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Erschließung

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/lehm135

"Heinrich Beschißer von Esslingen, ein Vagus, schwört der Stadt Speyer bei der Entlassung aus seiner wegen Tötung des Johannes Ostertag zu Hagenau über ihn verhängten, nun aber da sich an den angesetzten Gerichtstermin niemand gemeldet, er auch in Notwehr gehandel [!] zu haben angibt, aufgehobenen Haft, Urfehde."

Lesbar wäre: "Heinrich Beschißer von Esslingen, ein Vagant (vagus), schwört der Stadt Speyer Urfehde bei der Entlassung aus der Haft, die wegen Tötung des Johannes Ostertag zu Hagenau über ihn verhängt worden war, nun aber aufgehoben wurde, da sich an den angesetzten Gerichtsterminen niemand gemeldet hatte und er angibt, in Notwehr gehandelt zu haben."

Auf neuem Server:

www.archivesportaleurope.net

Aus Deutschland ist immer noch nur das Bundesarchiv dabei.

Zum Bericht auf den Websites des International Tracing Service (ITS):
http://bit.ly/10xegTU
und in deutscher Sprache:
http://bit.ly/ZUaIVX

Andreas Praefcke schreibt zu

http://catholiccultures.hypotheses.org/348

Wenigstens die Mikrofilme einmalig massenhaft zu digitalisieren und ins Netz zu stellen, dürfte doch keine unüberwindliche Hürde sein. Kürzlich hat jemand die Kosten für die geplante DDB sehr schön mit “100 Meter Autobahn” verglichen, die Nachdigitalisierung der Mikrofilme wäre dagegen wahrscheinlich mit einem Katzensprung Autobahn zu bewerkstelligen. Und dann Schritt für Schritt mit “richtigen”, schönen Digitalisaten ersetzen. Wenigstens die nervigen Geräte und die Beschränkung auf den Lesesaal fielen dann bei Quellen ohne sonstige Zugangsbeschränkungen (Urheberrechte, Sperrfristen) weg.

Was man mit Online-Angeboten allerdings auch bewirken könnte, wäre eine viel bessere Erschließung als das mit den normalen Findbüchern der Fall ist.

Beispiel: jeder Nutzer könnte seine Notizen, Stichworte, Tags, Hinweise, Transkriptionen hinterlegen (und seien es nur ein paar Wörter wie Überschriften), und damit würden manche Dokumente auch mit der Zeit per Volltextsuche auffindbar. Die dabei natürlich möglichen Fehler scheinen gegen die nützlichen Aspekte zwergenhaft. Dass der gemeinnützige gute Wille des Benutzers als unbezahlter Hilfskraft durchaus vorhanden ist, zeigen Projekte wie die Wikipedia oder Wikisource.

Als Beispiel für die Nützlichkeit sei der Hinweis erlaubt auf:

1) WLB-Digitalisat einer Handschrift ”Architectura Capucinorum”

http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz337692173

2) Spiegelung desselben auf den Commons mit kurzer Inhaltsangabe

http://commons.wikimedia.org/wiki/Architectura_Capucinorum_Cod._Don._879

Was ist nützlicher?
(Der erste Link wurde ausgetauscht.)

Der International Tracing Service (ITS / Internationaler Suchdienst) in Bad Arolsen hat vier weitere Findbücher im Internet veröffentlicht:

ITS 1 - Child Search Branch (Kindersuchdienst)
R 2 - Gestapo
M 1 - Kriegsgerichte der Deutschen Wehrmacht
M 2 - Alliierte Militärtribunale (Case 8: RuSHA)


Zur Findbuchübersicht


Damit verfügt der ITS derzeit über 10 Online-Findbücher und eine Online-Datenbank zum elektronischen Akzessionsverzeichnis ("Inventardaten"). Vor Ort in Bad Arolsen gibt es in der zentralen Datenbank weitere Suchmöglichkeiten auf der Grundlage retrokonvertierter Findmittel (die für die Nachnutzung auch bereits im EAD-XML-Format vorliegen), von Attributierungen und Indizierungen zahlreicher Informationstypen aus den Unterlagen - und natürlich in üppiger Fülle auf der Grundlage von Personennamen.

