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Archivrecht

Wie unter

http://archiv.twoday.net/stories/714907881/

ausgeführt, stimmt der Hochlader eines Bilds auf Flickr der Darstellung seines Bilds auf anderen Websites zu, wenn die Sharing-Optionen von Flickr genutzt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass diese nicht deaktiviert sind.

Nach meiner Rechtsauffassung steht diese Lizenz neben der gewählten CC-Lizenz zur Verfügung. Es dürfen also auch NC-lizenzierte Bilder für kommerzielle Zwecke geteilt werden.

Dies ist der Fall bei

#239 Notebookcenter Foto: adesigna


Hier stellt sich wieder das Problem mit dem title tag im Code: Auf einem iPAD oder anderen iOS-Geräten ist die Attribution nicht sichtbar. Siehe etwa

http://archiv.twoday.net/stories/581437101/#581437390

Daher kann das CC-Bookmarklet für Flickr empfohlen werden, das inzwischen lizenzkonform ist.

http://archiv.twoday.net/stories/728556196/


creative commons licensed ( BY-NC-SA ) flickr photo shared by adesigna

Wer ein NC-Bild kommerziell mittels der Flickr-Sharing-Option nutzen will, kann dieses Bookmarklet selbstverständlich nicht nutzen. Es ist in diesem Fall zu empfehlen, den Flickr-Code manuell durch die Urheberangabe (hier: adesigna) zu ergänzen (siehe oben).

http://www.internet-law.de/2014/04/bgh-entscheidung-zum-e-learning-im-volltext.html

http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2076/12

"Werden von einem Sprachwerk höchstens 12% der Seiten des gesamten Werkes und nicht mehr als 100 Seiten zur Veranschaulichung im Unterricht an einer Hochschule öffentlich zugänglich gemacht, handelt es sich dabei um im Sinne von § 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG „kleine“ Teile eines Werkes".

Siehe hier
http://archiv.twoday.net/search?q=kr%C3%B6ner+hagen


creative commons licensed ( BY-NC-SA ) flickr photo shared by adesigna

US-Autoren ziehen gegen Google Books in die Berufungsschlacht

http://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Autoren-ziehen-gegen-Google-Books-in-die-Berufungsschlacht-2173117.html

http://www.startnext.de/wanderhurenstreit

Update zu:
http://archiv.twoday.net/stories/714916011/

Wissenschaftsblogger laufen vor allem bei Verstößen gegen das Persönlichkeitsrecht (einschließlich unerlaubter Kritik an Unternehmen und Institutionen) und gegen das Urheberrecht, etwa bei unbefugter Bildnutzung (siehe Blog&Recht: Darf ich fremde Bilder verwenden?) Gefahr, außergerichtlich oder gerichtlich zur Rechenschaft gezogen zu werden. Auch wenn eine wirksame Absicherung durch eine Rechtsschutzversicherung oder eine Stiftung Bloggerhilfe noch nicht in Sicht ist, ist das Risiko einer Abmahnung sehr gering und sollte niemand vom Bloggen abhalten. Es sollte allerdings auch niemand ermutigen, tollkühn anderen auf die Füße zu treten.

1. Persönliche Erfahrungen mit Archivalia

In den letzten 4086 Tagen war ich als Blogger ausnehmend fleißig und habe den Großteil der 26781 Beiträge seit Februar 2003 selbst verfasst. Obwohl mitunter mit einem unguten Hang zur polemischen Schärfe gesegnet, hielten sich die juristischen Konsequenzen für mich in Grenzen.

