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Bestandserhaltung

Ein instruktives Beispiel aus dem Christianeums-Bestand:

http://anonymea.tumblr.com/post/90105232266/schaedliches-lesezeichen-das-aus-einem


http://heise.de/-2176495


Maria Horn hat für das Hochschularchiv der RWTH das Seminar besucht und berichtet darüber:

http://www.archiv.rwth-aachen.de/?p=6171


Gibt es eine objektive und wissenschaftliche Methode zur Messung von Schmutz auf Archivgut bzw. zur Messung des Reinigungseffektes, wenn das Archivgut gereinigt worden ist?

"Ausstellung über die Erhaltung von Schriftgut und Grafik

Das Stadtarchiv Neuss präsentiert vom 12. März bis zum 13. Juni 2014 die Wanderausstellung des Arbeitskreises der Nordrhein-Westfälischen Papierrestauratoren e.V. „Papier ist nicht geduldig“.
Jenseits größerer Schadensereignisse steht die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts kaum im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Doch die täglichen Herausforderungen für Archive, Bibliotheken und Museen, nicht nur herausragende Grafiken und Handschriften, sondern auch umfangreiche Aktenbestände zu erhalten und diese im Original oder als Duplikat der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sind gewaltig.
Die Ausstellung zeigt an konkreten Beispielen aus den Neusser Beständen, welche Schäden unserem schriftlichen Kulturgut drohen. Auf anschauliche und verständliche Weise wird das Bewusstsein für die Bedeutung der Erhaltung von Schriftgut, Büchern und Grafik gefördert.

Kontakt
Stadtarchiv Neuss
Oberstraße 15, 41460 Neuss
Telefon: +49 02131-90-4250
E-Mail: info@papierrestauratoren.de
Internet: www.stadtarchiv-neuss.de "

http://www.papierrestauratoren.de/2013/05/papier-ist-nicht-geduldig/

Update:

Bericht
http://www.wz-newsline.de/lokales/rhein-kreis-neuss/neuss/zukunft-im-archiv-sichern-1.1589499

An der Residenz des geflüchteten ukrainischen Regierungschefs Janukowitsch wurden zahlreiche Dokumente aus einem See gefischt. Eine Gruppe von Journalisten verschiedener Medien hat sich zusammengetan, um zuerst gemeinsam die Akten zu bergen und dann auf der neuen Plattform YanukovychLeaks zu veröffentlichen. Über die Vorgänge ist ein lesenswerter Bericht erschienen, demzufolge archivarisches Fachwissen half:

"Someone called the state archives and a heat lamp to dry documents and an archivist arrived. The rest of this past weekend was spent laboriously fishing out documents and drying them. The reporters soon learned that if the waterlogged piles were not separated and dried, they would turn into a pasty clump that could never be rescued."

http://gijn.org/2014/02/25/yanukovychleaks-org-how-ukraine-journalists-are-making-history/

Über Kahnakten:
http://archiv.twoday.net/search?q=Kahnakten

"Antwort der Landesregierung
auf die Kleine Anfrage 1749 vom 6. November 2013
der Abgeordneten Lukas Lamla und Daniel Schwerd PIRATEN
Drucksache 16/4342

