“ auf einen Professor zu führen wagen, dem sei zur Aufklärung über Zeiten der freieren Wissenschaft Thomas Steinfelds Buch „Der grobe Ton“ empfohlen.

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Diesen Beitrag hat Patrick Bahners am 13.5.2015 auf seiner Facebookseite veröffentlicht. Mit seiner Genehmigung publizieren wir ihn hier erneut, um eine offene und nachhaltige Diskussion zu ermöglichen.



Die Journaille regt sich auf, weil Studierende des überschätzten Gelehrten Herfried Münkler es gewagt haben, anonym (!) ein Blog einzurichten, das sich kritisch mit einer Lehrveranstaltung des Militarismus-Apologeten auseinandersetzt. Auch wenn die Kritik überwiegend Blödsinn sein sollte: Seit wann gilt die Meinungsfreiheit nichts mehr in der Academia? Die Kommentare des Blogs zeigen, dass den Studierenden Gegenwind ins Gesicht bläst. Kritik und Gegenkritik. So what?

http://hu.blogsport.de/

http://www.sueddeutsche.de/kultur/muenkler-watch-frei-gewaehlte-versatzstuecke-1.2476219

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/humboldt-universitaet-berlin-studenten-bloggen-gegen-herfried-muenkler-a-1032545.html

http://www.tagesspiegel.de/wissen/blogger-gegen-professor-der-hu-berlin-jeden-dienstag-kommt-muenkler-watch/11763398.html

http://www.heise.de/tp/news/Muenkler-Watch-Neue-Form-studentischen-Protestes-2639903.html

Update:

 

twoday.net AGB

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