Drei Prozesse habe ich geführt, zweimal ohne eigenen Anwalt (vor dem Amtsgericht besteht kein Anwaltszwang). Vor dem AG Regensburg habe ich den Kopf für den Beitrag eines Beiträgers hingehalten, bei dem es um die angeblich unbefugte Übernahme eines Leserbriefs zur Causa Eichstätt, der uns nicht gefiel, ging. Der Vergleich sah vor, dass die Gerichtskosten aufgehoben wurden, dass die unfreundliche Überschrift verschwinden musste und der Leserbrief mit freundlicher Genehmigung im Netz bleiben durfte. Ein schöner Kurzurlaub in Regensburg mit anschließendem Besuch der Thurn und Taxis Hofbibliothek, ein verständiger Richter, ein gemütlicher gegnerischer Anwalt (der Kläger war nicht erschienen) und nicht existente Gerichtskosten (pssst: die Gegenseite hat die Erstattung ihres Gerichtskostenvorschusses vergessen, was hoffentlich verjährt ist).

Unangenehmer war das Gezerfe (für diejenigen, die das Wort nicht kennen: die Händel) mit dem persönlich vor dem AG Siegburg erschienenen Prof. Schuler, mit dem es aber auch zu einem Vergleich kam.

http://archiv.twoday.net/stories/49601942/

Da der Vorwurf von Frau Escher-Aspner zu ridikül war, ließ ich meinen Anwalt für mich zum AG Trier reisen. Die Dame erlitt Schiffbruch:

http://archiv.twoday.net/stories/97059845/#97060325

Bloggerfreundlich ohne Kostennote kam das Abmahnschreiben der FAZ in der Causa Schmoll/Schavan daher. Nachdem ich mich empört gewehrt hatte (incl. Streisand-Effekt), habe ich nie wieder etwas von der FAZ gehört:

http://archiv.twoday.net/stories/572463027/

Das Stadtarchiv Wiesbaden konnte offenkundig eine Unterlassungsaufforderung einer Schule an mich abwenden:

http://archiv.twoday.net/stories/506933956/

Ein ZEIT-Blogger moserte wegen einer angeblich zu langen Übernahme:

http://archiv.twoday.net/stories/14634234/

Eine japanische Bibliothek ließ mich das Bild zu

http://archiv.twoday.net/stories/4575784/

entfernen.

Nachdem mich eine Person im Juli 2010 massiv einzuschüchtern versuchte (einschließlich persönlicher Drohung) und auch Twoday einschaltete, kam ich zu dem Schluss, dass mir die betreffende Berichterstattung über das gegenseitige Beharken von Parteien einfach nicht wichtig genug war, um zum Opfer eines Stalkers zu werden. Wie ich reagierte, geht hervor aus

http://buskeismus-lexikon.de/28_O_211/10_-_07.07.2010_-_RA_Hagen_Hild_%26_Kollegen_geht's_nur_ums_Geld_-_Meinungsfreiheit_vorgeschoben

Und es gab einen bösen Brief von Stuart Jenks vermutlich wegen des Zeitschriftenfreihandmagazins, den ich ignorierte.

Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.

Nun hat nicht jeder diese - sagen wir mal - agonale Mentalität wie ich bzw. ein so dickes Fell, aber die Fälle zeigen doch, dass man sich auch ohne großen finanziellen Aufwand aus unangenehmen Konflikten winden kann. Man sollte aber, wenn man Kritik an Personen oder Firmen/Institutionen übt, nicht ganz aus dem Auge verlieren, dass Leute, wenn es um das Internet geht, mitunter schon wegen belangloser Kleinigkeit (Fälle Escher-Aspner und FAZ) abmahnen lassen bzw. vor Gericht ziehen. Shit happens, das ist allgemeines Bloggerrisiko.

2. Reaktion nach Erhalt einer Abmahnung

Jede Abmahnung hinterlässt erst einmal einen Schock, ein Gefühl der Ohnmacht und der Unsicherheit. Man denkt, die Welt geht unter, und viele sind geneigt, jeglichen Internetaktivitäten spontan zu entsagen, das Blog zu löschen usw. Das ist ganz normal.

Unglücklicherweise sind rechtsgrundlose Abmahnungen, die man einfach ignorieren kann, wie in der Causa Redtube die absolute Ausnahme.