Die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport hat die Kleine Anfrage 1749 mit Schreiben vom 9. Dezember 2013 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Minister für Inneres und Kommunales beantwortet.
Vorbemerkung der Kleinen Anfrage
Nicht erst seit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln stehen Kultureinrichtungen vor der Herausforderung, historisch bedeutsame Unterlagen und Materialien sicher und dauerhaft zu bewahren. Archive, Museen und Bibliotheken müssen frühzeitig Vorkehrungen treffen, um Beschädigung und Zerstörung von Kulturgut zu vermeiden.
Dabei sind es in der Regel nicht die großen Katastrophen wie Erdbeben oder Kompletteinstürze von Gebäuden, die den Erhalt von Kulturgut gefährden, sondern kleinere Störungen wie Wasserrohrbrüche, plötzliche und kurzfristige Überflutungen bei Starkregenfällen, Kabelbrände, Stromausfälle und ähnliche alltägliche Geschehnisse, die plötzlich eintreten und so-fortiges Handeln erfordern.
Oft können einfachste organisatorische, technische und bauliche Maßnahmen wie die regelmäßige Durchführung von Evakuierungsübungen, die Unterwannung von Wasserleitungen in Magazinräumen, ein Rückbau von Stromleitungen oder das Vorhandensein von Abdeckfolie schwere Schäden vermeiden. Notfallkontaktlisten und Checklisten, die im Notfall schnell abgearbeitet werden können, leisten dann wertvolle Hilfestellung. Treten trotzdem unvermeidbare Notfälle ein, können die Auswirkungen dann begrenzt werden, wenn Rettungskräfte und Fachleute Notfallabläufe kennen und Rettungsmaßnahmen routiniert beherrschen.
In der Praxis von Archiven, Bibliotheken und Museen hat sich zum einen eine gute Notfallvorsorge als wirksam erwiesen, zum anderen im Schadensfall eine intensive und spartenübergreifende
Kooperation und gegenseitige Unterstützung der unterschiedlichen Akteure, auch über Verwaltungsgrenzen hinweg. Teilweise wurden zu diesem Zweck sogenannte Notfallverbünde gegründet, in denen sich die Träger unterschiedlichster Kultureinrichtungen verpflichten, im Schadensfall schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten und sich bei Bedarf auch Personal- und Sachmittel gegenseitig zur Verfügung zu stellen.
Wir bitten die Landesregierung, ihre Antworten auf die folgenden Fragen 1 bis 4 jeweils nach den einzelnen Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes – dem Landesarchiv NRW und seinen unterschiedlichen Standorten, dem Archiv des Landtags NRW, der Kunstsammlung NRW sowie den verschiedenen Landesbibliotheken – aufzuschlüsseln.
1. Welche Materialien zur Erstversorgung von geschädigtem Kulturgut (sog. "Notfallboxen") werden in den Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes NRW dauerhaft vorgehalten?
Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster hält eine Notfallbox vor Ort vor, die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf verfügt über mehrere Notfallboxen. Die Universitäts- und
Landesbibliothek Bonn hält derzeit noch keine Notfallboxen vor. Das Landesarchiv NRW verfügt derzeit an den Standorten Düsseldorf, Münster und Detmold über jeweils ein Notfallset;
ein Notfallset besteht aus 4 Notfallboxen. Die Kunstsammlung NRW verfügt aufgrund des heterogenen Sammlungsbestands über keine Notfallboxen.
2. In welcher Form leistet die Landesregierung den Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes NRW praktische Unterstützung bei der Notfallvorsorge?
Sofern die betreffenden Einrichtungen sich mit der Bitte um praktische Unterstützung an die
Landesregierung wenden – was bisher nicht der Fall war –, wird diese eine Unterstützung im Rahmen ihrer Möglichkeiten gewähren.
3. Welche besonderen Maßnahmen hat die Landesregierung getroffen, um in den Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes NRW vorhandene digitale Unterlagen vor Beschädigung und Verlust zu schützen?
Die Landesregierung hat das Projekt „Digitales Archiv NRW“ initiiert, das im nächsten Jahr in den Dauerbetrieb überführt werden soll. Mit diesem Projekt wird eine technische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die es sowohl den landeseigenen Gedächtniseinrichtungen als auch kommunalen und privaten Kultureinrichtungen ermöglicht, originär
digitales Kulturgut und Digitalisate von analogem Kulturgut dauerhaft zu sichern.
4. Welche der Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes NRW sind bereits an Notfallverbünden beteiligt bzw. planen eine solche Beteiligung?
Es gibt einen Notfallverbund in Münster, an dem die dortige Universitäts- und Landesbibliothek beteiligt ist. Die ULB Düsseldorf ist an keinem Notfallverbund beteiligt, prüft aber die
Möglichkeiten einer Beteiligung. Die ULB Bonn plant einen Notfallverbund zusammen mit Bibliotheken und Archiven im Raum Bonn/Rhein-Sieg. Das Landesarchiv NRW ist am Standort Münster am Münsteraner Notfallverbund beteiligt. Am Standort Detmold laufen derzeit die Arbeiten zur Errichtung eines Notfallverbunds, an dem auch das LAV NRW beteiligt sein wird. In der Abteilung Rheinland ist perspektivisch die Errichtung eines gemeinsamen Notfallverbunds mit Kulturgut bewahrenden Einrichtungen am neuen Standort Duisburg, der im kommenden Jahr bezogen wird, geplant. Die Kunstsammlung NRW plant, sich mit der Stadt Düsseldorf bezüglich eines Notfallverbundes in Verbindung zu setzen.

