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Kodikologie

http://digital.blb-karlsruhe.de/id/1617360

#fnzhss


http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/raritaet-entdeckt-koranhandschrift-stammt-aus-der-fruehzeit-des-islam.html

Die dumme Journaille verlinkt natürlich nicht auf diese ausgezeichnete Pressemitteilung.

http://www.antihus.eu/search.php

Zu den 250 Werken ist auch die handschriftliche Überlieferung angegeben.

Unter den Neuigkeiten zu den Textzeugen

http://www.eckhart.de/index.htm?aktuell.htm#Tz142

auch der Hinweis auf

http://archiv.twoday.net/stories/706567565/

In Form eines Digitalisats des Buchs von P. Adam:

http://www.selestat.fr/fileadmin/user_upload/bibliotheque-humaniste/documents/pdf/01_Catalogue_des_manuscrits_Paul_Adam.pdf

Online ist auch der Inkunabelkatalog von Walter 1929 (mit Provenienzen)

http://www.selestat.fr/fileadmin/user_upload/bibliotheque-humaniste/documents/pdf/04_Catalogue_des_incunables_et_imprim%C3%A9s_du_XVIe_si%C3%A8cle_Joseph_Walter.pdf

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/stories/714913786/

"Post cujus Athile mortem in Eczelburck fuit bellum Krimheldinum, omnium preteritorum bellorum maximum"

Wattenbachs Mitteilung im Neuen Archiv 1882 zum Nibelungenuntergang (bellum Krimheldinum, so die Handschrift), ein Testimonium zur Deutschen Heldensage,

https://archive.org/stream/neuesarchiv07geseuoft#page/174/mode/2up

aus einer damals Maihinger Handschrift blieb nicht unbeachtet. Es gab Notizen in der "Germania" und in Ungarn:

https://www.google.de/search?q=%22kriemheldinum%22&tbm=bks
http://epa.oszk.hu/02300/02392/00020/pdf/EPA02392_egy_phil_kozl_07_1883_01_119-127.pdf

Nun ist die ehemals Maihinger Handschrift vom derzeitigen Eigentümer, der UB Augsburg, ins Netz gestellt worden.

Johannes de Utino - Promptuarium Bibliae - Leo Marsicanus - UB Augsburg - Oettingen-Wallersteinsche Bibliothek Cod.II.1.2.191

http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba003073-5

Es handelt sich um die Weltchronik des 1363 gestorbenen Franziskaners Johannes de Utino, Inquisitor der Diözese Aquileia. Zu ihm:

http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=119075717 (GND)

Dass er auch der Verfasser der Papst-Kaiser-Chronik ist, ist zweifelhaft (Radek 2013, wie unten). Von daher muss vorerst offen bleiben, ob es sich hinsichtlich der Werkdatierung um ein Zeugnis des 14. oder des 15. Jahrhunderts handelt.

Beschreibung der Handschrift aus Füssen (3. Viertel 15. Jahrhundert):
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0528_a323_jpg.htm

Ein Abdruck der von Wattenbach zitierten Stelle aus einer anderen Handschrift erschien in einer ungarischen Zeitschrift, teste Google-Snippet:

http://books.google.de/books?id=6XrwAAAAMAAJ&q=Crimhelonium

Zur Überlieferung der lateinischen Weltchronik: Stegmüller RB
http://www.repbib.uni-trier.de/ bietet 14 Handschriften.

"5025 Cum enim id quod iuste petitur, iuste denegari non possit, et maxime id... figuris conscripsi (Johannes de Utino OM Bertrando Patriarchae Aquileiensi, Utini 1344).
— Adam primus homo de terra in agro Damasceno a Deo formatus, triginta annorum apparens.
— Iste Moyses de viro levita nomine Amram et de matre nomine Yethabeth in Aegypto est natus (Exod.).
— Antipater gentilis Hircano primo adhaesit (sexta aetas: tempus regis gratiae).
Expl: sacram coronam regni Hungariae in potestate pluribus annis habuit.
Johannes de Utino, Compilatio librorum historialium totius bibliae. Compilatio librorum historialium totius bibliae.
Heiligenkreuz, Cistercienser 166 (XV) (usque ad annum 1458).
London, Brit. Museum, Egerton 1518.
Maihingen, Fürstl. Bibl. II Lat. 1 Fol. 191 f. 1-31 (usque ad 1486; cum supplemento usque ad 1524).
Melk 929-1708 f. 1-63 (Initium deest; Exod: Moyses de viro Levita).
Clm. 721 f. 2-63.
New York, Pierpont Morgan 114.
Paris, nat. lat. nouv. acq. 2577 (usque ad 1378).
Prag, Univ. 51 (I. A. 41) f. 176-200; 2782 (40. A. 15 Adligat.) f. 9-20; 1-8.
Schlägl 146 (78) f. 251-312.
Titusville Pa, John H. Scheide 34 (usque ad 1197).
Vaticana, Ottob. lat. 479 f. 1-43 (usque ad 1464).
Venezia, Marciana I. 49 (2282): Johannes de Utino, Hist. Bibl. (Cum enim id, quod digne petitur etc; Adam primum etc.).
Washington, The Holy Name College 1 (anno 1363).
Extabat: Paris, Colbert 3601; 5496."