In vielen Fällen werden sehr kurze Fristen für eine Reaktion gesetzt. Um Zeit für eine Prüfung des Falls und eine Rechtsberatung zu gewinnen, sollte man um eine Fristverlängerung - beispielsweise 10 Tage - ersuchen. Dazu braucht man keinen Anwalt. Was man unbedingt beachten sollte sagt die Verbraucherzentrale RLP, die einen kostenlosen (!) Musterbrief bereithält (andere Verbraucherzentralen lassen sich für das simple Formular bezahlen!):

http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/Die-Abmahnung-2

Man sollte jede Abmahnung ernst nehmen und unverzüglich Abmahnratgeber wie

http://www.rettet-das-internet.de/checkliste.htm

konsultieren. Bei Massenabmahnungen Kontakt zu anderen Abmahnopfern aufnehmen!

Auch wenn man die Angelegenheit möglichst rasch vom Tisch haben möchte, sollte man die vorformulierte Unterlassungserklärung der Gegenseite nie unbesehen unterzeichnen und zurücksenden. Muster für modifizierte Unterlassungserklärungen sind im Netz recherchierbar.

Außer in eindeutig unberechtigten Fällen kann es nicht schaden, den inkriminierten Beitrag vom Netz zu nehmen bzw. (im Sinne transparenten Löschens) durch einen neutralen Hinweis zu ersetzen. Bei Urheberrechtsverletzungen und klaren Persönlichkeitsrechtsverletzungen sollte man in jedem Fall den beanstandeten Inhalt umgehend entfernen.

Auch ohne tiefergehende Rechtskenntnisse ist man den Anwälten, die sich als Retter ("Weiße Ritter") der Abmahnopfer aufspielen, mit einem Rundumsorglos-Paket locken und satte Gebühren einstreichen, nicht notwendigerweise hilflos ausgeliefert ("Zock-mich-ab!"). Wer sorgfältig recherchiert, kann auch als juristischer Laie versuchen, die Rechtslage und seine Handlungsoptionen einzuschätzen.

In aller Regel empfehlen Anwälte, in jedem Fall einen Anwalt einzuschalten. Warum wohl? Ein Teil des Redtube-Skandals waren Anwälte, die ihre Mandanten übervorteilt haben, indem sie völlig überflüssige modifizierte Unterlassungserklärungen abgegeben haben. Geschichten über fahrlässig dumme Mandanten, die zunächst meinten, auf einen Anwalt verzichten zu können, sich dann aber die Finger gründlich verbrannt haben, werden nicht ohne Grund immer wieder von Anwälten kolportiert.

Wenn in Internetforen Anwälte aktiv sind, kann man durchaus eine brauchbare Ersteinschätzung erhalten. Es gibt aber natürlich auch Foristen, die als Laien verhängnisvolle Fehleinschätzungen mit dem Brustton der Überzeugung vertreten. Also Obacht!

Ob man sich einer Verbraucherzentrale anvertrauen möchte, muss jeder selbst wissen. Bei Blog-Abmahnungen sind sie höchstwahrscheinlich gar nicht zuständig.

In vielen Fällen nützen handelsübliche Rechtsschutzversicherungen nichts. So sind Urheberrechtsdelikte in der Regel ausgeklammert. Und wiederholte Versuche, eine Selbsthilfe der Blogger zu organisieren, haben bisher zu nichts geführt. Aus Rechtsanwalt Kompas "Stiftung Bloggerhilfe" ist nichts geworden.

http://scienceblogs.de/geograffitico/2013/03/14/rechtsschutz-initiative-fur-blogger/
http://www.kanzleikompa.de/?s=klehranlage&submit=Suchen

Öffentlichkeit herstellen ja oder nein? Bei unberechtigten Abmahnungen, die dazu geeignet sind, die Meinungsfreiheit einzuschüchtern, kann man unter Umständen durch öffentliches Thematisieren der Abmahnung positive Resultate erzielen. Ich erinnere an meine FAZ-Abmahnung. Aber man sollte Vor- und Nachteile eines solchen Vorgehens mit dem eigenen Anwalt oder anderen Vertrauenspersonen gründlich prüfen.