5. Wie plant die Landesregierung, die Initiierung und Etablierung von Notfallver-bünden von Kulturgut bewahrenden Einrichtungen des Landes NRW mit Einrich-tungen in kommunaler und privater Trägerschaft zu fördern?
Bisher sind diesbezügliche Erwartungen von Einrichtungen in kommunaler und privater Trä-gerschaft nicht an die Landesregierung herangetragen worden. Die Kultureinrichtungen or-ganisieren Notfallverbünde in eigener Initiative. Wie die Landesregierung hier unterstützen kann, lässt sich erst ermitteln, wenn konkreter Bedarf angemeldet wird."
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Das Erbe der Stasi: Kurz vor der Wende zerrissen Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes 40 Millionen Seiten mit Aufzeichnungen.
© Fraunhofer IPK

"Technik kann helfen, Geschichte aufzuarbeiten. Für eine Software, die zerrissene Stasi-Akten automatisiert rekonstruiert, erhalten Fraunhofer-Forscher am 4. Dezember den EARTO-Innovationspreis der European Association of Research and Technology Organisations

16.000 große Papiersäcke füllt das geheimnisvolle Erbe der Stasi. Mitarbeiter des Staatssicherheitsdienstes, der ehemaligen Geheimpolizei der DDR, zerrissen kurz vor dem Mauerfall im Herbst 1989 etwa 40 Millionen Seiten mit Aufzeichnungen. Das Ergebnis: etwa 600 Millionen Papier- schnipsel, die Informationen über Mitarbeiter und Opfer der Stasi enthalten. Die in kleinste Teile zerrissenen Seiten von Hand zusammenzufügen, ist nur in Ansätzen möglich und würde Jahrhunderte dauern.
Eine umfassende und zudem deutlich schnellere Rekon- struktion wird durch den ePuzzler möglich, den Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruk- tionstechnik IPK in Berlin entwickelt haben. Die Software wertet mit Hilfe komplexer Algorithmen die digitalisierten Schnipsel aus, die ein Scanner zuvor erfasst hat: Auf Basis von Merkmalen wie Form, Farbe, Textur, Linierung und Schriftbild werden passende Nachbar-Teile gesucht und anschließend virtuell gepuzzelt. »Auf diese Weise schränken wir zunächst den Suchraum in der gigantischen Schnipsel- menge ein und beschleunigen damit den eigentlichen Puzzleprozess erheblich«, erläutert Projektleiter Jan Schneider vom IPK.

Für die Technik, die Licht in das Dunkel der deutsch-deutschen Geschichte bringen kann, wurden Projektinitiator Dr. Bertram Nickolay und sein Team jetzt mit dem EARTO-Preis für besondere wirtschaftliche und soziale Innovationen geehrt. Der Preis wird in diesem Jahr zum fünften Mal von der European Association of Research and Technology Organisations vergeben. »Für mein Team und mich ist es eine große Ehre, den EARTO-Preis zu erhalten. Neben der Herausforderung, weltweit technisches Neuland zu betreten, hat uns bei der Entwicklung der Rekonstruktionstechnologie auch immer die gesellschaftliche Relevanz vorangetrieben«, resümiert Nickolay.

Damit der ePuzzler seine Arbeit akkurat erledigen kann, muss er allerdings noch lernen. Der Prototyp wird seit März 2013 im produktiven Betrieb trainiert und optimiert. Im nächsten Schritt wollen die Fraunhofer-Forscher Techniken entwickeln, die das Scannen der Schnipsel weitestgehend automatisiert.

Interessant ist die neue Technik übrigens nicht nur für die Rekonstruktion der Stasi-Akten, sondern auch für die Wiederherstellung sowie Erhaltung kulturell und gellschaftlich relevanter Dokumente und Objekte."

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IPK vom 04.12.13

http://www.spital.de/stiftung/medienecho.php?typ=3&mid=13-31

"2011 haben Bund und Länder die „Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts“ (KEK) eingerichtet. Diese setzt sich für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts in Archiven und Bibliotheken Deutschlands ein. Geldgeber ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Bereits zwei Projekte hat die KEK auf den Weg gebracht. An beiden Projekten beteiligte sich das Spitalarchiv. Das erste Projekt „Feuer und Wasser“ startete 2011. Das Spitalarchiv bewarb sich erfolgreich um die Restaurierung von fünf Amtsbüchern des 14. und 15. Jahrhunderts.

Das zweite Projekt mit dem Titel „Nationales Erbe allein auf weiter Flur“ datiert aus dem Jahr 2012. Auch hier bewarb sich das Spitalarchiv bei der KEK um die Restaurierung von acht Rechnungsbänden aus der Reformationszeit, die durch große Hitzeeinwirkung schwer beschädigt waren, und bekam wiederum den Zuschlag. Die KEK bezahlte jeweils 15 000 Euro für die Restaurierung."

Handreichung Archivgut (PDF, 160 KB)
http://www.rafo.lvr.de/bestandserhaltung/handout_afz_bestandserhaltung_v4.pdf

Schnelltest zur Schimmelpilzerkennung (PDF, 85 KB)
http://www.rafo.lvr.de/bestandserhaltung/schnelltestzurschimmelpilzerkennung.pdf

Via
http://www.univie.ac.at/voeb/blog/?p=29573

 

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