http://www.chronica.msstate.edu/manuscript-notes.php?mid=6965
bietet zusätzlich:
Edinburgh, University Library, 189 (14th century).

Die bei Melville 1987 genannten Handschriften (zusätzlich Stuttgart und Wolfenbüttel) sind ohne Utinos Namen verwertet in der Zusammenstellung:

http://www.piggin.net/stemmahist/biblioplates.htm

Von Vizkeletys Überlieferungszusammenstellung ist nur die ungarische Publikation von 1985 im Netz greifbar:

http://epa.oszk.hu/00000/00021/00328/pdf/MKSZ_EPA00021_1985_101_03-04_195-209.pdf (ich zähle dort 15 lateinische Handschriften)

Norbert H. Ott nannte 2003 die Zahl von 16 (14 bei Stegmüller + Wolfenbüttel und Stuttgart) lateinischen Handschriften:

http://books.google.de/books?id=A7WrdlgaJDQC&pg=PA62

Nachdem er im ²VL Bd. 4 Sp. 785 schlecht recherchiert hatte, musste Ott im Nachtragsband 11 (2004), Sp. 801-803 erheblich nachbessern. Er sagt, dass Vizkelety 1988 14 lateinische Handschriften nenne und Frohne 1992 8 Pergament-Rotuli und 12 lateinische Codices.

DLL Reiseberichte legt sich nicht fest, was die Zahl der lateinischen Handschriften angeht:

http://books.google.de/books?id=nzqLp6td3z4C&pg=RA1-PA33

Tünde Radek bezieht sich auf Vizkelety 1988, der 14 lateinische Handschriften genannt habe: ZfdA 142 (2013), S. 45–55.

Eine Ausgabe kündigte Radek 1988 an:

http://books.google.de/books?id=zWCRAquqlysC&pg=PA101

Aktueller die Mitteilung Radeks in Archivalia:

http://archiv.twoday.net/stories/64978470/

Von der deutschen Fassung sind inzwischen 5 Textzeugen bekannt:

http://www.handschriftencensus.de/werke/1118

Online sind davon zwei. Im Berliner Mgf 947, Bl. 51v lautet die Stelle:

"Nach dem Athilia stund auf der streit Krimheldis, der vber all streyt der grosst".

http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN66378820X&PHYSID=PHYS_0108

Ebenso im Frankfurter Mgf 12, Bl. 48r (Krymheldis)

http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/msma/content/zoom/1971087

Der in den deutschen Versionen fehlende Name Etzelburg für die ungarische Römerstadt Aquincum ist seit dem 12. Jahrhundert belegt.

http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5306/pdf/Graf_heroisches_herkommen.pdf (Graf, Heroisches Herkommen 1993, S. 54)

Zum Kriemhild-Bild im späten Mittelalter kann man sich nicht auf die wenig verlässlichen Dietrich-Testimonien Lienerts verlassen, da Kriemhild dort ausgeklammert wurde. WILLIAM LAYHER, 'She was completely wicked': Kriemhild as exemplum in a 13th-century sermon. Image – Topos – Problem » ZfdA 138 (2009), S. 344-360 ist eine längliche Studie zu einem einzigen Beleg. Bohnenbergers Zusamenstellung (Kriemhilt, PBB 1899) gibt die Belege extrem verkürzt.´Ich begnüge mich für heute mit einem Hinweis auf "prelium Crumhelt", "ex prelio Crimildino" bei dem ungarischen Historiker Simon von Keza (Lienert Nr. 165, Ende 13. Jahrhundert):

http://www.mgh.de/dmgh/resolving/MGH_SS_29_S._531

Wenn dereinst die Utino-Edition vorliegen wird, ist es sinnvoll, sich näher mit dem hier nur kursorisch eingeordneten Zeugnis zu befassen.