Wenn man sich an einen Anwalt wendet, sollte man sich sicher sein, dass er vom Internet hinreichend viel versteht. Beispielsweise kann man sich an bloggende Anwälte wenden. Es muss nicht immer ein Anwalt vor Ort sein oder der traditionelle Familienanwalt, für den das womöglich #neuland wäre.

Anwälte dürfen legal eine kostenlose Erstberatung anbieten:

http://www.kanzleinowack.de/an-kostenloser-erstberatung-gibt-es-nichts-zu-meckern/

Wer sich bei einem entsprechenden Anruf weigert, eine kostenlose kurze Ersteinschätzung abzugeben, sollte nicht mit dem Mandat beauftragt werden. Merke: Anwälte haben Erfahrung darin, bei potentiellen Mandaten Vertrauen zu wecken. Leider gibt es keinen Produktvergleich bei der Anwaltsqualität!

Je unberechtigter eine Abmahnung gegen einen Blogger ist, um so höher ist die Chance, dass ein Anwalt das Mandat unberechnet - "pro bono" - übernimmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pro_bono

Ich weiß von einem Anwalt, der eine Doktorandin bei einer wissenschaftsrechtlichen Frage mehrfach kostenlos beraten hat. Allerdings sind solche Anwälte rar gesät. In der Regel wird man seinen Anwalt bezahlen müssen.

Nochmals: Keine Panik, kühlen Kopf bewahren. Durch Fristaufschub Zeit für eigene Recherchen gewinnen. Nicht in jedem Fall muss ein Anwalt eingeschaltet werden, und es gibt genügend Anwälte, die einen kostenlosen Erstkontakt anbieten. Je mehr man sich über die Sachlage informiert, um so eher kann man den Schock der Abmahnung konstruktiv verarbeiten und einen Lernprozess einleiten.

***

Blog & Recht 1: Darf ich Bilder lebender Personen veröffentlichen?
http://archiv.twoday.net/stories/156271221/
Blog&Recht 2: Darf ich mein Blog mit einem Porträtfoto von mir schmücken?
http://archiv.twoday.net/stories/156272358/
Blog&Recht 3: Brauche ich ein Impressum?
http://archiv.twoday.net/stories/165211515/
Blog&Recht 4: Wie nutze ich Bilder unter freier Lizenz korrekt?
http://archiv.twoday.net/stories/219051498/
Blog&Recht 5: Darf ich alte Bilder nutzen?
http://archiv.twoday.net/stories/219051661/
Blog&Recht 6: Darf ich ein fremdes Video einbetten?
http://archiv.twoday.net/stories/404099696/
Blog&Recht 7: Hafte ich für Links?
http://archiv.twoday.net/stories/453148108/
Blog&Recht 8: Darf ich fremde Bilder verwenden?
http://archiv.twoday.net/stories/498223015/

Vor dem Amtsgericht besteht kein Anwaltszwang.

http://causaschavan.wordpress.com/2014/04/14/ganz-uble-klatsche-schavan-urteil-im-vollen-wortlaut-veroffentlicht/#more-5041

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_duesseldorf/j2014/15_K_2271_13_Urteil_20140320.html

Zitat:

"Die vom Fakultätsrat dem Fehlverhalten, das der Klägerin mit Blick auf den quantitativen und qualitativen Umfang der aufgedeckten Täuschung vorzuwerfen ist, beigemessene Schwere, stellt einen rechtlich zu billigenden Anlass dar, der betroffenen Promotionsleistung ihre Funktionstauglichkeit als Teil des wissenschaftlichen Diskurses zu entziehen. Gravierende Fälle wissenschaftlicher Unredlichkeit bedürfen einer wirkungsvollen Sanktionsmöglichkeit, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft nicht zu beschädigen und die Vertrauensbasis der Wissenschaftler untereinander zu erhalten, ohne die erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit nicht möglich ist. Anlass, stattdessen etwaige mildere Mittel, z.B. in Gestalt einer Rüge, zu erwägen, bestand deshalb für den Fakultätsrat nicht. Abgesehen davon enthält weder die Promotionsordnung eine Ermächtigungsgrundlage hierzu, noch ist eine solche sonst ersichtlich."