Durch die Eingabe der in den Online-Findbüchern angegebenen Bestellnummern in die Datenbank vor Ort wird das Findbuch in der Datenbankansicht aufgerufen und die einzelnen Verzeichnungseinheiten direkt mit den Digitalisaten der Archivalien verknüpft. Die Nutzung erfolgt daher in der Regel am selben Bildschirm, an dem auch recherchiert wird.

Das Generallandesarchiv in Karlsruhe stellte im Rahmen des groß angelegten Erschließungsprojekts zu den Beständen des XIV. Armeekorps für die Zeit des Ersten Weltkriegs sämtliche Findmittel zu den Personalunterlagen des badischen Armeekorps online.

http://www.landesarchiv-bw.de/web/soldaten_im_ersten_weltkrieg/54389

Zugleich hat die Verfilmung der Kriegsstammrollen 1914-1918 im Institut für Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut in Ludwigsburg begonnen. Diese sollen - wie bereits die Badischen Standesbücher (1810-1870) im Generallandesarchiv Karlsruhe und Staatsarchiv Freiburg - in absehbarer Zeit in digitalisierter Form per Internet einsehbar sein.


Wieder eine sehr schöne Meldung für die Heimat- und Ahnenforscher unter uns.

http://www.stadtarchiv-lueneburg.findbuch.net/

Via
http://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg/news/artikel/elektronischer-schluessel-zum-archiv/

Weitere deutsche Findbuchdatenbanken:
http://archiv.twoday.net/stories/34629282/

Ein Kurzbeitrag in ARBIDO, dankenswerterweise Open Access selbstarchiviert unter:

http://weblog.hist.net/wp-content/uploads/2012/06/arbido2012-1.pdf

Am Ende wird Archivalia als "beste Informationsquelle" für laufende Entwicklungen im Archivbereich hervorgehoben.

Beispiel: Stadtarchiv Hof

http://www.hof.de/hof/hof_deu/leben/findbuecher.php

Dass man sich alle PDFs in ein Verzeichnis auf der eigenen Festplatte herunterladen kann und mittels der erweiterten Suche des Acrobat Reader ALLE PDFs gleichzeitig durchsuchen kann, wissen leider nur wenige.

Es muss neben den PDFs immer eine Suchmöglichkeit über alle Inhalte geben, da Google die PDFs nicht zuverlässig komplett erfasst. Wenn man keine eigene Suchmaschine installieren will, kann man die Inhalte parallel in einer Datenbank anbieten oder - was am wenigsten aufwendig ist - in einem Textformat (TXT, RTF). Also zu Suchzwecken alle PDFs zusammenkopieren, heutige Computer können auch mit sehr großen Textdateien umgehen. Formatierungen sind für die Suche unwichtig.

Stadtarchiv Koblenz, Bestand KH: Kartuschen Heimatkunde (PDF-Datei, 568 KB)

Der etwas ungewöhnliche Name des Bestandes KH, "Kartuschen Heimatkunde", leitet sich von den ursprünglichen Behältnissen (frz. cartouche = Patrone, Behälter) her, in denen diese Sammlung bis 2005 mehr schlecht als recht verwahrt wurde. Es handelte sich um Pappschuber, ungefähr in der Größe DIN-A-5, in denen die Archivalien lose oder in Umschlägen hineingesteckt waren, je nach Größe teils mehrfach geknickt. Im Laufe des Jahres 2005 wurde der Bestand einer Revision unterzogen, in Archivmappen umgebettet und in Kartons verpackt. Die urprüngliche Gliederung wurde dabei im Wesentlichen beibehalten, auch um das Wiederauffinden bei älteren Zitationen zu erleichtern. [...] Die in sich völlig inhomogene Sammlung bietet eine Fülle archivalischer und bibliografischer Raritäten. Sie wurde wahrscheinlich Ende des 19. Jahrhunderts begonnen und bis ca. Mitte der 1970er Jahre weitergeführt (Einleitung, S. IX).

 

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