#forschung


Es gibt einige neue Handschriften aus der Oettingen-Wallersteinschen Bibliothek der UB Augsburg im Netz, darunter auch ein Turnierbuch (Federzeichnungen ohne Text) aus der ersten Hälfte des 16. Jahrthunderts:

http://www.nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:384-uba003071-5

Zur Handschrift siehe
http://archiv.twoday.net/stories/233330559/

#fnzhss

http://oesta.gv.at/Docs/2006/10/25/Handschriftensammlung%20_Konkordanz_.pdf

Erst ein Teil der Handschriften ist im Archivinformationssystem erschlossen.

http://www.archivinformationssystem.at/

http://dx.doi.org/10.7891/e-manuscripta-20042

Noch zu identifizieren: von wem.

Siehe auch
http://archiv.twoday.net/search?q=ahnenprobe


http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs572

Es handelt sich bei den Antiquitates um ein Werk von Jakob Beyrlin (1576 - nach 1618).

GND
http://beacon.findbuch.de/seealso/pnd-aks?format=sources&id=132403501

Heid. Hs. 572 war früher bekannt als Batt. 49 und wurde unter dieser Signatur von Wille beschrieben

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/Wille1903/0159

und von Michael Klein 1987 zitiert (in: Oberrheinische Studien 7, E-Text unter

http://www.rund-um-rhodt.de/media/c0798ac83e21e312ffff80f8fffffff1.pdf Anm. 61).

Zur Sammlung Batt:

http://www.ub.uni-heidelberg.de/allg/benutzung/bereiche/handschriften/batt.html

Die heutigen Signaturen ergeben sich aus der Konkordanz:

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/heidhs3383/0111

Das gleiche Werk Beyrlins liegt im Cgm 1681 (ebenfalls 18. Jahrhundert) vor, der gleichfalls online ist:

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00032785/image_3

Die Münchner Handschrift könnte sogar eine unmittelbare Abschrift der Heidelberger sein, was genauer zu prüfen wäre.

Mit der Datierung um 1768 der Heidelberger Handschrift bin ich nicht einverstanden. Ich sehe einen Grundstock des frühen 17. Jahrhunderts. S. 101 wechselt in der Liste der Regenten der Kurpfalz die Hand und zwar bei der Verheiratung des Winterkönigs 1613. Die spätere Hand schreibt Notizen bis 1714 (S. 122), während die Hand, die S. 124 Nachrichten zu 1760/68 eintrug, auch für den Extrakt Lauterer Antiquitäten verantwortlich sein könnte.

Die nachgetragenen Angaben der Heidelberger Handschrift zu den Regenten ab 1613 erscheinen in der Münchner Handschrift (datiert 1714) im fortlaufenden Text.

Kaiserslauterer Chronik und der Extrakt Lauterer Antiquitäten sind in den beiden Handschriften anders organisiert.

Der von mir in das frühe 17. Jahrhundert datierte Grundstock der Heidelberger Handschrift endet S. 121 mit einer Nachricht von 1431. Es folgen Notizen (ab 1622) von der Hand bis 1714, die auch die Regentenliste fortsetzte. Insgesamt reichen die Nachträge bis 1768. Der Extrakt enthält Notizen 1408-1551.

Die Münchner Handschrift integriert in die Lauterner Chronik ab 1408 die Angaben aus dem Extrakt (der endet ja mit einer Notiz zu 1551) und reicht bis 1714. Die in der Heidelberger Handschrift nachgetragenen Notizen (S. 122) werden bis 1714 übernommen, eine deutlich später eingetragene Notiz zu 1718 aber nicht.

http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00032785/image_131

Wenn meine Datierung der Extrakt-Hand auf ca. 1768 zutrifft, ist es klar, dass die Heidelberger Handschrift (hinsichtlich der Lauterer Nachrichten aus dem Extrakt-Teil) nicht die unmittelbare Vorlage der Münchner gewesen sein kann. Denkbar wäre allerdings, dass der Schreiber der Münchner Handschrift (ca. 1714) den Extrakt aus einer anderen Vorlage bezogen hat.

In jedem Fall stellt die Münchner Handschrift eine Redaktion der beiden Texte zu Kaiserslautern dar, die sie zu einer verschmilzt. Die fiktiven Angaben zur Urgeschichte der Stadt in der Zeit der Christenverfolgung lassen daran denken, dass Beyrlin auch die Kaiserslauterner Chronik geschaffen haben könnte.

#forschung

#fnzhss


 

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