Dazu siehe auch die Causa Schwerhoff
http://archiv.twoday.net/stories/97013509/

"Aus Konsequenz aus dem Fall Edathy will der Gesetzgeber das Strafrecht verschärfen. So soll künftig Herstellung, Verbreitung oder Besitz unbefugt erstellter Nacktaufnahmen unter Strafe stehen - aber auch "bloßstellende Bilder" von Kindern sowie von Erwachsenen. Das geht zu weit.

Ein Kommentar von Heribert Prantl"
http://www.sueddeutsche.de/politik/schaerfere-regeln-fuer-nacktfotos-hysterie-schuetzt-kinder-nicht-1.1936806
Via
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2014/04/14/kaugummi/

Die Affäre Edathy und die Folgen – eine gemeinsame Stellungnahme von Strafrechtlern, Kriminologen forensischen Psychiatern und Psychotherapeuten
http://criminologia.de/2014/04/keine-weiteren-verschaerfungen-im-sexualstrafrecht/

Das Recht lebt von klaren Grenzen zwischen erlaubtem und verbotenem Verhalten. Wer nichts Strafbares tut, den darf die Justiz nicht verfolgen. Im Fall Edathy wurde diese Regel missachtet –Einspruch eines Bundesrichters VON THOMAS FISCHER
http://www.zeit.de/2014/10/staatsanwaltschaft-fall-edathy

Der neue Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas ist so unbestimmt, dass er sich sogar gegen Filmaufnahmen von Holocaustopfern richten könnte
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41500/1.html
http://www.heise.de/tp/artikel/41/41499/1.html

Bilder nackter Kinder haben gerade einen ganz schweren Stand. Sie sind zur politischen Obsession geworden. Plädoyer gegen ein Denkverbot. Von Ina Hartwig
http://www.perlentaucher.de/essay/fesselt-euch-nicht.html

Die taz über den Gesetzentwurf, der anscheinend nur in Pressekreisen kursiert, der Öffentlichkeit aber nicht bekannt ist
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014%2F04%2F14%2Fa0080&cHash=d4105da15bf4fc091d03ca2ff3485b4f

Der Fotograf Günter Zint:
"Darin sehe ich eine große Gefahr für die Pressefreiheit. Das kann zum Knüppel werden, um eine unliebsame Berichterstattung zu vermeiden. Wer legt fest, was eine Bloßstellung ist? Wenn man ein Bild von einem alten Nazi zeigt - ist das nicht auch eine Bloßstellung? Für Berufsfotografen wird das ein Problem... Wo ist der Kunstvorbehalt, wo fängt er an, wo hört er auf? Das kann man nicht definieren. Es gibt wohl viele Grenzfälle, in denen es auf die Gutartigkeit oder Bösartigkeit des Richters ankommt."
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2014%2F04%2F14%2Fa0079&cHash=f18e527117d9dbe232bf5fd5d7267090

Update
http://www.internet-law.de/2014/04/das-kind-mit-dem-bade-ausgeschuettet-der-kampf-gegen-nacktbilder-von-kindern.html mit Link zum Referentenentwurf

Schlafender Putto von Reni saec. XVI

RA Schwenke erklärt die Grundlagen nicht nur für Facebook-Nutzer

http://allfacebook.de/policy/grundlagen-der-nutzung-von-fremden-texten

Auch sonst ist seine Artikelserie hilfreich.

Die Firma "The Archive AG" sowie deren Prozessbevollmächtigte, Kanzlei Urmann, erschienen zu dem heutigen Termin zur mündlichen Verhandlung nicht, obwohl der Termin bereits mehrfach auf Wunsch der Kanzlei Urmann verschoben wurde.

Das Gericht ließ in der mündlichen Verhandlung keinen Zweifel daran, dass die Abmahnung unberechtigt war. Aufgrund der Abwesenheit der Firma "The Archive AG" sowie deren Prozessbevollmächtigte erließ das Gericht ein sog. Versäumnisurteil, wonach vorerst feststeht, dass der Firma "The Archive AG" kein Unterlassungsanspruch und Zahlungsanspruch zusteht. Zudem muss die Firma "The Archive AG" die Kosten des Verfahrens tragen.

http://anka.eu/news-aktuelles/89-update-zu-redtubeverfahren-ag-potsdam-erlaesst-versaeumnisurteil

http://archiv.twoday.net/search?q=redtube

Zu http://archiv.twoday.net/stories/717440897/

Experten nahmen Müller in Schutz.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/gerd-mueller-doktortitel-plagiat-sjaeger-kritisieren-verdacht-a-963426.html

Kommentar: Wenn Prominente in ihren wissenschaftlichen Arbeiten handwerklich unsauber sind, darf und muss das öffentlich gegeißelt werden ohne Rücksicht auf politische Implikationen. Natürlich ist es absolut daneben, hier bereits von einem "Plagiatfall" zu sprechen.

In Tabellen oder Aufzählungen mit Anführungsstrichen zu arbeiten, wirkt befremdlich und ist meines Wissens unüblich. Die Quelle wurde genannt, es liegt also keine Täuschung über das Ob der Entlehnung vor.

Müllers Quelle an der beanstandeten Stelle, Wolfgang Hackel 1978, hatte in der Fußnote formuliert:

"Heino Kaack hat in: Geschichte und
Struktur …; a.a.O., S. 544, elf Funktionen
der Jugendorganisationen genannt. Soweit
seine Aufstellung mit den vom Verfasser
gewonnenen Erkenntnissen übereinstimmt,
sind sie in diesen Katalog eingegangen."

Müller war keineswegs der erste, der Kaacks Aufstellung (1971) ohne wörtliche Anführungsstriche übernommen hat, wie die folgende Suche in Google Books zeigt:

https://www.google.de/search?q=organisatorische+Erfassung+und+Aktivierung+j%C3%BCngerer+Parteimitglieder&tbm=bks
bzw. (Phrasensuche, 12 Treffer)
https://www.google.de/search?tbm=bks&q=%22organisatorische+Erfassung+und+Aktivierung+j%C3%BCngerer+Parteimitglieder%22

Kaacks Funktionenkatalog war in den 1970er und 1980er Jahren geradezu "Gemeingut" der einschlägigen Studien zu politischen Parteien.

Googles miserable Metadaten gebieten Vorsicht, was den angeblichen Treffer von 1970 angeht, der vor Kaack 1971 läge, aber mit Kaack 1971 nicht identisch sein kann.

Bedenklich ist die Übernahme (ohne Anführungszeichen) im Fließtext durch Grotz in Eilfort (Hrsg.) 2004. Die Autorschaft von Grotz ergibt sich aus
http://bvbr.bib-bvb.de:8991/exlibris/aleph/a21_1/apache_media/ESUYHK49KI32PP1LSB7LFU57SIJDXK.pdf

Man könnte also als ungeschriebenes (?) wissenschaftliches Gewohnheitsrecht formulieren: In als solchen (z.B. durch Spiegelstriche oder Punkte) gekennzeichneten Aufzählungen und in Tabellen darf man die Vorlage wörtlich ohne Anführungszeichen übernehmen, ändern und ergänzen, sofern die Quelle angegeben wird.

Im Lichte der neuesten Tugendhaftigkeit ist zu empfehlen, dass man durch geeignete Hinweise (z.B. "Das Folgende überwiegend/teilweise wörtlich nach") den Sachverhalt transparent dokumentiert. Ich sehe keine grundsätzliche Notwendigkeit, die bisherige Praxis zu verbieten oder als handwerklich unsauber zu diffamieren, auch wenn sie mit dem Wortlaut der einschlägigen Passagen in Anleitungen zum wissenschaftlichen Arbeiten nicht zu vereinen ist. Ungewöhnlich ist ein solches Abweichen der wissenschaftlichen Praxis von Anleitungen keinesfalls.

Aufzählungen und Tabelleninhalte sind mit wissenschaftlichen Daten gleichzusetzen, die frei zu verwenden sind, wenn die Herkunft dokumentiert wird. Der Dispens von der strikten Kennzeichnungspflicht wörtlicher Übernahmen ist gerechtfertigt, da Verbesserungen, die sich durch Ergänzung und Veränderung des Wortlauts ergeben, im Interesse des wissenschaftlichen Fortschritts sind. In den mit Anführungsstrichen gekennzeichneten Passagen können aber nur Kürzungen (...), nicht aber sinnvolle Umstellungen ausgewiesen werden. Ich sehe nicht, was gewonnen wäre, wenn man etwa fordern würde, Übernahmen und Änderungen durch Farben wie bei Heidingsfelder zu dokumentieren.

Ähnlich verhält es sich mit Übersetzungen. Es ist meines Wissens üblich, Übersetzungen zu verbessern, wenn man darauf explizit hinweist. Siehe etwa Brunold-Bigler:

http://retro.seals.ch/digbib/view?rid=sav-001:1998:94::223&id=&id2=&id3=

Auch hier würde eine akribische Dokumentation der Änderungen, die sich ja nur des Werkzeugs der Anführungsstriche und der Kürzungskennzeichnung bedienen könnte, nur dazu führen, dass der Leser befremdet ist.

Wenn es darum geht, die Funktionen der Jugendorganisationen möglichst präzise aufzulisten, kann man nicht auf die sonst empfehlenswerte Devise "Mit eigenen Worten sagen!" verweisen. Eine bereits gefundene bündige Formulierung durch eine schlechtere eigene Wiedergabe zu ersetzen ist wohl kaum im Interesse der Wissenschaft.

Die urheberrechtliche Wertung bei geschützten Teilen wissenschaftlicher Arbeiten steht damit eindeutig im Widerspruch. Kaacks Funktionenliste könnten manche Gerichte als urheberrechtlich geschützt ansehen, obwohl bei wissenschaftlichen Texten höhere Hürden für den urheberrechtsschutz vom BGH statuiert wurden. Dann aber gilt neben dem Quellengebot das Änderungsverbot des Urheberrechts.

Eine einmal gefundene prägnante Formulierung darf, wenn sie denn als solche urheberrechtlichen Schutz genießt, NICHT übernommen werden, wenn man nicht in der Lage ist, sie mit eigenen Worten besser zu sagen. Gebetsmühlenhaft wiederholt die Rechtsprechung und Literatur zu § 51 UrhG, dass es nicht erlaubt ist, zu zitieren, wenn man damit sich (nur) eigene Ausführungen ersparen will:

https://www.google.de/search?q=%C2%A7+51+urhg+eigene+ersparen

https://www.google.de/search?q=%22leichter+zug%C3%A4nglich+zu+machen+oder+sich+selbst+eigene+Ausf%C3%BChrungen+zu+ersparen%22

Hier (wie auch sonst sehr oft) kann der Urheberrechtsschutz dem wünschenswerten wissenschaftlichen Fortschritt im Weg stehen, da das strikte Änderungsverbot des Zitatrechts "Verbesserungen" behindert.

Update:
http://causaschavan.wordpress.com/2014/04/09/betrifft-plagiatsvorwurfe-gegen-entwicklungsminister-muller/

http://erbloggtes.wordpress.com/2014/04/10/schavan-und-die-epigonen/#more-3538

 

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